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Stargazing-Trend: Die 12 besten Orte zum Beobachten der Sterne

Der Himmel und seine Gestirne faszinieren die Menschheit seit jeher – wir verraten euch, an welchen Orten weltweit sich die Sterne am schönsten bewundern lassen!

Sterne beobachten oder Stargazing ist bei Weitem kein neuer Trend – schon die alten Hochkulturen waren vom Nachthimmel und seinen leuchtenden Bewohnern fasziniert, allerdings setzen immer Reisende das Beobachten des Himmels und der Sterne auf ihre Bucket-List.

In der heutigen Zeit gibt es allerdings nur noch wenige Orte, an denen die Lichtverschmutzung der Städte nachts nicht das Strahlen über uns überdeckt. Wir haben uns die Mühe gemacht und für euch 15 genau solche Orte sowie Plätze mit ganz besonderen Himmelsphänomenen ausfindig gemacht!

1. Maunakea, Hawaii, USA – der wohl beste Stargazing-Ort der Welt

Maunakea, Hawaii - Observatorium
© Matt Rafferty , Flickr (Creative Commons, CC BY 2.0)

Auf der Spitze des Vulkanberges Maunakea auf der Pazifikinsel Hawaii befindet sich eines der größten sowie modernsten Observatorien der Welt mit der unumstritten besten Lage zum Stargazen: Dank Hawaiis Lage mitten im pazifischen Ozean gibt es hier praktisch keine Lichtverschmutzung und spezielle Wetterverhältnisse auf der Vulkanspitze tun ihr Übriges, um ideale Klimabedingungen zu schaffen. Wer hier zu den Sternen blickt, wird mit wahrlich unvergleichlichen Anblicken verwöhnt, auch wenn er bloß mit freiem Auge schaut und nicht die Teleskope des Observatoriums nutzt. Wer gerne an einer geführte Tour inklusive Besuch im Observatorium teilnehmen möchte, der sollte am besten bei der Onizuka Center for International Astronomy Visitor Information Station vorbeischauen.

Ein Urlaub auf Hawaii hat neben den Sternen noch jede Menge anderes zu bieten. Wir verraten euch, welche 10 exotischen Aktivitäten ihr auf der paradiesischen Insel auf jeden Fall ausprobieren sollte!

2. Death Valley Nationalpark, Kalifornien, USA – ein Ausblick ohne Grenzen

Umso weniger Lichter, umso trockener die Luft und umso höher der Aussichtspunkt, umso besser der Ort zum Stargazing – und der Death Valley Nationalpark im amerikanischen Kalifornien vereint all diese Eigenschaften. An klaren Frühlingsnächten kann man die Sterne in diesem 13.700 Quadratkilometer großen Park so klar sehen, dass sogar die Nebulas zwischen den hell leuchtenden Sonnen sichtbar werden. Obwohl die Aussicht auf den Himmel hier das ganze Jahr über beeindruckend ist, bietet sich ein Besuch zwischen November und April am besten an, da hier die Temperaturen nicht ganz so brodelnd heiß wie im Sommer sind und die Parkranger überdies spezielle Sternbeobachter-Events abhalten.

3. Lappland, Finnland – bewundert die Aurora Borealis

Aurora Borealis Nordlichter Lappland

Eines der faszinierendsten Himmelsphänomene, die man auf Erden bewundern kann, sind unumstritten die einzigartigen Nordlichter, auch Aurora Borealis genannt. Das unwirkliche farbenfrohe Schimmern am Firmament kann beinahe im ganzen nördlichen Skandinavien beobachtet werden, am allerschönsten jedoch im finnischen Lappland, etwa in den Städten Kakslauttanen oder Utsjoki. Die beste Zeit, um die Aurora Borealis zu bestaunen, ist zwischen September und März, besonders im späten Herbst und Winter – hier können die Lichter mitunter sogar jede zweite Nacht auftreten. Auch im südlicheren Finnland gibt es Nordlicht-Erscheinungen, hier allerdings viel seltener, bloß zehn bis zwanzig Tage im Jahr.

Ihr könnt von den Aurora Borealis gar nicht genug bekommen? In unserem Artikel zu den 8 bezauberndsten Orten, um Nordlichter zu sehen, findet ihr viele weitere Urlaubsideen zum Himmel bestaunen!

4. Cumberland Falls, Kentucky, USA – die nachtaktiven Brüder des Regenbogens: Mondbögen

Jeder von uns hat während eines kurzen Regenschauers bei sonnigem Wetter schon mal einen Regenbogen gesehen – weniger vertraut sind die meisten jedoch mit der Tatsache, dass auch das Licht des Mondes in feuchter Luft farbige Bögen werfen kann, sogenannte Mondbögen. Einer der Orte, an denen man dieses seltene Phänomen regelmäßig beobachten kann, ist bei den Cumberland Falls im US-amerikanischen Bundesstaat Kentucky. Wenn der Mond hier voll steht und auf den Wasserfall scheint, hat man die besten Chancen, die faszinierenden Bögen zu sehen – und auch der Himmel selbst lädt hier zum Sterne bewundern ein.

Ob bei Tag oder Nacht, Regenbögen faszinieren einfach immer wieder. Per Klick auf den Link oder das Bild erfahrt ihr, an welchen 10 Orten ihr besonders tolle Regenbögen beobachten könnt.

5. Greenwich, London, England – Stargazing mitten in der Stadt im Royal Observatory

Wer die Sterne gerne mit ein wenig Hilfe aus der Nähe beobachten möchte, der ist im Königlichen Observatorium in Greenwich, London genau richtig. Das dem Himmel geweihte Museum informiert Besucher nicht nur über alles Wissenswerte, das es zur Sternenbeobachtung zu erfahren gibt, man kann dort auch selbst einen Blick aufs Firmament wagen. Während spezieller Shows gibt es dabei besonders tolle Möglichkeiten zum Stargazing, etwa beim The Sky Tonight oder Observing the Night Sky Event. Und wer schon mal hier ist: Neben den Sternen gibt es hier auch den Verlauf des Null-Meridians zu sehen.

6. Atacama Wüste, Chile – bestes Klima zum Stargazen

Die Atacama Wüste im südamerikanischen Chile ist einer der trockensten Orte der Welt. Mit gerade mal einem Milimeter durchschnittlichem Niedeschlag pro Jahr und ihrer Lage abseits jeglicher großer Siedlungen herrschen hier perfekte Wetterverhältnisse, um einen ungetrübten Blick auf sämtliche Himmelskörper der südlichen Hemisphäre zu haben. Hier befindet sich auch das Paranal Observatorium, das besucht werden darf, und in dem sogar ein eigenes Hotel, das Residencia, untergebracht ist. Wer einen Stargazing-Trip in die Wüste unternehmen möchte, der sollte dies im Zuge einer Tour mit einem erfahrenen Führer tun.

7. Connemara, Irland – Sternenpracht über den Wellen

Connemara an der irischen Westküste ist für seine wundervollen naturbelassenen Landschaften bekannt. Hier findet man noch zahlreiche kleine Dörfer, in denen ein Großteil der Bevölkerung sogar noch die keltische Sprache Irisches Gälisch spricht. Ein besonderes Highlight der Region sind zudem die atemberaubend schönen Küsten – und genau hier lässt sich nachts auch ein einzigartiger Blick auf die Sterne werfen. Lichtverschmutzung gibt es hier kaum und wer einmal eine Nacht am irischen Strand verbracht hat, den Wellen lauschte und sich dabei vom Strahlen am Firmament verzaubern ließ, der wird das einmalig schöne Erlebnis garantiert nie wieder vergessen. Kleiner Tipp: Ein Stargazing-Trip nach Connemara ist der absolute Romantikurlaub für frisch Verliebte und unzertrennliche Paare.

Romantik liegt euch im Blut und ihr sucht nach mehr Inspirationen für traute Urlaube zu zweit? Dann seht euch am besten gleich unseren Artikel zu 10 der romantischsten Klischee-Reisen an!

8. Grand Canyon, Arizona, USA – unvergessliche Ausblicke nach oben und unten

Der Grand Canyon ist auch ohne Stargazing einer der beeindruckendsten Orte der Welt; nachts jedoch, wenn hier die Sterne und Planeten am Himmel sichtbar werden, ist die Aussicht einfach unvergleichlich. Das warme, trockene Klima, die saubere Luft und die Entfernung zu größeren Städten schaffen hier ideale Bedingungen für alle Hobby-Astronomen. Besonders zu empfehlen ist hier ein Trip zum Stargazing während der jährlich stattfindenden Grand Canyon Star Party. Während des knapp eine Woche dauernden Events kommen zahlreiche Experten sowie Hobby-Sternenforscher zum Nord- sowie Südrand des Canyons, um dort ihr Wissen und ihre Teleskope zu teilen und ins Universum zu blicken.

9. South Island, Neuseeland – lasst euch von der Aurora Australis verzaubern

aurora australis neuseeland
© koennz, Flickr (Creative Commons, CC BY 2.0)

Was die Nordlichter im Norden, sind die Südlichter im Süden und nirgends kann man diese so toll bewundern wie im von Haus aus unvergleichlich schönen Neuseeland. Auf der Südinsel des Landes „under down under‟ gibt es gleich mehrere Plätze, an denen sich die Lichter nachts gerne zeigen, die besten Chancen hat man allerdings auf der Insel Steward Island. Andere Plätze inkludieren etwa die Gegend rund um den Lake Tekapo oder in den Catlins. Während sich die Nordlichter vor allem in grünen bis bläulichen Schattierungen zeigen, sind im Süden auch rote Lichter sehr üblich. Die beste Zeit, um Aurora Australis zu sichten, beginnt im Süden, wenn sie im Norden endet, und umgekehrt; insofern sollte man hier zwischen März und September (was in Neuseeland den Wintermonaten entspricht) auf Ausschau gehen. Die Chance, das Phänomen zu sehen, ist im Süden jedoch um einiges geringer als im Norden. Die gute Nachricht: Auch wenn ihr das einzigartige Schauspiel selbst nicht zu sehen bekommt, bietet Neuseeland einen unglaublich schönen Blick auf die Sterne, inklusive Konstellationen, die in unseren Breitengraden nicht sichtbar sind, wie etwa das sogar auf der Flagge des Landes abgebildete Southern Cross.

Ihr möchtet während eures Urlaubs im Land der Hobbits und Naturwunder so viel wie möglich sehen? Wie wäre es dann eventuell mit einem Road Trip durch das Land? Wir haben für euch die 10 besten Road Trips durch Neuseeland ausfindig gemacht!

10. Spiti Valley, Himalayas, Indien – den Sternen ganz nah

Himalaya Stargazing
© Purushottam Pawar, Flickr (Creative Commons, CC BY 2.0)

Das Spiti Valley in Indien ist ein abgelegenes Wüstental in den Himalayas, einer der höchsten Bergketten der Welt und Heimat des höchsten Berges der Welt, des Mount Everest. Der beste Ort hier zum Sterne beobachten ist das Dorf Kibber, das angeblich höchste per Auto erreichbare Dorf der Welt. Das Wüstenklima, gepaart mit der hohen Lage, erlaubt hier Blicke zu den Himmelskörpern, wie man sie nirgends sonst auf der Welt zu sehen bekommt. Ob man ein Teleskop mit sich führt oder einfach nachts den Blick mit freiem Auge genießt – die Sicht wird Besucher auf keinen Fall enttäuschen.

11. Berlin, Deutschland – leuchtende Wolken in der Dämmerung

Strikt gesprochen handelt es sich bei Nachtwolken nicht um Stargazing. Da das seltene Naturschauspiel allerdings mindestens genauso beeindruckend ist wie die Sterne selbst, wollten wir es unbedingt in diese Liste aufnehmen. Nachtwolken entstehen, wenn sich in der kältesten Schicht der Erdatmosphäre Eiskristalle bilden und diese dann in der Dämmerung von der bereits hinter dem Horizont verschwundenen Sonne erleuchtet werden. Das Resultat sind scheinbar von sich aus leuchtende Wolkenformationen, die vor allem im Norden in den Sommermonaten Juni und Juli sichtbar sind.

Nordlichter, Mondbögen, Nachtwolken – Naturphänomene faszinieren euch mehr als alles andere? Dann schaut doch in unseren Artikel zu den 7 außergewöhnlichsten Phänomenen der Natur und holt euch massig weitere Inspiration für unvergessliche Reisen.

12. Island – noch mehr Nordlichter und einer der schönsten Himmel der Welt

Island Nordlichter Aurora Borealis

Island ist nicht nur eines der schönsten Länder der Welt, es ist auch, genau wie Skandinavien, für seine bezaubernden Nordlichter bekannt. Im gesamten Land kann man so während klarer Nächte die Aurora Borealis bewundern – aber auch wenn sich die Lichter nicht blicken lassen, gibt es hier einen der schönsten Nachthimmel überhaupt zu sehen. Island hat mit durchschnittlich bloß knapp über drei Personen pro Quadratkilometer eine der niedrigsten Bevölkerungsdichten der Welt und damit auch bloß sehr geringe Lichtverschmutzung. Zudem ist die Luft hier sehr rein. Der Blick auf die Sterne hier, gerade abseits der größeren Ansiedlungen, ist dadurch absolut fantastisch.

Ihr möchtet Island ausgiebig erkunden und braucht dafür noch Ideen? Per Klick auf den Link oder das Bild zeigen wir euch, welche Sehenswürdigkeiten ihr auf dem Eiland im Norden auf keinen Fall verpassen dürft!

Tipps für Hobby-Astronomen

Natürlich eignen sich noch viele andere Orte neben diesen absoluten Geheimtipps zum Sterne beobachten. Abschließend deshalb ein paar generelle Dinge, auf die ihr für ein ideales Stargazing-Erlebnis achten solltet:

  • keine Lichtverschmutzung – umso dunkler, umso besser
  • trockenes Klima – achtet auf die Niederschlagshäufigkeit
  • saubere Luft – umso weiter entfernt von großen Städten und Straßen, desto reiner die Atmosphäre
  • Neumond – nicht nur künstliches Licht, auch der Schein unseres Mondes beeinträchtigt die Sicht
  • Jahreszeit – verschiedene Jahreszeiten bieten verschiedene Sternenkonstellationen, konsultiert Google Sky oder andere Sternenkarten für mehr Infos
  • Seid geduldig – es dauert bis zu 20 Minuten, bis eure Augen sich völlig an die Dunkelheit gewöhnt haben und während dieser Zeit werdet ihr nach und nach immer mehr Details am Nachthimmel erkennen können

 

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