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Alleinreisen für Anfänger: Warum Island perfekt für den ersten Solotrip ist

Ihr wolltet schon immer einmal ganz allein Reisen? Hier verraten wir euch, warum Island das perfekte Ziel für den ersten Solourlaub ist und was ihr dort alles erleben könnt!

Mit nur 300.000 Einwohnern scheint sich in Island einfach jeder zu kennen. Die hübsche Hauptstadt Reykjavik hat eine echte Kleinstadt-Atmosphäre und die Kriminalitätsrate ist praktisch bei Null. Hinzu kommt, dass im ganzen Land erstaunliche Attraktionen wie die Blaue Lagune, den ‚Golden Circle‘, die imposante Ringstraße rund um Island, hunderte Geysire und Vulkane und viele spannende Winteraktivitäten auf euch warten! Lest hier, warum wir denken, dass eure erste Solo-Reise nach Island gehen sollte!

Warum alleine Reisen?

Menschen, die noch nie alleine gereist sind, beschreiben ihre erste Solo-Reise oft als eine fast religiöse Erfahrung. Die Aufnahme einer neuen Umgebung, die nicht von den Vorurteilen oder Vorlieben eines Reisebegleiters gefiltert wird, kann extrem aufregend sein. Wenn ihr alleine reist, habt ihr die Möglichkeit euch voll und ganz auf euren eigenen Rhythmus zu konzentrieren, euch zu verwöhnen und alles nach den eigenen Vorlieben zu gestalten. Natürlich birgt eine solche Reise Unannehmlichkeiten wie Sicherheitsbedenken, Einsamkeit, oder Sprachbarrieren. Aber mit ein wenig Vorbereitung und gesundem Menschenverstand wird jeder Solo-Urlaub zum Erfolg!

Alleinreisen können eine großartige Erfahrung sein und ein perfekter Weg sich selbst zu entdecken. Ihr könnt euch ausruhen, wann ihr möchtet und euch an eure Grenzen treiben, wenn ihr den Ehrgeiz dazu verspürt. Kein Mitreisender bestimmt den Weg und kein Gruppenzwang gibt Ziele vor, die man eigentlich vermeiden will. Ein weiterer Vorteil ist, dass einmal gemacht Fehler die eigenen und Errungenschaften umso aufregender sind. Ihr braucht nicht zu befürchten, dass das Bestehen darauf den ganzen Tag durch die Stadt zu Trekken, nur um vor einem geschlossenen Museum anzukommen, den Tag eures Reisepartners ruiniert. Nein es ist euer eigener Tag, eine Erfahrung die euch niemand nehmen und für die euch keiner kritisieren kann. Außerdem könnt ihr jederzeit genau das tun, was ihr wollt. Wolltet ihr schon immer mal surfen? Meldet euch für einen Kurs an und macht mit! Es sitzt niemand gelangweilt am Strand, während ihr die Zeit eures Lebens habt. Nie mehr schlechtes Gewissen! Ihr habt keine Lust die Niagarafälle zu sehen? Fahrt doch einfach dran vorbei!

Natürlich gibt es einige Nachteile und ihr könnt euch schnell auf euch allein gestellt fühlen. Daher ist es wichtig, ein Reiseziel zu wählen, dass sicher, einfach zu bereisen und weltoffen ist. Island ist genau das richtige Land, um die erste Soloreise einen vollen Erfolg werden zu lassen und Selbstvertrauen für weitere Solo-Abenteuer zu gewinnen.

Hier sind unsere Top-Gründe, warum ihr für euren ersten Solo-Urlaub nach Island reisen solltet:

1. Es ist ein toller Ort für ein Abenteuer

Island ist ein Paradies für Naturliebhaber. Berge, Gletscher, Vulkane, heiße Quellen, Fjorde, Meeresklippen und pechschwarze Strände – das Land ist atemberaubend und sieht manchmal so aus, als käme es direkt aus einem Bilderbuch. Mit Tagesausflügen in Hülle und Fülle ist es einfach und stressfrei, die Umgebung zu erkunden und dabei im überschaubaren Reykjavik zu nächtigen. Lebt ein wenig und wagt etwas, was ihr noch nie zuvor getan habt. So könnt ihr zum Beispiel in einer Eishöhle wandern und im eiskaltem und unglaublichen klaren Gletscherwasser schnorcheln oder tauchen. Oder packt eure Sachen, campt entlang der Ringstraße und genießt die vielen Thermalbäder des Landes.

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2. Es ist eines der sichersten Länder der Welt

Die Kriminalitätsrate in Island liegt so gut wie bei Null. Schaut euch nur einmal den Instagram-Account der Polizei von Reykjavik an! Seit dem Jahr 2000 gab es auf Island gerade mal 36 Mordfälle, weniger als zwei pro Jahr! Es ist unglaublich selten, dass man in Island auf Kriminalität stößt. Ihr müsst euch hier also keine Sorgen machen, dass ihr von einem Taxifahrer bestohlen oder einem Ladeninhaber betrogen werdet. Die größten Unruhen, die man erleben kann, sind Gruppen von Menschen, die sich in der Innenstadt Reykjaviks am Parlament versammeln, um gegen eine Regierungspolitik zu protestieren. Doch auch dies geschieht stets friedlich. Die größte Gefahr geht im Land von der Natur aus: ausbrechende Vulkane, Schneestürme, lange Frostperioden oder starke Regenfälle im Frühling und Herbst. Doch auch darauf ist Island vorbereitet und hält exzellente Krisen- und Evakuierungspläne bereit.

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3. (Fast) jeder spricht Englisch

Das Land hat seit Anfang 2000 einen schnell wachsenden Tourismus-Boom verzeichnet und die meisten Isländer sprechen, wie in vielen anderen Skandinavischen Ländern nahezu perfektes Englisch. Höchstens in ländlichen Gegenden begegnet man selten einigen Menschen die kein Englisch sprechen. In Reykjavik, anderen Städten, sowie bei allen Attraktionen und Reiseveranstaltern kommt man sehr gut mit Englisch aus und selbst die Mitarbeiter im kleinsten Supermarkt freuen sich in glänzendem Englisch Auskunft zu geben oder einfach ins Gespräch zu kommen. Das macht die Island Rundreise besonders einfach und komfortabel. Solltet ihr euch dagegen um eure eigenen Englischkenntnisse sorgen: In vielen Hotels und Hostels trefft ihr auf Mitarbeiter, die viele europäische Sprachen, inklusive Deutsch, beherrschen und euch gerne weiterhelfen!

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4. Belästigungen sind hier so gut wie unbekannt

Das einzige Mal, dass man in Island ein bisschen Rauferei und unfreundliches Verhalten erleben wird, ist am Wochenende in Reykjavik, wenn die Leute viel trinken und in Party-Laune sind. Männer baggern vielleicht ab und zu einmal in Bars, aber es ist normalerweise sehr einfach, ihr Angebot abzulehnen. Einheimische, sind stets zuvorkommend und einsichtig. Sollte es doch einmal zu einer unangenehmen Situation kommen, könnt ihr euch ihrer Hilfsbereitschaft sicher sein. Zu Problemen kommt es, besonders in der Hauptstadt, eher mit anderen Reisenden, die einen über den Durst getrunken haben. Für solche Situationen gibt es jedoch stets hilfreiches Sicherheitspersonal oder eine Polizeipatrouille im Barviertel. Wenn die Bar- und Nightlife-Szene nicht zu euren Vorlieben gehört, ist diese jedoch auch leicht zu meiden! Setzt euch einfach am Abend in eines der vielen exzellenten Restaurants, oder genießt ein abendliches Bad in einem der vielen thermal beheizten und kostenlosen Schwimmbäder. Ein perfekter Ort um neue Freunde kennenzulernen!

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5. Man kann Island perfekt auf eigene Faust erkunden

Es ist extrem einfach, Island alleine zu bereisen. Ihr könnt euch in einem der Buchungszentren in Reykjavik an der Hauptstraße Laugavegur für eine Gletscherwanderung oder einen Pferdeausritt anmelden. Viele organisierte Touren finden entweder in Gruppen, oder (gegen einen kleinen Aufpreis) sogar allein mit privatem Reiseführer statt. Im Angebot stehen Whale Watching, Gletscherwandern, Bergsteigen, Caving, Schneeschuhtrekking und vieles mehr. Oder mietet euch einfach ein Auto und fahrt auf eigene Faust in wenigen Minuten in die wilde Landschaft, entdeckt dort Geysire, Vulkane oder imposante Wasserfälle oder entspannt in der nahe gelegenen Blaue Lagune. Das Einzige, auf das ihr achten muss: Nehmt unbedingt eine Karte und ein Navigationsgerät oder eine offline Navigation auf dem Handy mit, da das ländliche Island ziemlich rau sein kann und ihr schnell außer Reichweite des Handyempfangs kommt. Karten gibt es an den vielen Touristeninformationen der Stadt umsonst. Mit dem Auto sollte man darauf achten, dass man auf befestigten Straßen bleibt, es sei denn, man mietet ein Allradfahrzeug.

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6. Es ist ein schnell zu erreichendes Reiseziel

Das Land ist nur rund 4-5 Flugstunden von Deutschland und vielen europäischen Metropolen entfernt (per Direktflug). Reist ihr mit Zwischenstopp über einen anderen Flughafen, dauert es meist maximal 7 Stunden. Ihr könnt also zum Beispiel leicht am Donnerstagnachmittag abfliegen, Reykjavik erkunden, einen Tagesausflug unternehmen und am späten Sonntag zurückkehren und verbringt ein aufregendes verlängertes Wochenende in einer komplett neuen Umgebung! Außerdem kann Island als kostenloser Zwischenstopp oder Gabelflug mit Icelandair bei Flügen nach Nordamerika problemlos eingebaut werden und zu einer längeren Reise, zum Beispiel in die USA, praktisch hinzugefügt werden. Aus einem langweiligen Airport Stopover wird so ein spannendes Solo-Abenteuer!

Ein Zwischenstopp klingt nach einer interessanten Idee? Was ist ein Gabelflug und wie bucht man einen?

7. Man kann Island mit kleinem Geldbeutel bereisen

Ja, Island ist teuer. Es ist jedoch möglich Island auch mit kleinem Budget zu bereisen und während des Aufenthaltes zu sparen. Übernachtet in einem Hostel, kauft lokale Lebensmittel im Lebensmittelgeschäft oder Supermarkt und kocht in der Herberge, meidet Restaurants, schließt Bekanntschaften und teilt die Kosten für Aktivitäten auf. Selbst aus der Motivation heraus zu sparen, können großartige Freundschaften entstehen! Ihr könnt so etwa die Kosten für einen Mietwagen und Benzin extrem verringern, indem ihr andere Reisende mit auf die Reise nehmt. So bekämpft ihr gleichzeitig das Einsamkeitsgefühl, sollte es nach einer längeren Solo-Reise aufgekommen sein. Vergesst aber nicht, euch ab und zu auch etwas zu gönnen – ihr seid doch immerhin im Urlaub! Viele Attraktionen und besonders Touren müssen über einen Reiseveranstalter gebucht und organisiert werden, da diese die benötigten Genehmigungen haben spezielle Orte anzufahren oder die richtige Ausbildung um Touren auf Gletscher oder auf Vulkane zu leiten. Diese Touren kosten natürlich entsprechend, doch es lohnt sich die Kosten in Kauf zu nehmen und unvergessliche Erfahrungen im Austausch zu erhalten!

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8. Es ist der perfekte Ort zum Abschalten

Reykjavik und ganz Island haben tolle Orte, an denen man sich verwöhnen und es sich gut gehen lassen kann. Bucht zum Beispiel einen Wellness-Tag in der Blauen Lagune oder genießt ein Abendessen bei Kerzenschein in einem der fantastischen Restaurants in der Innenstadt. Hier sollte man besonders Fisch und Meeresfrüchte testen! Oder schließt euch anderen Pferdeliebhabern an und reitet auf dem charakteristischen Islandpferd durch Lavafelder und Schneelandschaften. Kauft ein typisch isländisches handgemachtes Wollkleid oder steigt in einen Hubschrauber und fliegt über dramatische Gletscher und smaragdgrüne Fjorde hinweg. Die Möglichkeiten sind scheinbar grenzenlos! Nehmt einen Mietwagen oder Flug ins verschlafene Akureyri im Norden der Insel und lasst euch bei einem romantischen Kaminfeuer einschneien. Was auch immer euch anspricht, gönnt euch etwas besonderes in diesem magischen Land!

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9. Ihr werdet großartige und interessante Menschen kennen lernen

Allein zu reisen ist eine der besten Möglichkeiten, um Menschen zu treffen – Einheimische und Mitreisende gleichermaßen. Reykjavik hat viele Bars, in denen ihr neue Bekanntschaften schließen und Quiznächte mit neuen Freunden feiern könnt. Außerdem gibt es immer eine Gemeinsamkeit – das Naturwunder Island – das gleichgesinnte Reisende hierher und zurück bringt. Auf dieser Basis findet hier sicher jeder neue Freunde, denn alle teilen die gleiche Faszination, die sie in dieses besondere Land gebracht hat. Startet eine Wanderung, oder macht alternativ einen Campingtrip oder eine Rundfahrt auf dem Golden Circle mit dem Mietwagen nach Egilsstadir, ganz im Osten. Ihr wollt lieber entspannen? Dann lasst es euch zusammen in den heißen Quellen gut gehen! Der perfekte Ausgangspunkt, um eine Person kennenzulernen, ist auf Reisen, wenn ihr dem Alltag entrissen seid!

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Allein als Frau nach Island Reisen

All die oben genannten Gründe machen Island zu einem extrem zugänglichen und sicheren Reiseziel für jegliche Reisenden. Doch gibt es besondere Gefahren oder Bedenken für Frauen die Island alleine bereisen wollen? Die kurze Antwort: Nein! Island steht ein für Gleichberechtigung und Respekt und seine rund 300.000 Einwohner sind – geschlechtsunabhängig – freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit. Selten wird man sich also als Frau auf einer Reise (egal ob allein oder in einer Gruppe) so sicher fühlen wie hier. In Hostels, an öffentlichen Plätzen und in Bars und Clubs solltet ihr euch eher vor anderen Reisenden in Acht nehmen. Gelegenheit macht hier oft ‚Diebe‘ und es kommt häufiger zu Vorfällen zwischen Reisenden als Einheimischen. Als Frau sollte man sich daher eventuell einer Gruppe anschließen, wenn man Nachts ausgeht oder nach der Feier den Weg in die Unterkunft antritt. Wie oben beschrieben kommen die wirklichen Gefahren in Island eher von der Natur. Es ist daher von Vorteil seine eigenen Fähigkeiten zu kennen und sich auf Solo-Reisen gut vorzubereiten. Geht es allein auf Tour durch abgelegene Gebiete, oder zum Camping abseits der Wege dann lasst stets jemanden wissen wo ihr euch aufhaltet und macht euch mit der Umgebung und den Bedingungen vertraut. Dazu zählt in Island besonders der Wetterbericht. Brecht einen Trip lieber ab, als im Schnee stecken zu bleiben, oder gar auf einer Wanderung verloren zu gehen. Dies gilt natürlich nicht nur für Frauen sondern für jegliche Reisende die das zunächst fremde Land auf eigene Faust erkunden. Einige Handy-Apps können euch das Solo-Reisen einfacher machen. Ganz vorn mit dabei: Offline-Navis auf denen ihr Straßen- und Wanderkarten speichern könnt, um auch ohne Empfang oder lokale SIM-Karte sicher navigieren zu können.

Einige Telefonnummern die für Alleinreisende wichtig sein könnten:

  • Polizei, bzw. Lögreglan, sowie Feuerwehr und Notarzt: im Notfall erreichbar über die 112
  • Polizei Reykjavik (wenn es kein Notfall ist): 444 1400
  • Krankenhaus in Reykjavik (wenn es kein Notfall): 543 1000
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 1770
  • Bergwacht, bzw. ICE-SAR: im Notfall 112
  • Deutsche Botschaft: 530 1100
  • Infos über Straßenverhältnisse durch road.is: 1777

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