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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in São Paulo

Keine ausgesprochene Tourismusstadt wie Rio de Janeiro, hat São Paulo dem Besucher trotzdem unwahrscheinlich viel zu bieten.

São Paulo ist die Hauptstadt des gleichnamigen brasilianischen Bundesstaates und mit ihren geschätzten 12 bis 13 Millionen Einwohnern nicht nur die größte Stadt des Landes, sondern auch die größte Stadt auf der südlichen Erdhalbkugel. Dank Einwanderung erlangte São Paulo zudem ein sehr multikulturelles Gesicht – in der Stadt sind heute deutsche, italienische und portugiesische Einflüsse genauso greifbar wie libanesische und japanische. Anders als das im Norden gelegene Rio de Janeiro ist São Paulo allerdings keine ausgesprochene Tourismusstadt. Dieses Faktum soll jedoch nicht abschrecken, sondern ganz im Gegenteil zu einem Besuch anspornen, denn São Paulo hat auf jeden Fall viel Sehenswertes zu bieten. Wir verraten euch, welche 10 Attraktionen ihr dort unbedingt auf eure Must-see-Liste setzen solltet!

1. Staatliche Pinakothek von São Paulo (Pinacoteca do Estado de São Paulo)

Im Jardim da Luz, einem der schönsten Parks der Stadt, liegt eines der wichtigsten Kunstmuseen ganz Brasiliens, untergebracht in einem eleganten Haus aus dem Jahr 1900. Die Sammlung der Pinakothek konzentriert sich dabei vor allem auf Werke einheimischer Künstler: Neben Gemälden und Skulpturen des 19. Jahrhunderts werden hier auch moderne Kunstwerke gewürdigt. Zusätzlich enthält das Museum unter anderem auch wohl ausgestattete Abteilungen für europäische Malerei und Bildhauerei des 19. Jahrhunderts, ornamentale Kunst, sowie Zeichnungen und Radierungen.

2. São Paulo Kunstmuseum (Museu de Arte de São Paulo)

Im Gegensatz zu der noblen altweltlichen Unterbringung der Pinakothek belegt das mit ihm nicht zu verwechselnde São Paulo Kunstmuseum ein hochmodernes Gebäude aus viel Beton und Glas. Es wurde 1947 gegründet und wird von einer gemeinnützigen Institution getragen und kuriert. Berühmt ist es für seine Sammlung europäischer Kunst, die als einzigartig in ganz Lateinamerika gilt. Die kleineren, jedoch nicht minder beeindruckenden Sammlungen des Museums beschäftigen sich unter anderem mit afrikanischer und asiatischer Kunst. Außerdem gibt es Abteilungen für Antiquitäten und ornamentale Kunst.

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3. Stadtkathedrale (Catedral Metropolitana de São Paulo)

Catedral Metropolitana de São Paulo

Mit dem Alter so manchen europäischen Doms kann sich die erst 1954 eingeweihte Stadtkathedrale São Paulos vielleicht nicht messen, aber zumindest in ihrer Bauzeit versuchte sie, sich zumindest ein wenig an die europäischen Gegenstücke anzunähern. Ihr Grundstein wurde schon 1913 gelegt, wonach sich die weiteren Bauarbeiten ganze 41 Jahre lang bis zur Vollendung hinzogen. Die beiden Türme konnten sogar erst 1967 fertiggestellt werden. Eindeutig neugotisch im Baustil, nähert sich die Kathedrale auch in dieser Hinsicht an europäische Vorbilder an.

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4. Stadttheater von São Paulo (Theatro Municipal de São Paulo)

Begonnen 1903 und vollendet 1911, präsentiert sich das in den miteinander verschmelzenden Architekturstilen der Renaissance, des Barocks und des Jugendstils erbaute Stadttheater als eine der schönsten und populärsten Sehenswürdigkeiten São Paulos. Es ist außerdem Sinnbild für die Epoche des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, während der die Stadt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte. Das Programm des Theaters ist das ganze Jahr über prall ausgefüllt und ein Besuch wenigstens einer der Aufführungen ist wärmstens ans Herz gelegt. Das Theater ist auch die Heimatbasis des Städtischen Symphonischen Orchesters, des weltberühmten Coral Lírico (Lyrischer Chor), sowie des Stadtballetts von São Paulo.

5. Pátio do Colégio

Ein Ausflug in die frühesten Anfänge São Paulos ist mittels eines Besuchs des buchstäblichen Ortes ihrer Gründung möglich. An der Stelle der eingangs erwähnten, im Januar 1554 eingerichteten Missionarsstation wurde noch im gleichen Jahr einer Jesuitenkirche mit angeschlossener Schule begonnen; dem heutigen Pátio do Colégio. Im Kontrast zu den glitzernden Wolkenkratzern der Innenstadt wirkt der weißgetünchte koloniale Gebäudekomplex mit seiner bescheidenen Architektur geradezu unscheinbar. Aber es sind ja gerade solche krassen Kontraste, die São Paulo auch in vielerlei anderer Hinsicht zu einem so lohnenden Reiseziel machen.

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6. Batman Gasse (Beco do Batman)

Einer der oben angesprochenen Kontraste ist sicherlich die Batman Gasse, der Spitzname einer kleinen Nebenstraße im Bezirk Vila Madalena. Einheimische Kunststudenten begannen in den 1980er-Jahren damit, die Hausfassaden und Mauern dieser eng besiedelten Stadtgegend mit psychedelischen Graffitis zu dekorieren. Eines der ersten dieser Wandgemälde, auf den auch der Name der Gasse zurückgeht, soll den Comic-Superhelden Batman dargestellt haben. Leider ist es inzwischen verschwunden; die Batman Gasse ist jedoch nach wie vor bei Besuchern aus aller Welt berühmt und zu einem populären Ausflugsziel geworden – sogar in einem solchen Maße, dass die bestehenden Graffitis nun auf Stadtkosten regelmäßig restauriert und aufgefrischt werden, um die Attraktion am Leben zu erhalten.

7. Edifício Itália

Das “Italien Gebäude” ist heute einer der markantesten und ungewöhnlichsten Wolkenkratzer im Stadtzentrum. Trotz seiner absolut futuristisch wirkenden Architektur, die darauf schließen lassen könnte, es wäre erst vor Kurzem entstanden, wurde das Edifício Itália aber bereits 1965 vollendet. Mit seinen 165 Metern Höhe und 46 Stockwerken ist es heute das dritthöchste Gebäude Brasiliens. Errichtet wurde es zu Ehren der unzähligen italienischen Immigranten, die so sehr zur Entwicklung São Paulos beigetragen haben. Im 41. Stock befindet sich eines der besten Speiselokale der Stadt, das Terraço Itália, im Stock darüber die elegante Bar do Terraço mit abendlicher Live-Musik. Von beiden Etablissements aus bietet sich nach Einbruch der Nacht ein exquisiter Ausblick über das funkelnde Lichtermeer São Paulos.

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8. Lateinamerika-Denkmal (Memorial da América Latina)

Weniger ein einzeln dastehendes Denkmal als vielmehr ein Kultur- und Freizeitkomplex, sollte die 1989 eröffnete Anlage dennoch „ein Monument der kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Integration Lateinamerikas“ darstellen. Das grundsätzliche Design des 84.482 Quadratmeter umfassenden Komplexes wurde von dem deutschstämmigen Architekten Oscar Niemeyer (1907-2012) ausgearbeitet, dessen berühmtestes Großprojekt die brasilianische Hauptstadt Brasilia ist, die in den 1960er-Jahren praktisch aus dem Nichts aus dem Dschungelboden gestampft wurde.

9. Fußballmuseum (Museo do Futbol)

Wenn es irgendwo auf der Welt ein Fußballmuseum gibt, dann natürlich in Brasilien. Und wenn schon in Brasilien, wo sonst als in São Paulo? Immerhin ist sie die Heimatstadt einiger der berühmtesten Spieler, die die Welt jemals in Aktion sehen durfte. Wie nicht anders zu erwarten, konzentriert sich die Ausstellung mittels Fotografien, Filmen und interaktiven Displays natürlich auf die einheimische Geschichte des Sports in dieser fußballverrückten Nation. Neben persönlichen Gegenständen berühmter Nationalspieler der Vergangenheit und Gegenwart werden selbstverständlich auch Trophäen ausgestellt. Wer selbst ein Super-Fan dieser Sportart ist (wenn vielleicht auch nur auf dem heimischen Sofa vor dem Fernsehgerät), den dürfte dieses Museum etliche Stunden lang in seinen Bann ziehen.

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10. Brasilianisches Unabhängigkeitsdenkmal (Monumento à Independência do Brasil)

Das Brasilianische Unabhängigkeitsdenkmal, alternativ auch als „Altar des Vaterlandes“ (Altar da Pátria) bezeichnet, gedenkt der Unabhängigkeitserklärung Brasiliens vom Mutterland Portugal am 7. September 1822 und steht genau an jener Stelle, an welcher der spätere Kaiser Dom Pedro I die Proklamation verlas. Erbaut zur Einhundertjahrfeier der Unabhängigkeit im Jahr 1922, wurde in den Sockel des Denkmals erst 1972 eine Krypta eingelassen. Sie ist als katholische Kapelle geweiht und in ihr befinden sich heute die sterblichen Überreste Dom Pedros und seiner beiden Gattinnen Maria Leopoldina von Österreich und Amélie von Leuchtenberg.

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