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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Santiago de Chile

Einst war Santiago de Chile Teil des spanischen Kolonialreiches in Südamerika – heute begeistert es mit Überresten aus dieser Zeit sowie vielen neueren Sehenswürdigkeiten. Wir verraten euch, was ihr dort unbedingt besuchen solltet!

Obwohl bereits 1541 gegründet, war Santiago de Chile Jahrhunderte lang wenig mehr als ein relativ unbedeutendes Provinzstädtchen. Die großartigen Bauzeugen der spanischen Kolonialzeit, wie man sie in den wichtigeren Städten des Nordens in Peru, Bolivien, Ekuador und Kolumbien vorfindet, sind deshalb relativ dünn gesät. Allerdings holte Santiago (wie es von den Einwohnern in abgekürzter Form genannt wird) nach der Unabhängigkeit Chiles im Jahr 1810 in dieser Hinsicht wesentlich auf und errichtete in Eigenregie eine ganze Reihe durchaus sehenswerter Repräsentativbauten. Lest hier, welche Sehenswürdigkeiten der Stadt ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet!

1. Plaza de Armas

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Santiago de Chile: Plaza de Armas

Der weitläufige Platz im historischen Zentrum ist quasi die Keimzelle, aus der sich Santiago schließlich ausbreitete. Angelegt wurde er bereits 1541 im Auftrag des Stadtgründers, des spanischen Konquistadoren Pedro de Valdivia. Für viele Besucher ist er der logischste erste Anlaufpunkt – immerhin versammeln sich um ihn einige der wichtigsten erhalten gebliebenen spanischen Kolonialbauten, die man unbedingt gesehen haben muss. Zusätzlich findet man hier eine Fülle an Erholungsmöglichkeiten: Die ihn umringenden Häuserzeilen beherbergen atmosphärische Cafés und Speiselokale und auf dem Platz selber geben Straßenkünstler und Musikanten Einlagen unter dem Beifall Einheimischer und auswärtiger Besucher gleichermaßen.

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2. Stadtkathedrale

Als Sitz des Erzbischofs von Santiago ist die im spanischen Kolonialstil gehaltene Stadtkathedrale ein relativ „junges“ Gebäude. Sie wurde erst zwischen 1748 und 1800 erbaut, nachdem ein zuvor an der Stelle befindliches Gotteshaus während eines der zahlreichen Erdbeben, die Chile regelmäßig heimsuchen, zerstört wurde. Ihr heutiges Erscheinungsbild geht jedoch zurück auf Umbauten und Erweiterungen im späten 19. Jahrhundert. Die Kathedrale steht direkt am Plaza de Armas und zählt daher zu den am häufigsten besichtigten Bauwerken der Stadt.

3. La Moneda Palast und Kulturzentrum

Heute offizieller Sitz des chilenischen Staatspräsidenten sowie mehrerer wichtiger Ministerien, wurde dieses beeindruckende Palais ursprünglich als Münzstätte erbaut. Daher entlehnt sich auch der bis heute geläufige Name, denn „Moneda“ bedeutet auf Deutsch „Münze“. Eröffnet 1805, wurde das Gebäude jedoch bereits 1845 zum Präsidentenpalast umfunktioniert. Der große, vor dem Palais liegende „Platz der Verfassung“ (Plaza de la Constitución) wurde jedoch erst 1930 geschaffen. Hinter der südlichen Fassade des Palastes verbirgt sich das zwischen 2006 eröffnete Kulturzentrum mit verschiedenen Einrichtungen, einschließlich zweier Ausstellungshallen, einer öffentlichen Bücherei und eines Kinos.

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4. Chilenisches Kunstmuseum (Museo Nacional de Bellas Artes)

In einem prachtvollen, aus dem Jahr 1910 stammenden und Stilelemente des Neoklassizismus, Neo-Barocks und Jugendstils vereinenden Palais untergebracht, hätte sich Chiles nationales Kunstmuseum kein schöneres Gebäude auswählen können. Das Palais wurde anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Unabhängigkeit Chiles errichtet. Die Ausstellung konzentriert sich naturgemäß auf die Werke einheimischer Künstler aus verschiedenen Jahrhunderten. Doch auch Arbeiten, die aus dem ganzen südamerikanischen Raum zusammengetragen wurden, werden entsprechend gewürdigt. Im gleichen Gebäude ist zudem das Museum für zeitgenössische Kunst untergebracht.

5. Chilenisches Museum für präkolumbianische Kunst (Museo Chileno de Arte Precolombino)

Das Gebiet des heutigen Chile erbrachte im Vergleich zu Ländern wie Peru und Bolivien nur relativ wenige präkolumbianische Artefakte – vor allen Dingen aber nicht die atemberaubenden Goldschätze, mit denen die entsprechenden Museen in Lima, Quito, La Pazoder oder Bogotá aufwarten können. Aus diesem Grund basieren die Ausstellungstücke des Museums auf der umfangreichen Privatsammlung des chilenischen Archäologen Sergio Larrain Garcia-Moreno. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hatte er Artefakte aus ganz Lateinamerika zusammengetragen und initiierte schließlich im Jahre 1981 die Einrichtung dieses Museums. Zu bewundern gibt es Kunstschätze aus vielen präkolumbianischen Kulturen, einschließlich der mysteriösen Teotihuacan-Kultur, aber auch der Mayas, Inkas, Azteken und Tolteken.

6. San Cristóbal Hügel (Cerro San Cristóbal)

Mit seinen 850 Metern Höhe über dem Meeresspiegel bzw. etwa 300 Metern über dem Häusermeer Santiagos ist der San Cristóbal Hügel nach dem Cerro Renca die zweithöchste Erhebung innerhalb der chilenischen Hauptstadt. Benannt wurde er von den Spaniern nicht etwa, wie viele fälschlicherweise glauben, nach Christoph Columbus (span.: Cristóbal Colón), sondern nach dem frühchristlichen Märtyrer St. Christophorus. Gekrönt wird der Hügel von einer Statue der Jungfrau Maria, die Teil eines ebenfalls der Gottesmutter geweihten Schreins ist. Außerdem befindet sich auf dem Hügel mit seinen schönen Parkanlagen das Manuel Foster Observatorium. Selbstredend genießt man von dem Hügel aus die beste Aussicht über Santiago, was den Besuch schon alleine deshalb wert macht.

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7. Parque Forestal (Wald-Park)

Viele Besucher Santiagos sind erstaunt, mitten im Stadtzentrum auf ein ausgedehntes, von Wiesen unterbrochenes Waldstück zu treffen. In der Tat ist der Parque Forestal eine der größten Parkanlagen seiner Art in der Welt und ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Einheimischen. Das weitläufige Gelände ist das Resultat der Landrückgewinnung vom Mapocho Fluss und seinen ehemaligen Sumpfgebieten. Im Park liegt außerdem das bereits beschriebene Chilenische Kunstmuseum. An seinem Ostende schließt sich unmittelbar der Balmaceda Park an.

8. Chilenischer Nationalfriedhof (Cementerio General de Chile)

Friedhöfe haben irgendetwas Faszinierendes an sich – besonders in diesem Teil der Welt, in dem der Totenkult weitaus stärker ausgeprägt ist als beispielsweise in Mitteleuropa. Santiagos bereits 1821 eingerichteter Zentralfriedhof ist sogar einer der größten ganz Lateinamerikas. Laut Schätzungen sollen hier um die zwei Millionen Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Von hohen Palmen beschattet und hinter kleinen Gehölzen versteckt, finden sich hier überschwänglich gestaltete Mausoleen genauso wie repräsentative, von Marmorstatuen und Skulpturen geschmückte Grabstellen. Außer zweien, sind hier auch alle chilenischen Präsidenten bestattet. Doch in Lateinamerika verehrt man nicht nur die Toten, sondern lebt auch mit ihnen. Der parkähnliche Friedhof ist deswegen auch ein von Einheimischen vielbesuchter Ort. Ganze Familien treffen hier an Wochenenden zum Picknick ein – und niemand findet das im Geringsten makaber oder seltsam.

9. Rotes Haus (Casa Colorada) und Santiago Museum

Dieses zweistöckige alte Wohnhaus wurde schon 1769 errichtet, hat zahlreiche Erdbeben überlebt und gilt heute als das älteste noch erhaltene Wohngebäude Santiagos. Seinen Namen erhält es von der roten Fassadentünchung. Einstmals soll Ochsenblut zum Tünchen gedient haben, da es nicht nur den Verputz versiegeln half, sondern auch Schädlinge, wie beispielsweise Termiten, abschreckte. Heutzutage wird die Fassade natürlich mit regulärer Farbe erneuert. Fünf der Innenräume des Hauses sind als das Museum Santiago hergerichtet. In ihnen wird anhand von Ausstellungsstücken die Geschichte des heutigen Stadtgebiets von der präkolumbianischen Zeit bis in die jüngere Vergangenheit beleuchtet.

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10. San Francisco Kirche, Kloster und Kolonialmuseum

Das Rote Haus mag zwar das älteste erhaltene Wohngebäude der Stadt sein, aber das älteste spanisch-koloniale Bauwerk nicht nur Santiagos sondern ganz Chiles ist die San Francisco Kirche mit dem ihr angeschlossenen Franziskanerkloster. Die relativ simpel gehaltene Kirche wurde bereits 1622 eingeweiht. Lediglich der Glockenturm wurde wiederholt bei Erdbeben zerstört und musste neu gebaut werden. Der heutige Turm stammt deswegen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und will in seinem viktorianischen Baustil einfach nicht zum Rest des Gebäudes passen. Ein großer Teil des Franziskanerklosters wurde Anfang des 20. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgerissen. Was von ihm übrig blieb, beherbergt heute das sehenswerte Kolonialmuseum.

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