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Die 6 besten Surf-Spots Deutschlands

Vergesst Hawaii, Kalifornien und die Kanaren – auch in Deutschland gibt es Top-Surfspots für jeden Typ!

Egal ob ihr euch im Wellenreiten zum ersten Mal versuchen wollt oder bereits Surf-Profi seid, hier haben wir die besten Surf-Spots Deutschlands und für jeden Typ ist etwas dabei. Also ab aufs Brett!

„I am feeling so socked“ – diesen Satz werden angehende Surfer wohl noch öfter in ihrer Wassersportkarriere hören, meist in Verbindung mit einem breiten Lächeln im ganzen Gesicht. Er bedeutet nichts anderes als das absolut einmalige Gefühl des Aufgekratzt-Seins nach einer abgerittenen Welle. Dabei müsst ihr nicht in entlegene Winkel dieser Erde auf Hawaii oder Indonesien fliegen, sondern auch die heimischen Gefilde bieten viel Spaß beim Surfen.

1. München – Der Eisbach

Der Eisbach ist nichts für schwache Nerven und schon gar nichts für Anfänger. Mitten in der Innenstadt von München gelegen ist es nicht ungewöhnlich, dass Surfer in Neoprenanzügen mit einem Surfboard unter ihrem Arm an Passanten vorbeischlendern und sich in eine kleine Schlange Wagemutiger einreihen, bis sie an der Reihe sind, sich in die kalten Fluten des Eisbachs zu stürzen. Denn an der Austrittsstelle verursacht eine Steinstufe des schnell fließenden Eisbachs eine rund halbmeterhohe Stromschnelle.

Direkt hinter der Welle liegen mehrere Reihen von Steinquadern unter dem Wasser, weswegen die Welle unbedingt nur von geübten und sicheren Surfern abgeritten werden sollte. Etwa einen Kilometer hinter der bekannten Eisbachwelle findet ihr aber auf dem demselben Kanal noch die sogenannte kleine Eisbachwelle, die etwas einfacher zu bewältigen ist, aber nach wie vor durch die engen Betonbegrenzungen sicherlich kein einfacher Spot ist. Nächste U-Bahn-Haltestelle: Odeonsplatz.

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2. Sylt – Geburtsort der deutschen Surfkultur

Surf-Spots in Deutschland

Die Nordsee hat es in sich: Sie polarisiert und wird gleichermaßen geliebt und gehasst. Wellengarantie gibt es keine und die Wetterbedingungen ändern sich fast stündlich. Trotzdem gilt Sylt als Geburtsort des deutschen Surfens und gerade die Westküste mit ihrem 40 Kilometer langen Sandstrand ist ein Traum, an dem je nach Wetterlage entweder an der Nord- oder Südseite gute Wellen anrollen können. Bei perfekten Bedingungen kann hier jeder surfen, aber wer auf Sylt seine Wellen stehen kann, der schafft das überall.

Denn die Sandbänke auf der Insel türmen sich ständig neu auf – und zwar an unterschiedlichen Orten. Daher orientiert man sich am besten an den Einheimischen und beobachtet den Strand. Das hat allerdings auch etwas für sich, denn an den Buhnen gibt es bei starker Versandung perfekte Peaks. Aufgrund der Temperaturen dauert die Surfsaison auf Sylt – so wie in ganz Deutschland – von Anfang Mai bis Ende Oktober. Jedoch ist die Wellenkonstante im 5 Grad kalten Wasser im Winter viel konstanter.

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3. Norderney, Niedersachsen

Surf-Spots in Deutschland

Wegen seiner für die Nordsee recht guten Wellen zieht Norderney eine kleine, aber feine Surfszene an. Dabei herrschen die konstantesten Bedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene am Januskopf, wenn der Nordwest-Wind nachlässt oder auf Süd dreht. Dort können Anfänger in einer Schule alle Basics rund ums Wellenreiten wie das Take-Off und die richtige Paddeltechnik lernen oder im Surfcafé relaxen. Am besten surft es sich dort im Frühjahr und Herbst, wenn über die Nordsee ein Tief Richtung Ostsee zieht.

Übrigens gibt es mehrere Surfarten: das Wellenreiten, bei dem der Surfer nur ein Board hat. Das Windsurfen, bei dem auf dem Board noch ein Segel befestigt ist, sowie das Kitesurfen, wo der Surfer auf einem Board steht und von einem Drachen gezogen wird. Auf Norderney könnt ihr alle drei Surf-Sportarten ausprobieren und in der Schule erlernen. Welche euch am meisten Spaß macht und das Lachen ins Gesicht zaubert, müsst ihr selbst herausfinden. Sie alle haben ihre „I am feeling so socked“-Momente!

An der Nordsee gibt es so viel zu sehen; das Wattenmeer zählt zu den absoluten Attraktionen im Land. Hier findet ihr noch mehr: Die 21 spektakulärsten Naturwunder Deutschlands

4. St. Peter-Ording, Schleswig-Holstein

St. Peter-Ording kennt man spätestens seit der 90er-Jahre Surfserie Gegen den Wind, die dort gedreht wurde. Windsurfer lieben den Spot, doch auch für Wellenreiter ist der Ort nicht uninteressant, türmen sich die Wellen bei Sideshore-Winden doch bis zu drei Meter auf. Allerdings herrschen dort meist starke Strömungen und Surfer müssen sich durch chaotische und ungeordnete Wellen kämpfen. Die Strömung ist gezeitenabhängig und sollte unbedingt beachtet werden, trotzdem werden Surfer um das Höhenlaufen nicht umhin kommen.

Der Südstrand von St. Peter-Ording bietet ähnliche Bedingungen wie der Hauptstrand, allerdings darf dieser nicht befahren werden. Dementsprechend müssen Surfer ihre Boards bis zu 2,5 Kilometer schleppen. Positiver Nebeneffekt: Zum Teil menschenleere Strände. Wenn Ebbe ist, werdet ihr dort nur Schlick vorfinden, die beste Zeit zum Surfen ist von 2 Stunden vor bis 2 Stunden nach Hochwasser. Vor allem Anfänger werden ihre Freude an dem Surf-Spot haben, denn zu den genannten Zeiten ist es ein ideales Stehrevier ohne Felsuntergrund.

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5. Fährwellensurfen in Warnemünde – Deutschlands ungewöhnlichster Surf-Spot

Einst war Warnemünde das Wellensurf-Paradies im Zweistundentakt, dann nämlich, wenn die beiden alten Fährschiffe „Prins Joachim“ und „Kronprins Frederik“ vom dänischen Gedser nach Warnemünde fuhren. Da die beiden Schiffe aufgrund ihrer alten Bauweise viel Fahrwasser vertrieben, trafen alle zwei Stunden traumhafte Wellen am Strand ein – bei Topbedingungen türmten sie sich bis zu anderthalb Meter auf! Leider sind diese beiden Schiffe vor ein paar Jahren von Hybridfähren ersetzt worden.

Wer allerdings zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kann in Warnemünde noch immer gut Ferry Wave Surfing machen. War der beste Surf-Spot früher nahe der Hafeneinfahrt hat er nun so dicht wie möglich an die Mole verlagert. Das Wasser ist dort sehr flach und ihr müsst ein ganzes Stück hineinlaufen, um paddeln zu können. Beobachtet einfach die Locals, denn die wissen wo die besten Bedingungen herrschen. Für Anfänger ist es an diesem Spot die größte Herausforderung, die Welle überhaupt zu erwischen.

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6. Und Surfen geht überall …

Surf-Spots Deutschlands

Hört euch in eurer Region einfach mal um, wo der nächste Surf-Spot ist. Manchmal gibt es zwar nicht den perfekten, aber doch einen guten Spot, gleich um die Ecke. Solltet ihr vor allem Wellenreiter sein, gebt auch dem Windsurfen eine Chance, das erfordert vor allem viel Technik und Wissen über den Wind. Und auch, wenn Windsurfen auf dem Nahegelegenen See erstmal langweilig erscheinen mag – spätestens im Wellenreichen Meer mit starkem, konstanten Wind kommt der „I am feeling so socked“-Moment.

Sollte das nicht so euer Ding sein, schnallt euch einfach euer Surfboard unter und zieht auf einer heimischen Wakeboard-Anlage eure Runden. Das macht richtig viel Spaß, auch wenn ihr keine Wellen abreitet, sondern einfach nur an einem Seil schnell dahingleitet. Alternativ geht das natürlich auch mit einem Tau hinter einem Jetski oder einem Motorboot, bei letzterem sogar ganz ohne Seil, wenn die Heckwelle groß genug ist. Surfen geht überall, notfalls auch im Internet, um sich auf den nächsten perfekten Surfurlaub vorzubereiten 😉

Probiert es doch einfach an einem eurer Lieblingsseen aus. Hier haben wir die 11 schönsten Badeseen Deutschlands!

Die besten Surf-Spots Deutschlands auf einen Blick:

Surf-SpotOrt
1. Der EisbachBayern
2. SyltSchleswig-Holstein
3. Norderney Niedersachsen
4. St. Peter-Ording Schleswig-Holstein
5. Warnemünde Mecklenburg-Vorpommern
6. DeutschlandweitDeutschlandweit

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