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Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten von Bogotá

Die Hauptstadt Kolumbiens, früher Drogenbaronen und Guerillas ausgeliefert, ist heute wieder viel sicherer und lockt mit sagenhaften Attraktionen sowie einem Gefühl von Lebenslust.

Die Zeiten, in denen das Schicksal der kolumbianische Hauptstadt Bogotá quasi in der Hand von Drogenbaronen wie Pablo Escobar lag, gehören der Vergangenheit an. In der Tat ist das moderne Bogotá zu jeder Tages- und Nachtzeit legendig und strotzt vor Energie. Die Situation spiegelt sich auch in der neu gewonnen Lebenslust der Bewohner wider: Ausgehen, vergnügen, sozialisieren. Sogar der internationale Tourismus ist zunächst zögernd, doch dann immer stärker zurückgekehrt und findet heute eine Stadt vor, die vor Attraktionen nur so sprüht. Wir verraten euch, welche zehn Sehenswürdigkeiten ihr dort unbedingt besuchen solltet!

1. Plaza de Bolívar

Die schönsten Sehenswürdigkeiten von Bogota

Wie bei praktisch allen lateinamerikanischen Städten, so ist auch in Bogotá der mitten im Zentrum gelegene Marktplatz die ursprüngliche Keimzelle, um den herum dereinst die ersten Gebäude erwuchsen. In Bogotá ist dies der nach dem Nationalhelden benannte Plaza de Bolívar, ein hervorragender strategischer Ausgangspunkt für Erkundungszüge in die Gassen der umgebenden Altstadt. In der Mitte des Platzes prangt das 1846 in Bronze gegossene Standbild von Simón Bolívar, der nicht nur Kolumbien, sondern auch Ekuador, Venezuela, Peru und Bolivien die Unabhängigkeit von Spanien erkämpfte. Der Plaza ist ein beliebter sozialer Treffpunkt mit Imbiss- und Souvenirständen, Straßenkünstlern und fliegenden Händlern – doch Vorsicht vor den Unmengen an Tauben, die gerne „Luftangriffe“ durchführen. Ein breitkrempiger Hut ist eine gute Idee – und nicht nur wegen der brennenden Sonne, so nahe am Äquator!

2. Goldmuseum (Museo del Oro)

Das unangefochtene Kronjuwel der zahlreichen Museen Bogotás und zugleich eines der faszinierendsten auf der ganzen Welt ist ohne Zweifel das Goldmuseum. Auf drei Etagen quillt es mit seinen mehr als 50.000 Objekten vor Gold geradezu über – natürlich in der Form präkolumbianischer Artefakte der Ureinwohner Kolumbiens. Alles ist fein säuberlich nach den jeweiligen Kulturen und entsprechenden Zeitperioden geordnet. Die Hauptattraktion ist der Raum mit dem erst 1969 vom schlammigen Boden des Guatavita Sees geborgenen Goldschatz. Das weltberühmte Prachtobjekt ist hierbei die goldene Miniaturnachbildung eines Floßes, auf dem eine männliche Figur mit hohem Kopfschmuck steht. Archäologen mutmaßen, die Figur stelle den Herrscher einer bis heute unbekannten Kultur dar, welche zu bestimmten Jahreszeiten die Goldobjekte als Opfergaben im See versenkte, um so die Gunst der Götter zu erbitten. Noch lange Jahre nach dem Fund fachsimpelten Hobbyforscher, die Entdeckung des Schatzes bewiese, das legendäre Goldland „El Dorado“ habe wirklich existiert; ernsthafte Archäologen wiegeln dies jedoch nach wie vor als pure Legende ab.

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3. Santa Clara Kirchenmuseum und San Francisco Kirche

Gleich westlich des Goldmuseums liegt die San Francisco Kirche, die älteste noch existierende Kirche Bogotás, mit deren Bau bereits 1527 begonnen wurde. Im Stil wie eine relativ simple Dorfkirche gehalten, enthält sie jedoch einen künstlerisch außergewöhnlich schönen, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Hochaltar. Nicht weit von der San Francisco Kirche entfernt befindet sich zudem die größere, jedoch auch um etwa ein Jahrhundert jüngere Santa Clara Kirche, die heute als Museum dient und in der daher im Gegensatz zu San Francisco keine Messen mehr zelebriert werden. Die Innenwände des einschiffigen Baus sind zur Gänze mit Wandgemälden und Skulpturen verziert, während das originale Tonnengewölbe wundervolle vergoldete Blumenmotive schmücken. San Francisco und Santa Clara sind lediglich zwei der vielen Kirchen, die über die gesamte Altstadt und darüber hinaus verstreut liegen und die jeder für sich selbst entdecken kann.

4. Präsidentenpalast (Casa de Nariño)

An der Südseite des Plaza de Bolívar erhebt sich die Fassade der Casa de Nariño, des offiziellen Amtssitzes des kolumbianischen Staatspräsidenten. Zwar finden Führungen durch den mehrflügeligen Bau statt, doch zu diesen muss man sich auf der offiziellen Webseite anmelden und registrieren, was in aller Regel nur jenen gelingt, die auch des Spanischen mächtig ist. Hingegen können die Wachablösungen der Präsidentengarde in ihren prächtigen Uniformen des 19. Jahrhunderts von jedermann mitverfolgt werden. Sie finden an der Ostseite des Gebäudes jeweils mittwochs, freitags und sonntags um 16 Uhr statt.

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5. Catedral Primada (Stadtkathedrale)

Die schönsten Sehenswürdigkeiten von Bogota

Die imposante neoklassizistische Kathedrale Bogotás mit ihren beiden Türmen und dem markanten Dom soll laut mancher Quellen an genau jener Stelle errichtet worden sein, an der 1538 zum ersten Mal eine katholische Messe in der noch jungen Stadt Bogotá zelebriert wurde. Wiederum andere Historiker behaupten allerdings, dieses Ereignis hätte am nahe gelegenen Plazoleta del Chorro de Quevedo stattgefunden. Obwohl sich die Lehrmeinung hier scheidet, ist zumindest eines urkundlich: Die heutige Kathedrale ist lediglich die jüngste Manifestation einer ganzen Abfolge von Kirchen, die hier einmal gestanden haben, doch immer wieder durch Erdbeben, Feuer oder schlecht angelegte Fundamente zerstört wurden. Der Bau der Catedral Primada begann 1807 und wurde erst 1823 abgeschlossen, was auch den neoklassizistischen Baustil hinreichend erklärt. Im Gegensatz zu vielen anderen kleineren Gotteshäusern in der Altstadt kann die Kathedrale als größte Kirche Bogotás jedoch nur mit wenigen Kunstschätzen aufwarten. Ihr alleiniger Trumpf ist ihre beeindruckende Fassade. Im Inneren befindet sich in einer Nebenkapelle jedoch der Sarkophag des spanischen Konquistadoren und Gründers Bogotás, Jiménez de Quesada.

6. Nationalmuseum

Das El Panóptico, ein kurioser, im Grundriss wie ein griechisches Kreuz angelegter Gebäudekomplex, wurde 1874 von einem englischen Architekten als das Zentralgefängnis der Stadt erbaut. Diesem Zweck kam der Bau auch bis weit ins 20. Jahrhundert nach. Heute beherbergt er jedoch das Kolumbianische Nationalmuseum. Das Erdgeschoss widmet sich präkolumbianischer Geschichte, die durch interessante, chronologisch geordnete Ausstellungsstücke dokumentiert wird, einschließlich grusliger, bis zu 1.500 Jahre alter indianischer Mumien. In den oberen Stockwerken setzt sich die Zeitreise durch Kolumbiens Geschichte über die Kolonialzeit bis in die jüngste Vergangenheit hin fort. Bizarr ist der Umstand, dass die ehemaligen Gefängniszellen weitgehend erhalten wurden und man so die Exponate durch die originalen Fenster- und Türgitter begutachtet.

7. Simón Bolívar Residenz (Quinta de Bolívar)

Am Fuß des Stadthügels Cerro de Monserrate liegt die reizvolle ehemalige Residenz des Nationalhelden Simón Bolívar (1783 – 1830). Das nicht überschwänglich luxuriöse Gebäude wurde 1800 von einem Privatmann erbaut und die Stadt schenkte es Bolívar sodann 1820 zum Dank für seine Dienste; er verbrachte im Verlauf der nächsten neun Jahre jedoch insgesamt nur 423 Tage in der Villa. Die Ausstellung umfasst neben der originalen Einrichtung und Möbel Bolívars auch sein Schwert, das er in etlichen Schlachten gegen die Spanier führte. Nach Bolívars Tod fungierte das Gebäude viele Jahre lang als Sanatorium für Patienten mit psychischen Krankheiten, bevor es schließlich in ein Museum umgewandelt wurde.

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8. Museum des 19. Jahrhunderts (Museo del Siglo XIX)

Viele Museen Bogotás legen ihren Schwerpunkt vor allem auf die spanische Kolonialzeit. Das ist auf der einen Seite zwar verständlich, denn immerhin dauerte diese fast 300 Jahre lang an, auf der anderen Seite möchten Geschichtsinteressierte auch etwas über die unmittelbare Zeit nach der Unabhängigkeit Kolumbiens als Republik erfahren – und genau dafür ist dieses exzellente Museum wie geschaffen. In einem kurz nach der Unabhängigkeit errichteten Wohnhaus untergebracht, verschafft es anhand seiner kuriosen Ausstellung einen Einblick in das bürgerliche Leben des 19. Jahrhunderts. Neben einer Sammlung an Korsagen, Miedern, Überröcken sowie unbequemen Schnürstiefeln für die feinen Damen der Gesellschaft darf man sich auch an männlichen Garderobenstücken sattsehen, die gleichermaßen steif wirken. Hinzu kommen Gegenstände wie die damals allgegenwärtigen Spucknäpfe, und ein Blick in die sogenannte „Geheimkammer“ (d.h. die Toilette) lässt einen das moderne Wasserklosett wertschätzen. Puppenliebhaber werden hier ebenfalls jubilieren, denn das Museum enthält auch eine 3.000 Stücke umfassende Puppensammlung.

9. Polizeigeschichtliches Museum (Museo Histórico Policía)

Das Museum behandelt die Geschichte seines Landes sowie das Thema Polizeitgewalt auf mündige, erwachsene, räsonierte Weise, anstatt sie als Tabus unter den Teppich zu kehren. Untergebracht ist es im 1923 erbauten ehemaligen Polizeihauptquartier; der interessanteste Teil der Ausstellung beschäftigt sich dabei mit dem 1993 verstorbenen Drogenbaron Pablo Escobar. Unter anderem gibt es sein geliebtes klassisches Harley Davidson Motorrad zu besichtigen sowie seine persönliche Bernadelli Pistole, die der Gangster seinerzeit zynisch als „meine zweite Ehefrau“ zu bezeichnen pflegte.

10. Ceviche – man hasst es oder liebt es!

In ganz Südamerika ist Ceviche einer der populärsten Snacks – und das trifft auch für Kolumbien zu. Als Ceviche bezeichnet man eine Mischung aus klein geschnittenen rohen Meeresfrüchten (einschließlich Fisch, Oktopus, Muscheln und Scampi), die mehrere Stunden lang in Zitronensaft mariniert und sodann portionsweise in Becher oder flache Schalen abgefüllt serviert werden. Dank moderner Transport- und Kühlmethoden sind frische Meeresfrüchte vom Pazifik und der Karibik heute auch überall in Bogotá spottbillig erhältlich und man sollte sich das oft am Straßenrand von Imbissbuden verkaufte Gericht wenigstens einmal gönnen, anstatt es gleich von Anfang an abzulehnen. So mancher entdeckt dabei eine neue kulinarische Vorliebe – wiederum andere werden beim dem einen Versuch bleiben und Ceviche für immer aus ihrem Speiseplan verbannen. Aber keine Sorge, den Einheimischen ergeht es nicht anders – nicht jeder Kolumbianer ist auch automatisch ein eingeschworener Ceviche-Fan.

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