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Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in München

Die schöne Stadt München in Bayern trumpft mit allerhand Sehenswertem auf – was ihr davon bei einem Besuch unbedingt sehen solltet, verraten wir euch in unserem Artikel!

Mit ihrer Fülle an Grünflächen und Parkanlagen, den breiten Boulevards, zahlreichen verkehrsberuhigten Bereichen und Fußgängerzonen sowie einer stattlichen Anzahl beeindruckender Prunkbauten zählt München sicherlich zu den attraktivsten Landeshauptstädten Deutschlands. Dazu kommen noch das sprichwörtlich sonnige Gemüt der Münchner und das ebenso (zumeist) sonnige Wetter und schon haben wir eine Stadt, die eine Reise wert ist. Hier sind die zehn Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die man sich bei einem Besuch der bayerischen Landeshauptstadt auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

1. Residenz und Residenzmuseum

Rund fünfhundert Jahre lang war dieser riesige Gebäudekomplex die offizielle Stadtresidenz des Wittelsbacher Geschlechts, aus dessen Reihen zunächst die bayerischen Herzöge, dann Kurfürsten und schließlich Könige entsprangen. Ursprünglich ein relativ bescheidenes Stadtschloss, wurde die Residenz im Lauf der Jahre immer wieder erweitert und ausgebaut. Dies lässt sich bereits an dem Umstand erkennen, dass der Komplex eine Vielzahl von Stilrichtungen in seinen Fassaden und Innendekorationen vereint: Renaissance, Barock, Rokoko, Neuklassizismus. Heute ist die Residenz ein Museum, wobei viele der 130 im Rahmen einer Führung begehbaren Innenräume und Säle weitgehend im Originalzustand belassen sind, was dem Besucher einen anschaulichen Eindruck in den luxuriösen Wohnstil des europäischen Hochadels vermittelt. Andere Räume beherbergen umfangreiche Kunstsammlungen. Besonders interessant: Die von verschiedenen Malern geschaffene Ahnengalerie der Wittelsbacher.

2. Schloss Nymphenburg

Am Westrand von München liegt diese ehemalige Sommerresidenz der bayerischen Herrscher. Auch wenn sie in ihrer Pracht nicht ganz an das pompöse Schloss von Versailles heranreichen mag, so ist die in einen traumhaften Gartenpark eingebettete, mehrflügelige Anlage dennoch imposant. Schloss Nymphenburg zählt daher zu den meistbesuchten Münchner Sehenswürdigkeiten. Höhepunkte der Schlossführung sind neben dem ehemaligen Schlafzimmer des bayerischen „Märchenkönigs“ Ludwig II. auch die exquisite Banketthalle mit ihren feinen Deckenfresken sowie die von König Ludwig I. ins Leben gerufene „Galerie der Schönheiten“. In Flügeln des Schlosses sind heute außerdem ein Naturkundemuseum und das Porzellanmuseum der Nymphenburger Porzellanmanufaktur untergebracht, die bis heute feines Tafelporzellan produziert.

Bayern beherbergt auch einige der schönsten Schlösser des Landes. Lest hier weiter: Die 16 schönsten Schlösser und Burgen Deutschlands

3. Königsplatz (samt der vielen Museen)

Der weitläufige innerstädtische Königsplatz wird von beeindruckenden neoklassizistischen Gebäuden umsäumt und sollte speziell für Kunstliebhaber einer der ersten Anlaufpunkte bei einem Besuch von München sein. Wohl nirgendwo sonst auf der Welt ballt sich eine so massive Ansammlung von Museen auf einer relativ kleinen Fläche zusammen, die dann dazu auch noch in solch atemberaubend schönen historischen Gebäuden untergebracht sind. Die Alte bzw. Neue Pinakothek sind dabei jeweils den Werken alter und neuzeitlicher Meister gewidmet. In der Glyptothek geben sich hingegen altgriechische und römische Skulpturen und Bildhauerarbeiten ein Stelldichein, viele davon einzigartige und weltberühmte Originale. Gleich gegenüber liegt die Staatliche Antikensammlung, in der etruskische, griechische und römische Vasen, Schmuckstücke und viele weitere Kostbarkeiten zu bewundern sind. Die Propyläen, erbaut 1862 nach dem Vorbild der gleichnamigen Eingangshalle der Athener Akropolis, enthalten zwar kein Museum, sind aber vom architektonischen Aspekt her sehr schön anzusehen. Empfehlenswert ist auch ein Besuch des ebenfalls an den Königsplatz angrenzenden Lenbachhauses, das unter anderem moderne Werke der Münchner Künstlergruppe „Blauer Reiter“ ausstellt.

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4. Theresienwiese mit Ruhmeshalle und Bavaria-Statue

Über das auf der nur wenige Hausblöcke vom Hauptbahnhof gelegenen Theresienwiese alljährlich ausgetragene Oktoberfest braucht man nicht mehr viele Worte zu verlieren. Stattdessen wollen wir uns der an ihrem Rande auf einem künstlichen Hügel thronenden Ruhmeshalle zuwenden. Diese kolossale, dreiflügelige Säulenhalle wurde vom königlichen Hofarchitekten Leo von Klenze 1853 im griechisch-dorischen Stil errichtet. In ihr befinden sich die Albasterbüsten bedeutender Bayern wie beispielsweise des Malers und Bildhauers Albrecht Dürer, des Schriftstellers Ludwig Thoma und des Komponisten Carl Orff. Noch weitaus bekannter als die Ruhmeshalle ist allerdings die unmittelbar vor ihr aufragende 18 Meter hohe Bronzestatue der bayerischen Schutzgöttin Bavaria. Zwischen 1843 und 1850 im Auftrag Ludwigs I gegossen, galt sie damals als technische Meisterleistung – und ist bis heute beeindruckend geblieben. Die Statue ist innen hohl und man kann über eine steile und enge Wendeltreppe in ihren Kopf steigen. Aus Öffnungen in ihrem Lorbeerkranz bietet sich dann ein schöner Ausblick über die Theresienwiese und die angrenzenden Stadtviertel.

Falls es euch doch mal aufs Oktoberfest zieht, haben wir hier die wichtigsten Begriffe für Nicht-Bayern: Oktoberfest Lexikon: Diese 25 Begriffe braucht ihr auf der Wiesn.

5. Olympiapark

Hier wurden 1972 die XX. Olympischen Spiele ausgetragen und die am Rande des Geländes errichteten Sporthallen und Stadien galten seinerzeit als wegweisende architektonische Wunderwerke. Von ihrer Faszination haben die futuristisch anmutenden Bauwerke mit ihren surreal wirkenden „Zeltdächern“ auch nach fast 50 Jahren nichts eingebüßt. Den allerbesten Panoramaausblick ganz Münchens erhält man von der Aussichtsplattform des gleich neben der zentralen Olympiahalle aufragenden, 291,28 Meter hohen Fernsehturms. Im Turm befindet sich außerdem das Rockmuseum mit interessanten Originalexponaten aus der Welt der Rock- und Popmusik. Doch selbstverständlich bietet der mehr als 300 Hektar umfassende Park noch weitaus mehr als lediglich eindrucksvolle Architektur. Seine penibel manikürten Grünflächen werden von Kanälen und Teichen, Fahrrad- und Joggingwegen, Liegewiesen und Picknickplätzen überzogen, die bei Einheimischen und Besuchern, die sich fit halten oder vielleicht auch nur in der Sonne faulenzen wollen, gleichermaßen beliebt sind.

6. Englischer Garten

Was wäre München ohne seine gemütlichen, schattigen Biergärten? Die vielleicht schönsten davon liegen im Englischen Garten verstreut, mit rund 465 Hektar Fläche eine der größten städtischen Parkanlagen auf der Welt. Eingerichtet wurde der Park bereits 1789, als Kurfürst Carl Theodor dem britischen Landschaftsarchitekten Benjamin Thompson das Projekt auftrug. Dieser schuf den Park nach allen Landschaftsgestaltungsregeln seines Heimatlandes, woraus sich auch der Name „Englischer Garten“ erklärt. Waldstücke wechseln sich mit großzügigen Rasenflächen und wundervoll bepflanzten Blumen- und Staudenrabatten ab. Durchzogen wird der Park dann auch noch von einem fast 80 Kilometer langen Netz von Radfahr-, Jogging- und Spazierwegen. Sehenswert sind außerdem einige der verstreut liegenden exotischen Gebäude wie das Japanische Teehaus, die Chinesische Pagode und der einem altgriechischen Schrein nachempfundene sogenannte Monopteros.

Keine Überraschung: Der Englische Garten zählt zu den schönsten Stadtparks Deutschlands. Hier haben wir noch mehr: Die 14 schönsten Stadtparks und Gärten Deutschlands.

7. Marienplatz und Rathaus

Bereits seit der frühesten Stadtgeschichte war der heutige Marienplatz der wichtigste Marktplatz Münchens und im Mittelalter wurden hier bisweilen sogar Turniere veranstaltet. Die beiden wichtigsten Monumente des Platzes sind die im Jahr 1638 errichtete Mariensäule sowie der neuzeitliche Fischbrunnen, in den Bronzefiguren integriert sind, die von einem früheren Brunnen stammen. Das dominante Bauwerk des Marienplatzes ist jedoch selbstverständlich das weltberühmte Neue Rathaus, das nur deshalb als „neu“ bezeichnet wird, weil es erst 1892 eingeweiht wurde. Es ersetzte das mittelalterliche Alte Rathaus, das ebenfalls an den Marienplatz angrenzt, heute jedoch anderen Zwecken dient. Die mit Skulpturen und Ornamenten reich geschmückte neugotische Fassade des Neuen Rathauses dient oft als Hintergrund für Andenkenfotos. Die wirkliche Attraktion ist jedoch das weltberühmte Glockenspiel, das sich täglich um 11 Uhr, 12 Uhr und 17 Uhr in Bewegung setzt. Dabei erscheinen mechanische Figuren, die zu den Klängen einer Volksweise historische Ereignisse aus der Stadtgeschichte nachstellen. Videokamera mitbringen!

8. BMW Museum

Auto- und Motorsportfans werden in diesem attraktiven Museum voll auf ihre Kosten kommen. Falls es noch nicht bekannt ist: „BMW“ steht für „Bayerische Motoren Werke“. Als eines der am meisten besuchten Museen von ganz München schindet das BMW Museum bereits von außen mächtigen Eindruck. Seine futuristische Architektur gleicht einem riesigen, silberfarbigen Kelch. Mittels einer im Inneren spiralförmig nach oben führenden Rampe kann der Besucher in chronologischer Reihenfolge die Entwicklung der Auto- und Motorradmodelle des Herstellers seit der Firmengründung im Jahr 1916 abschreiten. Bewundert werden können Originalexemplare der verschiedenen Typen, viele davon weltweit einzigartige Unikate. Außerdem erhält man anhand anderer Exponate einen interessanten Einblick in Technologien wie beispielsweise alternative Antriebsmotoren und kooperatives Verkehrsmanagement. Gleich neben dem Museum befindet sich das Hauptquartier von BMW und gegenüber erstreckt sich der weitläufige Olympiapark.

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9. Bavaria Filmstadt

Was für Hollywood die Universal, Paramount, Warner Bros. und 20th Century Fox Studios sind, das ist für München das Bavaria Filmstudio, eine der größten und ältesten Kinofilmschmieden Europas. Gelegen im Stadtteil Geiselgasteig wird auf dem mehr als 300.000 Quadratmeter großen Gelände nach wie vor eifrig für die Kinoleinwand und das Fernsehen produziert. Tägliche Führungen durch den angeschlossenen Erlebnispark Bavaria Filmstadt und das Studio selber geben einen faszinierenden Einblick darüber, wie viel Arbeit in jedem einzelnen Film steckt und welche Tricks angewendet werden, um Filme und Fernsehserien so aufregend, spannend und realistisch wie möglich zu machen. Viele der Kulissen werden so manchem sehr bekannt vorkommen, denn: „Hatten wir das nicht erst neulich im Kino gesehen?“

Die Bavaria Filmstadt zählt zu den schönsten Freizeitunternehmungen. Lest hier mehr dazu: Die 10 besten Themenparks in Deutschland.

10. Bier- und Oktoberfestmuseum

Beim Gedanken an München kommen sicherlich Schlagworte wie „Bier“ oder „Oktoberfest“ ganz spontan in den Sinn. Und es verwundert nicht, dass es in Bayerns Hauptstadt auch ein Bier- und Oktoberfestmuseum gibt… nein, geben muss. Auch wem an flüssigem Gold oder an schunkelträchtigen Oktoberfest-Partys absolut nichts liegt, dürfte Gefallen an diesem ungewöhnlichen Museum finden. Hier werden brennende Fragen beantwortet wie beispielsweise: „Wer hat das Bier erfunden?“, „Wann und weshalb fand das allererste Oktoberfest statt?“, „Was ist das Reinheitsgebot?“, „Wie wird Bier überhaupt gebraut?“, „Aus welchem Grund ist eine ‚Maß‘ genau 1 Liter?“ und „Warum können die Bayern ihr Bier nicht aus normalen Gläsern trinken wie die restlichen Deutschen?“. Dies und noch viel mehr rund um die beiden Kernthemen wird mittels interessanter Exponate und Bildpräsentationen veranschaulicht. Und ja, es geht hier nicht alles bierernst zu!

 

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