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Ausflugsziel Starnberger See – wo Sisi zuhause war

Rund um den Starnberger See liegen zahlreiche kleine Orte, die schon Ende des 19. Jahrhunderts begehrte Reiseziele waren.

Der nach dem Chiemsee zweitgrößte See in Oberbayern mit einer Fläche von 56,4 km² ist etwa 55 Kilometer lang. Er hieß bis 1962 offiziell Würmsee, benannt nach dem kleinen Fluss Würm, der am nordöstlichen Ende aus dem See austritt. Rund um den Starnberger See liegen zahlreiche kleine Orte, die schon Ende des 19. Jahrhunderts einen beachtlichen Fremdenverkehr zu verzeichnen hatten. Bereits vor seiner touristischen Erschließung war der See ein bevorzugter Aufenthaltsort der bayrischen königlichen Familie. Die beiden wichtigsten Orte in diesem Zusammenhang sind Possenofen am Westufer und genau gegenüber Berg am Ostufer.

Prunkvolle Villen in idyllischer Lage

Viele zahlungskräftige Münchner, aber auch viele Industrielle und Künstler aus ganz Deutschland, wie zum Beispiel Hans Albers, ließen sich an den Ufern prunkvolle Villen errichten. Auch heute noch sind Immobilien am Starnberger See angesichts der idyllischen Lage zwischen München und den Alpen sehr begehrt.

Sisi und der Märchenkönig am Starnberger See

In Schloss Possenhofen, das einer Nebenlinie des regierenden bayrischen Königshauses der Wittelsbacher gehörte, verbrachte die Tochter von Herzogs Maximilian Joseph, die junge Sisi, die spätere Kaiserin von Österreich, eine unbeschwerte Kindheit. Die malerisch gelegene Anlage von Schloss Possenhofen entwickelte sich nach dem Tode Sisis schnell zu einem Wallfahrtsort für Fans der tragischen Adeligen.

Die Bewunderer des als Märchenkönig in die bayrische Geschichte eingegangenen Königs Ludwig kommen genau gegenüber, im Schloss Berg, das dem jungen König zunächst als Sommerfrische diente, ebenfalls auf ihre Kosten. Im Jahre 1886 sollte er dort nach seiner Entmündigung bis zu seinem Lebensende interniert werden, jedoch ertrank er bereits am folgenden Tag unter bis heute noch nicht vollständig geklärten Umständen unweit des Schlosses im Starnberger See. Ein Kreuz an dieser Stelle erinnert noch heute an dieses düstere Ereignis.

Außerdem sehenswert: die Kreisstadt Starnberg, Tutzing und zahlreiche kleinere Orte

Im Norden des Sees liegt die Kreisstadt Starnberg mit dem großen Bootshafen und einem Museum über die Geschichte der Region des Starnberger Sees. In der zweitgrößten Stadt am See, in Tutzing, sind der im englischen Stil angelegte Schlosspark und die Ilkahöhe, von der sich dem Besucher eine prächtige Aussicht über den See bietet, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Weitere Touristikzentren sind die Orte Ammerland, Bernried, Feldafing und Seeshaupt. Diese bieten, wie übrigens alle anderen Orte auch, Dampferfahrten an, die vor der Kulisse der oberbayerischen Alpen für jeden Touristen zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

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