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Tempel-Besuch: Die 10 schönsten Schreine und Tempel in Japan

Eines der größten Wunder Japans sind seine faszinierenden Tempel und Schreine – wir stellen euch die 10 schönsten des Landes vor!

Kaum ein Land sonst steht so sehr zwischen Tradition und Moderne wie Japan, und so gehören eindrucksvolle Wolkenkratzer und leuchtende Reklamen genauso zum Stadtbild der meisten japanischen Großstädte wie uralte Tempelanlagen und mystisch anmutende Schreine. In unserem Artikel werfen wir einen Blick auf die 10 schönsten darunter!

1. Meiji-Schrein, Tokio

Den Anfang macht der wohl bekannteste Schrein des ganzen Landes der aufgehenden Sonne: der Meiji-Schrein in Tokio. Gelegen im Stadtteil Shibuya, also mitten in der Innenstadt Tokios, ist er dem ehemaligen gleichnamigen Tennō und seiner Frau gewidmet, zu deren jeweiligen Geburts- bzw. Todestagen auch spezielle Zeremonien im Tempel abgehalten werden. Der Meiji-Schrein ist ein Shintō-Schrein und besticht auch abseits der zahlreichen Feste, die hier jährlich stattfinden, mit seiner besonderen Atmosphäre. Erreicht werden kann der Schrein ganz einfach vom Bahnhof Harajuku aus; der Zugang ist prinzipiell gratis, nur für den inneren Garten werden 500 Yen Eintritt verlangt.

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2. Sensô-ji & Asakusa-Schrein, Tokio

Auch der zweite Tempel Japans unserer Liste befindet sich in Tokio, genauer im Stadtteil Asakusa in Taitô: Der Sensô-ji ist der älteste und gleichzeitig bedeutendste Tempel oder „ji“ der Stadt und stammt ursprünglich bereits aus der Mitte des 10. Jahrhunderts nach Christus. Leider wurde der Tempel seit damals mehrfach durch Feuer, Erdbeben und andere Katastrophen zerstört und im Anschluss immer wieder aufgebaut. Die heutige Konstruktion besteht seit 1958. Der Sensô-ji ist ein buddhistischer Tempel, während der direkt angeschlossene Asakusa-Schrein ein Shintô-Schrein ist. In letzterem findet jährlich auch das Fest Sanja-Matsuri statt.

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3. Tôdai-ji, Nara

Weiter geht es nach Nara, das allgemein äußerst interessant für alle Geschichtsfreunde ist. Der Tôdai-ji ist dabei nur eines der absoluten Must-sees der Stadt und beherbergt eine ganz besondere Sehenswürdigkeit: die größte bronzene Buddha-Statue Japans, den Daibutsu. Damit hat es sich hier aber noch nicht mit Superlativen getan, denn der Tôdai-ji oder „große Ost-Tempel“ ist mit knapp 50 x 49 Metern auch das größte reine Holzgebäude der Welt. Der Tempel hier wurde bereits im Jahr 745 erbaut, während die Bronzefigur aus dem Jahr 751 stammt. In der Anlage dürft ihr nicht nur an mehreren jährlichen Events wie der Shunie- oder Omizutori-Zeremonie teilnehmen, sondern könnt auch frei herumlaufendes Wild beobachten.

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4. Kasuga Taisha, Nara

Ebenfalls in Nara befindet sich auch der prächtige Kasuga Taisha, den wir euch ebenfalls präsentieren möchten. Der Shintô-Schrein befindet sich am Fuß zweier als heilig geltender Berge, dem Mikasayama sowie dem Kasugayama, und ist vor allem für seine zahlreichen Stein- und Bronzelaternen bekannt. Er wurde angeblich in der Mitte des 8. Jahrhunderts erbaut, als Familien-Schrein der einstigen Regentenfamilie Fujiwara. Der Weg zum Kasuga Taisha führt durch den Nara Wildpark, der von zahmen Hirschen bewohnt wird und dessen Weg von den vorhin genannten Steinlaternen gesäumt ist. Zur Schrein-Anlage gehören weiters auch zahlreiche Nebenschreine sowie der nahe gelegene buddhistische Kôfuku-ji mit seiner imposanten Pagode.

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5. Kinkaku-ji, Kyôto

Der Kinkaku-ji oder Tempel des Goldenen Pavillons ist der nächste Stopp auf unserer Tour durch die schönsten Tempel und Schreine Japans und befindet sich in der ehemaligen Hauptstadt Japans, Kyôto. Seinen Namen erhält die Anlage vom tatsächlich goldenen Pavillon, der sich dort inmitten prächtiger Gärten befindet und im späten 14. Jahrhundert ursprünglich als Residenz für den Shogun Ashikaga Yoshimitsu erbaut wurde. Nach dessen Tod im Jahr 1409 funktionierte man den Kinkaku schließlich in einen buddhistischen Zen-Tempel um. Mitte des 20. Jahrhunderts brannte das damalige Konstrukt unglücklicherweise nieder und wurde fünf Jahre später in der jetzigen Form wieder aufgebaut. Neben dem wundervollen Pavillon und den Gärten gehört auch ein niedliches Teehaus zur Anlage.

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6. Daigo-ji, Kyôto

Wir bleiben in Kyôto und begeben uns zum Daigo-ji, der ebenfalls mit einem imposanten Blickfang in seiner Mitte aufwarten kann: der fünfstöckigen, reich verzierten Pagode Gojû-no-tô. Die Pagode ist aber nur eines der prächtigen Bauwerke, die ihr hier bestaunen könnt; auch weitere Teile der Anlage wie die Halle des Yakushi Buddha, die Verehrungshalle für Seiryû Gongen, die Goldene Halle oder der Untertempel Sanbô-in mitsamt seinem Chinesischen Tor solltet ihr euch hier unbedingt anschauen. Zudem gehört zum Daigo-ji-Komplex auch ein malerischer Garten, der vor allem im Herbst zu Spaziergängen in idyllischer Atmosphäre einlädt.

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7. Fushimi Inari-Taisha, Kyôto

Und noch ein Tempel in der japanischen Kulturhauptstadt Kyôto steht auf unserer Liste, der Schrein Fushimi Inari-Taisha, der vor allem für eines bekannt ist: seine Torii-Wege. Als Toriis werden traditionelle japanische Holztore genannt, die üblicherweise den Eingang zu Schreinen markieren; im Fushimi Inari-Taisha Schrein findet sich aber nicht bloß eines davon, sondern gleich eine ganze Reihe, die in eindrucksvoller Weise Tunnelgänge formen. Der Schrein ist dem Shintô-Gott Inari gewidmet und ist der Legende nach an eben jenem Ort erbaut, an dem ein Mann namens Kadata-ryūtoda einst zum Himmel aufgefahren sein soll. Auch im Fushimi Inari-Taisha finden jedes Jahr mehrere Feste statt, darunter etwa ein Kirschzweig-Ritual um 11 Uhr eines jeden 1. Aprils.

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8. Itsukushima-Schrein & Torii, Itsukushima/Miyajima

Und noch ein Tempel mit einem besonderen Torii möchten wir euch vorstellen, den Itsukushima-Schrein auf der gleichnamigen Insel, die oft auch Miyajima genannt wird. Der Schrein selbst stammt höchstwahrscheinlich aus dem späten 6. Jahrhundert und ist den drei Töchtern des Shintô-Gottes der See und der Stürme, Susano-o no Mikoto, geweiht. Passend dazu gibt es hier auch ein ganz besonders Torii, das schwimmende Tor vor der Küste der eigentlichen Insel. Seinen Namen erhält es von der Tatsache, dass das Tor bei Flut wie auf dem Wasser treibend aussieht, da der Boden ringsum überschwemmt wird.

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9. Ise-jingû (Kôtai-jingû), Ise

Zum wörtlichen Schrein der Schreine führt uns der nächste Ort auf unserer Liste der schönsten Tempel Japans: Der Ise-jingû, Kôtai-jingû oder oft auch einfach nur Jingû ist nämlich nicht bloß ein weiterer, wundervoller Shintô-Schrein, sondern gilt als das höchste Heiligtum Japans. Die beiden Hauptschreine der Anlage, der Gekû sowie der Naikû, mitsamt ihren insgesamt 125 Nebenschreinen zählen zu den beliebtesten Pilgerorten des ganzen Landes und werden jährlich von rund sechs Millionen Menschen besucht, wobei die beiden Hauptschreine selbst nicht öffentlich zugänglich sind und nur aus der Ferne betrachtet werden können. Im Ise-jingû findet das ganze Jahr über, besonders während der Sommermonate, eine Vielzahl von Festen und Ritualen statt, darunter beispielsweise das Neujahrsfest Saitan-sai am 1. Januar oder das Erntedankfest Kanname-sai Mitte Oktober.

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10. Atsuta-jingû, Nagoya

Als Abschluss unserer Reise durch die schönsten Tempel Japans geht es schließlich noch in die Stadt Nagoya, zum Atsuta-jingû, der höchstwahrscheinlich bereits im 1. oder 2. Jahrhundert nach Christus errichtet wurde. Der Shintô-Schrein verehrt die Gottheit Amaterasu und soll angeblich Aufbewahrungsort des heiligen Schwertes Kusanagi-no-tsurugi sein. Über Letzteres kann allerdings nur spekuliert werden, da der Zutritt zum eigentlichen Hauptschrein nicht gestattet ist. Bekannt ist allerdings, dass in der Schatzkammer des Atsuta-jingûs rund 4.000 andere bedeutende Relikte aufbewahrt werden, die in stetig wechselnder Zusammenstellung öffentlich ausgestellt werden.

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Hier sind die schönsten Tempel und Schreine Japans noch einmal im Überblick:

Tempel/SchreinStadt
1. Meiji-SchreinTokio
2. Sensô-ji & Asakusa-SchreinTokio
3. Tôdai-jiNara
4. Kasuga TaishaNara
5. Kinkaku-jiKyôto
6. Daigo-jiKyôto
7. Fushimi Inari-TaishaKyôto
8. Itsukushima-Schrein & ToriiItsukushima/Miyajima
9. Ise-jingû (Kôtai-jingû)Ise
10. Atsuta-jingûNagoya

Bei der Liste der schönsten Tempel und Schreine Japans handelt es sich um eine bloße Aufzählung ohne qualitatives Ranking.

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