COVID-19 (Coronavirus) kann deine Reisepläne beeinträchtigen. Egal, wohin deine Reise geht, hier findest du die neuesten Reisehinweise.

Reisetipps, Infos & Inspiration Reiseinspirationen Die 10 besten Sehenswürdigkeiten von Budapest

Alle Artikel

Die 10 besten Sehenswürdigkeiten von Budapest

Budapest gehört zu den 20 meistbesuchten Städten Europas und das verwundert einen, denn Ungarns bezaubernde Hauptstadt hat eine unwahrscheinliche Fülle an Sehenswertem zu bieten.

Die Keimzelle des heutigen Budapest war ein im Jahr 89 errichtetes römisches Feldlager. Schon bald entwickelte sich daraus aber die Siedlung Aquincum, welche ab dem Jahr 296 Hauptstadt der römischen Provinz Pannonia wurde. Das heutige Stadtgebilde Budapest existiert aber eigentlich erst seit dem Jahr 1873, als die Habsburger die damals selbständigen Städte Buda und Óbuda (auf dem rechten Donauufer) sowie Pest (am linken Ufer) zu Budapest zusammenschlossen. Es war auch erst während der k.u.k. Doppelmonarchie, als die Entwicklung Budapests wesentlich voranschritt und die meisten der Monumentalbauten entstanden, wie beispielsweise das Parlamentsgebäude.

1. Burgviertel und Burgpalast – Buda

Fischerbastei Budapest

Auf einer Anhöhe über der Donau entwickelte sich ab dem 12. Jahrhundert die mit Wehrmauern umfasste Stadt Buda, welche heute als Teil des modernen Budapest neben mittelalterlichen Wohnhäusern und Kirchen auch einige wichtige Museen enthält. Der gesamte Südteil des Burgviertels wird dabei vom sogenannten Burgpalast eingenommen, ein Schloss, welches dereinst sowohl als Budas Zitadelle als auch Residenz der ungarischen Könige diente. Die erhaltene Baustruktur geht aufgrund wiederholter Zerstörungen jedoch überwiegend auf das 17. und 18. Jahrhundert zurück. Die berühmteste Sehenswürdigkeit des Burgviertels ist allerdings die vor dem Burgpalast liegende Fischerbastei, von der aus man einen spektakulären Blick über die Donau und Pest genießt. Fälschlich wird von der Bastei oft angenommen, sie wäre Teil der originalen mittelalterlichen Befestigung Budas. In Wirklichkeit wurde sie jedoch erst zwischen 1895 und 1902 im Stil romantisierter Vorstellungen des Mittelalters erbaut.

2. Parlamentsgebäude

Parlamentsgebäude Budapest

Der spektakuläre neogotische Mammutbau direkt am Donauufer könnte ohne Weiteres für ein Königsschloss gehalten werden. Allerdings handelt es sich tatsächlich um das während der Habsburger Doppelmonarchie errichtete Parlamentsgebäude. Eingeweiht 1886 anlässlich des tausendjährigen Jubiläums der Gründung Ungarns, gilt es mit seinen 691 Räumlichkeiten und gut 19 Kilometern an Korridoren als das drittgrößte Parlamentsgebäude der Welt nach den Houses of Parliament in London und dem Capitol in Washington. Wenn die ungarische Nationalversammlung nicht tagt, kann man an etwa 45 Minuten dauernden Führungen teilnehmen und die, der Fassade in ihrer Pracht in keiner Weise nachstehenden, Hallen und Räume im Inneren besichtigen.

Findet hier passende Angebote für günstige Hotels in Budapest!

3. Ungarisches Nationalmuseum

Bereits 1802 gegründet, zog das Ungarische Nationalmuseum jedoch erst 1847 in das eigens erbaute, einem antiken Tempel gleichende Monumentalgebäude um, welches in zwei gepflegte Gartenanlagen eingebettet ist, die zum Verweilen einladen. Besonders eindrucksvoll ist die imposante Eingangshalle mit ihren korinthischen Säulen und dem mit Marmorskulpturen geschmückten Flachgiebel. In der Ausstellung kann man die Geschichte der menschlichen Besiedelung Ungarns von der Altsteinzeit bis ins Spätmittelalter anschaulich mitverfolgen. Der Höhepunkt eines Besuchs sind natürlich die unschätzbar wertvollen ungarischen Kronjuwelen, einschließlich der fast mystischen St. Stephanskrone. Eine Kuriosität für Liebhaber klassischer Musik: Der Konzertflügel Ludwig van Beethovens, welcher nach dessen Tod von Ungarns eigenem Meisterkomponisten Franz Liszt erworben wurde.

4. Margareteninsel

Gut zweieinhalb Kilometer lang, jedoch nur etwa 500 Meter breit, war die natürlich entstandene Margareteninsel seit frühester Zeit besiedelt, was archäologische Ausgrabungen bezeugten. Im Mittelalter beherbergte sie ein Dominikanerkloster, dessen Ruinen man besichtigen kann. In ihm lebte zeitweilig als Nonne auch St. Margarete, Tochter des ungarischen Königs Bela IV, nach der die Insel benannt wurde. Mehrere Thermalquellen, die auf ihr entspringen, waren bereits bei den Römern wegen ihrer therapeutischen Qualitäten beliebt. Heute kann man das Palatinus-Bad aufsuchen und es den Römern gleichtun. Wem nicht nach Baden zumute ist, der kann durch die ausgedehnten Parkanlagen spazieren, die fast die gesamte Insel einnehmen, einschließlich dem hübsch angelegten Rosengarten.

Nicht sicher, was ihr von eurem Ungarnurlaub als Souvenir mitbringen könnt? Dann lest hier weiter: Zollbestimmungen: Welche Einfuhrregelungen gelten innerhalb der EU?

5. Kettenbrücke

Kettenbrücke Budapest

Zusammen mit dem Parlamentsgebäude ist die Kettenbrücke sicherlich das weltweit bekannteste Wahrzeichen Budapests. Erbaut von 1839 bis 1849 auf Anregung des Reformers Graf István Széchenyi hin, gilt sie als die älteste der insgesamt neun Donaubrücken der ungarischen Hauptstadt. Als Hängebrücke konstruiert, erhält sie ihren Namen von den beiden mächtigen Eisenketten, die links und rechts über zwei massive, triumphbogenähnliche Pylone (Pfeilertore) gespannt über die gesamten 375 Meter des Brückenkörpers verlaufen. Im Januar 1945 wurde die Brücke von der abziehenden deutschen Armee gesprengt, nach Ende des Zweiten Weltkrieges jedoch wieder rekonstruiert. Die Wiedereröffnung erfolgte am 21. November 1949. Der Brückenkopf auf der Pester Seite wird von zwei gigantischen Skulpturen zweier auf hohen Podesten liegender Löwen flankiert, denen kurioserweise die Zungen fehlen. Fragt doch mal Einheimische nach dem Grund dafür – es gibt einige interessante Mythen darüber.

6. Heldenplatz mit Jahrtausend-Denkmal

Heldenplatz mit Jahrtausend-Denkmal Budapest

Der österreichische Architekt Albert Schickedanz, der auch für das Museum der Feinen Kunst verantwortlich ist, entwarf auch dieses wohl schönste Denkmal Budapests. In seinem Zentrum erhebt sich eine 36 Meter hohe Säule, auf deren Spitze eine Statue des Erzengels Gabriel die Flügel ausbreitet. Die Säule steht auf einem Sockel, den sechs lebensgroße Reiterstandbilder aus Bronze schmücken. Sie repräsentieren den magyarischen König Árpád und seine Gefolgsleute. Eingefasst ist die Säule von zwei Säulenkolonnaden, die zusammen ein Halbrund bilden. Zwischen den einzelnen Säulen stehen Statuen verschiedener ungarischer Herrscher – die Helden, die dem Platz seinen Namen verleihen. Als Jahrtausend-Denkmal ist das Monument bekannt, da es zur Eintausend-Jahr-Feier der Gründung Ungarns 1886 eingeweiht wurde. Vor dem Denkmal befindet sich das Ehrengrab des Unbekannten Soldaten.

Auch Budapests Umland ist sehenswert. Findet hier Mietwagen!

7. Andrássy út – Budapests historischer Boulevard

Schon in der k.u.k.-Zeit war Andrássy út (Andreasstraße) der Prachtboulevard Budapests schlechthin. Im Jahr 1876 angelegt, zieht er sich fast zweieinhalb Kilometer lang vom Heldenplatz bis zum Elisabethenplatz quer durch das historische Zentrum des Stadtteils Pest. Der Straßenverkehr mag heute zwar chaotischer geworden sein und die Ladenzeilen moderner, doch an Magie hat die historische Straße deswegen nichts eingebüßt, was in erster Linie an der wundervollen neoklassischen Architektur liegt, welche den Boulevard zu beiden Seiten säumt. Zu den wichtigsten Kulturbauten, auf die man beim Bummeln unweigerlich stößt, zählen neben der Ungarischen Staatsoper und Musikakademie auch das Zoltán Kodály Gedächtnismuseum sowie das Ferenc Hopp Museum für Ostasiatische Kunst.

8. Museum der Feinen Kunst

Ein weiteres bombastisch wirkendes, neoklassizistisches Gebäude im Stile antiker Tempelbaukunst präsentiert sich in Form des Museums der Feinen Kunst. Entworfen wurde der Bau von dem Architekten Albert Schickedanz, der auch den Heldenplatz und dessen Denkmal entworfen hat. Die Ausstellung ist in sechs Abteilungen untergliedert: Ägyptische Kunst, Antike Kunst, die Alte Skulpturengalerie, die Alte Meistergalerie, die Moderne Kunstsammlung, sowie die Grafiksammlung. Besonders die Sammlung Alter Meister zählt zu den bedeutendsten ganz Europas und enthält Werke der spanischen, italienischen und niederländischen Schule vom 17. bis zum 19. Jahrhundert.

9. Donaupromenade

Bis zu 640 Meter breit ist die Donau auf ihrem Weg durch Budapests Innenstadt. Zu beiden Seiten (also sowohl in Pest als auch Buda) wird sie dabei von Fußgängerpromenaden gesäumt, die geradezu zu einem entspannten Spaziergang animieren, während dem man die unvergleichliche Atmosphäre – und frische Donaubrise – genüsslich in sich aufsaugen kann. Wer Lust hat, kann hier und da in einem eleganten Café oder für einen kräftigeren Happen in einem der zahlreichen Bistros und gediegenen Restaurants einkehren. Auf der Pester Seite nahe des Parlamentsgebäudes befindet sich das bedrückende „Schuhe am Donauufer“ Mahnmal. Es besteht aus 60 Paaren in Stahl gegossener Damen- und Herrenschuhe, die wie vergessen am Rande der Flusseindämmung stehen. Sie repräsentieren die Budapester Juden, die an dieser Stelle im Zweiten Weltkrieg von deutschen Besatzungstruppen erschossen wurden. Ihre Körper ließ man einfach in die Donau fallen.

10. Hotel Gellért und Thermalbad

Budapest verfügt über das ganze Stadtgebiet verteilt über etliche natürliche Thermalquellen, die von vulkanischer Aktivität tief unter der Erdoberfläche erwärmt werden. Diese Quellen waren schon den Römern bekannt, aber erst unter den Habsburgern wurde der Thermalbad-Kult so richtig ausgebaut. Das elegante Gellért Hotel wurde zwischen 1912 und 1918 errichtet – und zwar gleich von Anfang an mit einem direkt angeschlossenen Thermalbad und Spa. Auch wer im Hotel nicht als Gast unterkommt, kann jederzeit für einige wenige Euro eine Tageskarte für das Thermalbad erstehen und sich in die angenehm warmen Fluten stürzen. Wer seinem Körper noch mehr Gutes gönnen will, kann sich auch für eine Rundumbehandlung, bestehend aus Sauna, Massage und Badegängen, entscheiden. Dieses Kombipaket kostet nur unwesentlich mehr und danach fühlt man sich tatsächlich wie neu geboren.

Noch keinen Flug? Klickt für die besten Deals nach Budapest!

Hier gibt’s noch mehr Reiseideen zu spannenden europäischen Hauptstädten: