Reisetipps, Infos & Inspiration Reiseinspirationen Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

Geschäftige Souks, maurische Moscheen, verwinkelte Gassen, exotische Gerüche, exzellente Berberküche – was es sonst noch alles in Marrakesch zu entdecken gibt, erfahrt ihr hier!

Die Rote Stadt, die Perle des Südens, die Ockerstadt – Marrakesch hat sich im Verlauf ihrer fast tausendjährigen Geschichte viele Beinamen erworben – und viele Herrscher kommen und gehen sehen. Mehrmals war Marrakesch Hauptstadt der Region. Unter der noch heute regierenden Königsdynastie der Alawiden wurde zwar Fès diese Ehre übertragen, aber Marrakesch ist sicherlich die Kulturhauptstadt des modernen Marokkos geblieben und hält zur Freude des Besuchers eisern an Traditionen fest, die anderswo im Lande am Aussterben sind. Wir stellen euch die besten Sehenswürdigkeiten dieses faszinierenden Ortes vor!

1. Koutoubia Moschee

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

Das Wahrzeichen der Stadt wurde bereits 1162 errichtet und zählt damit zu den ältesten Baudenkmälern Marrakeschs. Das 70 Meter hohe, quadratische Minarett ist gleichzeitig das höchste Gebäude der Stadt, in der es – glücklicherweise, möchte man sagen – an modernen Wolkenkratzern fehlt. Um die Höhe des Turmes rankt sich sogar eine Legende, denn die Moschee befand sich ehedem in direkter Nachbarschaft des (heute verschwundenen) Herrscherpalastes: Der Muezzin musste stets ein blinder Mann sein, damit er beim Ausrufen des Gebets von der Spitze des Minaretts seinen Blick nicht in den hinter Mauern abgeschotteten Harem wandern lassen konnte. Während man die Koutoubia Moschee ausgiebig von außen bewundern kann, ist der Zugang zur Gebetshalle Nicht-Moslems leider nicht gestattet.

2. Medina (Altstadt)

Die schönsten Attraktionen in Marrakesch

Das Wort Medina bedeutet im Arabischen schlichtweg „Stadt“ und bezeichnet daher in vielen nordafrikanischen Städten die befestigte Altstadt, also deren Gründungsbezirk. Auch Marrakesch verfügt über seine Medina und man sollte sie unbedingt aufsuchen. Eingegrenzt durch Wehrmauern drängen sich hier die ockerfarbenen, verschachtelten Wohnhäuser in ein Labyrinth aus engen Gassen. Jeder Hausblock hat seinen eigenen Souk (Markt), in dem sich meist ganz bestimmte Handwerkszweige angesiedelt haben. So gibt es den Souk der Schuhmacher, der Parfüm- und Gewürzverkäufer, der Möbelschreiner, der Metall- und Kupferwarenschmiede und so weiter. In der Nähe des Bab Debbagh Tores betreiben bis heute Ledergerbereien ihr uraltes Handwerk.

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3. Medersa ben-Youssef

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

Im Jahr 1556 unter dem Herrscherhaus der Saadier erbaut, ist diese Islamschule bis heute das größte theologische Kolleg in Marokko. Früher fanden in den Wohnzellen des Komplexes rund 900 Koran-Studenten Unterkunft. Auch heute finden zwar noch Koranklassen statt, doch wohnen die Studenten nicht mehr in der Schule selbst. In ihrer typischen islamischen Architektur sind die einzelnen Gebäude um Innenhöfe herum angeordnet, die zum Zweck der Luftabkühlung oft poolähnliche Wasserbecken besitzen. Im Einklang mit den Lehren des Islam, der Abbildungen von Lebewesen verbietet, sind die Wände und Decken mit ornamentalen Motiven geschmückt, entweder in Stuck oder in Form glasierter Kacheln.

4. Bahia Palast

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

Eingebettet in weitläufige Gartenanlagen herrlicher Blumenbeete und Gehölzgruppen wurde der Bahia Palast im 19. Jahrhundert als Residenz für Bou Ahmed, den Großwesir (Hauptminister) des Sultans Moulay al-Hassan I, erbaut. Die großzügige Anlage mit ihren prächtigen Deckengemälden, ornaten schmiedeeisernen Fenster- und Torgittern, luftigen Arkadenumgängen und exquisiten Kachelvertäfelungen gibt einen Eindruck davon, wie opulent die Oberklasse dereinst lebte. Wie oft in nordafrikanischer und arabischer Architektur, so dienen auch hier die Innenhöfe, um welche die Gebäude angeordnet sind, der optimalen Luftzirkulation.

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5. Saadier Mausoleum

Fast 150 Jahre lang – von 1524 bis 1668 – regierte das Herrschergeschlecht der Saadier über Marrakesch und weite Teile des heutigen Marokko und Nordafrikas. Schon zu Beginn ihrer Herrschaft ließen die Saadier sich ihr Familienmausoleum errichten. Im Lauf der Zeit kamen weitere Grabbauten hinzu, sodass sich die Mausoleum-Anlage heute aus mehreren Bauten zusammensetzt. Hier liegen 66 Mitglieder der Dynastie; neben den eigentlichen Sultanen auch deren engste Familienmitglieder. Mausoleen strahlen im Allgemeinen eine etwas gespenstische Atmosphäre aus und im Fall des Saadier Mausoleums wird dieser Eindruck noch verstärkt durch den wildwachsenden, wie verwunschen wirkenden, Garten, in den es eingebettet liegt.

6. Marokkanisches Kunst- und Handwerksmuseum (Dar Si Said)

Dar Si Said übersetzt sich als „Haus des Si Said“ und bezeichnet einen charmanten alten Palast, der einst vom Wesir Si Said als seine persönliche Residenz errichtet wurde. In diesem Komplex mit seiner typisch maurischen Architektur ist heute Marrakeschs Kunst- und Handwerksmuseum untergebracht. Der Fokus liegt vor allem auf der Handwerkskunst der Berber, die durch Ausstellungsstücke wie handgearbeiteten Silberschmuck, aber auch Stickereien, Teppiche, Lederarbeiten und Töpfereien, anschaulich gemacht wird. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine wundervolle Kollektion geschnitzter marokkanischer Türen und Fensterrahmen.

7. Marrakesch Museum (Dar Me’nebhi)

Im frühen 20. Jahrhundert ließ sich der marokkanische Staatsminister Me‘nebhi diese luxuriöse Residenz errichten, die bis heute seinen Namen trägt und nun das Stadtmuseum Marrakesch beherbergt. Zwar sind die Ausstellungsstücke, die von lokalen Keramikarbeiten und Textilien bis hin zu Münzen und Koran-Inschriften reichen, leidlich interessant, doch der Höhepunkt eines Museumsbesuchs ist sicherlich das Gebäude selbst. In seiner Architektur verschmelzen nordafrikanische Formen mit portugiesischen Stilelementen zu einem harmonischen Ganzen.

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8. Almoraviden Kuppelbau (Koubba)

Nachdem die Almohaden im 13. Jahrhundert Marrakesch von den Almoraviden erobert hatten, leisteten sie ganze Arbeit und zerstörten einen Großteil der von der vorherigen Herrscherdynastie hinterlassenen Baustruktur. Der Almoraviden Kuppelbau ist eines der wenigen Bauwerke, welche diese Zerstörungswut überlebten. Die Struktur wurde im frühen 12. Jahrhundert von dem Almoraviden-Sultan Ali ben-Youssef errichtet und ist damit das älteste heute noch erhaltene in Marrakesch. Historiker und Archäologen sind sich uneinig über dessen einstigen Zweck, doch es wird vermutet, dass es sich bei dem Gebäude um ein Absolutionshaus handelte, das einer heute verschwundenen Moschee angeschlossen war und in dem sich die Gläubigen vor ihrem Gebet im Einklang mit den Regeln des Koran wuschen. Von außen sieht der quadratische, von einer Kuppel gekrönte Bau schlicht und unscheinbar aus; im Inneren sind seine Wände und die Kuppel jedoch mit interessanten Stuckverzierungen und Wandmalereien im Almoraviden-Stil geschmückt.

9. Menara Gärten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

Wie eine Wüstenoase liegt mitten im Zentrum Marrakeschs dieser wunderschöne und friedliche Park. Er ist bei vielen Einheimischen ein bevorzugter Rückzugsort von der quirligen Geschäftigkeit der Stadt. Vor allem an Wochenenden finden sich hier Familien zum Picknicken ein – oder einfach auch nur, um die Ruhe zu genießen. Das markanteste architektonische Merkmal des Parks ist ein im späten 19. Jahrhundert errichteter, ockerfarbener Pavillon, der sich in der spiegelglatten Oberfläche eines unmittelbar angrenzenden Wasserbeckens reflektiert.

10. Djemaa el-Fna Platz

Die schönsten Attraktionen in Marrakesch

Wenn der Manara Park als Ort der Ruhe gilt, so ist der Djemaa el-Fna Platz das genaue Gegenteil – nämlich das Zentrum des geschäftigen Umtriebs in der Stadt. Er breitet sich direkt vor dem Eingang zur Medina aus und wird von zahllosen Marktständen belegt. Ergänzt wird das Treiben durch traditionelle Geschichtenerzähler, Wahrsager, Straßenmusikanten, Schlangenbeschwörer und mehr. Wem der Trubel und die Menschenmassen schließlich zu viel werden, der kann sich jedoch jederzeit in eines der Dach-Cafés und Restaurants zurückziehen, welche den Platz säumen, und das vorherrschende Chaos aus luftiger Höhe auf sich wirken lassen.

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