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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Neu-Delhi

Neu-Delhi ist nicht nur eine der lebhaftesten Städte der Welt, sondern auch äußerst sehenswert – wir verraten euch, welche zehn Sehenswürdigkeiten ihr dort unbedingt besichtigen solltet!

Strikt genommen gliedert sich Indiens Hauptstadt in Neu-Delhi, wo die Regierung und das Diplomatenviertel angesiedelt sind, sowie Alt-Delhi, den historischen Stadtteil. Es hat sich aber allgemein eingebürgert, diese riesengroße Metropole ganz einfach nur als Neu-Delhi zu bezeichnen. Wer sich hier an den ersten Kulturschock dank unerwarteter Menschenmassen und Lautstärken, gewöhnt hat, dem eröffnet sich Neu-Delhi (und wir meinen damit vor allem den alten Stadtteil) in seiner ganzen Pracht. Hier erfahrt ihr, welche Sehenswürdigkeiten der Stadt ihr euch bei eurem Besuch auf keinen Fall entgehen lassen solltet!

1. Rotes Fort

Die schönsten Attraktionen in New Delhi

Sicherlich das bekannteste historische Bauwerk Neu-Delhis ist das märchenhafte, 1648 von Schah Jahan errichtete Rote Fort. Bis 1857 diente es den damaligen Mogul-Kaisern als Residenz und Machtzentrum. Von einem Graben umgeben, sind die hohen, von Zinnen gekrönten Umfassungsmauern des in Halbmondform angelegten Komplexes gut zwei Kilometer lang und werden von mehreren Toren durchbrochen. Das schönste davon ist das Lahore-Tor und unmittelbar hinter ihm zieht sich der Chhatta Chowk dahin, ein überdachter, schon im 17. Jahrhundert eingerichteter Basar, in dessen Läden man auch heute noch um Seide, Schmuck und Silberwaren feilschen kann. Seinen Namen erhält das Rote Fort von dem tiefroten Sandstein, aus dem es hauptsächlich erbaut wurde. Unter den Strahlen der Abendsonne verstärkt sich die rote Farbe noch und lässt den ganzen Bau scheinbar aufglühen.

2. Indisches Tor

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in New Delhi

Das Wahrzeichen Neu-Delhis wird in vielen Reisebüchern falsch beschrieben. In jenen heißt es oft, das Tor wäre von den damaligen britischen Kolonialherren als symbolisches Eintrittstor nach Indien errichtet worden. In Wirklichkeit handelt es sich bei dem einem Triumphbogen ähnlichen Bauwerk aber um ein Denkmal. Es wurde zum Andenken an die mehr als 90.000 indischen Soldaten erbaut, die im 1. Weltkrieg auf der Seite der Briten kämpften und fielen. Ihre Namen sind auf den Innenseiten des Bogens in den roten Sandstein eingemeißelt. Zu ihren Ehren brennt unter dem Bogen auch eine ewige Flamme.

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3. Grabmal des Humayun

Grabmal des Humayun

Wie eine kleinere, etwas bescheidenere Ausführung des Taj Mahal in Agra erscheint dieses im 16. Jahrhundert vom Architekten Haji Begum erbaute Grabmal. Das kommt nicht von ungefähr, denn Bauhistoriker behaupten, es wäre in der Tat eine Art Prototyp für das später errichtete Taj Mahal gewesen. Seiner eigenen Schönheit tut das jedoch keinerlei Abbruch und ebenso wie sein Schwesterbau in Agra, so dient auch dieses Grabmal einer angebeteten Frau als letzte Ruhestätte – in diesem Fall der Witwe des Mogul-Kaisers Humayun. Umgeben wird das Mausoleum von einem riesigen Park sowie mehreren kleineren Grabmälern, darunter kurioserweise auch das Grab von Kaiser Humayuns persönlichem Barbier, sowie das ungleich reicher geschmückte Mausoleum von Isa Khan. Jener war ein Schüler Haji Begums und der spätere Architekt des Taj Mahal unter Humayuns Nachfolger Schah Jahan.

4. Jama Moschee (Jama Masjid)

Auch diese riesige Moschee wurde von Schah Jahan, Erbauer des Taj Mahal, in Auftrag gegeben. Sie ist bis heute eine der größten ganz Indiens – und ganz sicherlich auch eine der prachtvollsten. Der Kaiser ließ auch bei dieser Moschee den gleichen blutroten Sandstein verwenden, der ihm bereits beim Roten Fort und dem Indischen Tor so überreichlich als Baumaterial gedient hatte. Doch auch schneeweißer Marmor wurde hier zum ersten Mal in großer Menge verbaut – vielleicht eine Art Vorbote für das nahezu gänzlich aus Marmor errichtete Taj Mahal. Bestimmt wird das äußerst grazile, 1658 fertiggestellte Bauwerk von einem imposanten Eingangstor sowie zwei dasselbe flankierenden, jeweils 40 Meter hohen Minaretten. Das südliche Minarett kann für eine wundervolle Aussicht über Neu-Delhi bestiegen werden. Der Zutritt zur Gebetshalle ist Nicht-Moslems indessen nur außerhalb der Gebetszeiten gestattet.

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5. Akshardham Tempel

Erst im Jahr 2007 fertiggestellt, ist dies einer der neuesten Hindu-Tempel der Stadt. Man würde es nicht glauben, denn seine traditionelle, reich geschmückte Architektur lässt ihn Jahrhunderte älter erscheinen. Wie alle hinduistischen Tempel ist er auch nicht ein einziges Bauwerk, sondern er besteht aus einem ganzen Komplex von Gebäuden und Sundeinen. Der 43 Meter hohe Zentralbau mit seinen Domen und abgestuften Spitzdächern symbolisiert den mythologischen Berg Nehru, auf dem die Welt ruhen soll. Die Außenfassade ist in typischer Weise mit einer atemberaubenden Vielfalt von Skulpturen verziert, die Götter, Tempeltänzerinnen, Tiere, Pflanzen, Musiker und mehr darstellen.

6. Lotus-Tempel (Bahá’í Tempel)

Bahá’í Lotus Tempel

Im Jahr 1986 eröffnet, erinnert der Lotus-Tempel in seiner Architektur zunächst unwillkürlich an das Opernhaus von Sydney, soll aber eigentlich eine sich öffnende Lotosblüte darstellen. Die Bezeichnung „Tempel“ ist unter Umständen etwas irreführend, denn das Bauwerk ist keiner Religion gewidmet. In seinem Inneren finden sich weder Götterstatuen, noch Ikonen, noch religiöse Gemälde, noch Altäre, noch irgend etwas sonst, das mit irgendeiner beliebigen Religion oder der Anbetung von Gottheiten in Verbindung gebracht werden könnte. Er lädt stattdessen seine Besucher schlicht und einfach nur zur Besinnung ein – auf sich selbst, ihre Familien, ihr Umfeld, die Welt. Das Konzept scheint attraktiv genug zu sein, denn immerhin hat die Anlage seit ihrem relativ kurzen Bestehen schon mehr als 70 Millionen Menschen angezogen. Das macht sie zu einer der meistbesuchten touristischen Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt.

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7. Gandhi Gedenkstätte und Museum

Mohandas Gandhi führte Indien nicht nur in die Unabhängigkeit, sondern hat auch wie kein anderer das Gesicht und die Geschichte des modernen nachkolonialen Indiens geprägt. Sein Ehrenname „Mahatma“ bedeutet in etwa „große Seele“. Seine letzten Jahre verbrachte der Staatsmann in diesem Gebäudekomplex, der heute zu seinem Gedächtnis als Museum hergerichtet ist. Es war im weitläufigen Innenhof des Anwesens, wo Gandhi 1948 unter den Blicken einer riesigen Menschenmasse von Verehrern von dem Attentäter Naturam Godze erschossen wurde. An der exakten Stelle des Attentats erhebt sich heute ein schlichter Schrein, an dem man Blumen und Räucherstäbchen darbringen kann. Im Museum selbst sind persönliche Gegenstände Gandhis ausgestellt.

8. Nationalmuseum

Es ist ohne Zweifel eine gigantische Herausforderung, ein geschichtliches Museum in einer Nation zu kurieren, die auf mehrere tausend Jahre Geschichte zurückblickt und in der unzählige Kulturen nebeneinander und miteinander leben und gelebt haben. Neu-Delhis Nationalmuseum, eines der größten Indiens, hat diese Hürde aber bestens gemeistert. Für den Besucher ist es sehr hilfreich, dass die Ausstellungsstücke penibel genau nach der chronologischen Abfolge der unterschiedlichen Kulturepochen angeordnet sind. So verliert man nicht den Überblick und kann die Entwicklung sehr anschaulich nachvollziehen. Die Ausstellung beginnt in der Altsteinzeit und führt nach und nach über die Bronze- und Eisenzeit, die Mogul-Periode und Vergangenheit unter britischer Kolonialherrschaft hinweg – und so ziemlich alles, was dazwischenliegt. Alles wird durch mitunter spektakuläre archäologische Fundstücke dokumentiert, von Töpfereien und fantastisch gearbeitete Schmuckstücke bis hin zu sagenhaften Teppichen, Statuen, Holzschnitzereien, Wandfresken und Malereien.

9. Indira Gandhi Gedächtnis-Museum

So mancher Besucher dieses Museums ist vielleicht überrascht, zu erfahren, dass Indira Gandhi in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu Mahatma Gandhi steht, sondern tatsächlich die Tochter von Jawaharlal Nehru, Indiens erstem Ministerpräsidenten nach der Unabhängigkeit. Wo sich Indiras Schicksal allerdings mit jenem des Mahatma kreuzt, ist, dass auch sie von einem Attentäter ermordet wurde. Zwei ihrer eigenen Leibwächter erschossen sie 1984 während ihrer eigenen Amtszeit als Ministerpräsidentin hier im Garten ihrer ehemaligen Residenz. Heute dient das Anwesen als Museum zu ihrem Andenken. Zu den Ausstellungsstücken zählt neben vielen anderen persönlichen Gegenständen auch der blutverschmierte Sari, in dem sie bei dem Anschlag verstarb. Einige Räume der Residenz sind ihrem Sohn Rajiv gewidmet, der ebenfalls Ministerpräsident wurde und 1991 während einer Wahlkampfveranstaltung von einer Selbstmordattentäterin ermordet wurde.

10. Gurudwara Bangla Sahib Tempel

Dieser im 18. Jahrhundert erbaute Komplex ist Neu-Delhis größter und wichtigster Sikh-Tempel. Wie viele heilige Stätten der Sikh, so liegt auch er am Rande eines künstlich angelegten Wasserbeckens, in dessen Oberfläche sich seine Struktur widerspiegelt. Besonders schön ist dieser Reflexionseffekt abends, wenn das Bauwerk hell erleuchtet wird. Alle Sikh-Tempel sind nicht nur Gebetsstätten, sondern fungieren gleichzeitig auch als Gemeindezentrum. Besucher sind deswegen stets willkommen und werden sogar in der dem Tempel angeschlossenen Küche zu einer Mahlzeit eingeladen.

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