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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten auf Korfu

Die bewegte Geschichte Korfus hat dafür gesorgt, dass die Insel über eine reiche Fülle an Sehenswürdigkeiten verfügt. Hier stellen wir die zehn besten Attraktionen vor.

Mit ihren gut 585 km 2 Fläche ist Korfu die am nördlichsten gelegene der zu Griechenland gehörenden Ionischen Inseln. Laut archäologischen Erkenntnissen wurde Korfu, das wegen seiner üppigen Vegetation auch oft als „die grüne Insel“ genannt wird, erstmals schon in der Altsteinzeit besiedelt und bis heute zeichnet sie sich durch ein ganzjähriges sehr angenehmes Klima aus und zieht viele Pauschal- und Individualurlauber an. Wegen ihrer ausgesprochenen Fülle an Sehenswürdigkeiten eignet sie sich auch bestens für Besucher, die nicht nur zwei Wochen lang am Strand braten wollen. Wir stellen euch die interessantesten darunter vor!

1. Archäologisches Museum von Korfu mit Artemistempel

In der ebenfalls Korfu genannten Inselhauptstadt befindet sich dieses interessante Museum (Αρχαιολογικό Μουσείο Κέρκυρας), das anhand einer Fülle an Fundstückes aus archäologischen Ausgrabungen die lange Geschichte Korfus zu veranschaulichen hilft. Ursprünglich wurde das heutige Museumsgebäude nur dazu errichtet, um die beeindruckenden Überreste des ehemaligen Tempels der Artemis auszustellen. Sie sind bis heute die absolute Starattraktion geblieben, auch wenn sich die Sammlung selbstverständlich wesentlich erweitert hat, sodass dem Museum zusätzlich Platz angefügt werden musste.

2. Palast des Nestor

Von dem amerikanischen Archäologen Carl William Blegen im Jahr 1939 entdeckt, handelt es sich bei dieser weitläufigen Stätte (Ανάκτορο του Νέστορα) um einen Palast und ein Verwaltungszentrum, dessen hauptsächlichen Bauwerke im 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. entstanden sein sollen. Der Komplex war dereinst mehrgeschossig, auch wenn bis heute nur das Mauerwerk des Erdgeschosses bis zu einer Höhe von ungefähr einem Meter erhalten geblieben ist. Für Archäologiefreunde ist vor allem der Thronsaal (Megaron) interessant, der einen großen Opferherd enthält und in dem teilweise sogar noch die ursprüngliche Wandbemalung erhalten ist. Zudem gibt es erstaunlicherweise ein „Badezimmer“, in dem sogar noch eine rechteckige, aus Stein gemeißelte „Badewanne“ zu besichtigen ist.

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3. Angelokastro

Bei einer Insel, die so begehrt war, dass sich im Verlauf der Jahrtausende so ziemlich jede Macht aus nah und fern über ihren Besitz stritt und bekriegte, ist es nicht verwunderlich, dass sie über zahlreiche Festungen und Wehranlagen verfügt. Angelokastro (Αγγελόκαστρο Κέρκυρας), die „Burg der Engel“, stammt aus der byzantinischen Zeit und erhielt ihren Namen durch den Umstand, dass sie sich an die Spitze eines 305 Meter hohen, fast senkrecht abfallenden Bergkegels klammert. Diese kühne Lage war wohl ausschlaggebend dafür, dass die Festung niemals von Angreifern eingenommen werden konnte.

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4. Festung von Gardiki

Ebenfalls von den Byzantinern im 13. Jahrhundert erbaut, ist Gardiki (Κάστρο Γαρδικίου) die einzige größere Wehranlage im Süden Korfus, die bis heute erhalten ist. Zusammen mit Angelokastro war sie Teil eines ausgeklügelten Verteidigungssystems, das die Insel wirkungsvoll vor Angriffen schützen konnte. Die äußeren Wehrmauern von Gardiki formen ungewöhnlicherweise ein Achteck, in das acht viereckige Türme integriert sind, die bis heute ihre originale Höhe aufweisen.

5. Achilleion

Im Ort Gastouri ließ sich Kaiserin Elisabeth von Österreich – genannt „Sisi“ – im Jahr 1890 einen charmanten Sommerpalast errichten. Sisi hatte einen ausgesprochenen verträumten Sinn für Harmonie und künstlerische Schönheit, was sich auch in der Architektur des Palastes niederschlug. Sie taufte ihn auch „Achilleion“ (Αχίλλειο) in Anlehnung an den Helden Achilles aus der griechischen Mythologie. Der Held selber taucht in der Palastanlage dementsprechend wiederholt auf, zum Beispiel findet man dort das von Franz von Matsch geschaffene Ölgemälde „Triumpf des Achilles“. Im Palastgarten wiederum steht eine Granitstatue des sterbenden Helden; bekanntlich wurde er bei der letztendlichen Einnahme Trojas durch einen Pfeilschuss von Prinz Paris in seine verwundbare Ferse tödlich verletzt.

Sisi reiste ja bekanntlich gerne und so kann man natürlich auch weitaus näher als Griechenland Orte finden, die sie damals mit ihrer Präsenz beehrte. Wie wäre es also mit einem Ausflug zum Starnberger See?

6. Byzantinisches Museum von Antivouniotissa

In der Ortschaft Antivouniotissa ist in einer ehemaligen Kirche dieses exzellente Museum (Βυζαντινό Μουσείο Αντιβουνιώτισσας) untergebracht. Sein Name bezieht sich dabei nicht etwa auf die Ausstellung archäologischer Funde aus byzantinischer Zeit, sondern vielmehr auf den Umstand, dass Korfu sich etwa ab dem 15. Jahrhundert in ein Zentrum der Ikonenherstellung im byzantinischem Stil entwickelte und diese Kunst dort bis ins 19. Jahrhundert hinein rege ausgeübt wurde. Dementsprechend gibt es im Museum vor allem prachtvolle, zum Teil ungewöhnlich große, christlich-orthodoxe Ikonen zu bewundern, die sich über unterschiedliche Kunstschulen hinweg erstrecken.

7. Alte Festung

Als die Venezianer im 14. Jahrhundert die Herrschaft über Korfu erlangten, übernahmen sie die bereits bestehenden, von den Byzantinern errichteten Festungsanlagen und bauten das Verteidigungssystem der Insel durch zusätzliche Festungen weiter aus. Die Hauptstadt Korfu wurde auf diese Weise mit der heute sogenannten Alten Festung (Παλαιό Φρούριο) bedacht. Das noch heute Respekt einflößende Bollwerk ist durch mächtige Artilleriebastionen charakterisiert und liegt auf einem Landvorsprung, der zur Stadtseite hin durch einen breiten Wassergraben abgetrennt und so gewissermaßen zu einer künstlichen Insel gemacht wurde. Die Festung half erfolgreich bei der Zerschlagung mindestens dreier großangelegter osmanischer Belagerungen in den Jahren 1537, 1571 und 1716.

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8. Neue Festung

Wo bereits eine „Alte Festung“ existiert, ist eine „Neue Festung“ (Νέο Φρούριο) in aller Regel nicht weit – so auch in der Inselhauptstadt Korfus. Diese ebenfalls von den Venezianern errichtete Neue Festung hat natürlich in der Realität schon etliche Jahrhunderte auf dem Buckel und nennt sich eigentlich nur deswegen so, weil sie einige Jahre nach der Alten Festung erbaut wurde. Außerdem liegt sie nicht wie die Alte Festung direkt an der Küste, sondern thront landeinwärts auf dem Sankt-Markus-Hügel über der Stadt. Wie die Alte Festung, war auch sie maßgeblich an der erfolgreichen Verteidigung gegen mehrere osmanische Angriffe beteiligt.

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9. St. Spyridon Kirche

Auch heute noch stößt man auf Korfu auf überraschend viele männliche Einwohner mit dem Vornamen Spyros. Der Grund dafür ist der Schutzheilige der Insel, St. Spyridon, dessen Kosename Spyros ist. Seine Gebeine werden als Reliquien in der ihm geweihten Kirche (Εκκλησία του Αγίου Σπυρίδωνος) verwahrt, die gegen Ende des 16. Jahrhunderts erbaut wurde. Zu seinen Ehren finden mehrmals jährlich Prozessionen statt; die größte und wichtigste am Karsamstag. Die Reliquien werden dabei in der Prozession mitgeführt, danach noch einige Tage in der Kirche für die Gläubigen ausgestellt und dann wieder in ihrem kunstvoll gearbeiteten Sarg aus purem Silber gebettet – bis zur nächsten Prozession, versteht sich.

10. Villa Mon Repos (Μουσείο Παλαιόπολης Κέρκυρας)

Unter dem britischen Protektorat wurden Korfu und seine Nachbarn zur Republik der Ionischen Inseln zusammengefasst; wohlgemerkt aber nicht als souveräner Staat, sondern unter der Herrschaft Großbritanniens. Dies verlangte natürlich auch nach der Präsenz eines britischen Generalgouverneurs, und die heutige Villa Mon Repos wurde somit von Generalgouverneur Frederick Adam als dessen Sommerresidenz erbaut. Nach seinem Tod nutzten nur wenige britische Gouverneure den Bau als Residenz, allerdings verbrachte die österreichische Kaiserin Elisabeth einige Zeit hier. Ab 1864, als die Ionischen Inseln an Griechenland angeschlossen wurden, wurde die Villa zur Sommerresidenz der königlichen Familie und verblieb es bis zur Abschaffung der Monarchie im Jahr 1967.

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