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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten von Porto

Dank ihrer jahrtausendealten Geschichte quillt Portugals zweitgrößte Stadt vor Atmosphäre und tollen Sehenswürdigkeiten nur so über. Die zehn besten stellen wir hier vor.

Kenner von Portugal wissen die wundervolle Stadt Porto als eine der schönsten des ganzen Landes zu schätzen, hat sie doch eine äußerst reiche Geschichte sowie zahlreiche äußerst interessante historische Bauwerke und andere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wir zeigen euch, was es dort alles zu entdecken und bestaunen gibt!

1. Kathedrale von Porto (Sé do Porto)

Ohne Zweifel die wichtigste und prächtigste der vielen Kirchen Portos ist die eindrucksvolle Kathedrale, die auch Bischofssitz ist. Sie thront in exponierter Lage auf einem Hügel der Altstadt. Begonnen wurde mit ihrem Bau bereits im 12. Jahrhundert im romanischen Stil, der sich heute noch klar in den Doppeltürmen und dem Hauptschiff widerspiegelt. Ein gotischer Kreuzgang wurde im 14. Jahrhundert hinzugefügt. In der Nachfolgezeit wurde aber besonders die Außenfassade im Stil des Barock und Rokoko wesentlich umgestaltet. Auch der romanische Chor wurde im 17. Jahrhundert durch einen Neubau ersetzt.

2. Clérigos Kirche (Igreja dos Clérigos)

Diese atemberaubend schön geschmückte Barockkirche wurde zwischen 1732 und 1750 von dem italienischen Architekten Nicolau Nasoni im Auftrag der christlichen Bruderschaft Irmandade dos Clérigos Pobres erbaut. Die Besonderheit der Kirche ist der von ihr abgesetzte, also freistehende, Glockenturm im Stil der Campanile, die man auch in Oberitalien findet. Mit seinem Bau wurde aber erst 1754 (ebenfalls von Nasoni) begonnen und er wurde 1763 vollendet. Mit seinen 76 Metern ist er bis heute der höchste Kirchturm Portugals und kann gegen ein kleines Entgelt bestiegen werden.

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3. Börsenpalast (Palácio da Bolsa)

Der historische „Börsenpalast“ Portos ist genau das, was sein Name ausdrückt, nämlich ein ursprünglich als Warenbörse und Handelsgericht genutztes Gebäude, obwohl es tatsächlich wie eine Fürstenresidenz wirkt. Der neoklassizistische Bau wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf dem Gelände eines 1833 im Miguelistenkrieg zerstörten Franziskanerklosters errichtet, das abgerissen wurde. Heute wird der Börsenpalast als Konferenzzentrum genutzt, kann jedoch besichtigt werden.

4. Kirche des heiligen Franziskus (Igreja São Francisco)

Ebenfalls in der Altstadt liegt diese dem Heiligen Franziskus geweihte Kirche, die von 1383 bis 1425 erbaut wurde. Sie war dereinst Teil des Franziskanerklosters, dessen Ruine im 19. Jahrhundert dem Bau des Börsenpalastes weichen musste. Ursprünglich im gotischen Stil errichtet, wurde die Kirche im 17. und 18. Jahrhundert im Barockstil weitgehend umgebaut. Sie wird heute jedoch nicht mehr zu religiösen Zwecken genutzt, sondern dient inzwischen als kultureller Veranstaltungsort und kann besichtigt werden.

5. Café Majestic

Wie bitte? Ein Café als Sehenswürdigkeit? Immerhin wimmelt die Altstadt von Porto ja geradezu vor Kaffeehäusern. Aber das Café Majestic in der Rua de Santa Catarina Nr. 112 verdient diesen Status durchaus. Man bräuchte nicht einmal die Hausnummer, wenn man die Häuserzeile abschreitet, denn die prächtige Fassade des kleinen Cafés ist wirklich nicht zu übersehen. Das seit 1983 unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde 1916 im späten Jugendstil errichtet und 1921 zog hier das Café ein. Es wurde schon bald zum bevorzugten „Hang-out“ von Intellektuellen und Künstlern. Die Inneneinrichtung mit ihren reich verzierten Stuckwänden und –decken, den Kronleuchtern, dem im hinteren Teil liegenden Spiegelsaal und selbst das Mobiliar – alles stammt aus den 1920er-Jahren und sorgt so für eine unvergleichliche Atmosphäre, während man genüsslich einen köstlichen Kaffee und vielleicht auch noch ein Stück portugiesischen Kuchens zu sich nimmt. Übrigens soll auch JK Rowling die Anfangskapitel ihres ersten Harry Potter-Romans hier im Majestic zu Papier gebracht haben.

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6. São Bento Bahnhof (Estação Ferroviária de São Bento)

Ein Café hatten wir bereits als Sehenswürdigkeit; nun geht es im ungewöhnlichen Reigen weiter mit einem Bahnhof. Bahnhöfe sind normalerweise ziemlich nüchterne Angelegenheiten, aber schließlich sind wir hier in Porto. An der Praça de Almeida Garrett liegt der Bahnhof Porto São Bento, der 1916 seinen Betrieb aufnahm. Der aus Porto stammende Architekt José Marques da Silva ließ seine ganze Kunst walten und erstellte einen U-förmigen Komplex im besten Jugendstil. Die wirkliche Attraktion ist jedoch die Vorhalle des Bahnhofs, für deren Ausschmückung der Künstler Jorge Colaço beauftragt wurde. Er entwarf die Motive für die berühmten wetterfesten, Azulejos genannten Keramikkacheln, die so typisch für Portugal sind. Für den Bahnhof entschied er sich für historische Motive aus der Geschichte des Landes. Unter anderem wird auf ihnen Infante D. Henrique bei der Eroberung der Ceutas dargestellt, genauso die Heirat König Joãos I. mit Filipa de Lencastre und viele weitere Szenen.

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7. Soares dos Reis Nationalmuseum (Museu Nacional de Soares dos Reis)

Es ist kein leichtes Unterfangen, aus den vielen interessanten Museen Portos ein bestimmtes auszuwählen, doch wer sich für neuzeitliche portugiesische Kunst interessiert, sollte auf jeden Fall dem nach dem Bildhauer António Soares dos Reis benannten Museum einen Besuch abstatten. Untergebracht ist es seit 1942 in dem neoklassizistischen Palácio dos Carrancas und es verfügt über eine atemberaubende Sammlung aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Bewundern kann man unter anderem Werke der Maler Marques de Oliveira, Henrique Pousão, Domingos Sequeira, Augusto Roquemont, Vieira Portuense und Miguel Ângelo Lupi, um nur einige wenige zu nennen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Skulpturen portugiesischer Bildhauer, wie beispielsweise António Teixeira Lopes, Augusto Santo und natürlich des, dem Museum den Namen verleihenden, António Soares dos Reis.

8. Festung von São Francisco Xavier (Forte de São Francisco Xavier)

Porto war in der Blütezeit des Königreichs Portugal eine äußerst wichtige Hafenstadt, durch die ein Großteil des Warenumschlags aus Portugals zahlreichen Überseekolonien in Südamerika, Asien und Afrika lief. In der Tat bedeutet der Stadtname Porto ganz einfach „Hafen“. Zum Schutz des Handelshafens und der Stadt ließ man deswegen starke Befestigungsanlagen und Forts erbauen. Viele dieser Anlagen sind inzwischen verschwunden, aber einen guten Eindruck von deren Wehrhaftigkeit erhält bei einem Besuch des noch erhaltenen Forte de São Francisco Xavier. Die verhältnismäßig kleine Anlage diente in erster Linie als Artilleriebastion und liegt etwas außerhalb der Stadt, direkt an der Küste zwischen den Mündungen des Douro und des Rio Leça. Mit einem Taxi ist sie jedoch bequem zu erreichen und kann auch von innen besichtigt werden.

9. Portwein-Museum (Museu do Vinho do Porto)

Wer sich schon in Porto aufhält, sollte auch unbedingt mehr über die Geschichte seines berühmtesten Handelsguts erfahren – den Portwein. Das Portwein-Museum der Stadt wurde erst 2004 eröffnet und ist stilecht direkt am Ufer des Douro in einem mehrstöckigen, aus dem 18. Jahrhundert stammenden Portwein-Lagerhaus untergebracht. Anhand der interessanten Exponate erfährt man, wie Portwein überhaupt hergestellt wird und welch wichtige Rolle er bei der Entwicklung der Stadt spielte. Im Museumsladen kann man sich nach dem Besuch überdies die eine oder andere Flasche kaufen und mit nachhause nehmen. Doch Vorsicht: Portwein ist ein sogenannter aufgespriteter Wein, also sehr gehaltvoll!

10. Kirche des heiligen Ildefonso (Igreja de Santo Ildefonso)

Porto führt nicht umsonst den Beinamen „Stadt der Barockkirchen“. Auch in der Nähe des Batalha Platzes in der Altstadt kann man dank der Igreja de Santo Ildefonso ein weiteres Beispiel dieser ungezügelten Kirchenbaulust entdecken. Fertiggestellt im Jahr 1739 weist sie dabei einen interessanten frühen Barockstil auf, in dem auch noch Elemente des vorangegangenen Renaissancestils zu erkennen sind. Gewidmet wurde die Igreja de Santo Ildefonso dem Ildephonsus von Toledo, einem frühchristlichen Bischof. Ihre Fassade wurde 1932 mit mehr als 11.000 Azulejo-Kacheln überzogen, die von Jorge Colaço geschaffen wurden, welcher auch schon bei der Ausschmückung der Vorhalle des Bahnhofs Porto São Bento Hand angelegt hatte.

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