Reisetipps, Infos & Inspiration Der perfekte Fluggast (Teil 2): Vor dem Abflug

Alle Artikel

Der perfekte Fluggast (Teil 2): Vor dem Abflug

Werdet mit unserer Artikelreihe zum perfekten Flugreisenden oder checkt, ob ihr es bereits seid!

Endlich habt ihr den Check-in und die Sicherheitskontrollen hinter euch gebracht, eure Koffer sind (hoffentlich) am Weg zum Verladen und das stressfreie Reisevergnügen kann so richtig beginnen – stressfrei zumindest dann, wenn sich weiterhin alle rücksichtsvoll und vorausschauend benehmen. Im zweiten Teil unseres „Der perfekte Fluggast“-Specials verraten wir euch, wie ihr schon vorm Abflug zum Liebling eurer Bordgenossen und der Crew werdet.

1. Den richtigen Boarding-Aufruf beachten

Den richtigen Boarding-Aufruf beachten

Wer oft fliegt, kennt das Prozedere: Passagiere der ersten Klasse haben nicht nur im Flieger besondere Plätze, sondern dürfen auch als erste an Bord. Auch Passagiere mit besonderen Bedürfnissen, etwa Rollstuhlfahrer, dürfen vor allen anderen einsteigen. Währen diesem sogenannten Priority Boarding dürfen Passagiere der anderen Klassen noch nicht in die Maschine – auch dann nicht, wenn sie schon ganz vorne in der Schlange stehen und damit Leuten, die bereits zum Einsteigen berechtigt sind, den Weg versperren. Es gilt also: Warten, bis man an der Reihe ist. Da im Flugzeug ohnehin jeder seinen festgelegten Platz (zumindest bei den meisten großen Fluggesellschaften und mittlerweile auch bei einigen Billigfliegern) hat, macht Drängeln ohnehin keinen Sinn – im Gegenteil verzögert sich das Einsteigen so nur zusätzlich. Die Zeit vor eurem Boarding könnt ihr übrigen bestens nützen, um nochmals auf die Toilette zu verschwinden. Während des Einsteigens im Flieger ist auf den Gängen für gewöhnlich schon genug los – besser, wenn währenddessen nicht auch noch die halbe Flugbelegschaft zu den Bordtoiletten wandern muss.

Doch keine Lust auf warten? Eco buchen, Business fliegen – So bekommt man ein Ticket-Upgrade

2. Boarding- und Reisepass bereithalten

Boarding- und Reisepass bereithalten

Vor dem Einsteigen in den Flieger gibt es noch eine letzte Identitätskontrolle, um sicherzugehen, dass auch tatsächlich nur jene in das Flugzeug kommen, die auch wirklich für diesen speziellen Flug gebucht haben. Gemacht wird dies schon alleine deswegen, um Irrtümer auszuschließen – wer schon mal in den falschen Zug gestiegen ist, weiß, wie lästig die Sache ist; wer im falschen Flieger sitzt, hätte noch viel größere Unannehmlichkeiten. Um diese abschließende Kontrolle also möglichst flott über die Bühne zu bringen, macht es Sinn, die nötigen Dokumente, genauer euren Boarding- sowie euren Reisepass, beim Anstellen schon in die Hand zu nehmen. Wer direkt am Schalter noch danach suchen muss, hält die Schlange unweigerlich auf. Den Boardingpass könnt ihr gleich in der Hand behalten, denn direkt beim Einsteigen ins Flugzeug wird dieser üblicherweise auch nochmal kurz gecheckt.

3. Handgepäck sinnvoll verstauen und vorher überlegen, was man bei sich behalten möchte

Handgepäck sinnvoll verstauen

Endlich im Flieger angekommen, heißt es, den richtigen Platz zu finden und dann das Handgepäck zu verstauen – klobige Dinge oder solche, die man während des Fluges vermutlich nicht braucht, am besten in den Überkopf-Fächern; Bücher, Kaugummis, Pullover und sonstiges, das man während des Fluges, insbesondere während des Starts, verwenden möchte, am Platz beziehungsweise unter dem Vordersitz. Wichtig ist hierbei, sich im Voraus zu überlegen, was in welche der beiden Kategorien fällt, besonders dann, wenn man den Fensterplatz hat. Seine Sitznachbarn ständig aufzuscheuchen, um doch noch das eine oder andere aus dem Überkopf-Abteil zu holen oder es dort zu verstauen, gehört nicht zum feinen Ton und kann für die Betroffenen sehr lästig werden, vor allem wenn diese versuchen zu arbeiten oder zu schlafen.
Welches Überkopf-Abteil wem gehört, ist übrigens nicht festgelegt. Wenn das Abteil direkt über eurem Platz schon voll ist, dann könnt ihr das nächstgelegene noch freie verwenden – ein Recht darauf, das nächstgelegene Fach zu belegen, hat niemand. Achtet auch darauf, möglichst platzsparend zu schlichten und Dinge so zu verstauen, dass sie beim Öffnen nicht herausfallen können. Und wo wir gerade beim Beladen dieser Abteile sind: Wenn ihr seht, dass ein Mitfluggast Probleme damit hat, sein Gepäckstück hoch zu hieven, dann bietet eure Hilfe an. Gerade ältere, kleinere oder verletzte Personen haben oft Probleme damit, die doch recht hohen Abteile zu erreichen, um Dinge hinein oder auch heraus zu nehmen – man wird es euch danken.

Nicht sicher, was mit in die Kabine darf? Dann informiert euch am besten gleich hier: An Bord verboten: Zehn Dinge, die überraschenderweise nicht mit ins Handgepäck dürfen

4. Umsetzwünsche dem Flugpersonal mitteilen

Umsetzwünsche dem Flugpersonal mitteilen

Manchmal kommt es vor, dass man trotz sorgfältiger Platzwahl im Vorfeld dann doch genau jenen Sitzplatz erwischt, den man auf keinen Fall möchte – etwa, weil ein kleines Kind hinter einem ständig brüllt, obwohl man gehofft hatte, während des Flugs etwas Schlaf aufzuholen, oder weil der Sitznachbar ein wenig zu plauderfreudig ist. Ein anderer Grund, sich lieber umzusetzen, wäre etwa auch, dass ihr den Platz neben einem Notausgang gebucht habt, euch aber zwischen Buchung und Flug verletzt habt und somit nicht in der Lage wärt, die Türe zu öffnen. Aus welchem Anlass auch immer, solltet ihr euch umsetzen wollen, könnt ihr die Bordcrew jederzeit freundlich darauf hinweisen. Sollten noch Plätze frei sein, wird man gerne ehestmöglich auf eure Wünsch eingehen; sollte kein Platz mehr frei sein, wird man zumindest fragen, ob jemand tauschen möchte. Dasselbe gilt übrigens auch, falls man mit anderen fliegt und keine nebeneinanderliegenden Plätze buchen konnte. Wichtig jedoch für all jene, die speziellen Bordservice bestellt haben, beispielsweise Spezialmenüs (vegetarisch, glutenfrei, etc.) oder denen während des Flugs Medikamente oder anderes gebracht werden muss: Unbedingt beim Umsetzen darauf aufmerksam machen, damit es später zu keinen Verwechslungen kommt.

5. Sicherheitshinweise jedes Mal beachten

Sicherheitshinweise jedes Mal beachten

Vielflieger kennen das Prozedere meist in- und auswendig – zumindest prinzipiell. Ganz so einfach ist das Vorgehen im Notfall dann nämlich doch nicht, da jeder Flugzeugtyp ein wenig anders ist, die Notausgänge womöglich an anderen Stellen gelegen sind, sich anders öffnen lassen oder auch die Sicherheitsausrüstung geringfügig anders zu handhaben ist. Auch ob der Flug über Wasser oder Land führt, macht einen Unterschied darin, wie eventuelle Evakuierungen aussehen können. Bitte opfert die paar Minuten also, schaut am besten schon beim Einsteigen, wo sich die Notausgänge befinden, und hört den Sicherheitshinweisen tatsächlich zu. So unwahrscheinlich ein Notfall auch ist, sollte der Fall der Fälle doch eintreten, können diese Infos euch oder auch anderen das Leben retten.

6. Sucht Kontakt zu euren Sitznachbarn

Sucht Kontakt zu euren Sitznachbarn

Während des Flugs rangeln einander unbekannt Sitznachbarn vor allem um drei Dinge: Sollen die Jalousien rauf oder runter, soll die Klimaanlage an oder aus sein, und wem gehören die Armlehnen? Wie die Regeln hier genau aussehen, werden wir im dritten Teil unserer Reihe behandeln – eines steht aber fest: Wer sich, zumindest durch ein kurzes Hallo und ein Lächeln, schon beim Hinsetzen mit seinen Sitznachbarn ein klein wenig vertraut macht, wird es später leichter haben, sie darum zu bitten, die Belüftung doch etwas herunter zu drehen oder die Sonnenblende doch bitte oben zu lassen, damit man hinausschauen kann.

So einfach einsteigen auch klingen mag, wie ihr seht, gibt es schon hier so manches zu beachten, um sicherzugehen, dass alles reibungslos und möglichst angenehm abläuft – für euch wie auch eure Mitreisenden. Wir wünschen euch schon jetzt einen schönen Urlaub und möglichst viele „perfekte (Mit-)Fluggäste“!

Zu den anderen Teilen unseres Fluggast-Specials:

Karte