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Urlaub in Jordanien: Die Top 10 Orte für eine Rundreise

Das Königreich Jordanien ist vielseitig und kulturell einfach spannend anzusehen. Entdeckt Petra, Amman und noch mehr!

Besonders Kultur- und Studienreisende zieht es nach Jordanien dank seiner zahlreichen antiken Stätten und bringt den Besuchern durch seine jahrtausendealte Geschichte den Zauber des Orients näher.

So können sich Besucher bei einem Gang durch die prachtvollen Straßen Jerashs auf Zeitreisen in das Alte Rom begeben, die legendäre Felsenstadt entdecken oder auf den Spuren des Alten Testaments entlang des Jordans wandeln. Trotz seiner Vielseitigkeit ist das Land klein genug, um alle Sehenswürdigkeiten innerhalb einer Tagestour zu erreichen – egal ob man die weiten Wüstenlandschaften des Wadi Rum sehen, in den leuchtenden Korallenriffen am Golf von Aqaba tauchen oder im Toten Meer baden will.

Viele Jordanien-Interessierte machen sich zurzeit Gedanken um die Sicherheit in der Region. Grundsätzlich kann Jordanien jedoch als eines der stabilsten und sichersten Länder der arabischen Welt bezeichnet werden. Seit mehr als 30 Jahren herrscht im Land Frieden und aufgrund der großen Aufgeschlossenheit und viel gerühmten arabischen Gastfreundschaft der Jordanier lässt sich das Land leicht bereisen.

Reisebloggerin Anja Knorr von Happybackpacker.de war vor Kurzem dort und hat für uns die Top-Reiseziele des Landes zusammengestellt.

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1. Amman

Amman ist eine lebendige Metropole inmitten einer hügeligen Landschaft mit der Wüste auf der einen und dem fruchtbaren Jordantal auf der anderen Seite. Als größte Stadt im Land ist sie der ideale Ausgangspunkt, um Jordanien zu erkunden. Amman präsentiert sich als eine Stadt voller Kontraste. Traditionelle Märkte, geheimnisvolle Muezzin-Rufe, historische Sehenswürdigkeiten wie das Römische Theater oder die Ruinen des ehemaligen Herkulestempels vermischen sich eindrucksvoll mit westlichem Lebensgefühl, in dem sich modisch gekleidete jungen Frauen in angesagten Bars mit ihren Freundinnen treffen. Ein absolutes Muss ist ein Aufstieg auf den Zitadellenhügel, der höchsten Erhebung der Stadt, von dem der Blick über das Häusermeer der Stadt überwältigend ist. Dort finden Besucher auch die steinernen Überreste des Ummayadenpalastes, der vermutlich im achten Jahrhundert erbaut wurde.

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2. Jerash (auch bekannt als Gerasa)

Lasst euch ins Alte Rom zurückversetzen.

Etwa 40 Kilometer nördlich von Amman liegt Jerash. Sie zählt zu den weltweit am besten erhaltenen römischen Provinzstädten und vermittelt einen exzellenten Eindruck darüber, wie das Leben im Alten Rom wohl gewesen sein könnte. Unzählige prachtvolle Kolonnadenstraßen, Bögen, Tempel und Bäder vermitteln den Eindruck, als könnte jeden Moment ein alter Römer um die Ecke kommen. Jahrhundertelang war die Stadt unter Sand versteckt und wurde daher in einem bemerkenswert guten Zustand bewahrt. Erst im Verlauf der letzen Jahrzehnte wurde die Stadt in mühevoller archäologischer Arbeit ausgegraben und aufwendig restauriert.

3. Die Festung Ajloun

Die Festung Ajloun

Nicht weit von Jerash entfernt zeugt eine imposante Festung von der reichen Kultur des Landes. Die im 12. Jahrhundert erbaute Festung Ajloun wurde zur Verteidigung gegen christliche Kreuzfahrer errichtet und liefert imposante Einblicke in die frühe islamische Architektur.

4. Totes Meer

Im Toten Meer lässt es sich gut treiben und glasklar ist es auch.

Das Tote Meer ist nicht nur der größte Salzsee der Welt sondern mit mehr als 400 Metern unterhalb des Meeresspiegels auch der tiefste Punkt der Erde. Der See ist für seine Heilkraft bekannt und zieht jedes Jahr viele Touristen an, die mit Haut- und Atemwegserkrankungen zu kämpfen haben. Das Tote Meer bietet eine weltweit einzigartige Kombination aus mineralhaltigem Wasser und Schlamm sowie einem therapeutischem Klima mit einer besonders sauerstoffhaltigen Luft. Doch auch für Gesunde ist der Fun-Factor am Toten Meer ziemlich hoch: Ob beim Zeitunglesen oder Faxenmachen, es ist einfach unmöglich im See unterzugehen. Stattdessen treibt man wie eine Boje im Wasser. Dabei aber aufpassen, denn das Wasser sollte mit über 30 Prozent Salzgehalt nicht in die Augen oder auf offene Wunden kommen.

5. Petra

Die legendäre Felsenstadt Petra ist das touristische Juwel des Landes, Weltwunder der Neuzeit und absolutes Must-Do als Tourist in Jordanien. Sie liegt von hohen Bergen und rosaroten Felsen umgeben im Süden Jordaniens und wurde vor mehr als 2.000 Jahren von den Nabatäern als Handelsstadt erbaut. Zeitweise wohnten mehr als 40.000 Menschen in Petra und noch heute können Besucher hunderte Felsengräber und Tempelfassaden, Grabhallen und Felsreliefs erkunden. Angesichts der Größe ist es kaum zu glauben, dass die beeindruckende rosarote Felsenstadt über 1.000 Jahre in Vergessenheit geraten konnte, bis sie 1812 vom Schweizer Forscher Johann Ludwig Burckhardt wiederentdeckt wurde.

Indiana Jones Fans kennen Petra natürlich schon und zwar von seinem dritten Abenteuer Indiana Jones und der Letzte Kreuzzug. Lest hier mehr darüber: 10 filmreife Urlaubs-Drehorte – von Herr der Ringe bis Winnetou.

6. Die heißen Quellen von Ma’In

Auf die Temperaturen achten und genießen: die heißen Quellen von Ma'In

Etwa eine halbe Stunde südlich vom Toten Meer liegen die heißen Quellen von Ma’In. Nach einer Fahrt durch eine wenig einladende, felsige Steinwüste tauchen Besucher völlig unerwartet in eine erfrischende und saftig blühende Wüstenoase ein. Die Wasserfälle sind unglaublich heiß und werden durch die Erdwärme, die durch feine Haarrisse im unterirdischen Lavagestein austritt, auf bis zu 63 Grad erhitzt. Ein Bad in den heißen Quellen ist ein absolutes Muss. Durch die Wärme entspannen sich die Muskeln und die im Wasser enthaltenden Mineralien wirken sich positiv auf den Körper aus. Allerdings können die Wassertemperatur bei Außentemperaturen von 40 Grad im Schatten unerträglich heiß werden.

7. Bethanien

In Bethanien soll Jesus selbst getauft worden sein.

Die angebliche Taufstätte Jesu, Bethanien, liegt rund 45 Fahrminuten westlich von der Hauptstadt Amman und ist als der Ort bekannt, an dem Johannes der Täufer lebte und Jesus Christus im Jordan getauft wurde. Viele alte Ausgrabungen wie Münzen, steinerne Objekte und Ruinen weisen darauf hin, dass der Ort zu bereits Lebzeiten Jesu und Johannes besiedelt war. Wie so oft in solchen Fällen streiten sich die Experten jedoch, ob es sich bei der Stelle tatsächlich um die Taufstelle Jesus Christus handelt. Das hindert die zahlreichen Pilger jedoch nicht, sich im heiligen Wasser des Jordans auf beiden Seiten des Flusses zu waschen und den Ort als Wallfahrtsort zu besuchen.

8. Wüstenfeeling in Wadi Rum

Fast wie am Mars: Wadi Rums roter Sand in der Sonne

Ein Wadi bezeichnet einen ausgetrockneten Flusslauf und wenn man die ausgedehnten Weiten des Wadi Rums sieht, ist es nur schwer vorstellbar, dass die Wüste nach starken Regenfällen vorübergehend Wasser führen soll. Das Wadi Rum ist Jordaniens größte Wüstenlandschaft und nahezu unberührt. Das endlose Wüstenmeer mit seinen bis zu 1.750 Meter hohen monolithischen Felsformationen ist ein Paradies für erfahrene Bergsteiger und Ruhesuchende. Übrigens war Wadi Rum im Film Der Marsianer – Rettet Mark Watney beeindruckenderweise als Mars auf den Kinoleinwänden zu sehen.

Wer die Wüste besuchen möchte, sollte allerdings nicht im Hochsommer dorthin fahren, da die Temperaturen dort locker 40 Grad und mehr erreichen. Hier haben wir noch mehr Tipps dazu: Wo man im Hochsommer lieber nicht hinfahren sollte.

9. Wadi Mujib

Im Wadi Mujib könnt ihr euren inneren Abenteurer ausleben. Wir sagen nur Canyoning!

Eine Wanderung im Wadi Mujib ist wohl eines der tollsten Natur- und Outdoorerlebnisse, die man in Jordanien erfahren kann. Dabei handelt es sich um eine riesige Bergschlucht mit vielen Klippen und Tiefen. Das Wadi erinnert in seiner Schönheit an den Grand Canyon in den USA. Es endet 410 Meter unter dem Meeresspiegel am Toten Meer und beherbergt aufgrund seines unwegsamen Geländes viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Bei der Wanderung durch das Wadi waten Besucher durch knietiefes Wasser, seilen sich an Wasserfällen ab und rutschen nassen Hänge hinab wie auf einer Rutsche. Für das Canonying benötigt man festes Schuhwerk, das nass werden darf und am besten einen Beutel, der die Kamera und sonstige Wertgegenstände trocken hält. Die Wanderung dauert insgesamt zwei bis drei Stunden.

10. Der Golf von Aqaba

Wassersportler und Sonnenanbeter werden sich im Golf von Aquaba besonders wohlfühlen.

Jenseits der Sandmeere am Golf von Aqaba finden Besucher kristallklares Wasser, prächtige Korallenriffe, viele seltene Fischarte und sehr weite Unterwassersicht. Die Bedingungen für Wassersportler sind extrem gut, da Aqaba an einem Seitenarm des Roten Meeres liegt, das zu weltbesten Tauchrevieren zählt. Das gemäßigte Klima und die milden Wasserströmungen bilden ideale Voraussetzungen für das Wachstum der Korallen und die unglaubliche Vielfalt an Meerestieren. Trotzdem gilt die Stadt noch als Geheimtipp und ist lange nicht so überlaufen wie andere Orte am Roten Meer.

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