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Arbeitsurlaub im Ausland: 10 Destinationen für Working Holidays

Ihr wollt die Welt bereisen und euch dabei mit Nebenjobs finanzieren? Kein Problem mit dem Working Holiday Visum!

Lust darauf, fremde Länder zu bereisen und dabei Arbeitserfahrung im Ausland gewinnen? Mit dem Working Holiday Visum ist das alles kein Problem. Wir haben uns für euch mögliche Destinationen für derartige Arbeitsurlaube angesehen.

1. Australien

Working Holiday Austrlien

Das eigentliche Working Holiday Visum gibt es in Deutschland derzeit für knapp ein Dutzend Länder weltweit – eines davon ist Australien. Während deutsche Staatsbürger zwischen 18 und 30 Jahren in Down Under für ein Jahr lang nach Belieben reisen, urlauben und jobben können, dürfen Australier dasselbe in Deutschland tun. Was Australien für einen Working Holidays Trip so attraktiv macht, ist sein Mix aus beeindruckenden Naturlandschaften sowie modernen Metropolen wie etwa Sydney. Hier verbringt ihr aufregende Tage beim Backpacking in den Outbacks oder beim Erforschen der heiligen Stätten der Aborigines, bevor ihr euch in den städtischen Zentren mit der urbanen Kultur des Landes befasst.

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2. Neuseeland

Working Holiday Neuseeland

Das zweite offizielle Working Holiday Land ist Neuseeland und auch hier gelten gewissen Voraussetzungen: Neben der gleichen Altersbeschränkung wie in Australien, müssen hier (so wie in unterschiedlicher Höhe auch in den anderen Ländern) Finanzmittel sowie ein Rückflugticket nachgewiesen werden. Auch darf man nicht vorbestraft sein und muss sich im Besitz eines noch mindestens 15 Monate gültigen Reisepasses befinden. Trifft dies alles zu, dann steht einem nichts mehr im Weg, das Land der Hobbits, Elfen und Naturwunder frei zu bereisen und sich dabei den einen oder anderen Neuseelanddollar zu verdienen. Insgesamt habt ihr ein Jahr Zeit, um das vielseitige Land zu erkunden und euch faszinierende Orte wie das Auenland in Matamata, den Volcanic Rift in Waimangu oder die städtischen Sehenswürdigkeiten der großen Metropolen wie Auckland anzusehen.

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3. Kanada

Working Holiday Kanada

Quer über den Atlantik geht es weiter ins dritte Land des Working Holiday Abkommens: Kanada. Kanada hat den Vorteil, dass man hier nicht nur bis 30, sondern bis 35 Jahre einreisen darf – somit kommen also auch später Entschlossene zum Zug. Der Nachteil: Die Anzahl an Visa ist beschränkt und sie werden unter allen Bewerbern verlost – ihr braucht also ein wenig Glück! Hat man eine der Genehmigungen ergattert, darf man insgesamt ein Jahr lang durch die wundervollen, weiten Naturlandschaften ziehen oder sich in modernen Städten wie Montreal oder Vancouver dem urbanen (Berufs-)Leben hingeben.

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4. Japan

Working Holiday Japan

Und nochmal überqueren wir das Meer und finden uns diesmal in Japan wieder, dem vierten Land der Work Holiday Liste. Mit einem Visum unter den üblichen Voraussetzungen, inklusive finanzieller Mittel von mindestens 2.000 Euro für den Aufenthalt sowie weiteren 1.100 Euro für das Retour-Flugticket, darf man im Land der aufgehenden Sonne zwölf Monate lang frei reisen und jobben, überall außer in Bars oder Nachtclubs, da diese unter andere Gesetzgebung fallen. Japan begeistert vor allem mit seiner traditionellen Lebensweise, die besonders in den vielen Tempelanlagen und Schreinen der Inseln spürbar ist, sowie der gastfreundlichen Art seiner Einwohner. Ein Aufenthalt hier bietet zudem die perfekte Gelegenheit, die wundervolle Sprache mit ihren exotischen Schriftzeichen zu erlernen.

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5. Südkorea

Working Holiday Südkorea

Wir bleiben in Asien, genauer in Südkorea. Auch hier darf man nach Vorlage entsprechender finanzieller Mittel und anderer Nachweise ein Jahr lang in beinahe allen beruflichen Bereichen jobben, um sich seinen Urlaubsaufenthalt zu finanzieren. Das Land bietet einzigartig schöne, weitläufige und zu großen Teilen unberührte Naturlandschaften, die als perfekte Kurztrip-Ziele zwischen den einzelnen Jobs in den modernen Großstädten des Landes, wie Seoul, ins Auge gefasst werden sollten. Zusätzlich zur Arbeit darf man sich hier mit einem Studentenvisum auch weiterbilden.

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6. Hongkong

Working Holiday Hongkong

Eine weitere, und die letzte von uns vorgestellte, offizielle Working Holiday Region ist die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong. Wer sich hier auf Arbeitsurlaub begibt, muss (wie in den anderen Ländern) seinen Schwerpunkt auf Urlaub legen, darf jedoch jobben, um sich diesen zu finanzieren. Besonders ist, dass man hier ohne zusätzliches Visum auch eine bis zu sechs Monate dauernde Fort- oder Weiterbildung besuchen darf. Hongkong begeistert vor allem durch seine moderne Lebensweise in Kombination mit der reichen Geschichte und Kultur Chinas.

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7. USA

Working Holiday USA, San Francisco

Neben dem offiziellen Work Holiday Visum gibt es noch andere Möglichkeiten, im Ausland Arbeitsurlaube zu unternehmen – etwa mit dem J1 Visum in den USA. Wer über 18 Jahre alt ist, eine fixe Jobzusage in den Vereinigten Staaten (diverse Organisationen helfen bei der Suche) sowie entsprechende finanzielle Mittel vorweisen kann, darf für die Dauer der Beschäftigung sowie 30 Tage davor und danach in den USA bleiben. Mit seinen vielschichtigen Naturlandschaften, berühmten Metropolen sowie unzähligen Entertainment-Möglichkeiten ist das größte Problem bei einem Arbeitsurlaub hier wohl die Entscheidung, wohin genau es gehen soll.

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8. Singapur

Working Holiday Singapur

Auch in Singapur darf man dank des Work Holiday Passes urlauben und dabei jobben. Der Pass räumt Reisenden sehr ähnliche Rechte ein wie das Work Holiday Visum und ermöglicht es so, das Land bis zu sechs Monate zu bereisen und dabei allerlei Arbeitsverhältnisse anzunehmen. Das Höchstalter ist hierbei jedoch 25 Jahre und Teilnehmer müssen entweder Vollzeit-Studenten oder Absolventen sein. Während eures Aufenthaltes hier solltet ihr euch unbedingt die vielen Museen Singapurs ansehen, und wer am Ende noch Geld über hat, nutzt die exquisiten Shoppingmöglichkeiten der Region. Singapur ist zudem natürlich ein guter Ausgangspunkt für Reisen in umliegende Länder, wie Malaysia, Indonesien, Thailand und viele mehr.

Auf nach Singapur!

9. EU-Raum

Working Holiday Europa, Paris

Eine Alternative zu Working Holidays in fernen und exotischen Ländern ist ein Arbeitsurlaub im EU-Raum. Dank des Rechts auf Freizügigkeit und Arbeitssuche, dürfen deutsche Staatsbürger in jedem anderen EU-Land auf Jobsuche gehen und dort beliebig lange arbeiten sowie wohnen. Warum also nicht auf Beschäftigungssuche in schönen Gefilden wie Frankreich, Irland oder Spanien gehen? Der große Vorteil an diesen Ländern ist zudem, dass man dank des Gleichberechtigungsgrundsatzes keine speziellen Zusatzvoraussetzungen wie angesparte finanzielle Mittel, vorgeschriebene Versicherungen oder Altersbeschränkungen berücksichtigen muss – praktisch also besonders für all jene, die sich nicht mehr in ihren Zwanzigern befinden.

10. Working Holidays in anderen Ländern

Working Holidays, Argentinien

Sollte es euch trotz der vielen anderen Optionen doch in Länder ziehen, die bislang nicht genannt wurden, steht euch noch die Möglichkeit offen, mithilfe eines klassischen Arbeitsvisums Working Holidays zu unternehmen, allerdings müsst ihr dafür auch durch den üblicherweise rigoroseren Visum-Prozess. Abgesehen davon, ist es in zahlreichen Ländern der Welt erlaubt, unbezahlte Arbeiten, also Volontariate bzw. Beschäftigungen, die mit freier Kost und Logis entgolten werden, ohne Working Holiday Visum anzunehmen. Beispiele hierfür wären etwa Arbeitsaufenthalte auf Farmen und Ranches in Lateinamerika oder Afrika, aber auch Au-Pair-Jobs. Zu beachten gilt hierbei, dass allerdings andere Visa, etwa Touristen-Visa oder speziell dafür vorgesehene Visas, nötig werden können und oftmals zusätzliche Voraussetzungen, beispielsweise nachgewiesene Schutzimpfungen etc., erfüllt werden müssen.

Wo auch immer es hingeht, sicher ist, dass der Aufenthalt eine einmalige Gelegenheit ist, fremde Kulturen und Lebensweisen hautnah zu kennenzulernen und gleichzeitig wertvolle Arbeitserfahrung zu sammeln. Und in jedem Fall gilt: Ein längerer Auslandsaufenthalt will gut geplant sein, da man je nach Land unterschiedliche Visa-Prozesse erfüllen muss, die sich mehrere Wochen lang hinziehen können, und man eine längere Checkliste an Dingen abhaken muss, bevor man überhaupt wegfahren kann. Dafür wird man mit einer richtig spannenden Zeit belohnt!

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass die Informationen hier zum Stand der Veröffentlichung im Mai 2017 aktuell sind, sich allerdings jederzeit ändern können, da Working Holidays auf einem Abkommen zwischen den beiden Ländern basieren.

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