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Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten von Kuala Lumpur

Kuala Lumpur verbindet Tradition und Moderne auf ganz besondere Art – in unserem Artikel verraten wir euch, was ihr dort auf jeden Fall tun und sehen solltet!

Oft nur einfach „KL“ genannt, ist Kuala Lumpur die Bundeshauptstadt und mit ihren rund 1,8 Millionen Einwohnern zugleich auch größte Stadt Malaysias. Erst 1859 in einem Sumpfgebiet, an dem sich zwei Flüsse trafen, gegründet, bedeutet ihr Name übersetzt haargenau das, nämlich „sumpfiger Zusammenfluss“. Obwohl die Stadt besonders im Verlauf der vergangenen zwei Jahrzehnte erstaunlich modernisiert wurde, haben sich viele aus der britischen Kolonialzeit stammenden Bauwerke und Denkmäler erhalten. Dies verleiht Kuala Lumpur eine interessante Mischung aus Altem und supermodernem Neuen. Hier sind die besten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

1. Petronas Towers

Das absolute Symbol von Malaysias Drang in die Neuzeit ist ohne Zweifel der zwei silbernen Weltraumraketen gleichende „doppelte Wolkenkratzer“ Petronas Towers mit seiner markanten Verbindungsbrücke in luftiger Höhe. Jeder der beiden bereits 1998 fertig gestellten Türme ist fast 452 Meter hoch und hat jeweils 88 Stockwerke. Entworfen wurde das bis heute höchste Bauwerk des Landes von dem argentinischen Architekten César Pelli als das neue Hauptquartier der staatlichen Ölfirma Petronas. Tickets für die mehrmals täglich stattfinden Führungen, die auch die „Skybridge“ im 41. Stock sowie die Aussichtsplattform im 86. Stock mit einschließen, sind auf insgesamt 1.500 Karten pro Tag begrenzt. Deshalb ist es ratsam, sich sein persönliches Ticket am besten online zu reservieren – und zwar schon einige Tage im Voraus.

2. Menara Kuala Lumpur

Durch eine optische Illusion wirkt der Menara Kuala Lumpur (Kuala Lumpur Fernsehturm) um einiges höher als die gleich daneben aufragenden Petronas Towers. Das liegt daran, dass er auf der Kuppe des dicht bewaldeten Nanas Hügels errichtet wurde. In Wirklichkeit ist er mit seinen 421 Metern Gesamthöhe jedoch gute 31 Meter niedriger als das benachbarte Bauwerk. Er verfügt über gleich zwei Aussichtsdecks, ein eingeglastes in 276 Metern Höhe und ein offenes in 300 Metern (das aber nur bei gutem Wetter zugänglich ist). Zwischen den beiden Decks befindet sich zudem ein rotierendes Restaurant, so dass man beim Speisen einen 360-Grad Panoramaausblick quasi als „Gratiszugabe“ erhält.

3. Nationalmuseum

Das ausgezeichnet kurierte Nationalmuseum bietet einen lehrreichen Schnellkurs in Malaysias mehrere Jahrtausende alter Geschichte. Die Exponate sind chronologisch geordnet und beginnen mit archäologischen Artefakten aus verschiedenen Neusteinzeit- und Bronzezeitkulturen, welche dereinst die Region bevölkerten. Eine große Sektion ist den unterschiedlichen malaiischen Königreichen und Fürstentümern gewidmet, in welchen sich schließlich der Islam ausbreitete, der das Land bis heute dominiert. Zwei Nebenausstellungen beschäftigen sich mit den „Orang Asli“, den Ureinwohnern der malaiischen Halbinseln, von denen bis heute einige Stämme im zentralen Hochland überlebt haben, sowie der Kultur der Dayak in Sarawak, dem Ostteils Malaysias auf der Insel Borneo.

4. Unabhängigkeitsplatz (Dataran Merdeka)

Es war auf diesem weitläufigen Platz im Zentrum des alten Stadtkerns, wo um Punkt Mitternacht am 31. August 1957 die britische Flagge ein letztes Mal eingeholt und die brandneue malaysische Flagge zum allerersten Mal gehisst wurde und damit die Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien besiegelte. Der Platz selber wurde jedoch bereits 1884 als Sportplatz des angrenzenden Royal Selangor Club eingerichtet, auf dem vor allem Polo und Cricket gespielt wurde. Die Stelle des originalen Flaggenmastes wird heute durch eine runde Platte aus schwarzem Marmor markiert. Nicht weit davon erhebt sich ein neuer, 95 Meter hoher Mast, an dem die Nationalflagge stolzer denn je flattert.

5. Sri Mariamman Tempel

Das moderne Malaysia ist quintessentiell ein Staat vieler Religionen. Neben den die Mehrheit der Bevölkerung ausmachenden moslimischen Malaien stellen hinduistische Inder und taoistische Chinesen die beiden nächstgrößten Religionsgemeinschaften. Der hinduistische Sri Mariamman Tempel ist der älteste seiner Art in Kuala Lumpurund wurde 1873 zu Ehren der südindischen Muttergöttin Mariamman (auch: Parvati) eingeweiht. Ihr vielbesuchter Schrein befindet sich am hinteren Ende des Tempelkomplexes. Die Fassade des Tempels ist vollständig von farbenfroh bemalten Stuckreliefs und Statuen einer Vielzahl von Gottheiten und Halbgottheiten in unterschiedlichen Posen bedeckt, was für sensationelle Erinnerungsfotos sorgt.

6. Nationalmoschee (Masjid Negara)

Moscheen finden sich überall im Stadtgebiet von Kuala Lumpur, doch wenn man bei einem zeitlich begrenzten Aufenthalt eine Auswahl treffen muss, sollte man sicherlich die Nationalmoschee in seine Besichtigungsliste mit aufnehmen. Sie wurde zwar erst in den 1960er-Jahren erbaut, doch ihre Lage inmitten der fabelhaften Lake Gardens (des früherenPrivatparks der britischen Gouverneure) ist unschlagbar. Das einer berühmten historischen Moschee in Mekka nachempfundene Bauwerk ist absolut gigantisch und bietet 18.000 Gläubigen gleichzeitig Platz. Von dem 74 Meter hohen Minarett, dem höchsten Malaysias, erschallt fünfmal täglich der Ruf des Muezzins. Besichtigt werden kann die Moschee außerhalb der festgelegten Gebetszeiten und am Eingang werden lange Roben vergeben, falls man etwas zu freizügig gekleidet ist.

7. Kampung Baru

Um Unruhen vorzubeugen, schufen die britischen Kolonialherren dereinst segregierte Wohnbezirke für Malaien, Inder und Chinesen. Das Gebiet des heutigen Kampung Baru war den Malaien zugewiesen. „Kampung“ ist das einheimische Wort für „Gemeinde“. Der Distrikt hat sich weitgehend unverändert erhalten und verschafft mit seinen blitzsauber gehaltenen und auf Stelzen erbauten Holzhäusern, den Zeilen kleiner Krämerläden, dem gelegentlichen Teehaus und etlichen Moscheen einen Eindruck traditioneller malaiischer Kultur. Ähnliche Gemeinden finden sich zwar überall im Land, vor allem entlang der Ostküste, doch in der sich rasant modernisierenden Hauptstadt wirkt der Bezirk wie eine Zeitkapsel.

8. Sultan Abdul Samad Gebäude

Das mit Abstand eindrucksvolle der an den Unabhängigkeitsplatz (siehe oben) angrenzenden historischen Gebäude wurde 1897 als Amtssitz der Kolonialverwaltung erbaut. Es beherbergt heute das Ministerium für Information, Kommunikation und Kultur – oder auf gut Deutsch das Propagandaministerium, wenn man so will. Der britische Architekt A. C. Norman wurde bei seinem Entwurf vom Mogul-Stil Nordindiens inspiriert, was sich vor allem in den Rundbogenarkaden und Kuppeltürmen manifestiert. Das herausstechende Baumerkmal ist allerdings der 41 Meter hohe Uhrturm, dessen Uhr, so scherte man damals, „stets nur britische Zeit“ anzeige. Am schönsten ist das ohnehin schon sehr elegante Gebäude am Abend, wenn es effektvoll beleuchtet wird.

9. Thean Hou Tempel

Man braucht wahrlich kein Architekturexperte zu sein, um dieses Bauwerk auf den allerersten Blick als chinesisch zu identifizieren. Der Thean Hou Tempel wurde zwar erst 1989 eingeweiht, doch dies tut seiner farbenfrohen und verspielten Schönheit keinerlei Abbruch. Der himmlischen Mutter Thean Hou gewidmet, dient er wie praktisch alle chinesischen Tempel nicht nur als religiöse Stätte, sondern auch als Gemeindezentrum und Veranstaltungsort für Hochzeiten und andere Festlichkeiten. Seine Lage auf einem Hügel und der Umstand, dass man seine mehrstöckigen Türme mit den typischen chinesischen Pagodendächern besteigen kann, machen ihn außerdem zu einem beliebten Aussichtspunkt.

10. Königliches Museum (Royal Museum)

Dieses imposante, palastähnliche Gebäude inmitten der malerischen Lake Gardens wurde 1928 von einem reichen chinesischen Geschäftsmann als seine Familienresidenz erbaut. Während des 2. Weltkrieges wurde es von der Kaiserlich japanischen Armee requiriert und zur Offiziersmesse umfunktioniert. Nach der Unabhängigkeit Malaysias wurde es 1957 zum Königsplast für den Monarchen des jungen Staates. Am Rande bemerkt: Malaysia ist das einzige Land auf der Welt, das eine Wahlmonarchie unterhält. Alle fünf Jahre wird aus der Mitte der malaiischen Sultane ein neuer König gewählt, der dieses Amt sodann ebenso viele Jahre ausübt bevor er es an seinen Nachfolger weiterreicht. Doch nun zurück zum eigentlichen Thema: Im Jahr 2011 zog der König in einen neu erbauten Palast im Norden der Stadt um, woraufhin die bisherige Residenz zum jetzigen Königlichen Museum erklärt wurde. Das Innendekor und die Ausstattung wurden genauso erhalten wie beim Auszug des Monarchen. Besichtigt werden können neben dem ehemaligen Thronsaal unter anderem auch Warteräume und Audienzzimmer, sowie natürlich die Privatgemächer der königlichen Familie.

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