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Günstig verreisen: WIEN:NULL Team im Interview

WIEN:NULL hilft dabei, kostenlose Aktivitäten in Wien zu finden. Im Interview gibt es Tipps fürs günstige Verreisen.

Viel erleben für wenig Geld? Augen offenhalten und schon ist man dabei! Das Team von WIEN:NULL hilft Menschen in Wien dabei, viel zu erleben, ohne sich in Unkosten stürzen zu müssen. Im Interview verraten uns Sigrid und Jutta ihre Tipps zum Verreisen mit kleinem Geldbeutel.

WIEN:NULL im Interview

WIEN:NULL Reise-Steckbrief:

Sigrid:

  • „Must-have“ Reiseutensil: Schlafmaske und Ohropax
  • Bevorzugtes Transportmittel: Überland: Flugzeug; Inland: Zug
  • Gang- oder Fenstersitz: Im Zug am Fenster und im Flugzeug am Gang
  • LieblingsFERIENort: Attersee
  • Nächstes Reiseziel: Saalbach

Jutta:

  • „Must-have“ Reiseutensil: Taschenmesser, Klebeband, Ziplock-Sackerln
  • Bevorzugtes Transportmittel: Überland: Flugzeug, Inland: Bus
  • Gang- oder Fenstersitz: Fenster
  • Lieblingsort: Lieblingsurlaubsort: Bangkok, Lieblingsort: Sommer an der Alten Donau
  • Nächstes Reiseziel: Schweden

 

Zuallererst wie würdet ihr euer Projekt WIEN:NULL in einem Satz beschreiben?

Sigrid: Wir verraten Wientipps im Fernsehen, auf Facebook, auf unserer Homepage und in einem Newsletter, die nichts beziehungsweise bis max. zum Preis einer Melange kosten.

Eure Facebook-Seite existiert seit Anfang 2011 und seit Februar 2012 habt ihr sogar eine eigene Fernsehsendung. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, über kostenlose Dinge in Wien zu berichten? Gab es einen bestimmten Anstoß, das Projekt zu starten?

Sigrid: In Wien gibt es ein sehr großes Angebot an kostenlosen Aktivitäten und Events bei freiem Eintritt. Aus diesem Grund habe ich mir vor einigen Jahren überlegt, einen Stadtführer herauszugeben, in dem ich das Gratisangebot in Wien vorstelle. Aus dem Stadtführer, der leider noch nicht erschienen ist, ist (2011) eine Facebookseite, eine Kolumne in der Bezirkszeitung (Gesamt-Wien), eine Fernsehsendung (2012), eine Homepage und ein Newsletter (seit November 2013) entstanden.

WIEN:NULL hilft Menschen in Wien, aber auch Besuchern dabei, kostenlose Aktivitäten aller Art zu finden. Was ist euer persönlicher Top-Gratistipp für Wien? Und habt ihr auch einen Geheimtipp, den ihr unseren Lesern verraten könnt?

Sigrid: Das kommt auf die persönlichen Interessen an:

Bewegung / Tanz: Saturdance in der Brunnenpassage
Von Kindern bis Senioren sind alle herzlich willkommen gemeinsam jeden Samstag um 14:00 in der Brunnenpassage am Yppenplatz zu tanzen. Es werden jede Woche andere Tanzrichtungen vorgestellt (von Hip Hop bis Salsa).
Essen: Deewan
In diesem Lokal im 9. Bezirk kann jede/r selbst entscheiden, wieviel einem das Essen wert ist und man bezahlen kann bzw. möchte. Aufgetischt werden einfache, orientalische Speisen.
Museum: Wien Museum
Jeden 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt ins Wien Museum (inkl. allen Standorten wie Uhrenmuseum und Hermesvilla) frei. Hier wird Stadtgeschichte – von der Alltagskultur über Mode bis Architektur – aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt.

Jutta: Geheimtipp: Schmusevermittlung fixzsam.at!

Wir haben vor Kurzem den Artikel „Günstiger Urlaub in Wien: 10 kostenlose Aktivitäten“ veröffentlicht. Wenn ihr die Liste noch weiterführen könntet, welche Gratistipps für Wieninteressierte hättet ihr noch parat?

Jutta:

→ Gratis die Stadt auf dem Fahrrad (City Bike) erkunden.

→ Um einen Blick auf Wien zu werfen, sollte man hoch hinauf! Die Jubiläumswarte ist (in den Sommermonaten) eine frei zugängliche Aussichtswarte auf dem Gallitzinberg in Ottakring. (16., Johann-Staud-Straße 80).

→ Stadtwanderwege: Wien lässt sich auf über zehn Stadtwanderwegen wunderbar erwandern.

→ Wer’s gerne morbid mag, sollte einen Spaziergang am St. Marxer Friedhof (Leberstraße 6-8) machen.

→ In Wien gibt es soviel für wenig Geld zu erleben. Am besten auf unsere Facebook-Seite oder auf unsere Homepage schauen. Es kommt ja auch ganz auf die Jahreszeit drauf an.

Auf eurer Webseite zitiert ihr Coco Chanel: „There are people who have money and people who are rich“ („Es gibt Menschen, die Geld haben, und Menschen, die reich sind.“). Wie definiert ihr Reichtum im Leben?

Jutta: Auf keinen Fall über die Geldbörse! Reichtum bedeutet Familie und Freunde und die Freiheit meine Zeit mit ihnen verbringen zu können. Und mir keine Sorgen über morgen machen zu müssen!

Sigrid: Menschen um sich zu haben, die man mag, die einem Nahe stehen und auf die man sich verlassen kann. Zeit für sich, die eigenen Interessen, Freunde und die Familie haben. Um das Leben aber in vollen Zügen genießen zu können, ist auch Gesundheit ein wichtiger Punkt. Die Essenz von allem ist für mich, Spaß im Leben zu haben.

Wenn ihr verreist, seid ihr dann schon automatisch auf Gratisaktivitäten getrimmt oder gönnt ihr euch auch den einen oder anderen Luxus?

Jutta: In fernen Ländern versuche ich immer kostengünstig zu agieren – am liebsten gratis!
Mein Luxus auf langen Reisen ist von Zeit zu Zeit in ein ausgewählt gutes Restaurant essen zu gehen.

Sigrid: Für mich bedeutet Luxus, gut zu essen und das gönne ich mir im Urlaub gerne. Aber natürlich bin ich neugierig und möchte wissen, was sich in der Stadt bzw. in der Region tut, ohne dass ich viel ausgeben muss. Mich interessiert vor allem das, was Einheimische machen. Das ist auch der Vorteil an kostenlosen Angeboten; dabei trifft man Einheimische und weniger Touristen.

Wenn man sich als Urlauber in eine neue Stadt begibt, wonach sollte man auf jeden Fall Ausschau halten, wenn man kostengünstig bzw. kostenlos verreisen will?

Jutta: Den Monatskalender in den Reiseführern studieren – da findet man meistens kostenlose Programmpunkte, wie Festivitäten oder Tipps (die auch stark von Einheimischen genutzt werden). Lieber in Seitengassen nach Restaurants und Bars suchen und nicht in den Haupttourismus-Zentren etwas essen oder trinken gehen.

Sigrid: Wenn man sich vorab ein wenig Zeit nimmt, um zu recherchieren, findet man sicherlich viele kostengünstige und kostenlose Angebote, wie zum Beispiel Straßenfeste, bei denen Livemusik gespielt wird, Open-Air-Filmfestivals oder Ausstellungseröffnungen. Einen weiteren Tipp, den ich noch habe, ist jemanden vor Ort zu kontaktieren (das kann auch der Bruder der Arbeitskollegin sein). „Locals“ haben Tipps, wissen was los ist oder können zumindest ein passendes Internetportal empfehlen! Wie zum Beispiel www.gratis-in-berlin.de.

Welche Gratis-Aktivitäten kann man als Reisender eurer Meinung nach in fast jeder Stadt finden?

Jutta: Ausstellungseröffnungen, Straßenfeste, Straßenkunst, Flohmärke (übrigens: Kurz vor Ende des Flohmarkts gibt es die Waren oft sehr sehr günstig!), die örtliche Bibliothek besuchen, diese bieten oft Lesungen, gratis Zeitungen und WLAN an.

Habt ihr für uns noch einen absoluten Reisespartipp?

Jutta: Jause im Supermarkt kaufen und selbst richten.

Sigrid: Bei schönem Wetter ein Picknick machen. Airbnb und Couchsurfen: Über die Plattform Airbnb kann man leistbare, schöne Zimmer bzw. Wohnungen am Ferienort mieten. Beim Couchsurfen kostet das ganze noch weniger, nämlich nichts. Hierbei bieten Privatpersonen ihr Sofa oder ihr Gästezimmer kostenlos für Reisende an. In diesem Fall freuen sich die Gastgeber sicherlich über ein kleines Mitbringsel aus dem eigenen Land oder der eigenen Region. Die Couchsurfing Community trifft sich auch regelmäßig. Ideal um Menschen kennenzulernen.

Und zum Schluss: Ist vielleicht in nächste Zeit eine Reise geplant? Wenn ja, wohin wird es gehen?

Jutta: Hoffentlich mit dem Wohnmobil nach Schweden!

Sigrid: Zu einer Hochzeit nach Saalbach. (Mehr Kurzurlaub als Reise)

 

Fotos: © Moni Fellner & © WIEN:NULL

 

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