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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Neapel

Noch mehr als Rom ist Neapel der quintessentielle Inbegriff italienischen Lebensstils und italienischer Kultur. Wir zeigen euch, was es dort so alles zu sehen und bestaunen gibt!

Wer an Neapel denkt, der denkt an bunte Häuser, Pizza und Gelato, aber die wünscherschöne Stadt im Süden Italiens bietet mehr als nur leckeres Essen (obwohl das schon Grund genug wäre, Neapel zu besuchen). Die Altstadt Neapels wurde 1955 von UNESCO zum Weltkulturerbe deklariert – aus gutem Grund, denn die schiere Masse an historischen Bauwerke und die verwinkelten Gassen mit ihren typisch italienischen Häuserzeilen sind einfach unbeschreiblich atmosphärisch. Wir zeigen euch hier die schönsten Plätze Neapels!

1. Capodimonte Palast-Museum

Ab 1735 war Neapel mit seinen umfangreichen Besitzungen, die nahezu ein Viertel des italienischen Stiefels umfassten, unter den spanischen Bourbonen ein unabhängiges Königreich – von mehreren Unterbrechungen dank des Franzosenkaisers Napoleon einmal abgesehen. Im Februar 1861 wurde der letzte Bourbonen-König abgesetzt und Neapel schloss sich dem neu gegründeten Königreich Italien an. Das heutige Capodimonte Palast-Museum war die prunkvolle Residenz der Bourbonenherrscher. Die unglaublichen Kunstschätze, welche die königliche Familie angehäuft hatte, bildeten den Grundstock der Nationalgalerie, die heute hier untergebracht ist. Sie ist eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Europas und umfasst unter anderem Werke von El Greco, Titian, Botticelli, Caravaggio, Raphael und unzähligen weiteren Meistern. Auch der Palast selbst, mit seinen wundervollen Fresken, Wandteppichen und Einrichtungsgegenständen, gilt als Kunstwerk für sich.

2. Duomo di San Gennaro

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Neapel

Es heißt im Volksmund, Neapel hätte beinahe so viele Kirchen wie Einwohner. Das mag etwas übertrieben sein, aber es sind tatsächlich enorm viele. Zu den wichtigsten zählt sicherlich die aus dem späten 13. Jahrhundert stammende gotische Kathedrale. Im Südschiff befindet sich die prächtig ausgeschmückte Kapelle von San Gennaro, dem Schutzheiligen der Stadt. Sein Schädel ist als hochverehrte Reliquie in eine Silberbüste integriert, die auf dem Altar der Kapelle steht. Mehrere weitere Kirchen sowie der alte Erzbischofspalast liegen in direkter Nachbarschaft der Kathedrale.

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3. San Gennaro Katakomben

Wegen jahrhundertelang anhaltender Bauarbeiten ist der gesamte Untergrund Neapels wie ein Schweizer Käse durchlöchert. Schon seit der Römerzeit wurde hier von Minenarbeitern das dringend benötigte Baumaterial abgebaut und ans Tageslicht befördert. Ein Teil der bereits vorhandenen Minengänge wurde im 2. Jahrhundert beim Anlegen der San Gennaro Katakomben genutzt. Im Gegensatz zu den auch in Rom vorhandenen frühchristlichen Katakomben besitzt das hiesige, sich über zwei übereinander liegende Etagen ausdehnende unterirdische Grablabyrinth fantastisch erhaltene Gewölbefresken. Bemerkenswert ist auch die riesige unterirdische, dreischiffige Basilika, deren Gewölbe von mächtigen Säulen gestützt wird.

4. San Martino Kloster und Museum

Das ehemalige Kartäuserkloster wurde im Jahr 1325 eingeweiht, im 17. Jahrhundert sodann wesentlich erweitert und umgebaut. Die Mönche sind längst verschwunden und heute ist der gesamte Komplex als Museum ausgewiesen. Äußerst beeindruckend ist der zentrale Kreuzgang mit seinen 60 Marmorsäulen. Auch die reich mit Marmor, Gemälden und Deckenfresken ausgeschmückte Klosterkirche sollte man nicht verpassen. Das im Kloster untergebrachte Museum umfasst unter anderem eine eklektische Ausstellung feinen neapolitanischen Porzellans, sowie Italiens umfangreichste Sammlung unglaublich detailreich gearbeiteter Weihnachtskrippen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

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5. Castel Nuovo

An der Südseite des Stadtplatzes (Piazza del Municipio) liegt diese reichlich düster wirkende Festung mit ihren fünf wuchtigen Rundtürmen. Karl I von Anjou ließ sie zum Schutz der Stadt in den Jahren 1279 bis 1282 errichten. Alfonso I von Aragon fügte von 1453 bis 1467 zum Gedenken an seinen siegreichen Einzug in die Stadt den mehrstöckigen Torbau im Renaissance-Stil im Mauerwerk ein, der irgendwie nicht mit dem Rest des Ensembles zusammenpassen will. Die Waffenkammer, der Innenhof mit seiner kleinen gotischen Kapelle, die Banketthalle Karls V sowie die reizvolle Sala della Loggia können im Zuge einer Führung besichtigt werden.

6. Königlicher Palast (Palazzo Reale)

Wie fast alle Herrscher Europas gaben sich auch die neapolitanischen Könige nicht mit einem einzigen Palast zufrieden und so verfügt Neapel insgesamt über vier königliche Residenzen. Neben dem vorhin genannten Capodimonte Palast zählt dazu auch dieser schlicht als Königlicher Palast bezeichnete Prunkbau im Herzen der Stadt. Er erstreckt sich entlang der gesamten Ostseite der Piazza del Plebiscito und mit seinem Bau wurde schon um das Jahr 1600 begonnen, was seinen grundsätzlichen Renaissance-Stil erklärt. Einen Schnellkurs in der Abfolge der neapolitanischen Könige bieten die Statuen, die sich entlang der Vorderfassade aufreihen. Die ehemaligen königlichen Privatgemächer sind bis heute mit den originalen Möbeln ausgestattet; man erreicht sie im Rahmen einer Führung über eine große Freitreppe aus weißem Marmor. Direkt mit dem Palast verbunden ist zudem eines der größten Opernhäuser Europas, das Teatro San Carlo, das für seine hervorragende Akustik berühmt ist.

7. Santa Lucia Distrikt (Nordteil)

Dieser historische Wohnbezirk mit seinem Irrgarten enger, abschüssiger Gassen und mehrstöckiger Wohnhäuser ist Italien wie aus dem Bilderbuch. Zwischen den Balkonen beider Seiten spannen sich unzählige Wäscheleinen, an denen die Kleidungsstücke wie bunte Wimpel in der sanften mediterranen Brise flattern, die vom Hafen heraufzieht. Auf Erdgeschosshöhe grenzen kleine Cafés an Handwerksläden, und nachbarschaftliche Alimentari (Tante-Emma-Läden) wechseln sich mit urigen Tavernen und Pizzerien ab, in denen man köstlich und preisgünstig speisen kann. Bäckereien bieten derweil knuspriges Brot und verführerisch lockende Kuchen und Gebäck feil, während Trattorien zu einem Glas des fruchtigen Rotweins von den Hängen des Vesuv einladen.

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8. Kirche San Domenico Maggiore

Erbaut um das Jahr 1300 im spätgotischen Stil, ist die dreischiffige Kirche dank ihrer überschwänglichen Ausschmückung eine der schönsten der Stadt. Darüber hinaus enthält sie auch die meisten Seitenkapellen, insgesamt 24 an der Zahl. Häufig besucht wird besonders die Capellone Crocifisso aufgrund ihrer aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kreuzigungsszene sowie der im 15. Jahrhundert geschaffenen Figurengruppe der Grablegung Christi. In der Galerie aus 45 Steinsarkophagen liegen Mitglieder des Hauses von Anjou zur letzten Ruhe gebettet.

9. Archäologisches Nationalmuseum

Dank der Jahrtausende alten, von Griechen, Römern, Spaniern, Franzosen, Normannen und Schwaben mitgeprägten, Geschichte Neapels und der umliegenden Region besitzt dieses Museum eine der reichsten Antikensammlungen weltweit. Viele Stücke stammen dabei aus Grabungen in den römischen Städten Pompeii und Herculaneum. Sagenhaft ist zum Beispiel das in Pompeii gefundene Mosaik, welches Alexander den Großen bei seinem Sieg über den Perserkönig Darius zeigt, doch auch die ursprünglich aus Rom stammende Kunstsammlung der adligen Farnese-Familie ist hier untergebracht. Ein weiterer Höhepunkt sind die Kronjuwelen der neapolitanischen Könige.

10. Pompeii und Herculaneum

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Neapel

Im Jahr 79 n. Chr. fand der bis heute aktive Vesuv seine beiden bislang wohl berühmtesten Opfer – die römischen Küstenstädte Pompeii und Herculaneum. Jahrhundertelang blieben sie unter meterdicken Schichten aus Bimsstein, erhärteter Lava und Schlamm verschollen, bis sie gegen Ende des 16. Jahrhundert wiederentdeckt wurden. Das Besondere an beiden Städten ist, dass die Gebäude, Straßen, Tempel und sogar Einrichtungsgegenstände wie in einer Zeitkapsel erhalten blieben. Auf diese Weise haben Archäologen unschätzbare Erkenntnisse über das Leben im antiken Rom erlangt. Die Ausgrabungen halten bis heute an. Während Pompeii täglich ganze Busladungen von Touristen anzieht, ist das nur wenige Kilometer entfernte Herculaneum weitaus weniger besucht und bietet sich daher für jene Interessierte an, die dem ganzen Touristentrubel so weit wie möglich entgehen möchten. Beide Ausgrabungsstätten können sehr bequem im Rahmen eines Tagesausflugs von Neapel aus besucht werden.

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