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Die 10 besten Tauchspots der Welt

Die leidenschaftliche Taucherin und Reisebloggerin Anja Knorr zeigt euch, wo man am schönsten tauchen kann.

Tauchen hat einen ganz wunderbaren Nebeneffekt: Es führt Reisende an die schönsten Plätze der Welt. Ob an die raue Küste Südafrikas oder die tropischen Traumstrände der Südsee – immer fasziniert der Sport durch seine traumhaften Kulissen mit schillerndem Wasser und unvergleichlicher Unterwasserwelt, die so viel mehr zu bieten hat als das heimische Schwimmbad.

Rund um den Globus gibt es einige Hotspots, die die Herzen aller Tauchfans höherschlagen lassen. Für jeden scheinen die Gewässer etwas parat zu haben. Das habe ich – die begeisterte Taucherin und Reisebloggerin von happybackpacker.de, Anja Knorr, – auch selber schon erfahren dürfen. Ganz zu schweigen von dem unglaublichen Südseefeeling, das es mir besonders angetan hat.

Höchste Zeit also, meine persönliche Liste von Orten zusammenzustellen, die zu meinen bisherigen Tauch-Highlights gehören. Dazu kommen noch zwei persönlichen Sehnsuchtsorte, die ganz weit oben auf meiner To-do-Liste stehen.

1. Britische Jungferninseln – Rhone Wreck

Das Rhone Wrack auf den British Virgin Islands auf der Salt Island ist ein absolutes Muss in der Karibik. Das Schiff ist fast hundert Meter lang und ist im Jahr 1867 während eines Hurrikans in zwei Teile zerbrochen und gesunken. Nach fast 150 Jahren hat sich die Unterwasserwelt das Schiff zu eigen gemacht und es ist zu einem beliebten Aufenthaltsort von Rochen, Riffhaien und Hummern geworden. Das Besondere an dem Tauchgang ist, dass auch nach vielen Jahren Unterwasser der ursprüngliche Prunk des Schiffes zu erahnen ist. Taucher können ohne viel Erfahrung durch die engen Räume tauchen und die vielen Gebrauchsgegenstände der Menschen an Bord eines Schiffes aus dem 19. Jahrhundert beobachten, die am Meeresboden wild zerstreut liegen.

2. Südafrika – Gansbaai

Gansbaai ist das Mekka des Shark Cage Divings und für alle, die den Nervenkitzel suchen. Du stehst mit ein paar Leuten zusammengepfercht in einem winzig kleinen Käfig und blickst den Großen Weißen Haien direkt in die Augen. Die Haie werden angefüttert und gerade Tierschützer stoßen sich daran, doch werden die Haie nicht wild gemacht und zu Forschungszwecken beobachtet. Die angefahrene Shark Alley ist ein Schlaraffenland für Haie mit seinem reichen Artenvorkommen und besonders viele Seehunde und Pinguine tummeln sich in den Gewässern.

3. Fidschi – Beqa Lagoon

Ist dir dieser Nervenkitzel nicht genug, so kannst du auf den Fidschi-Inseln mit sieben verschiedenen Haiarten ohne schützenden Käfig tauchen. Auf jeweils zwei Tauchgängen kommst du zum Beispiel Tiger und Bullhaien gefährlich nahe. Am Meeresboden ist eine Leine gespannt, an der sich die Taucher festhalten, um nicht zu unruhig im Wasser zu schwimmen und dann wird vor deinen Augen ein gewaltiger Container voller Fleisch ausgekippt, um die Fische anzulocken. Dabei war ich erstaunt, nach welcher geordneter Hackordnung sich die Fische in einer imaginären Unterwasserschlange anstellten und warteten bis sie an der Reihe waren. Und das war in der Regel, nachdem die „großen Jungs“ fertig waren.

4. Mexiko – Cenote

Cenotes sind Kalksteinlöcher, die durch den Einsturz von Höhlendecken entstanden sind. Sie sind mit Süßwasser gefüllt und bilden ein weit verzweigtes unterirdisches Wasserlabyrinth aus Höhlen und Grotten von mehreren hundert Kilometern Länge. Die Tauchgänge führen durch diese Höhlen und Grotten, die mich mit ihrem einzigartigen Spiel der Farben fesselten.

5. Australien – Ningaloo Reef

Klar ist das Great Barrier Reef der Export-Schlager der Australier, doch nachdem ich mit Walhaien am Ningaloo Reef in Western Australia geschnorchelt bin und in Ufernähe Rochen und Schildkröten beobachten durfte, ist das Ningaloo Reef mein absoluter Geheimtipp in Australien. Nirgendwo sonst kommen Taucher und Schnorchler den Tieren so nahe, die sich noch dazu nicht im geringsten von uns eigenartigen Menschen in Tauchanzügen stören lassen.

6. Malta – Blue Hole

Europäische Gewässer finde ich meist nicht so spannend, einfach weil es mir oftmals zu kalt ist und dort die Unterwasserwelt eher mit kleinen Highlights aufwartet. Der Teufel liegt sozusagen im Detail, und dafür bin ich meist zu ungeduldig. Doch das Blue Hole auf dem maltesischen Archipel Gozo war ein besonderes Erlebnis für mich, weil der Tauchgang durch bizarre Felsformationen und grottenähnliche Höhlen führt.

7. Portugal – Sagres

Ich liebe Portugal wegen seiner rauen Küstenlandschaft und den freundlichen Menschen. Noch dazu liegt es quasi um die Ecke und ist ein extrem günstiges Reiseland. Sagres ist der wohl südwestlichste Punkt Europas und an den Klippen verstecken sich unzählige Höhlen und Grotten, die in zauberhaftem Licht scheinen.

8. Panama – La Coiba

Coiba ist eine ehemalige Strafkolonie in Panama, in deren Abgeschiedenheit sich die Natur jahrzehntelang unberührt von industriellen Veränderungen entwickeln konnte. Vor der Insel liegt ein riesiges Korallenriff, dass mehr einem Unterwassergebirge gleicht und eine unglaubliche Artenvielfalt anzieht. Walhaie, riesige Schulen von Marlins, Rotfeuerfische und noch viel mehr. Ich wusste bei den Tauchgängen oftmals nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Kein Wunder auf Coiba, da die Insel durch eine Unterwasser-Gebirgskette mit den Galapagos-Inseln verbunden ist.

Panama ist übrigens ein Trenddestination, findet hier heraus, was ihr noch so alles machen könnt: Die 10 schönsten Attraktionen in Panama

9. Ecuador – Galapagos Inseln

Wo wir schon bei meinem absoluten Traumspot wären. Zu den Galapgos-Inseln muss ich nicht viel sagen. Abgeschieden konnte sich dort eine unvergleichliche Artenvielfalt entwickeln mit Tieren, die keine Berührungsängste vor Menschen haben. So nah und ursprünglich kommen Taucher der Unterwasserwelt selten.

10. Kolumbien – Malpelo

Mitten im Pazifik etwa 500 Kilometer vor der Ostlüste Kolumbiens gelegen warten keine farbenfrohen Korallen auf die Taucher, sondern eine faszinierende Mondlandschaft, die jeden Tag eine Hundertschaft an Hammerhaien anzieht. Das Archipel gilt als eines der letzten Rückzugsorte der Haie und ist nur schwer zu erreichen. Die Inseln sind unbewohnt und werden nur per kostspielige Tauchkreuzfahrt von Kolumbien aus angefahren.

Anja Knorr ist leidenschaftliche Taucherin und reist seit Jahren um die Welt, auf der Suche nach den schönsten Tauch- und Surfregionen dieser Erde. Auf ihrem Weltreise-Blog happybackpacker.de schreibt sie darüber.

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