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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten auf Sizilien

Aufgrund seiner langen Geschichte wimmelt es auf Sizilien nur so vor Sehenswürdigkeiten aus unterschiedlichen Epochen. Hier sind die zehn besten.

Die Phönizier, Griechen, Karthager, Römer, Normannen, Staufer, Sarazenen, Aragonier, Franzosen und Neapolitaner – sie alle und noch mehr haben das schöne Sizilien zum einen oder anderen Zeitpunkt beherrscht, bevor es schließlich Teil des italienischen Nationalstaates wurde. Und gemeinschaftlich haben sie alle eine unwahrscheinliche Fülle an historischen Baudenkmälern hinterlassen. Zusammen mit ihren Naturwundern macht dies Sizilien zum absoluten Traumziel für jegliche Art von Urlauber. Wir stellen euch die besten Sehenswürdigkeiten der wundervollen Insel vor!

1. Ortigia (Syrakus)

Das heutige Syrakus (ital.: Siracusa) war dereinst eine der prächtigsten Städte von Magna Graecia, der im ganzen Mittelmeerraum verstreuten griechischen Kolonien. Gegründet wurde die Stadt im Jahr 734 v. Chr. von Siedlern aus Korinth auf der der Ostküste vorgelagerten, etwa 40 Hektar großen Insel Ortygia (heute: Ortigia). Von dort breiteten sie sich schon bald aufs sizilianische Festland aus, die schönsten Sehenswürdigkeiten von Syrakus befinden sich aber nach wie vor auf Ortigia. Der Mittelpunkt dieser Altstadt ist die Piazza Archimedes, die von großartigen Palazzi aus dem 14. bis 16. Jahrhundert gesäumt wird, wie zum Beispiel dem Uhrenpalast und dem Palazzo Montalto. Der aus dem 6. Jahrhundert stammende altgriechische Apollontempel überlebte die stürmischen Zeiten der Jahrhunderte zumindest teilweise, da er abwechselnd entweder als Moschee oder als christliche Kirche diente. An der Südspitze Ortigias thront die von den Staufen erbaute Festung des Castello Maniace. Abgesehen von diesen wenigen Beispielen wird man in Ortigia aber auf Schritt und Tritt auf weitere atemberaubende Baudenkmäler stoßen.

2. Kathedrale von Palermo (Cattedrale di Palermo)

Kathedrale von Palermo

Kein sizilianisches Städtchen kommt ohne mehrere Kirchen aus – und für die sizilianische Hauptstadt Palermo gilt das insbesonders, denn dort finden sich buchstäblich Dutzende fabelhafte Kirchenbauten. Die vielleicht imposanteste darunter ist wohl die Stadtkathedrale, offiziell die „Kathedrale der heiligsten in den Himmel aufgenommenen Maria“. Ihr Bau begann um das Jahr 1184 herum im normannisch-maurischen Stil, weswegen sie im Volksmund auch häufig als „Normannendom“ bezeichnet wird. Von großer Bedeutung ist die Kathedrale auch für die deutsche Geschichte, denn in ihrer der Krypta liegen die Stauferkaiser Heinrich VI und Friedrich II in ihren Sarkophagen zur letzten Ruhe gebettet.

3. Antikes Amphitheater von Taormina (Teatro antico di Taormina)

Antikes Amphitheater von Taormina

Obwohl fälschlicherweise oft als „Teatro Greco“ (Griechisches Theater) bezeichnet, handelt es sich bei diesem antiken Amphitheater von Taormina aber tatsächlich um einen Bau aus römischer Zeit. Errichtet wurde es im 2. Jahrhundert allerdings auf den Fundamenten eines früheren, jedoch kleineren griechischen Theaters, weshalb die landläufige Bezeichnung vielleicht doch nicht so ganz falsch ist. Der altgriechischen Sitte folgend, wurde es außerdem in einen Hang hineingebaut, während römische Theater dieser Art normalerweise freistehende Strukturen waren. Rund 120 Meter lang, 50 Meter breit und etwa 20 Meter hoch bot das Amphitheater dereinst Platz für geschätzte 5.500 Zuschauer. Neben den aufgeführten klassischen Tragödien, Komödien und Dramen konnten sie sich dabei zusätzlich – wie der heutige Besucher auch – an dem fabelhaften Ausblick auf den in der Ferne dem Himmel zustrebenden Ätna ergötzen.

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4. Kapuzinergruft (Catacombe dei Cappuccini)

Unter dem Kapuzinerkloster Palermos kann man eine der schaurigsten – und schon alleine deswegen bei Besuchern ungeheuerlich populären – Attraktionen der sizilianischen Hauptstadt besichtigen: Weit verzweigte Katakomben aus in den Fels getriebenen Gängen und Hallen ziehen sich dort unter dem Erdboden dahin. In ihnen wurden über die Jahrhunderte hinweg nicht nur die Mönche, sondern auch unzählige angesehene Bürger der Stadt (d. h. jene, die es sich leisten konnten) beigesetzt. Die vorherrschende trockene Luft verhinderte die Verwesung der Leichname weitgehend und verwandelte sie in Mumien. Etwas mehr als zweitausend Mumien sind heute dort zu betrachten, die zum Teil sogar noch die Kleidung ihrer jeweiligen Periode tragen. Die Gruftgänge sind in Abteilungen unterteilt: Für Männer, Frauen, Kinder, Geistliche, sowie Verstorbene mit Statusberufen wie Rechtanwälte, Ärzte, Militäroffiziere, und der weiteren. Es gibt sogar eine ganze Gruft, in der angeblich nur unverheiratete Jungfrauen ruhen sollen.

5. Kathedrale von Cefalù (Duomo Santissimo Salvatore di Cefalù)

Roger II (1095-1154), einer der normannischen Könige Siziliens, wollte der Legende nach Gott seinen Dank erweisen, nachdem er sich im Jahr 1130 nach einem Schiffbruch lebend an die Küste bei Cefalù retten konnte. Ergo gab er im darauffolgenden Jahr den Bau der Kathedrale in Auftrag. Die Fertigstellung erlebte er jedoch nicht mehr, denn der Bau wurde erst 1240 fertiggestellt. Die als Basilika mit zwei das Hauptportal flankierenden Türmen angelegte Kathedrale zeigt Einflüsse sowohl byzantinischen als auch arabisch-sarazenischen Stils. Besonders beeindruckend sind im Kircheninneren die bereits 1148 fertiggestellten Mosaike in der Apsis, die von einer überlebensgroßen Abbildung des Christus Pantokrator beherrscht werden.

6. Kathedrale von Catania (Cattedrale di Catania)

An der Ostseite der Piazza Duomo erhebt sich die der Heiligen Agathe geweihte Kathedrale Catanias. Es bestanden an dieser Stelle seit Ende des 11. Jahrhunderts bereits mehrere Kirchenbauten, die jedoch immer wieder durch Erdbeben oder Ausbrüche des nahen Ätna zerstört oder so schwer beschädigt wurden, dass man sie abreißen musste. Die heutige Kathedrale wurde erst ab 1709 erbaut, nachdem ihr Vorgänger im Jahr 1693 einem neuerlichen Erdbeben zum Opfer gefallen war. Obwohl im damals vorherrschenden Barockstil errichtet, bezieht die Kathedrale dennoch auch Teile einer normannischen Vorgängerkirche in ihre Struktur mit ein.

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7. Castello Ursino (Catania)

Ebenfalls in Catania findet sich eine der am besten erhaltenen, wuchtigsten und am bedrohlichsten wirkenden Burganlagen der ehemaligen staufischen Herrscher Siziliens. Das Castello Ursino (auf Deutsch „Bärenkastell“) wurde 1239 bis 1250 im Auftrag des Stauferkaisers Friedrich II auf den Grundmauern einer abgetragenen normannischen Festung errichtet, um den wichtigen Handelshafen der Stadt zu beschützen. Der quadratisch ausgelegte Bau besitzt heute nur noch drei Stockwerke, soll laut Archäologen dereinst jedoch vierstöckig gewesen sein. Die späteren spanischen Herrscher ließen offenbar das oberste Stockwerk schleifen, um so den damals neu aufgekommenen Kanonen bei einem Beschuss weniger Angriffsfläche zu bieten.

8. Archäologische Stätten von Agrigent (Valle dei Templi)

Archäologische Stätten von Agrigent

Südlich der heutigen Stadt Agrigent (Agrigento) liegt das riesige Ruinenfeld einer der bedeutendsten griechischen Siedlungen Siziliens, der 582 v. Chr. gegründeten Stadt Akragas, wovon sich auch der lateinische Name Agrigentum und damit das heutige Agrigent ableitet. Auch als „Tal der Tempel“ (Valle dei Templi) bezeichnet, beinhaltet das weitläufige Gelände vor allem die Ruinen eines guten Dutzends zum Teil fantastisch erhaltener Tempel aus archaischer, hellenistischer, klassisch-griechischer und römischer Zeit. Besonders der Concordiatempel gilt neben dem Poseidontempel in Paestum (bei Neapel), sowie dem Herkulestempel und dem Theseion (beide in Athen) als einer der am besten erhaltenen Tempel der griechischen Antike. Im 1997 erklärte UNESCO das gesamte Gelände mit seinen Bauwerken zum Weltkulturerbe. Bereits Goethe beschrieb die Magie des Ortes in seinem Werk „Italienische Reise“ – und sie zieht bis heute Besucher in ihren Bann.

9. Concordiatempel (Tempio di Concordia)

Erbaut von 440 bis 430 v. Chr., ist es nahezu ein Wunder, dass der Concordiatempel die häufigen Erdbeben der Region sowie zahllose Kriege und zerstörungswütige Eroberungszüge im Verlauf der Jahrtausende fast vollständig überstanden hat. In der Tat gilt dieses Meisterwerk des antiken griechischen Tempelbaus als eines der am besten erhaltenen Beispiele seiner Art überhaupt. Selbst der Parthenon auf der Akropolis in Athen befindet sich in einem weitaus schlechteren Zustand. Die erstaunliche Baukunst der Griechen ist auch bei den Fundamenten augenscheinlich, denn der Tempel wurde auf unebenem Grund errichtet. Sein Oberbau wurde auf einem Marmorsockel aufgesetzt, welcher die Bodenunebenheiten ausglich. Wer die Gelegenheit hat, sollte bis zum Sonnenuntergang verweilen, wenn sich das gesamte Bauwerk in warmes Licht taucht und die Magie des Ortes erst so richtig zum Wirken kommt.

Wer sich auch das Gegenstück in der griechischen Hauptstadt ansehen möchte, der sollte hier weiterlesen: Die 15 beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in Athen

10. Ätna (Etna)

Nahe Catanias und Messinas erhebt sich das gigantische Massiv des berühmten (und berüchtigten) Ätna, der mit seinen 3.323 Metern Höhe der höchste Vulkan Europas ist. Außerdem ist er bis heute aktiv und sorgt regelmäßig für Erdbeben, die bisweilen für die umliegenden Städte verheerende Konsequenzen haben. Doch wie die Sizilianer stoisch sagen: „Man lebt und stirbt mit dem Vulkan, doch die Zivilisation geht weiter.“ Im Jahr 2013 wurde der Ätna von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Gipfelbesuche werden durch eine fahrzeugtaugliche Straße, die Strada dell’ Etna, ermöglicht, die bis auf eine Höhe von 1.995 Metern zur Schutzhütte „Rifugio Sapienza“ führt. Von dort kommt man mit der im Jahr 2004 eingerichteten Seilbahn „Funivia dell’Etna“ bis auf eine Höhe von etwa 2.500 Meter, bevor man schließlich die letzte Fahrt-Etappe mit kleinen Geländebussen auf bis auf eine Höhe von rund 3.000 Metern zurücklegt. Wer sodann unter Führung noch den Aufstieg bis zu einem der vier Hauptkrater unternehmen möchte, muss dies zu Fuß tun.

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