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Reisetipps, Infos & Inspiration Reiseinspirationen Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)

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Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)

Das ehemalige Saigon – heute Ho-Chi-Minh-Stadt – mag zwar eine der chaotischsten Großstädte der Welt sein, hat aber genau deshalb und aufgrund seiner turbulenten Geschichte unwahrscheinlich viel zu bieten.

Ho-Chi-Minh-Stadt ist mit ihren geschätzten neun Millionen Einwohnern die größte Stadt Vietnams. Bis zum Ende des Vietnamkriegs als Saigon bekannt, wurde sie nach der Wiedervereinigung des Landes 1976 zu Ehren des Revolutionärs und nordvietnamesischen Staatspräsidenten Ho Chi Minh umgetauft. Die Einheimischen kürzen den ellenlangen Stadtnamen aus verständlichen Gründen aber gerne als „HCM“ ab – oder sind gleich bei Saigon (eigentlich Sài Gòn) geblieben. Als ehemalige Hauptstadt der französischen Kolonie Cochin-China verfügt HCM über reichlich Bausubstanz aus dieser Periode. Aber selbstverständlich sind auch Relikte aus der Zeit des Vietnamkrieges erhalten geblieben.

1. Wiedervereinigungspalast (Reunification Palace)

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Vietnam

Dieser im typischen 60er-Jahre-Stil erbaute Komplex im Herzen der Stadt war dereinst Amtssitz des Präsidenten von Süd-Vietnam. Das dramatische Pressefoto, auf dem ein nordvietnamesischer Panzer durch die Umzäunung des Palastgeländes bricht und somit die Einnahme Saigons und den Sturz des südvietnamesischen Regimes symbolisierte, erlangte Weltberühmtheit. Der Palast wird bis heute für offizielle Empfänge und Veranstaltungen genutzt, weswegen man ihn nur besichtigen kann, wenn gerade einmal nichts auf dem Staatsprogramm steht. Besonders der Gang durch die unterirdischen Bunkeranlagen, komplett mit altem Kommunikationszentrum, ist faszinierend. Im zweiten Obergeschoss wurde fast alles so belassen wie ehedem, einschließlich einer für heutige Zeiten kitschigen Bar in Form eines Bierfasses, Veloursleder-Sofas und sogar einem Pokerspielzimmer.

2. Kriegsrelikte-Museum (War Remnants Museum)

Gleich in der Nähe des Palastes liegt eines der meistbesuchten Museen Saigons, sodass man gut darauf ausweichen kann, sollte der Palast am Besuchstag geschlossen sein. Das heutige Kriegsrelikte-Museum belegt das ehemalige Amtsgebäude des Informationsdienstes der US-amerikanischen Streitkräfte, ist also bereits insofern sehr geschichtsträchtig. Im Hof vor dem Museum sind alte amerikanische Militärflugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Artillerie ausgestellt. Etwas versteckt liegt eine Garage mit den Dienstwagen der südvietnamesischen Präsidenten – jeder Oldtimer-Sammler würde sich nach diesen edlen Stücken die Finger lecken. Die Ausstellung im Inneren besteht in erster Linie aus Waffensammlungen sowie Fotos und Dioramen, die die von den Amerikanern und ihren südvietnamesischen Verbündeten begangenen Kriegsverbrechen dokumentieren. Auch die ehemaligen französischen Kolonialherren bekommen ihr Fett ab: In einer Ecke des Hofs kann man in einem kleineren Gebäude eine Ausstellung über die berüchtigten französischen Gefängnisinseln Phu Qoc und Con Son besuchen, wo auch eine originale Guillotine aufgestellt ist. Gänsehaut ist garantiert!

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3. Notre Dame Kathedrale

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Ho Chi Minh

Zwischen 1877 und 1883 überwiegend aus roten Backsteinen im neoromanischen Stil erbaut und der Jungfrau Maria geweiht, war dies die wichtigste katholische Kirche Saigons während der französischen Kolonialzeit. Die jeweils 60 Meter hohen Doppeltürme werden von spitzen Kupferdächern gekrönt. Die Innenwände sind durch eingelegte Votivtafeln geschmückt und sogar einige der originalen Buntglasfenster sind erhalten geblieben. Englischsprachige Führungen finden täglich statt. Man kann aber auch jederzeit an einer der Heiligen Messen teilnehmen, die jeden Sonntag ab 9:30 Uhr stattfinden.

4. Hauptpostamt (Central Post Office)

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Ho Chi Minh

Ho-Chi-Minh-Stadts Hauptpostamt ist bis heute in einem imposanten kolonialen Gebäude gleich gegenüber der Kathedrale untergebracht. Entworfen wurde der Komplex von keinem Geringeren als Gustave Eiffel, dem Architekten des Eiffelturms in Paris! Zwischen 1886 und 1891 im neoklassizistischen Stil erbaut, fallen an dem Komplex vor allem die sehr hohen Decken und zahlreichen großen Fenster auf; vor der Erfindung der Klimaanlage sollten sie im Tropenland Vietnam für gute Luftzirkulation und damit im Inneren für eine erträgliche Temperatur sorgen. Die Böden der Haupthalle sind mit wundervoll dekorativen Kacheln belegt, und am Ende der wuchtigen Tonnengewölbedecke findet sich ein interessantes Mosaik von Ho Chi Minh höchstallerselbst.

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5. Tempel des Jade-Kaisers (Jade Emperor Pagoda)

Dieser spektakulärste taoistische Tempel Saigons wurde 1909 zu Ehren von Ngoc Hoang, der höchsten taoistischen Gottheit, die auch als Jade-Kaiser bekannt ist, erbaut. Schon beim Herannahen steigt dem Besucher der Duft der Räucherstäbchen in die Nase, die hier nahezu rund um die Uhr von den Gläubigen an den unterschiedlichen Schreinen und Altären des Inneren als Opfer dargebracht werden. Die reich verzierte Fassade des Tempels ist mit exquisiten Farbkacheln, Holzschnitzereien und bemalten Stuckelementen verziert. Im Inneren sind besonders die zahlreichen Statuen von Gottheiten und mythologischen Helden bemerkenswert.

6. Nguyen Hue Street

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Ho Chi Minh

Dieser von den Franzosen angelegte Prachtboulevard, der sich vom Saigon-Fluss schnurgerade landeinwärts bis zum oben abgebildeten Rathaus dahinzieht, war dereinst der beliebteste soziale Treffpunkt der Stadt. Nach Ende des Vietnamkrieges verwahrloste er ziemlich, doch in den letzten Jahren hat die Stadtverwaltung sich sehr viel Mühe gemacht, ihn wieder ordentlich aufzumöbeln. Das Projekt ist auch sehr gut gelungen und die renovierten Fassadenzeilen der Kolonialhäuser auf beiden Seiten beherbergen heute trendige Bars, Restaurants und Boutiquen, und prächtige Parkanlagen mit Springbrunnen bieten schattige Verweilplätzchen. An seinem Kopf erhebt sich die majestätische Fassade des von den Franzosen erbauten, neoklassizistischen Rathauses mit seinem markanten Uhrturm, dereinst das Verwaltungszentrum Cochin-Chinas. Heute beherbergt es das Volkskomitee der Stadt.

7. Cho Benh Than Markt

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Ho Chi Minh

Traditionelle Freiluftmärkte, in denen Hausfrauen ihre täglichen Einkäufe tätigen, gibt es überall in Saigon, doch der bekannteste, der Cho Benh Than Markt, liegt im Distrikt 1 und jeder Taxifahrer kennt ihn. Am besten und interessantesten ist er am Abend und bis tief in die Nacht, wenn zahllose Essensstände aufmachen und ihre oft sehr ungewöhnlichen Speisen feilbieten. Man sollte sich durchaus etwas Mut fassen und sich hier und da ein kleines Gericht bestellen – das Geschmackserlebnis ist in aller Regel köstlich! Aber natürlich verfügt der Markt auch über massenweise Läden, in denen man Kleidung, Handtaschen, Souvenirs und so gut wie alles andere erwerben kann – und das ganze spottbillig, vorausgesetzt man feilscht verbissen!

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8. Museum der Feinen Kunst (Fine Arts Museum)

Dieses Museum ist in einem charmanten, im Jahr 1929 erbauten und gelb und weiß getünchten Kolonialgebäude untergebracht, das schon für sich alleine als exzellentes Fotomotiv herhalten kann. Die Ausstellung im Inneren ist im Wesentlichen in antike Stücke und moderne zeitgenössische Kunst untergliedert. In der Antikensammlung gibt es elegante Steinskulpturen, aber auch Holzschnitzereien zu bewundern, die vom 4. bis zum etwa 14. Jahrhundert geschaffen wurden. Die zeitgenössische Ausstellung setzt sich indessen hauptsächlich aus Gemälden, Radierungen und Kollagen einheimischer Künstler zusammen, die sich (es ist nahezu unmöglich, es nicht zu bemerken) oft mit dem Thema Krieg beschäftigen. Das leidvolle Thema hat in der vietnamesischen Psyche offensichtlich tiefe Furchen hinterlassen.

9. Giac Vien Pagodentempel

In seiner heutigen Form bereits um 1850 entstanden, ist dieser Tempelkomplex einer der ältesten Saigons. Giac Ven ist dabei eine der zahlreichen Inkarnationsformen Buddhas – dementsprechend ist die zentrale Gebetshalle mit ihrer reichen Goldausschmückung auch dem Buddha gewidmet. Nebenkapellen und weitere Schreine in dem weitläufigen Komplex dienen hingegen als Anbetungsorte für eine Reihe taoistischer Gottheiten und mythologischer Heldenfiguren. Ganz in der Nähe des Tempels befindet sich außerdem der weitläufige Dam Sen Amüsierpark, den man so im Zuge des Tempelbesuchs ebenfalls noch in sein Tagesprogramm mit aufnehmen kann.

10. Geschichtsmuseum

Im Jahr 1929 von der kolonialen Société des Études Indochinoises (Gesellschaft für Indochina-Studien) eingerichtet, bietet dieses Museum einen faszinierenden Schnellkurs in der jahrtausendealten Geschichte Vietnams und seiner Volksgruppen. Die Ausstellungsstücke sind chronologisch arrangiert und reichen von Artefakten aus der bronzezeitlichen Dong Son-Kultur (ca. 2.000 v. Chr.) über die Funan-Zivilisation (1. bis 6. Jahrhundert) bis hin zu archäologischen Fundstücken der Khmer-, Cham-, Annam- und Cochin-Perioden. Die Starattraktion ist eine feine Kollektion von Buddha-Statuen aus unterschiedlichen Epochen. Und am grusligsten: Die nahezu perfekt konservierte Mumie einer einheimischen Frau, die 1869 verstarb.

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