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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Chicago

Chicago ist heute vor allem eine Stadt der Kultur vollgestopft mit Theatern, Konzerthäusern, Museen, Parks. Hier stellen wir die besten Attraktionen vor.

Man kann x-beliebige Menschen auf der Straße fragen, welche drei US-amerikanischen Städte ihnen spontan einfallen – und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird auch Chicago genannt werden. Nicht schlecht für einen winzigen ehemaligen Handelsposten mitten in der Wildnis. Seitdem hat sich Chicago freilich mächtig gemausert. Heute bietet Chicago Theater, Kabaretts, Konzerthallen und Musikbühnen, Jazz Clubs, aber auch Museen, Galerien und Parkanlagen. Außerdem ist Chicago (und nicht New York!) die eigentliche Geburtsstadt des imposantesten Symbols US-amerikanischer Zivilisation schlechthin; des Wolkenkratzers. Wir stellen euch die 10 besten Sehenswürdigkeiten der beeindruckenden Stadt vor!

1. Millennium Park

Seit 2017 ist der Millennium Park laut Umfragen die populärste Touristenattraktion Chicagos. Der fast 10 Hektar große öffentlich zugängliche Park wurde bereits 1997 geplant und sollte eigentlich zur Einläutung des neuen Jahrtausends (daher „Millennium Park“ bzw. „Jahrtausendpark“) fertiggestellt sein. Chicagos Einwohner und Besucher mussten sich jedoch bis Juli 2004 gedulden. Das war es auch sicherlich wert, denn immerhin stellte sich der Park mit seinen zahlreichen Skulpturen und anderen Attraktionen, wie dem Jay Pritzker Pavillon, Kunsteinrichtungen, dem Cloud Gate (Wolkentor) und der Crown Fountain, als wahre Bereicherung des Stadtbildes heraus – was man bei Baukosten von fast einer halben Milliarde US-Dollar auch erwarten sollte.

2. Art Institute of Chicago

Bereits 1879 gegründet, dürften Kunstfreunde aller Schattierungen von diesem ältesten und zugleich (nach New Yorks Metropolitan Museum of Art) zweitgrößten Kunstmuseum der gesamten Vereinigten Staaten entzückt sein. Rund 1,5 Millionen Besucher jährlich schlendern durch die Korridore und Ausstellungsräume der elf verschiedenen Museumsabteilungen und können dabei nahezu 300.000 Werke begutachten. Dem Museum angeschlossen sind auch zwei der umfangreichsten, auf Kunstgeschichte und Architektur spezialisierten, Bibliotheken des Landes, die Ryerson and Burnham Libraries. Die permanente Ausstellung umfasst Kunst und Kunsthandwerk aus praktisch allen Epochen der Menschheitsgeschichte und so ziemlich jeder Region und jedes Kulturkreises, der nur vorstellbar ist.

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3. Willis Tower (ehem. Sears Tower)

Die Top-Sehenswürdigkeiten Chicagos

Ursprünglich als Sears Tower bekannt, wurde dieser gigantische Wolkenkratzer im Jahr 2009 in Willis Tower umgetauft. Er wurde 1973 fertiggestellt und hielt mit seinen 108 Stockwerken und 442,1 Metern Höhe nahezu ein ganzes Vierteljahrhundert lang den Weltrekord als das höchste Gebäude auf Erden. Noch heute ist er nach dem neu erbauten World One Trade Center in New York das zweithöchste Bauwerk in den Vereinigten Staaten, fiel in der Weltrangliste der höchsten Gebäude inzwischen aber auf Platz 16 zurück. Mehr als eine Million Menschen lassen sich alljährlich von den modernen Schnellgeschwindigkeitsfahrstühlen des Willis Tower zu dessen Aussichtsplattform bringen, um von dort einen zwar sehr windigen, doch auch unschlagbar schönen Panoramablick über Chicago und den Michigan-See zu genießen.

Wer den Blick vom Willis Tower aus schon genoss, der kann seine Ziele ruhig auch etwas höher stecken – etwa in Richtung höchstes Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai. Was es in der Stadt sonst noch alles faszinierendes zu sehen gibt, erfahrt ihr hier: Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Dubai

4. Field Museum of Natural History

Benannt nach Stanley Field, seinem ersten Präsidenten, ist dieses naturgeschichtliche Museum eines der größten seiner Art auf der ganzen Welt. Seine Starattraktion ist „Sue“, das bislang kompletteste und am besten erhaltene Fossil eines Tyrannosaurus Rex, das jemals entdeckt wurde. Das in aufrechter Haltung präparierte Skelett ist von der Nasenspitze bis zum Schwanzende respekteinflößende 12,3 Meter lang, hat eine Schulterhöhe von 3,66 Metern und ist etwa 67 Millionen Jahre alt. „Sue“ soll Untersuchungen zufolge übrigens das für einen Tyrannosaurus stolze Lebensalter von 28 Jahren erreicht haben. Das Fossil sollte jedoch nicht zu sehr von der Fülle anderer faszinierender Ausstellungstücke ablenken, mit denen das Field Museum aufwarten kann. Durch seine interaktiven Exponate ist das Museum auch hervorragend für Kinder geeignet, die dort auf spielende Weise sehr viel Wissenswertes über die Geschichte des Planeten lernen können.

5. Magnificent Mile

Chicagos Antwort auf New Yorks Broadway und Los Angeles‘ Hollywood Boulevard ist zweifelsohne seine “Prachtvolle Meile”. Mit diesem Spitznamen belegte man einen Abschnitt der Michigan Avenue vom Chicago River bis zur Oak Street. Hier reihen sich zu beiden Seiten einige der höchsten Gebäude der USA aneinander, einschließlich des John Hancock Towers und des Trump Towers, wobei letzterer dereinst vom heutigen US-Präsidenten während seiner Zeit als Immobilien-Mogul aus dem Boden gestampft wurde. Man findet entlang der Magnificent Mile aber auch etliche historische Wolkenkratzer wie das im Art Déco-Stil errichtete Warwick Allerton Gebäude, den Tribune Tower aus der Periode des Gothic Revival, sowie das aus den 1920er-Jahren stammende Wrigley Gebäude. Wem vom vielen nach oben Schauen der Hals schmerzt, der kann in einem der zahllosen Cafés, Bistros und Restaurants seine Halswirbel wieder zur Ruhe kommen lassen – oder man vergisst den Nackenschmerz beim Einkaufen in den zahlreichen Boutiquen dieser in der Tat äußerst „Prachtvollen Meile“.

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6. Navy Pier

Dieser über einen Kilometer lange Pier am Ufer des Michigan-Sees wurde 1916 als Anlegestelle für Fähren und Frachtschiffe gebaut. Vorausschauend plante man für ihn aber auch gleich noch eine Verwendung als öffentlichen Veranstaltungsort für Ausstellungen, Schönheitsschauen und Ähnliches ein. Der Pier entwickelte sich schnell zu einer der populärsten Touristenattraktionen Chicagos – und ist es bis heute geblieben. Der Fähr- und Frachtverkehr wurde inzwischen verlegt, dafür siedelte man aber Karnevalsbetriebe, Restaurants, Cafés, Einkaufsläden und andere Attraktionen an und bettete sie in wunderschöne Parkanlagen und Gärten ein.

Einen wundervollen Vergüngungs-Pier findet ihr auch in anderorts, etwa in Brighton oder Los Angeles. Hier geht es zu 7 Stadtstränden mit Sommerflair, zu denen auch die beiden eben genannten zählen.

7. Chicago Cultural Center

Eröffnet im Jahr 1897, war das Chicago Cultural Center die allererste eintrittsfreie städtische Einrichtung ihrer Art in den gesamten USA. Das dreistöckige Gebäude gehört mit seiner eleganten Arkadenbauweise zu den schönsten und markantesten historischen Baudenkmälern der Stadt. Alljährlich werden hier rund tausend Kulturprogramme und Ausstellungen abgehalten, einschließlich Theatervorführungen, Kammerkonzerte, Kunstausstellungen, Buchlesungen und allem, was man auch nur entfernt mit Kultur in Verbindung bringen mag. Das Kulturzentrum ist auch eine exzellente erste Anlaufstelle, um sich Prospekt- und Informationsmaterial über Chicago sowie seine Kunst-, Musik- und Theaterszene zu besorgen.

8. Chicago Theater

An der North State Street liegt eines der ältesten – und auch bei den Einheimischen nach wie vor beliebtesten – Theater Chicagos – das Chicago Theater. Es bietet ein reichhaltiges und sehr diverses Programm, von Dramas und Komödien, über magischen Shows bis hin zu Popmusik-Konzerten. Bereits 1921 eröffnet, steht das Gebäude heute unter Denkmalschutz und während mehrerer Restaurationen gab man sich sehr große Mühe, den ursprünglichen Charakter nicht nur der Fassade des Gebäudes, sondern auch seiner Innenräume, zu erhalten. So ist das riesige Auditorium mit seinen 3.600 Sitzplätzen bis heute mit allegorischen Wandgemälden, goldenen Ziselierungen und prächtigen Kronleuchtern ausgeschmückt.

9. Robie House

Der legendäre amerikanische Architekt Frank Lloyd Wright schuf dieses eigenwillige Wohnhaus zwischen 1909 und 1910 im sogenannten „Prairie School“ Stil, der sich als „unverwechselbar amerikanischen Baustil“ entwickelt hatte. Das Robie Haus, so benannt nach der Familie, die es in Auftrag gegeben hatte und dort 1910 schließlich einzog, gilt als das US-weite Paradebeispiel dieser inzwischen praktisch ausgestorbenen Baustilrichtung.

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10. Chicagos Pizza

Wer ohnehin bereits in der Stadt weilt, sollte sich auf keinen Fall wenigstens einmal jenen kulinarischen Beitrag zur amerikanischen Küche gönnen, den Chicago beigesteuert hat. Unter „Chicago-Style Pizza“ versteht man eine Reihe von Pizzagerichten, die leicht voneinander variieren; allen gemeinsam ist jedoch, dass der Belag sehr üppig ausfällt und der Pizzaboden weitaus dicker und „brotartiger“ ist als bei einer traditionellen, dünnbodigen italienischen Holzofenpizza. Am bekanntesten unter den Pizzen im Chicago-Stil ist wohl die sogenannte „Deep-Dish Pizza“, die in einer hochrandigen Pfanne gebacken wird. Dadurch stülpen sich die Ränder auf und lassen so im Zentrum viel Platz für den dicken Pizzabelag. Manche zynische Zeitgenossen bestehen darauf, eine solche „Deep-Dish Pizza“ sei eigentlich nicht viel mehr als eine amerikanische Kopie von Quiche und Flammkuchens – ein Chicagoer würde eine solche Behauptung allerdings freilich brüsk von sich weisen!

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