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Ist es sicher, 2020 zu reisen?

Kann man diesen Sommer bedenkenlos verreisen? Oder empfiehlt es sich, lieber Urlaub in der Bundesrepublik ins Auge zu fassen? Wir klären auf!

2020 ist alles andere als ein typisches Reisejahr. Die COVID-19-Pandemie ist nach wie vor im Gange. Viele sonst passionierte Reisende fragen sich, wie sicher es ist, im Angesicht des weltweiten Ausnahmezustands zu reisen. In unserem Artikel möchten wir eure brennendsten Fragen zum Thema sicheres Reisen während Corona beantworten.

Sämtliche Informationen in diesem Artikel wurden am 21. September 2020 aktualisiert. Der Artikel wurde nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, mögliche Fehlinformationen sind allerdings nicht auszuschließen. Dieser Artikel ersetzt keinesfalls die Information von fachkundigen Institutionen. Weitere Informationen zur Reisesicherheit während Corona sowie zu aktuellen Reisewarnungen findet ihr auf der Website des Auswärtigen Amts. Informationen zu aktuellen Risikogebieten gibt es zudem auf der Website des Robert Koch Instituts.

Worauf muss ich beim Reisen während COVID-19 generell achten?

Bevor wir ins Detail zu verschiedenen Aspekten von Reisen und Reisesicherheit während der Corona-Pandemie kommen, wollen wir euch zunächst einen Überblick über die verschiedenen Faktoren geben, um 2020 sicher in den Urlaub zu starten.

Wovon hängt sicheres Reisen 2020 generell ab?

Der Hauptaspekt, den es in Bezug auf eure Reisesicherheit dieses Jahr zu beachten gilt, ist die Wahrscheinlichkeit sich während des Urlaubes mit COVID-19 zu infizieren bzw. eine unbemerkte Infektion an andere weiterzugeben. Der größte Faktor hierbei ist, wie vielen Leuten ihr persönlich begegnet. Reisen im Auto, wo ihr von anderen Menschen die meiste Zeit über abgeschottet seid, mit angeschlossenem Aufenthalt in einem privat gemieteten Bungalow, tragen somit beispielsweise ein weit geringeres Risiko als eine Flugreise mit Aufenthalt in einem Hotel.

Aber nicht nur auf die Art des Reisens kommt es an, sondern natürlich auch auf den gewählten Urlaubsort. Während manche Länder die Pandemie dank früher, strikter Maßnahmen verhältnismäßig gut im Griff haben, gelten andere Länder bzw. Regionen als Risikogebiete, die nach Möglichkeit vermieden werden sollen. Überprüft vor jeder Reise daher stets die jeweiligen Länderinformationen und Reisehinweise.

Erfahrt hier mehr über die Zukunft des Flugverkehrs: Flugreisen nach COVID-19

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Welchen Risiken setze ich mich aus, wenn ich in Risikogebiete reise?

Das Hauptrisiko für eure Reisesicherheit bei Auslandsreisen ist vor allem jenes, sich selbst oder andere zu infizieren – es gibt allerdings noch andere Dinge zu beachten.

Viele Länder weltweit haben aufgrund der COVID-19-Pandemie Reisebeschränkungen erlassen, die nun zum Teil wieder aufgehoben wurden. Zudem hat das Auswärtige Amt von den Beschränkungen unabhängige Reisewarnungen ausgesprochen. Mit Stand 21. September 2020 bestehen diese weiterhin für sämtliche Reisen in 160 Drittländer bis 30. September. Vom 1. Oktober an soll es demnach auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben: für Risikogebiete laut RKI soll laut Bundesregierung künftig auch eine Reisewarnung bestehen.

Folgende Länder Europas sind zurzeit ebenfalls von einer Reisewarnung des Auswärtigen Amtes betroffen:
  • Bundesland Wien in Österreich
  • Hauptstadt Budapest in Ungarn
  • Provinzen Nordholland (Noord-Holland) und Südholland (Zuid-Holland) in den Niederlanden
  • Stadt Prag und die Region Středočeský (Mittelböhmische Region) in Tschechien
  • Kantone Freiburg (Fribourg), Genf und Waadt (Vaud) in der Schweiz
  • Spanien, am 2. September wurde die Reisewarnung auf die Kanarischen Inseln erweitert
  • Großraum Paris und die Regionen Île de France, Provence-Alpes-Côte-d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes, Hauts-de-France sowie Korsika in Frankreich und die Überseegebiete Französisch-Guyana, St. Martin, Guadeloupe und La Réunion
  • Andorra
  • Gibraltar
  • Brüssel in Belgien, die Reisewarnung für die Provinz Antwerpen wurde am 2. September aufgehoben
  • Kreise Neamt, Caras Severin, Bacău, Bihor, Brăila, Brașov, Ilfov, Prahova, Vaslui, Iasi, Vrancea und die Stadt Bukarest in Rumänien
  • Blagoevgrad in Bulgarien
  • Gespanschaften Brod-Posavina, Virovitica-Podravina, Šibenik-Knin, Split-Dalmatien, Dubrovnik-Neretva und Pozega-Slavonia in Kroatien

Darüber hinaus erlaubt der baltische Staat Lettland wegen der erneuten Ausbreitung von Corona in Europa seit dem 24. August keine Einreisen mehr. Alternativ können sich Urlauber zunächst 14 Tage in Quarantäne begeben. Auch Estland sieht seit 31. August eine Quarantäne für Reisende aus Deutschland vor. Ähnliches gilt für Einreisen nach Norwegen und Island. Ungarn hat dagegen am 1. September seine Grenzen für mindestens einen Monat dicht gemacht.

Welche Reiseziele sind noch sicher bzw. wo kann man Urlaub machen?

Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Auslandsreisen, darunter auch in beliebte Reiseziele wie Thailand und Ägypten. Die pauschale Reisewarnung gilt bis einschließlich 30. September 2020. Ab 1. Oktober soll es demnach auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben. Folgende Länder sind gänzlich von der weltweiten Reisewarnung ausgenommen und gelten somit als sichere Reiseziele:

  • EU-Mitgliedstaaten: Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Italien, Luxemburg, Griechenland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Republik Zypern
  • Schengen-assoziierte Staaten: Island, Liechtenstein, Norwegen
  • das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat

Länder der Europäischen Union, die hier nicht aufgelistet wurden, sind entweder von einer Reise- oder Teilreisewarnung betroffen. Informiert euch dazu im Detail auf der Webseite des Robert Koch Instituts.

Das heißt allerdings nicht unbedingt, dass jede Reise in die genannten Länder ohne Einschränkungen möglich ist. Einzelne Länder können weiterhin über spezifische Einreisebestimmungen verfügen oder eine Quarantäne bei Einreise vorsehen. Vor jeder Buchung solltet ihr daher zusätzlich die Reise- und Sicherheitshinweise des jeweiligen Reisezieles auf der Webseite des Auswärtigen Amtes einsehen, um eure Reisesicherheit zu gewährleisten.

Wie sieht die Reisesicherheit in Deutschland aus?

Bund und Länder haben sich auf eine einheitliche Regelung geeinigt: sollte in einer Region die Obergrenze von 50 aktuellen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen überschritten werden, wird mit einem Lockdown oder erneuten Verschärfungen reagiert. Zurzeit sind München, Würzburg und der Landkreis Cloppenburg davon betroffen und reagieren mit verschärften Kontaktbeschränkungen. Genaue Daten zu den deutschen Coronavirus-Fällen finden ihr auf dem Dashboard des RKI.

Demnach gilt Deutschland zurzeit größtenteils als sicheres Reiseziel und nichts spricht gegen einen Heimaturlaub. Allerdings solltet ihr euch auch im Heimaturlaub an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten, um eure Reisesicherheit jederzeit zu gewährleisten. Informiert euch darüber hinaus über die Corona-Regelungen in den Bundesländern, da sich diese in ihren Corona-Maßnahmen voneinander unterscheiden können.

Ist eine Reisewarnung ein Reiseverbot?

Eine Reisewarnung wird vom Auswärtigen Amt für Risikogebiete ausgesprochen. Sie ist grundsätzlich kein Reiseverbot, sie sagt jedoch aus, dass von einer „konkreten Gefahr für Leib und Leben“ ausgegangen werden muss. Es handelt sich also um einen Appell, nicht um einen Befehl oder gar um ein Verbot. Gegebenenfalls wird auch nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes gewarnt (Teilreisewarnung).

Eine Reisewarnung gilt als die höchste Warnstufe für Reisen, davor stehen die Reisehinweise und Sicherheitshinweise. In den Reisehinweisen findet ihr Informationen zu den Einreisebestimmungen im entsprechenden Land, wogegen die Sicherheitshinweise auf besondere Risiken aufmerksam machen.

Auf der Webseite des Auswärtigen Amtes findet ihr die aktuellsten Reisehinweise, Sicherheitshinweise und Reisewarnungen. Um jederzeit sicher zu reisen, solltet ihr euch stets über die aktuelle Lage in eurem Wunschreiseziel informieren.

Was gilt bei Einreise aus einem Risikogebiet?

Durch die unvorhersehbaren Entwicklungen kann sich die Lage, was Einreisebestimmungen und Risikogebiete anbelangt jederzeit ändern. Das bedeutet, dass erneut Reisebeschränkungen bzw. weitere Quarantänemaßnahmen eingeführt werden könnten. Für Reisende aus Deutschland heißt das, dass auch während des Urlaubs die Möglichkeit einer Flugannullierung besteht.

Reisende aus Risikogebieten sind zurzeit verpflichtet sich innerhalb von 72 Stunden nach der Rückkehr auf das Coronavirus testen zu lassen. Wenn das Testergebnis negativ ist, kann die Quarantäne aufgehoben werden. Ab dem 1. Oktober soll die Quarantäne fühestens nach fünf Tagen mit einem Negativtest aufgehoben werden können.

Auch auf die Klauseln der eigenen Reiseversicherung sollte man achten: Selbst wenn Reisen in andere Länder problemlos möglich sind, könnte es sein, dass Reiseversicherungen bei Aufenthalten in Risikogebieten bzw. Ländern mit aufrechten Reisewarnungen ihre Gültigkeit verlieren. Informiert euch vor Abreise, inwieweit dies auf euch und eure eigene Reiseversicherung zutrifft.

Auf der Webseite des RKIs könnt ihr eine regelmäßig aktualisierte Liste über die weltweiten Risikogebiete einsehen.

Hier findet ihr den ultimativen Guide zu Reiseversicherungen und dem Coronavirus

Wie kann ich 2020 trotz COVID-19 sicher reisen?

Solange die Corona-Pandemie besteht, ist vollkommen sicheres Reisen leider nicht möglich. Daher rät auch das Auswärtige Amt aktuell von nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. Dennoch gibt es etliche Reiseempfehlungen, um notwendige Reisen möglichst sicher zu gestalten. Hierzu zählen generelle Hygiene- und Präventionsmaßnahmen wie das Tragen von Masken, die Einhaltung des vorgegebenen Mindestabstands, das regelmäßige Waschen von Händen bzw. Desinfizieren von Oberflächen sowie die Vermeidung von Menschenansammlungen, insbesondere in Innenräumen.

Um sicher zu reisen kommt es also auch speziell darauf an, welche Art des Reisens gewählt wird, wo ihr während eures Urlaubes/Auslandsaufenthaltes unterkommt bzw. welche Aktivitäten ihr dabei ins Auge fasst.

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Ist es sicher, während COVID-19 zu fliegen?

Wer in ferne Länder reist, ob beruflich oder privat, der wählt meist das Flugzeug. Auf den ersten Blick erscheint die Reise per Flugzeug während Corona riskant, sind hier doch viele Menschen auf kleinem Raum, die über Stunden hinweg zirkulierende Luft atmen.

Tatsächlich ist das Risiko, sich im Flugzeug selbst anzustecken, jedoch weit geringer, als man meinen möchte. In Flugzeugen wird seit jeher darauf geachtet, für besonders gute Luftqualität zu sorgen. Hierfür kommen sogenannte HEPA-Filter zum Einsatz, die die Luft bei jeder Zirkulation filtern und so effektiv sind, dass sie selbst kleinste Körper wie COVID-19-Viren erfassen. Hinzu kommt, dass bloß rund 40 bis 50 Prozent der Luft im Flugzeug wirklich zirkuliert – die restlichen 50 bis 60 Prozent sind von außen zugeführte Frischluft.

Letztendlich sorgt auch die Luftzirkulation selbst für größere Reisesicherheit: Die gefilterte bzw. frische Luft strömt von Düsen über den Fluggästen vertikal nach unten gen Boden, wo sie eingesaugt und anschließend gefiltert wird. Durch all diese Maßnahmen, ist die Wahrscheinlichkeit, sich im Flugzeug über die Klimaanlage anzustecken, sehr gering.

Welche sind die größten Risikofaktoren beim Fliegen?

Der größte Risikofaktor ist einmal mehr der direkte Kontakt zu Mitreisenden. Unterhält man sich beispielsweise mit seinem Sitznachbarn, dann kann dessen Atemluft einen erreichen, bevor sie noch vom Luftstrom der Klimaanlage erfasst und im Anschluss gefiltert wird. Das Risiko dieser direkten Ansteckung wird wiederum durch das Tragen von Masken während des Fluges sowie das Einhalten größerer Abstände zwischen Passagieren verringert. Wer im Flugzeug sicherer sein möchte, der wählt zudem einen Fensterplatz bzw. sitzt in der letzten Reihe.

Schlussendlich besteht noch die Frage nach der Übertragung über Oberflächen. Die meisten Airlines haben hier seit dem Ausbruch von COVID-19 verbesserte Reinigungsstandards eingeführt, es empfiehlt sich jedoch weiterhin, auf gute Handhygiene zu achten, das Berühren von Augen, Mund und Nase ohne vorheriges Händewaschen mit Seife oder Desinfektionsmittel zu vermeiden bzw. auch eigene Desinfektionstücher mitzubringen, um die Oberflächen am eigenen Sitzplatz bei Flugantritt selbst abzuwischen.

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Wieso holt man sich trotz guter Luft im Flugzeug so oft Erkältungen?

Die Ansteckung erfolgt hier tatsächlich meist nicht im Flugzeug selbst, sondern während des Aufenthalts am Flughafen bzw. bei der Reise von und zu diesem. Beim Warten in der Abflughalle, beim Anstehen am Sicherheitscheck und mehr sollte man beim Reisen während der Corona-Pandemie insofern ebenfalls speziellen Wert auf das Tragen von Masken sowie das Einhalten von Sicherheitsabständen legen.

Jedwede Kontakte, die vermieden werden können, sollten zudem auch tatsächlich vermieden werden: Check-ins mittels Mobiltelefon anstatt am Schalter, Getränke für die Zeit vorm Sicherheitscheck selbst mitbringen, für die Fahrt vom/zum Flughafen ein Taxi statt den vollen Bus oder Zug wählen, etc.

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Wie sieht es mit sichereren Alternativen aus?

Eine Flugreise ist natürlich nur eine Möglichkeit, um an sein Ziel zu kommen. Wie sieht es bei der Reise mit dem eigenen Auto bzw. Mietwagen oder Zug aus?

Das eigene Auto bzw. ein Mietwagen sind in Corona-Zeiten eine besonders sichere Variante, um kürzere Strecken zurückzulegen. Durch den fehlenden Kontakt mit anderen Reisenden – Toilettenpausen exklusive – wird die Ansteckungsgefahr hier stark reduziert. Bei Mietwagen gilt einmal mehr: Oberflächen am besten selbst desinfizieren und den Handkontakt mit Augen, Nase und Mund ohne vorheriges gründliches Händewaschen mit Seife bzw. Händedesinfizieren vermeiden.

Bei der Reise mit dem Zug kommt es auf die Art des Zugabteils an: Private Abteile in Nacht- und Fernreisezügen bergen beispielsweise ein geringeres Risiko als die Fahrt in einem Großraumabteil, in dem sich womöglich sogar Sitzreihen gegenüberstehen. In jedem Fall gilt auch hier, dass das Tragen von Masken und gute Handhygiene essenziell sind, um das Ansteckungsrisiko zu senken und möglichst sicher zu reisen.

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Am Urlaubsort angekommen: Wie wohne ich sicher?

Wer die Reise an sein Ziel sicher hinter sich gebracht hat, der möchte natürlich auch den Aufenthalt sorglos genießen. Doch wo wohnt es sich am risikoärmsten?

Viele Hotelketten legen seit Ausbruch von COVID-19 verstärkten Fokus auf die gründliche Reinigung ihrer Zimmer und führten zudem Maßnahmen ein, um den Kontakt ihrer Gäste zu verringern, von eingeschränkten Speisemöglichkeiten (teilweise mit Ersatz-Zimmerservice) über größere zeitliche Abstände zwischen Buchungen in einzelnen Zimmern bis hin zur Umstellung auf kontaktlosen Check-in/Check-out. Der Kontakt zu anderen Hotelgästen lässt sich hier dennoch kaum vollkommen vermeiden, ob bei der Fahrt im Aufzug direkt oder sogar mit anderen Bewohnern beim Gang durch die Lobby. Das Tragen von Masken reduziert auch hier das Ansteckungsrisiko.

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Eine Alternative, die euch den Kontakt mit anderen Reisenden minimieren lässt, ist die Buchung privater Unterkünfte, beispielsweise von AirBnBs. Der Vorteil liegt hierbei vor allem darin, dass ihr die Unterkunft zumeist alleine bewohnt; der Nachteil ist allerdings, dass es kaum Standards gibt, was die Reinigung der Wohnungen zwischen einzelnen Gästen betrifft. Manche Hosts versuchen demnach, ihren Gästen höhere Sicherheit zu bieten, indem sie die Unterkünfte ausschließlich mit einigen Tagen Abstand vermieten und zudem auf spezielle Reinigungsmethoden hinweisen.

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Unsere Reiseempfehlungen für 2020

Wie oben bereits erwähnt, besteht im Moment für diverse Länder eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Auch von Einreisen nach Lettland, Estland, Norwegen, Island und Ungarn ist aufgrund bestehender Quarantäneregeln zurzeit abzusehen. Das bedeutet, dass ein Urlaub 2020 in erster Linie für bestimmte Länder bzw. Regionen der Europäischen Union in Frage kommt.

In Sachen Aktivitäten solltet ihr euch, um eure Reisesicherheit zu gewährleisten, auf solche beschränken, die es einfach möglich machen, den Kontakt zu anderen Reisenden oder auch den Einwohnern des Landes gering zu halten. Ferien im Grünen mit Ausflügen in die Natur, Wanderungen im Nationalpark, Strandurlaub an schwach besuchten Küstenabschnitten und Ähnliches bietet sich somit weit mehr an als ein Sightseeing-Urlaub in der Metropole oder ein Trip in den Vergnügungspark mit langen Menschenschlangen.

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Zusammenfassung: Wie sicher ist es, während COVID-19 zu reisen?

Wie sicher eine Reise während der Corona-Pandemie ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Insbesondere Zielort, gewählte Reisemittel und die gebuchten Unterkunft sind entscheidend. Aber auch Dinge, wie eure geplanten Aktivitäten und wie strikt ihr und das Land selbst, in das ihr reist, auf persönliche Sicherheitsmaßnahmen, wie das Tragen von Masken und die Einhaltung von Mindestabständen, achtet.

Vollkommen sicher zu reisen ist aktuell leider nicht möglich, dennoch können bestimmte Maßnahmen das Ansteckungsrisiko mit COVID-19 gering halten. Zudem sollte man bis zur Abreise und auch während des Urlaubs stets die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes im Auge behalten.

🗺 Auf unserer interaktiven Weltkarte könnt ihr live einsehen, wohin ihr bereits sich reisen könnt. Abonniert unsere E-Mail-Updates, um informiert zu werden, sobald euer ausgewähltes Reiseziel die Einreisebeschränkungen aufhebt bzw. die Einreisebestimmungen ändert:

FAQ

Gibt es eine kostenlose Reise-App für sicheres Reisen?

Die kostenlose Reise-App des Auswärtigen Amtes bietet euch Reiseempfehlungen und eine Checkliste für eure Reisevorbereitung, die Adressen der Vertretungen eures Reiselandes in Deutschland, Infos für Notfälle sowie die Adressen der deutschen Vertretungen in eurem Reiseland. Außerdem stehen euch Push-Nachrichten zu aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen zur Verfügung. Weitere Informationen findet ihr hier.

Deckt meine Reiseversicherung COVID-19 (Coronavirus) ab?

Einige Versicherungen haben Epidemien oder Pandemien vom Versicherungsschutz ausgeschlossen oder leisten nicht im Fall einer Reisewarnung vom Auswärtigen Amt. Weitere Informationen findest du in unserem Artikel Reiseversicherungen und das Coronavirus: der ultimative Guide.

Kann ich meinen Flug aufgrund einer Reisewarnung kostenlos stornieren?

Wird für ein Land eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt erhoben, handelt es sich um „höhere Gewalt oder ein erhebliche Gefährdung“, die grundsätzlich zu einer Stornierung ohne Entschädigung berechtigt. Sollte die Sicherheitslage im Zielgebiet ungewiss sein, zeigen sich Reiseveranstalter oft kulant und bieten auch ohne Reisewarnung die Möglichkeit an, kostenfrei ein neues Urlaubsziel zu wählen. Kontaktiert dazu die Fluggesellschaft oder den Reiseanbieter, bei dem ihr gebucht habt.

Hier findet ihr weitere nützliche Artikel zum Thema Reisesicherheit:

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