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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten von Faro

Lissabon und Porto mögen allgemein bekannter sein, doch auch Faro hat so einige äußerst interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Hier stellen wir euch die zehn besten vor!

Obwohl Faro die Hauptstadt der Algarve-Region ist, steht die Stadt in Sachen Urlaubergunst nach wie vor etwas im Schatten der populäreren Badeorte entlang der Küste. Wer jedoch etwas mehr Ruhe zu schätzen weiß und sich auch nichts aus allnächtlichem Partyrummel macht, der ist hier bestens aufgehoben und kann sich von der reichen Geschichte Faros sowie seinen vielen historischen Bauwerken verzaubern lassen. Hier erfahrt ihr, welche 10 Sehenswürdigkeiten ihr dort unbedingt besuchen solltet!

1. Kathedrale von Faro

Im Vergleich zu anderen pompösen Kirchenbauten in Portugal, wirkt die Kathedrale von Faro (port.: Sé de Faro) geradezu winzig, schlicht und unscheinbar. Dennoch wurde sie zu einem der offiziellen Nationalmonumente Portugals erklärt, was sicherlich auch auf ihre Geschichte zurückzuführen ist. Im Jahr 1540 erhob sie König João III nämlich zum offiziellen Sitz der römisch-katholischen Diözese von Faro und enthob dadurch gleichzeitig die Kathedrale im nahe gelegenen Ort Silves dieses Status‘. Außerdem ist die Kathedrale eines der ältesten noch erhaltenen Gebäude ganz Faros, das im Verlauf seiner Geschichte oft verwüstet wurde.

2. Igreja do Carmo und Beinkapelle

Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Barockkirche – offiziell Igreja Nossa Senhora do Carmo – wurde vom Karmeliterorden in Auftrag gegeben und war dereinst Teil eines Klosters. Die schaurige Hauptattraktion der Kirche ist die Capela dos Ossos (Beinkapelle), deren Innenwände über Jahrhunderte hinweg fein säuberlich mit den Gebeinen und Schädeln verstorbener Mönche verkleidet wurden. Dies geschah jedoch keineswegs in Erwartung eines zukünftigen Touristenansturms – vielmehr sollten die Toten so geehrt werden. Außerdem dienten die kunstvoll aufgeschichteten Gebeine als zugegebenermaßen reichlich anschauliche Erinnerung daran, wie vergänglich das irdische Leben ist.

3. Arco da Vila Stadttor

In der Übergangszeit zwischen Barock und Neoklassizismus entstand 1812 dieses reizvolle Eingangstor in die historische Altstadt Faros. In Auftrag gegeben von Bischof Francisco Gomes do Avelar, ersetzte es ein in Ruinen gefallenes mittelalterliches Stadttor. Heute ist im Inneren des Tordurchbruchs auch noch ein halbbogenförmiges, aus der maurischen Besetzung Faros stammendes, Portal zu sehen, das in den neuen Torbau integriert wurde. In der Mitte der Außenfassade des Arco da Vila ist eine in Italien angefertigte Marmorstatue von Thomas von Aquinas zu sehen, dem Schutzheiligen Faros. Zusammen mit der Kathedrale ist das Stadttor ein weiteres portugiesisches Nationalmonument, wodurch Faro also insgesamt zwei dieser nationalen Denkmäler besitzt.

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4. Archäologisches Museum (Museu Arqueologico)

Das ehemalige, im 16 Jahrhundert entstandene Kloster Nossa Senhora da Assunção beherbergt heute das archäologische Museum der Stadt. Von der Bausubstanz des Klosters selbst ist vor allen Dingen der romantische zeitgenössische Kreuzgang besonders hervorzuheben. Die Ausstellungstücke des Museums zeichnen wiederum die Entwicklung Faros und der umgebenden Region nach, die schon in der Bronzezeit mit den Phöniziern begann. Bemerkenswert sind aber vor allem die Funde aus den römischen Ruinen von Milreu, circa 7 Kilometer nördlich von Faro. Dort befand sich dereinst ein römisches Landgut mit Villa und die von dort geborgenen Fundstücke umfassen unter anderem kunstvoll gefertigte Bodenmosaike, aber auch Marmorskulpturen und Wandverzierungen. Wer die Zeit hat, kann auch noch die archäologische Stätte von Milreu besuchen. Neben den Überresten der herrschaftlichen Villa und der Bewirtschaftungsgebäude wurden überdies zwei Mausoleen freigelegt, die offenbar ebenfalls zu dem Landgut gehörten.

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5. Ria Formosa Naturpark (Parque Natural da Ria Formosa)

Nur wenige Kilometer südlich von Faro erstreckt sich auf einer Küstenlänge von rund 60 Kilometern eines der schönsten Naturschutzgebiete Europas. Der Ria Formosa Naturpark besteht im Wesentlichen aus einer Lagune, einem Küstenstreifen des Festlandes sowie einer Kette von sechs langgestreckten, durch Priele voneinander abgetrennten Inseln, welche die Lagune vom Meer abgrenzen. Diese Lagunenlandschaft entstand erst infolge des schweren Erdbebens von 1755, das auch Faro verwüstete. Der heutige Naturpark umfasst eine Gesamtfläche von 170 Quadratkilometern, wovon 83,5 Quadratkilometer auf die eigentliche Lagune entfallen. Der naturgeschützte Park beheimatet eine Vielzahl von Vogelarten, darunter auch zwanzig Wattvogelarten. Auch Zugvögeln dient Ra Formosa als Raststation auf ihrer langen alljährlichen Reise.

6. Insel Culatra und Kap von Santa Maria (Ilha da Culatra e Cabo do Santa Maria)

Insel Culatra und Kap von Santa Maria

Eine der Inseln, welche die Lagune von Ria Formosa vom Meer abtrennen, ist Culatra. Rund sieben Kilometer lang und durchschnittlich nur etwas mehr als einen Kilometer breit, ist sie wie ihre Nachbarn ein sehr flaches, aus Sand und Dünen aufgeworfenes Eiland. Sie hat eine ständige Bevölkerung von etwa tausend Menschen, die sich auf drei kleine Siedlungen verteilen. Es befinden sich keine Hotels auf Culatra, aber man kann im Zuge eines „Home Stay“ bei manchen Familien privat unterkommen. Am Westende der Insel liegt das etwas hochtrabend benannte „Kap von Santa Maria“, welches im Grunde genommen aber auch nicht viel höher gelegen ist als der Rest des Eilandes auch. Dort steht als markantestes Bauwerk Culatras ein schneeweiß getünchter, wegen seiner ungewöhnlichen Längsverstrebung einem überdimensionalen Schachtelhalm gleichender Leuchtturm. Er wurde trotz seiner durchaus sehr modern anmutenden Architektur aber bereits 1851 erbaut und ist 47 Meter hoch.

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7. Burg von Silves (Castelo de Silves)

Ein von Faro aus sehr einfach zu unternehmender Tagesausflug führt in nordnordwestlicher Richtung landeinwärts in die kleine Stadt Silves. Dort erblickt man auf einer Anhöhe über der Stadt thronend die Burg, eine der am besten erhaltenen maurischen Befestigungsanlagen ganz Portugals. Mit dem Bau wurde bereits im 8. Jahrhundert auf den Grundmauern einer früheren römischen oder westgotischen Anlage begonnen. Die Burg wurde von den Mauren bis zum Ende des 12. Jahrhunderts dann aber immer wieder erweitert und ausgebaut. Erst gegen Mitte des 13. Jahrhunderts gelang es den Portugiesen während der Regentschaft von König Alfonso III schließlich, die Anlage endgültig zu erobern und die Mauren zu vertreiben.

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8. Kathedrale von Silves (Sé de Silves)

Wer sich wegen der Burg (siehe oben) sowieso bereits in Silves aufhält, kann im Zuge seines Ausflugs auch gleich noch der ansehnlichen Kathedrale der Stadt einen Besuch abstatten. Sie gilt als der bedeutendste gotische Kirchenbau der Algarve-Region. Wann mit ihrem Bau definitiv begonnen wurde, ist jedoch nicht eindeutig klar. Manche Historiker und Archäologen sind der Auffassung, dass es kurz nach der Eroberung Faros und Silves durch König Alfonso III gewesen sein muss, was spätestens im Jahr 1242 der Fall war. Wie viele andere Bauwerke der Gegend, so wurde auch die Kathedrale von Silves mehrmals erheblich durch Erdbeben beschädigt, zuletzt im Jahr 1755. Bei ihrer Reparatur wurden der gotischen Grundstruktur deswegen viele barocke Elemente hinzugefügt. Diese wurde im 20. Jahrhundert durch Restauratoren allerdings wieder weitgehend entfernt, um der Kathedrale so wieder ein ursprünglicheres mittelalterlich-gotisches „Gesicht“ zu verleihen.

9. Regionalmuseum der Algarve (Museu Regional Do Algarve)

An der Praça da Liberdade (Freiheitsplatz) ist in einem neoklassizistischen Stadthaus dieses privat betriebene, kleine Museum untergebracht. Es widmet sich in erster Linie der Ethnografie der Algarve-Region und man kann hier anhand der Ausstellungstücke einen guten Überblick über das traditionelle Kunsthandwerk der Gegend erhalten. Kreativ sehr gelungen gestalten sich die Innenräume, die entlang der Wände in individuelle, Ladenzeilen darstellende Abteilungen gegliedert sind, komplett mit von tönernen Dachpfannen gedeckten „Dächern“. Selbst lebensgroße, in einheimische Trachten gekleidete Puppen bevölkern diese „Fischerdorfszene“.

10. Belmarço Palais (Palacete Belmarço)

Ein ziemlich ungewöhnliches – manche sagen sogar skurriles – Bauwerk befindet sich in der Rua de S. Francisco in Form des Palacete Belmarço. Den Bau mit seinem überproportional wirkenden Turm ließ sich 1912 der wohlhabende Kaufmann Manuel de Jesus Belmarço als seine persönliche – und sehr repräsentative – Stadtresidenz erbauen. Das Palais wird von vielen Kunsthistorikern als exzellentes Beispiel der Erweckungsbewegung gewürdigt, einer Unterart des Jugendstils.

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