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Reisetipps, Infos & Inspiration Reiseinspirationen Die 10 besten Sehenswürdigkeiten auf Sardinien

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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten auf Sardinien

Sardinien besticht durch aufregende historische Bauzeugen genauso wie durch traumhafte Naturschönheit. Hier sind die zehn besten Attraktionen der Insel.

Nach Sizilien ist Sardinien die zweitgrößte Insel des Mittelmeers. Ein Großteil der recht dünn besiedelten Insel ist aufgrund unzugänglichen Hochlandes sehr ursprünglich geblieben und stark bewaldet, was vor allem Naturfreunde anzieht. Der Tourismus ist generell einer der wichtigsten Wirtschaftszweige, wird die ansonsten stark zerklüftete Küste doch immer wieder von wundervollen Badestränden unterbrochen. Die bekanntesten davon sind die Costa Smeralda (Smaragdküste), die Costa Verde (Grüne Küste), die Costa Paradiso (Paradiesküste), sowie die Costa del Sud (Küste des Südens). Wir verraten euch, was es auf der faszinierenden Insel auch abseits der Küsten selbst so alles zu sehen und bestaunen gibt!

1. Neptungrotte (Grotta di Nettuno)

Wie ein verwunschenes Märchenreich wirkt die nahe der Ortschaft Alghero liegende Neptungrotte, eine Tropfsteinhöhle mit fantastisch anmutenden Stalagmiten und Stalaktiten, sowie Kalksinterformationen, die an versteinerte Fabelwesen erinnern. Das weit verzweigte, geschätzte vier Kilometer lange Höhlensystem liegt nur etwa einen Meter über dem Meeresspiel und ist tief in eine 110 Meter hohe, fast senkrechte Steilwand hinein gegraben. Die Grotte ist daher nur über eine in den Stein gehauene Treppe von 654 Stufen erreichbar – also nichts für Schwindelsüchtige. Außerdem kann sie nur bei ruhiger See besichtigt werden.

2. Abteikirche Santissima Trinità di Saccargia (Basilica della Santissima Trinità di Saccargia)

Auch für den Laien im Baustil deutlich als romanisch zu erkennen, liegt die Kirche malerisch in einem Tal zwischen den Orten Ploaghe und Codrongianus. Das Kamaldulenser-Kloster, zu dem sie ursprünglich gehörte, ist heute jedoch völlig zerstört. Erbaut wurde sie etwa um das Jahr 1120 herum im Grundriss eines Taukreuzes mit drei Absiden am Kopfende. Oft fotografiert wird das berühmte Kuhkapitell an der Außenfassade, aus welchem zwei liegende („kniende“) Kühe herausgemeißelt sind. Das Kapitell spielt direkt auf die Legende an, laut der der Standort der Kirche gewählt wurde, nachdem sich dort eine Kuh „zum Gebet“ niedergekniet hatte. Auch der Namenspartikel „Saccargia“ deutet auf diese Legende hin. „Sa acca argia“ bedeutet im Lokaldialekt nämlich buchstäblich „die gefleckte Kuh“.

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3. Kathedrale von Cagliari (Duomo di Cagliari, Cattedrale di Santa Maria e Santa Cecilia)

Die Kathedrale der sardischen Hauptstadt wurde im 13. Jahrhundert von den Pisanern im romanischen Stil erbaut und der Jungfrau Maria und der Heiligen Cäcilia geweiht. Sie ist bis heute Sitz des Erzbischofs von Cagliari. Im 17. Und 18. Jahrhundert wurde sie umfassend im Barockstil restauriert. Ihre gegenwärtige Fassade stammt jedoch aus den 1930er-Jahren. Man arbeitete sie im neoromanischen Stil um, weil sie sich dadurch nach den barocken Restaurationen angeblich wieder dem ursprünglichen Design annäherte. Diese Ansicht ist bei Architekturhistorikern aber bis heute umstritten.

4. Nuraghe Su Nuraxi

Die sicherlich geheimnisvollsten Bauwerke Sardiniens sind die überall auf der Insel vorzufindenden, prähistorischen Nuraghe, konische oder zylindrische Turmbauten, die aus Natursteinen mörtellos zusammengefügt wurden. Nuraghe können als einzelne Türme oder auch ganze, bisweilen durch Mauern verbundene, Komplexe vorkommen. Im Inneren haben sie in aller Regel eine oder mehrere Kammern sowie oft Treppenaufgänge zur Spitze. Ihr Verwendungszweck ist bis heute nicht eindeutig geklärt, doch in aller Regel vermuten Archäologen und Bauhistoriker, sie wären als Kultstätten angelegt worden. Ursprüngliche Theorien, sie hätten als Verteidigungsanlagen, Fluchtburgen oder sogar simple Getreidelager gedient, werden heute nur noch von einer Minderheit von Experten vertreten. Erbaut wurden sie aller Erkenntnisse nach wohl von einem Urvolk der Insel, das man mangels eines Namens lediglich als „Nuraghenkultur“ bezeichnet. Eine der beeindruckendsten Nuraghen-Stätten Sardiniens ist der Su Nuraxi Komplex bei Barúmini. Seit 1997 ist er von UNESCO als Weltkulturerbe eingetragen.

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5. Costa Smeralda

Costa Smeralda

Schon beim ersten Anblick dieses traumhaften Küstenabschnittes im Norden Sardiniens wird man sich bewusst, wie er seinen Namen, Costa Smeralda („Smaragdküste“), erhalten hat – nämlich vom smaragdgrünen Meer und seiner satten Vegetation. Entlang einer gesamten Küstenlänge von ungefähr 20 Kilometern wechseln sich malerische Sandstrände mit zerklüfteten Steilklippen ab und gestalten so eine der romantischsten Urlaubsregionen Südeuropas.

6. Gigantengräber (Tombe dei giganti)

Neben ihren Turmbauten (Nuraghen; siehe oben) hat die prähistorische Nuraghenkultur auf Sardinien auch zahlreiche, aus gigantischen Felsblöcken bearbeitete Gräberanlagen hinterlassen – ähnlich den „Hünengräbern“ oder „Dolmen“ nordeuropäischer jungsteinzeitlicher Völker. Sie dienten als Nekropolen, also gemeinschaftliche Grabstätten. Bislang wurden von Archäologen über 800 dieser Stätten aufgespürt und erforscht. „Giganten“ wurden in ihnen natürlich niemals zur letzten Ruhe gebettet; stattdessen entsprang der Begriff „Gigantengrab“ einzig und allein dem Volksmund, da sich die Menschen vorheriger Jahrhunderte die überdimensionalen Bauten nicht anders erklären konnten als dass in ihnen dereinst wohl Riesen beigesetzt worden sein müssen. Zwei der eindrucksvollsten dieser „Gigantengräber“ sind die Anlage Su Mont’e s’Abe bei Olbia sowie S’Ena’e Thomes nahe des Ortes Dorgali.

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7. Nora

Nahe Cagliari finden sich auf der Halbinsel Pula die archäologischen Überreste der von den Iberern („Ur-Spaniern“) gegründeten Stadt Nora. Von den Phöniziern später weiter ausgebaut, kam Nora aber erst nach der Eroberung Sardiniens durch die Römer zu Prominenz und Wohlstand als wichtiger Handelsknotenpunkt der mediterranen Seerouten. Nach dem Einfall der Vandalen im 4. Jahrhundert n. Chr. wurde die Stadt zunehmend unbedeutend und wurde laut Archäologen im 8. Jahrhundert aufgegeben. Zu den wichtigsten Ruinen Noras zählt das Amphitheater, das heute in den Sommermonaten für Konzerte benutzt wird. Ein Großteil der Stadt ist bislang noch nicht ausgegraben, da er auf militärischem Sperrgebiet liegt.

8. Nationales Archäologisches Museum (Museo archeologico nazionale)

Wer sich mit der sehr verschachtelten und komplizierten Geschichte Sardiniens, in der Dutzende von Kulturen mitgewirkt haben, näher vertraut machen möchte, dem ist ein Besuch dieses exzellenten Museums in Cagliari ans Herz gelegt. Die unglaublich vielseitige Sammlung umfasst neben Artefakten der Nuraghenkultur natürlich auch phönizische, karthagische, römische und byzantinische Fundstücke, darunter Statuen, Goldschmiedearbeiten und Keramiken.

9. Magdalenen-Archipel (Arcipelago di La Maddalena) Nationalpark

Vor der Nordspitze Sardiniens liegt das selten besuchte Magdalenen-Archipel, bestehend aus sieben größeren Eilanden und etwa 55 kleineren Landflecken, häufig nicht viel mehr als aus der See aufragende, bewachsene Bergspitzen oder Felsen. Die größte Verlockung ist, diese rundum attraktive Inselgruppe mit ihren unberührten Buchten mit einer gecharterten Jacht zu befahren und zu erkunden. Entsprechende Angebote findet man entweder in den Küstenstädten des sardischen Festlandes oder dem Hauptort La Maddalena auf der gleichnamigen Hauptinsel.

10. Basilika San Simplicio (Basilica di San Simplicio)

Der Schutzpatron Olbias ist der erste urkundlich nachgewiesen Bischof Sardiniens, der als Märtyrer hingerichtete Sankt Simplizius (San Simplicio). Ihm zu Ehren wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts die bestehende romanische Basilika außerhalb der damaligen Stadtmauern errichtet. Olbia wuchs jedoch weiter und heute liegt die Basilika San Simplicio inmitten der Altstadt. Im Jahr 1614 wurden beim Bau einer Krypta unter dem Altar die Gebeine des Heiligen entdeckt, die bis heute hier als Reliquien aufbewahrt werden. Interessant sind neben einem fragmentarischen, San Simplicio darstellenden Fresko in der Apsis auch die entlang der Innenwände aufgestellten Meilensteine einer alten Römerstraße.

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