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Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Berlin

Die Weltstadt an der Spree verfügt über unzählige Attraktionen. Hier sind einige der besten, die man auf keinen Fall verpassen sollte.

„Berlin ist immer eine Reise wert“, lautet ein geflügeltes Sprichwort. Unserer Meinung nach sogar mehrere, denn die deutsche Bundeshauptstadt hat eine unwahrscheinliche Fülle an Sehens- und Erlebenswertem zu bieten. Außerdem ist die Spreemetropole natürlich ein ausgesprochenes Mekka für Kultur- und Kunstliebhaber. Hier erfahrt ihr mehr über die 10 absoluten Must-sees der Stadt!

1. Brandenburger Tor

Brandenburger Tor

Das weltweit wohl berühmteste Wahrzeichen Berlins ist selbstverständlich das Brandenburger Tor, das als prunkvoller Zugang zur Kernstadt diente. Errichtet wurde das 26 Meter hohe Monument im Jahr 1791 von Preußens König Friedrich Wilhelm II und gilt als das allererste neoklassizistische Bauwerk Berlins. Mit seinen nicht einmal 250 Jahren ist es bedeutend jünger als die Akropolis in Athen, deren dorischen Stilelementen das Brandenburger Tor nachempfunden wurde. Allerdings wurde dafür nicht Marmor wie in Athen, sondern Sandstein verwendet. Auf dem Dach thront die ästhetisch wundervolle „Quadriga“, eine mehrere Meter hohe Bronzeskulptur, die einen vierspännigen Streitwagen darstellt. In den beiden direkt an das eigentliche Tor anschließenden Seitenflügeln waren dereinst Wachstuben sowie Warenzollämter untergebracht.

2. Reichstagsgebäude

Reichstag Berlin

In Gehweite vom Brandenburger Tor liegt das eindrucksvolle, durch eine Inschrift am Vorgiebel nach wie vor „Dem Deutschen Volke“ gewidmete Reichstagsgebäude. Im Jahr 1894 fertiggestellt, diente der neoklassizistische Bau als Tagungsort des deutschen Parlaments. Im 2. Weltkrieg erheblich zerstört sowie ausgebrannt, verfiel der Bau nach der Teilung Berlins und war jahrzehntelang ungenutzt. Erst Ende der 1990er-Jahre wurde er nach der Wiedervereinigung Deutschlands vollständig renoviert, wobei er auch seine lange verloren gegangene zentrale Dachkuppel aus Stahl und Glas wiedererhielt, die im Inneren bestiegen werden kann. Nach mehrjährigen Renovierungen wurde das historische Gebäude am 21. April 1999 wieder zum Tagungsort des Deutschen Bundestages und setzte somit seine ihm ursprünglich zugedachte Aufgabe trotz aller widrigen geschichtlichen Ereignisse erfolgreich fort.

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3. Großer Tiergarten und Siegessäule

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Berlin: Der Tiergarten

Direkt hinter dem Reichstagsgebäude erstreckt sich die grüne Lunge Berlins, der Tiergarten. Ursprünglich diente das weitläufige Waldstück den brandenburgischen Kurfürsten als privates Jagdrevier und war von Rehen, Wildschweinen, Fasanen und anderen Wildtieren bevölkert, wodurch sich auch sein Name erklärt. Später wurde das rund 210 Hektar große Gelände dann nach englischen Landschaftsbauregeln umgestaltet und zum öffentlichen Stadtpark deklariert. Heute dient der Tiergarten als Naherholungs- und Sportgebiet. Laut Anwohnern soll er sogar immer noch eine kleine Population von Wildschweinen beherbergen, die sich angeblich bei der Futtersuche nachts gelegentlich in angrenzende Straßen verirren. Das bekannteste Monument innerhalb des Parks ist sicherlich die 70 Meter hohe Siegessäule, die sich im Zentrum eines Kreisverkehrs erhebt. Sie wurde 1873 zur Erinnerung an den gewonnenen Deutsch-Französischen Krieg errichtet, der als Katalysator für die Gründung des Deutschen Reiches als einheitliches deutsches Staatsgebilde gedient hatte. Gekrönt wird die Säule von einer acht Meter hohen, von Blattgold überzogenen Statue der Siegesgöttin Victoria.

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4. Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Am Breitscheidplatz reckt sich wie ein mahnender Finger die Ruine des Glockenturms der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in den Himmel. Gleich daneben erhebt sich ein viereckiger Kirchturm in moderner Architektur, was für einen beabsichtigten Kontrast sorgt. Die originale Kirche, errichtet 1895 zum Andenken an Kaiser Wilhelm I, fiel den Bomben des 2. Weltkrieges zum Opfer. In den 50er-Jahren wurde der Hauptteil der Ruine abgerissen; nur der Turm wurde verschont. Zwischen 1959 und 1961 wurde dieser dann in den ihn umgebenden Neubau integriert. In seiner Gesamtheit dient das heutige Gebilde als Mahnmal für den Frieden, was aufgrund des zerstörten Originalturms seine volle Wirkung erzielt. Im Turm selbst befindet sich eine Mahnstätte; dort kann man unter anderem eine aus der Originalkirche gerettete Christusstatue besichtigen, sowie ein Kreuz, das aus Nägeln geschmiedet wurde, die aus der Kathedrale der südostenglischen Kleinstadt Coventry stammten. Coventry war seinerseits 1940 während eines verheerenden deutschen Luftangriffs fast völlig zerstört worden.

5. Gendarmenmarkt

Die schönsten Attraktionen in Berlin: Gendarmenmarkt

Diese weitläufige Fläche im Herzen Berlins wurde bereits im 17. Jahrhundert unter den brandenburgischen Kurfürsten als städtischer Veranstaltungsort und Marktplatz eingerichtet. Bestimmt wird der Gendarmenmarkt von den beiden großartigen Kirchenbauten, die sich an zwei Enden des Platzes genau gegenüberstehen. Der ältere Bau ist der Französische Dom, der 1705 als Gemeindekirche der französischen Hugenotten erbaut wurde, die sich ab 1685 in Berlin niedergelassen hatten, nachdem sie aufgrund ihrer Religion aus ihrem Heimatland vertrieben worden waren oder flüchten mussten. Im Erdgeschoss des spätbarocken Bauwerks ist das interessante Hugenotten-Museum untergebracht. Quer über den Platz hinweg erhebt sich sodann die sogar noch imposantere Fassade des Berliner Doms, der 1905 errichtet wurde. Sein neobarocker Baustil sorgt dafür, dass er ein harmonisches Gegenstück zum auf der anderen Seite des Platzes stehenden Französischen Doms bildet. Durch sie beide wurde der Gendarmenmarkt zu einem der schönsten innerstädtischen Plätze Europas.

6. Schloss Charlottenburg

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Berlin: Schloss Charlottenburg

Bereits Ende des 16. Jahrhunderts von den brandenburgischen Kurfürsten erbaut, wurde Schloss Charlottenburg nach der Übernahme durch das preußische Königshaus immer wieder erweitert und ausgebaut, sodass nach und nach ein riesiger Gebäudekomplex entstand. Das markanteste architektonische Merkmal ist der 50 Meter hohe zentrale Uhrturm mit seiner barocken Kupferkuppel. Der „Neue Flügel“ des Schlosses nennt sich so, weil er erst 1746 angefügt wurde. In ihm kann man die Staatliche Banketthalle besichtigen sowie die Goldene Galerie, die durch ihre atemberaubenden, mit Blattgold überzogenen Stuckdekorationen besticht. Im „Alten Palast“ wiederum gibt es die größte Sammlung feinen Porzellans ganz Deutschlands zu bestaunen. Die Schlossgebäude sind um einen Innenhof herum angeordnet, in dessen Zentrum sich die viel fotografierte Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg erhebt. Im Mausoleum gibt es die Sarkophage etlicher brandenburgischer und preußischer Herrscher zu sehen. Eingebettet ist die ganze Anlage in einen wunderschönen Park, in dem weitere Gebäude verstreut liegen, wie beispielsweise ein Pavillon und ein Teehaus.

7. Berliner Mauer und Checkpoint Charlie

Top-Sehenswürdigkeiten in Berlin: Berliner Mauer

Auch einige Relikte aus der jüngeren Geschichte Berlins sollte man unbedingt gesehen haben. Es geht natürlich um die berühmte Berliner Mauer – oder zumindest, was von ihr übrig geblieben ist. Nur wenige kurze Teilstücke der ursprünglich 155 km langen Mauer, die West-Berlin dereinst buchstäblich eingekerkert hatte, sind erhalten geblieben. Das mit etwa 1,4 Kilometern längste Teilstück zieht sich nahe der Bernauer Straße dahin und wurde im Laufe der Jahre von zahllosen offiziellen und inoffiziellen Künstlern mit Graffitis bemalt. Besuchen sollte man außerdem den ganz in der Nähe liegenden Checkpoint Charlie, den ehedem bekanntesten Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin. Gleich neben dem Checkpoint befindet sich das Museum Haus am Checkpoint Charlie mit hochinteressanten Ausstellungsstücken.

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8. Unter den Linden

Die schönsten Orte in Berlin: Unter den Linden

Zur Kaiserzeit war der Prachtboulevard Unter den Linden die trendigste Flaniermeile Berlins. Dabei waren ihre Anfänge sehr bescheiden, denn sie wurde 1573 als simpler Reitweg angelegt, über den die brandenburgischen Herrscher zur Jagd in den Tiergarten gelangen konnten. Erst der Große Kurfürst baute diesen Trampelpfad 1647 aus, indem er ihn befestigte und über seine Länge hinweg mit insgesamt sechs Reihen von Lindenbäumen bepflanzen ließ; daher auch der Straßenname Unter den Linden. Von diesen Baumreihen sind heute noch vier erhalten, wobei die beiden mittleren eine breite, mit Bänken, Gartenbestuhlung, kleinen Kiosken und Imbissbuden versehene Flanierzone einsäumen. Zu beiden Straßenseiten befinden sich zudem Boutiquen, Cafés und Restaurants. Außerdem liegen entlang des Boulevards auch etliche Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise die Berliner Oper, die St. Hedwig Kirche und das Alte Arsenal.

9. Museumsinsel mit Pergamon-Museum

Museumsinsel Berlin

Auf der einen Seite von der Spree und auf der anderen von einem künstlichen Kanal, dem Kupfergraben, eingefasst, beherbergt die Museumsinsel eine der dichtesten Konzentrationen wichtiger Museen ganz Europas. Schon dank ihrer Architektur sind viele der in wundervolle Parkanlagen eingebetteten Museumsgebäude eine Attraktion in sich selbst. Das aufsehenerregendste dieser Kulturtempel ist dabei aber sicherlich das weltberühmte Pergamon Museum, das eigentlich gleich drei Museen in einem umfasst: Die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Die Starattraktion des Vorderasiatischen Museums ist das atemberaubend schöne, aus Babylon stammende Ischtar-Tor mit seinen tiefblau glasierten Tonziegeln und halbreliefartig hervorgehobenen Tierfiguren. Im Ägyptischen Museum, einer Abteilung des Neuen Museums, das ebenfalls auf der Museumsinsel liegt, kann man hingegen ein weiteres weltberühmtes antikes Kunstwerk bewundern: die Büste der Nofretete.

10. Nikolaiviertel

Das heutige Nikolaiviertel gilt als die eigentliche Keimzelle des mittelalterlichen Berlins, von dem aus sich die Stadt im Laufe der Jahrhunderte dann weiter ausbreitete. Viel der alten Bausubstanz wurde im 2. Weltkrieg zu Schutthaufen reduziert und es erscheint fast wie ein Wunder, dass man heute durch die engen Gassen mit ihren historischen Gebäuden bummeln kann. All dies ist natürlich das Resultat des mühevollen, über Jahrzehnte hinweg durchgeführten Wiederaufbaus und detail-getreuen Restaurationen. Abgesehen von den zahllosen Cafés, Lokalen, Boutiquen und kleinen Kunsthandwerksläden, in denen man locker einen ganzen Tag verbringen könnte, verfügt das Stadtviertel auch über eine Reihe sehenswerter Bauwerke. Da wäre zum Beispiel die Nikolaikirche mit ihrem mittelalterlichen Wehrturm, aber auch das aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammende Ephraim-Palais, das ehemalige Stadtschloss des Hofjuweliers Friedrichs des Großen, sowie das 1760 im Stil des Spätbarocks von einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie erbaute Knoblauch-Haus.

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