
1. LeibesvisiteAchten Sie darauf, wie Sie mit dem Kabinenpersonal sprechen, denn unhöfliches Verhalten kommt gar nicht gut an. Wir hatten einmal eine Gruppe äußerst rüpelhafter Teenager an Bord eines Fluges von Amsterdam. Sie waren so frech zu uns, dass wir das einfach nicht durchgehen lassen konnten. Und so riefen wir einfach bei der Zollbehörde am Flughafen an und sagten, dass wir die Vermutung hegen, dass die Gruppe Drogen mit sich führt. Das Lachen ist ihnen dann hoffentlich bei der Leibesvisite vergangen.
Leute, die während des Flugs ihrem sexuellen Drang freien Lauf lassen möchten, meinen, sie wären unsichtbar. Doch wir kennen alle Tricks (schließlich haben viele von uns sich ja auch schon einmal diesem Drang ergeben). Einmal haben wir ein Pärchen dabei beobachtet, wie sie sich auf die Toilette schlichen. Also stellten sich drei von uns vor die Tür, hielten ein lautes Pläuschchen und warteten, bis das ziemlich bekümmert wirkende Paar aus der Toilette kam.
Das Leben eines Flugbegleiters kann wirklich hedonistisch sein. Man fliegt um die ganze Welt, verbringt oft nur eine Nacht an einem Ort und trifft viele neue Leute. Die Nächte können da ganz schön lang werden, doch oftmals ist früh aufstehen angesagt. Unter Flugbegleitern war es nicht unüblich, einen tiefen Zug aus der therapeutischen Sauerstoffdose zu nehmen, was sich als ein perfektes Mittel gegen den Kater erwies.
Auf manchen Flügen, bei denen die Zeit zwischen Landung und Rückflug knapp bemessen war, hatten wir nicht immer ausreichend Zeit, um alle Sitztaschen zu überprüfen. Einmal hatten wir einen ziemlich bekannten Schauspieler einer Soap-Opera an Bord, der aus irgendeinem Grund seine Hand in den Spuckbeutel, der in der Seitentasche war, steckte. Dieser wurde leider vorher schon benutzt und die Überraschung war … naja, nicht so angenehm.
Manchmal kam es vor, dass es an Bord keinen einzigen Passagier gab. Da es auf diesen Flüge nur wenig zu tun gab, mussten wir natürlich für den richtigen Spaßfaktor sorgen. Während des Abflugs kam uns die Idee, uns auf die Tabletts zu setzen und den Gang runter zu schlittern. Die Geschwindigkeit, die man dabei mit einem einfachen Servierbrett erreichen konnte, war wirklich erstaunlich. Die Brandflecken auf dem Teppich stellten dann allerdings eine zu große Gefahrenquelle dar.
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