Reisetipps, Infos & Inspiration 7 Dinge, die es in Kopenhagen zu entdecken gibt

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7 Dinge, die es in Kopenhagen zu entdecken gibt

Lust auf die dänische Hauptstadt? Wir haben sieben Plätze, Sehenswürdigkeiten und Orte in Kopenhagen für euch, die erkundet werden wollen!

Wie würdet ihr Kopenhagen beschreiben? Liberal? Modern? Teuer? Die Stadt, die vor allem für die „Kleine Meerjungfrau“ (man sollte es bereits am Namen wissen, aber die Statue ist wirklich sehr klein) bekannt ist, ist alles in einem und noch mehr! Insider David Walsh teilt mit uns seine Lieblingsplätze in Kopenhagen.

1. Schlaue Brauereien

Es ist zwar die Heimat von Carlsberg, einer der größten Brauereien der Welt, aber Kopenhagen wird schon seit einiger Zeit von einer Welle kleiner Lokalbrauereien überschwemmt, die hauptsächlich im vergangenen Jahrzehnt gegründet wurden. Mikkel Borg Bjergsø und Kristian Keller waren Pioniere, als sie vor knapp zehn Jahren ein Dänemark-weites Phänomen an Mikrobrauereien lostraten. Mittlerweile genießen die beiden weltweite Bekanntheit mit insgesamt zwölf Locations weltweit, darunter in Dänemark selbst, San Francisco und Bangkok. Die Bar in Vesterbro ist auf jeden Fall zu empfehlen und man kann dort etliche verschiedene Mikkeller-Kreationen verkosten.

Mikkeller Bar
Victoriagade 8

2. Smørrebrød

Ein Grundnahrungsmittel der Dänen und in Kopenhagen etwa so wichtig wie die vielen Fahrräder. Zwei oder drei dieser offenen Brötchen, die üblicherweise aus mit Butter beschmiertem Roggenbrot bestehen und mit allem Möglichen belegt sind, sollten genug sein, um den ersten Appetit zu zügeln. Da es fast in jedem Restaurant oder Imbiss auf der Karte steht, ist es nicht einfach, die besten Plätze zum Probieren zu finden. Es ist relativ schwierig bei Schønnemanns einen Tisch zu bekommen, also würde ich mal sagen, dass man dort mit der Qualität recht glücklich werden wird, vor allem da es eine große Karte mit zahlreichen Smørrebrød-Klassikern, aber auch einigen neuen Interpretationen gibt.

Schønnemanns
Hauser Plads 16

3. Dänisches Design

Okay, ich muss zugeben, dass ich eine ungesunde Schwäche für skandinavische Eigenbau-Möbel habe, aber es muss schon gesagt werden, dass die Dänen eine echte Finesse für Inneneinrichtung haben. Diese Vorliebe für Interior Design kann in allen möglichen Hotels und Restaurants in Kopenhagen bestaunt werden. Falls man es nicht ins Dansk Design Center zur jeweils brandneuen Designausstellung schafft, sollt man in den vierstöckigen Laden Illums Bolighus, in dem ich mir mental meine ideale Einrichtung zusammenstellt habe – von stilsicherer Wohnzimmereinrichtung bis zu außergewöhnlichen Küchenhelfern findet man dort alles.

Illums Bolighus
Amagertorv 10, Indre By

4. Zwei für eins

Malmö, Schweden

Schweden ist nur einen Katzensprung von Kopenhagen entfernt und über die Øresund Brücke verbunden, die sich etwa 12 km lang über die Øresund Meeresenge erstreckt. Abgesehen von Autos, fahren auch Züge, die Kopenhagen und Malmö verbinden. Direkt vom kopenhagener Flughafen aus fährt alle 20 Minuten ein Zug in die kleine mittelalterliche schwedische Stadt, die eine einzigartig entspannte Atmosphäre bietet. In Malmö werden in vielen Geschäften und Restaurants sogar dänische Kronen akzeptiert. Wer noch nicht genug hat, der kann von dort aus auch mit dem Zug weiter nach Stockholm und Göteborg gelangen.

5. Nordic Noir

Fans der Krimiserie „Die Brücke – Transit in den Tod“ werden die Øresund Brücke wohl schon zur Genüge kennen, aber unser Nordic Noir Fieber wurde schon mit mit Sarah Lund und Staatsminister Brigitte Nyborg entfacht! Die Stadtführer von Peter and Ping bieten Spaziergänge durch Kopenhagen an, bei denen man auf den Spuren der fiktiven Kommissarin aus „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“ sowie der Premierministerin in „Borgen – Gefährliche Seilschaften“ wandelt. Auf Nachfrage gibt es auch Spaziergänge für Fans von der oben erwähnten Serie „Die Brücke“.

Wenn euch Brücken auch so faszinieren wie uns, dann empfehlen wir euch auch diesen Artikel hier: Die 15 schönsten Brücken in Deutschland

6. Torvehallerne

Neben dem Bahnhof Nørreport befindet sich die Torvehallerne, die quasi das reale Equivalent des Schlaraffenlandes darstellt. In zwei Zwillings-Glasgebäuden befinden sich hier rund fünf Dutzend unabhängige Stände, die von lokalen Spezialitäten über Käse und Fleisch bis hin zu frischem Obst und Gemüse wirklich alles anbieten. Dort sollte man auf jeden Fall Hunger mitbringen, da es zahlreiche Plätze für einen Snack oder eine Kaffee-und-Kuchen-Pause gibt. Kopenhagener sind ziemlich versessen auf Haferbrei, was auch die Spezialität des Standes Grød ist. Grød bedeutet übrigens auch Haferbrei auf Dänisch und man kann an dem Stand allerlei Variationen ausprobieren.

Torvehallerne
Frederiksborggade 21

7. Christiania

Ich habe den Fehler gemacht und Christiania, eine von Kopenhagens eher ungewöhnlichen Attraktionen, mit meiner Mutter im Schlepptau besucht. Die Cannabis-Schwaden von den Verkaufsständen in der Pusher Street haben sie nicht gerade von den Idealen der Freistadt überzeugt, aber es ist auf jeden Fall interessant, zu sehen, wie diese Kommune seit 1971 ohne viel Staatseinwirkung existiert. Obwohl viele der Bewohner nicht in Christiania selbst arbeiten, bleibt es trotzdem eine friedliche, selbstständige Gemeinschaft mit ihrem eigenen Kunstmuseum und den „You are now entering the EU“-Schildern.

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David Walsh ist freiberuflicher Journalist und Redakteur und lebt in Edinburgh. Er interessiert sich vorrangig für Lifestyle, Reisen, Kultur, Außenpolitik und internationale Entwicklung.

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