Reisetipps, Infos & Inspiration 5 verlassene Orte, die man besuchen kann

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5 verlassene Orte, die man besuchen kann

Wer braucht schon Eiffelturm, Kolosseum und Co. bei diesen schauerlich-schönen Sehenswürdigkeiten...

Viele Sehenswürdigkeiten sind Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte lang absolute Touristenmagnete, aber es gibt auch welche, bei denen die Besucherzahlen zurückgehen und Schritt für Schritt verfallen.

1. Six Flags New Orleans – New Orleans, Louisiana

New Orleans, verlassener Freizeitpark: Six Flags New Orleans

Von einem verlassenen Freizeitpark zum nächsten: Der Six Flags Park – früher bekannt als Jazzland – hat es Hurrikan Katrina zu verdanken, dass er nach nur fünf Jahren schon wieder seine Pforten schließen musste. Der Sturm zerstörte das Areal und flutete weite Teile des Parks. Es sieht aber so aus, als ob für den Freizeitpark wieder Hoffnung besteht, er soll 2018 in neuem Glanz wieder seine Pforten öffnen.

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2. Spreepark – Berlin

Verlassene Orte: Spreepark Berlin

Der Spreepark hat schon fast Kultstatus unter den verlassenen Attraktionen. Er wurde im Jahr 1969 als Kulturpark Plänterwald eröffnet, um Familien aus Berlin und ganz Deutschland zu unterhalten. Nach der Wende wurde er in Spreepark umbenannt und ständig modernisiert, bis schließlich das Unternehmen, dem der Freizeitpark gehörte, 2001 Insolvenz anmelden musste. Heutzutage bietet sich ein verwahrloster Anblick mit Gänsehaut-Feeling. Zwischen 2009 und 2014 wurden Führungen durch den ehemaligen Park angeboten, aktuell ist das nicht mehr möglich, da das Gelände abgesperrt ist. Besucher können allerdings Führungen rund um den Geisterpark unternehmen und dabei das alte Riesenrad, eine Wildwasserbahn und mehr in absoluter Stille entdecken.

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3. North Brother Island – New York

New York, verlassene Insel: North Brother Island
© reivax, Flickr (Creative Commons, CC BY-SA 2.0)

Eine verlassene Insel bei New York? Gibt es tatsächlich und zwar die North Brother Island im East River. Sie wurde im späten 19. Jahrhundert für ein Quarantäne-Krankenhaus verwendet, in dem Pocken-Patienten untergebracht wurden. Auch Mary Mallon, die als erste nicht erkrankte Trägerin von Typhus in den USA unter dem Namen Typhoid-Mary Berühmtheit erlangte, verbrachte hier einige Zeit auf der Isolierstation. Seit den 1960ern ist die Insel verlassen und kann derzeit auch nicht so einfach besucht werden. Bis Ende 2016 ist aufgrund Sicherheitsbedenken der Zugang zur Insel verboten.

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4. Plymouth, Montserrat

Plymouth, Montserrat
© Mike Schinkel, Flickr (Creative Commons, CC BY 2.0)

Wer sich zu den Kleinen Antillen in der Karibik aufmacht, der fliegt vielleicht über die verlassene Hauptstadt von Montserrat. Plymouth musst aufgrund eines Vulkanausbruchs 1995 evakuiert werden und da die Stadt fast völlig zerstört wurde, musste sie aufgegeben werden. Der aktuelle Regierungssitz des britischen Überseegebietes befindet sich in Brades. Man kann die düstere Gegend besichtigen, allerdings kommt das immer auf die aktuelle Lage an, da der Vulkan noch immer aktiv ist. Ansonsten hat man auch die Möglichkeit per Boot aus die verlassene Stadt zu sehen.

5. Hashima (auch bekannt als Gunkanjima), Japan

Verlassene Orte: Hashima Japan

Die kleine Insel Hashima im Süden Japans war vor allem für einen regen Kohleabbau bekannt bis die Werke 1974 stillgelegt und alle Bewohner arbeitslos wurden. Seither verfallen die Gebäude und die Wildnis übernimmt das Kommando. Dank der Nähe zur Stadt Nagasaki wird die Insel immer mehr zur Touristenattraktion, so kann man etwa Bootstouren unternehmen und seit 2009 ist sie wieder Besuchern zugänglich.

Übersetzt vom amerikanischen Original von Judd Hall.

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