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Essen im Urlaub: Worauf ihr unbedingt achten solltet

Kaum etwas kann den Urlaub so schnell vermiesen, wie ein verdorbener Magen oder ein unangenehmes Fettnäpfchen. Damit das nicht passiert, haben wir hier eine bunte Mischung an Tipps zum Thema Essen im Urlaub.

Durchfall, Magenschmerzen und Co. oder ein kultureller Fauxpas im Restaurant sind nicht gerade das, was man mit Urlaub verbindet. Wie ihr das am besten vermeidet und worauf ihr sonst noch beim Essen im Urlaub achten solltet, verraten wir euch jetzt.

1. Vorsicht bei rohem Essen im Urlaub

„Koche es, brate es, schäle es oder vergiss es!“, lautet die bekannte Devise und das nicht zu Unrecht. Klar, im Urlaub will man natürlich regionale Spezialitäten probieren, am besten frisches Obst vom Markt schnabulieren, sich durch Salate und Beilagen kosten und gar nicht viel nachdenken, sondern sich lieber vom Magen leiten lassen. Leider sind aber die hygienischen Bedingungen in vielen Ländern ganz anders als in Deutschland und während Einheimische eine schlechtere Wasserqualität möglicherweise gewöhnt sind oder sich besser damit auskennen, was und wo man isst, ist man als Tourist meist auf sich alleine gestellt. Daher lieber von rohen, gewaschenen und ungeschälten Speisen die Finger lassen, falls man sich nicht ganz sicher ist.

Lest euch auch in die jeweiligen Landesküchen etwas ein, in Südostasien solltet ihr zum Beispiel die folgenden 14 Gerichte unbedingt probieren.

2. Restaurantbewertungen sind euer Freund

Das gilt nicht nur für den Urlaub, sondern ist generell ein praktischer Tipp: Wer einen empfindlichen Magen hat (und auf jeden Fall gut essen möchte), sollte sich Restaurants mit Top-Bewertungen suchen. Bei der Recherche sieht man nämlich sofort mögliche Hygienesünder und kann Restaurants auswählen, die von anderen Reisenden gut bewertet wurden. Das ist besonders wichtig, falls ihr vorhabt, rohe Spezialitäten wie zum Beispiel Sashimi, Beef Tatar, Ceviche, Carpaccio und Co. zu probieren. Die Chancen stehen auch äußerst gut, dass Restaurants mit guten Bewertungen sich mehr ins Zeug legen und ihr somit nicht nur frische Speisen, sondern auch sehr leckeres Essen im Urlaub bekommt.

Tipp: Auch bei Street Food können Bewertungen helfen und vor allem solltet ihr darauf achten, es nur dort einzukaufen, wo ihr seht, wie die Speisen vor euch zubereitet werden.

Wer jetzt Lust auf Sushi & Co. bekommen hat, liest am besten hier mehr über die besten japanischen Restaurants in Deutschland.

3. Vorsicht auch bei Trinkwasser und Getränken

Auch bei Getränken und Leitungswasser solltet ihr in vielen Ländern Vorsicht walten lassen. Das gilt übrigens auch für Eiswürfel in Cocktails und das Wasser, das ihr zum Zähneputzen verwendet. Ihr könnt euch dazu schon vor der Abreise online über euer Reiseland informieren und am besten auch im Hotel bei der Ankunft nachfragen, ob das Leitungswasser Trinkqualität hat. Wenn nicht oder falls ihr euch nicht sicher seid, deckt euch mit großen Flaschen Mineralwasser ein und achtet beim Kauf darauf, dass sie tatsächlich neu und fest verschlossen sind. Es gibt auch einige Krankheiten, die durch schlechte Wasserqualität übertragen werden können, wie etwa Hepatitis A und E, Typhus und mehr. Lasst euch am besten von einem Arzt beraten, wogegen es Impfungen gibt und wie ihr solche Krankheiten am besten vorbeugen könnt, falls ihr in gefährdete Gebiete reist.

Tipp: Die Abenteurer unter euch, die inmitten von Natur nicht unbedingt Zugang zu Mineralwasser oder einem Wasserkocher haben, können zumindest auf Wasseraufbereitungsfilter oder -tabletten setzen.

Macht euch aber nicht verrückt, sondern genießt auch euren Urlaub und bestellt in Bars einfach Getränke in geschlossenen Flaschen. Hier hätten wir schon ein paar passende Adressen für einen entspannten Abend: Die Top 10 Bars, Cafés und Restaurants in Tel Aviv.

4. Allergien benötigen etwas Vorbereitung

Allergien sind zwar weltweit ein Thema, allerdings gibt es nicht immer eine klare Kennzeichnung. Dank unterschiedlichem Essverhalten sind manche Allergien in bestimmten Ländern auch stärker ausgeprägt (und daher eher bekannt) als in anderen. Umgekehrt werden auch bestimmte Allergene in manchen Ländern gerne beim Kochen eingesetzt, wie zum Beispiel Nüsse in vielen afrikanischen und südostasiatischen Küchen. Falls man eine Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln hat, hilft es, online zu recherchieren. Vielleicht gibt es am Urlaubsort glutenfreie Restaurants und Cafés oder es werden eventuell laktosefreie oder nussfreie Karten angeboten. Zudem kann man sich über regionale Allergie-Bezeichnungen informieren.

Tipp: Bei schwerwiegenden Allergien hilft es möglicherweise, einen kurzen Text in der jeweiligen Landessprache mit sich zu tragen, um dem Personal in Restaurants die Umstände mitteilen zu können. Ein Gespräch mit dem Arzt vor der Abreise ist dabei wohl auch hilfreich, damit man auch alle notwendigen Medikamente bei sich hat, sollte doch der Ernstfall eintreten.

Findet hier heraus, wie ihr im Flugzeug an euer ideales Menü über den Wolken kommt.

5. Vegetarisch ist nicht gleich vegetarisch

Falls ihr einer bestimmten Ernährungsweise folgt, etwa aus religiösen oder ideologischen Gründen, ist es wichtig zu bedenken, dass unterschiedliche Kulturkreise möglicherweise andere Definitionen für eure Ernährungsweise haben. Oder sie sind im Reiseland vielleicht gar nicht bekannt. In China gibt es beispielsweise nur sehr wenige Vegetarier, daher wird diese Ernährungsform noch nicht so gut verstanden. Veganer haben es hier etwas einfacher, da buddhistische Mönche sich pflanzlich ernähren. Daher findet man vor allem in und um Tempeln passende Restaurants. Ihr seht also, etwas Planung und ein wenig Vorsicht ist bei einer speziellen Ernährungsweise notwendig.

Tipp: Je nach Ernährungsform gibt es oft vorgefertigte, in viele Sprachen übersetzte Lebensmittel-Listen zu kaufen (wie etwa vegane oder glutenfreie „Passports”). Diese kannst du dann im Restaurant herzeigen und sie wissen, was du nicht essen kannst.

Vegane Reisende unter euch? Lest hier mehr über die 10 vegansten Städte der Welt.

6. Eine Reiseapotheke für euer Wohlbefinden

Beim Essen im Urlaub geht es nicht nur um den Ernstfall, wie Durchfall, Magenschmerzen oder gar eine allergische Reaktion. Für diese wichtigen Fälle sollte man ohnehin immer alle notwendigen Medikamente bei sich haben und auch vorab mit dem Arzt klären, was man braucht. Es geht aber auch um das tägliche Wohlbefinden im Urlaub, denn andere Küchen können leider, vor allem bei empfindlichen Mägen oder Reizdarm, unnötig Beschwerden machen. Daher gilt es, die Reiseapotheke zu personalisieren: Gibt es eine Art von Kräutertee, die euch guttut? Verwendet ihr zuhause pflanzliche Tropfen oder Öle bei leichten Beschwerden? Alles was euch daheim gut tut, kann auch mit in die Reiseapotheke. Oder ihr informiert euch, ob ihr das vor Ort kaufen könnt.

Lest hier mehr darüber, was – abgesehen von speziellen Medikamenten – alles in der Reiseapotheke nicht fehlen sollte.

7. Die Ernährung langsam anpassen

Klar, wer möchte in der Urlaubseuphorie nicht sofort alles ausprobieren, was auf der Karte steht? Aber vor allem bei empfindlichen Mägen macht es Sinn, sich nach und nach an die Urlaubsküche zu gewöhnen. Esst ihr zum Beispiel zuhause immer sehr fettarm und in kleineren Portionen, macht es wahrscheinlich keinen Sinn, am ersten Tag quasi ein halbes Büfett zu verschlingen. Lieber erstmal zu Speisen greifen, die ihr kennt und regelmäßig esst, und euch langsam an die neue Küche herantasten. Gegen Urlaubsende und falls ihr euch wohlfühlt, könnt ihr dann immer noch zu deftigeren und exotischeren Speisen greifen.

Die Reise beginnt schon zuhause, daher lest hier mehr dazu, welche Speisen man am besten nicht vor dem Fliegen essen sollte.

8. Andere Länder, andere Sitten

Cappuccino am Nachmittag? In Italien gilt er als morgendliches Getränk. Brav den Teller leer essen? Das gilt in manchen Ländern, wie etwa in China, als unhöflich (als Zeichen, dass der Gastgeber zu wenig geboten hat) oder gar als Zeichen, dass man noch mehr will wie in Thailand, Finnland, Japan, Kanada, Saudi Arabien und den USA. Esst ihr möglichst leise? Schmatzen, Rülpsen & Co. wird in Südostasien und China gerne als Kompliment verstanden, es soll zeigen, dass es einem schmeckt. Noch schnell ein Kebap nach dem Clubbing? In der Türkei bedeutet Kebap einfach Fleischgericht und viele dieser Speisen werden stolz in höchster Kochkunst zubereitet. Abendessen um 18 Uhr? In Spanien beginnt man oft erst um 21 Uhr oder später.

Tipp: Um Fettnäpfchen und Missverständnisse zu vermeiden, macht es Sinn, sich vor dem Urlaub online oder im Reiseführer über Tischmanieren, Öffnungszeiten, etc. zu informieren.

Fangt gleich hier mit der Recherche an und informiert euch über die 10 leckersten Spezialitäten in New York und wo ihr sie probieren könnt.

9. Die Sache mit dem Trinkgeld

Wie oben schon erwähnt, andere Länder andere Sitten, und so ist es auch um das Trinkgeld bestellt. Fast jedes Land oder zumindest jeder Kulturkreis hat dazu eigene Regeln. Am besten hat man in den USA immer einzelne Dollar eingesteckt, da man so ziemlich jedem Hotelangestellten, der einem hilft, ein paar zusteckt. In Restaurants ist Trinkgeld bis zu 20% nicht nur üblich, sondern alles unter 15-18% gilt sogar als äußerst unhöflich. Es wird oft als Zeichen gesehen, dass etwas nicht gepasst hat, was möglicherweise den Restaurantmanager an euren Tisch führt. In China und Japan hingegen wird Trinkgeld als unhöflich angesehen – zumindest außerhalb von touristischen Zentren und großen Hotelketten, die bereits daran gewöhnt sind. Auch hier gilt: Vor der Anreise über die genauen Gepflogenheiten gut informieren.

Tipp: In manchen Länder, wie etwa in Kanada und den USA, sind Steuern üblicherweise nicht im Preis auf der Karte miteingerechnet. Zum Preis, den ihr in der Karte seht, kommen also noch Trinkgeld und Steuern.

Lest hier mehr darüber, wieviel Trinkgeld in manchen Ländern erwartet wird.

10. Gut geplant, ist halb gewonnen

Es kommt in all unseren Tipps oben bereits gut durch: Um etwas Recherche vor dem Urlaub werdet ihr nicht herumkommen. Egal, ob ihr euch darüber informiert, wo sich die nächste Apotheke oder der nächste Supermarkt befindet oder was ihr alles mitnehmen bzw. vor Ort besorgen solltet. Gerade bei Beschwerden kann man die Reise viel besser genießen, wenn man alles, was man braucht, rasch zur Verfügung hat. Dasselbe gilt auch, wenn es um die Gepflogenheiten oder kulturellen Unterschiede beim Essen im Urlaubsland geht.

Tipp zum Schluss: Etwas desinfizierendes Handgel mit dabeizuhaben, ist immer praktisch, da ihr euch so schnell von Keimen befreien könnt, falls kein sauberes Wasser zum Händewaschen in der Nähe ist.

Gut geplant, gilt auch für die Reiseplanung: Spart mit den Skyscanner-Tools „Ganzer Monat“ bzw. „Günstigster Monat“ bei der Flugbuchung.

Ihr seht, mit etwas Planung und Recherche kann man sich aufs Essen im Urlaub gut vorbereiten. Beherzigt einfach all diese Tipps, die wir in keiner besonderen Reihenfolge hier angegeben haben – sie sind eben einfach alle wichtig, und schon steht einer entspannten Reise nichts im Weg.

Lest hier noch mehr zum Thema Essen im Urlaub:

Dieser Artikel beinhaltet nur generelle Tipps rund ums Essen im Urlaub. Es empfiehlt sich immer, besonders bei bestehenden Beschwerden und schwerwiegenden Allergien, sich vor der Reise mit einem Arzt abzusprechen. Auch am Reiseort sollte man umgehend bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen oder sich in einer Apotheke erkundigen.