Reisetipps, Infos & Inspiration Krank im Urlaub: Diese 10 Länder haben ein Top-Gesundheitssystem

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Krank im Urlaub: Diese 10 Länder haben ein Top-Gesundheitssystem

Krank im Urlaub? In diesen Ländern ist das halb so wild. Schließlich belegen die folgenden Länder die Top-Plätze im europäischen Gesundheitskonsumenten-Index (EHCI).

Der EHCI (Euro Health Consumer Index) wird seit 2005 von der schwedischen Denkfabrik Health Consumer Powerhouse veröffentlicht und ist zu einem Maßstab für europäische Gesundheitssysteme geworden. Die Rangliste bewertet Jahr für Jahr anhand von knapp 48 Kategorien, die jährlich variieren, die Gesundheitssysteme von insgesamt 35 europäischen Ländern. Das deutsche Gesundheitssystem schaffte es 2018 auf Platz 12.

Platz 1: Schweiz

893/1000 Punkte (runter von 898 im vorherigen Jahr)

Im Jahr 2018 hat keines der Länder die 900-Marke erreicht, allerdings war die Schweiz nah dran. Die Schweiz geniesst bereits seit langem einen guten Ruf im Gesundheitswesen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Schweiz hoch abschneidet. Im Jahr 2018 war es das einzige Land, das in der Kategorie Barrierefreiheit, in allen Punkten überzeugen konnte. Aber angesichts der vielen Gelder, die die Schweiz in ihr Gesundheitssystem pumpt, verwundert diese Top-Platzierung nicht wirklich, oder? Das Schweizer Gesundheitswesen war wahrscheinlich schon früher so gut, aber die stark dezentrale kantonale Struktur des Landes hat die Datenerfassung erschwert.

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Platz 2: Niederlande

883/1000 Punkte (runter von 927 in 2016)

Mit 883 von 1000 möglichen Punkten liegt das niederländische Gesundheitssystem europaweit auf Platz 2 und ist somit das einzige Land das konstant unter den Top 3 platziert. 2016 erreichte das Land sogar einen bis dato nie dagewesenen Spitzenwert von 927 Punkten! Die Einführung lang ersehnter Indikatoren der psychischen Gesundheit, wie die Wartezeit für pädiatrische Psychiatrie und den Anstieg der Selbstmordrate führte zu einem ziemlich unerwarteten und dramatischen Ergebnis, bei dem die Niederlande nicht mehr ganz so gut abschnitt. Das führte dazu, dass das Gesundheitssystem das erste mal in 10 Jahren nicht mehr die Spitzenposition erreicht hat! Wer im Urlaub aber krank wird, der ist in den Niederlanden trotzdem bestens aufgehoben.

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Platz 3: Norwegen

857/1000 Punkte (runter von 865 in 2016)

Langsam aber sicher hat sich Norwegen an die Spitzenplätze im EHCI-Ranking herangetastet. Die insgesamt 857 Punkte reichen auch dieses Jahr wieder für die Bronzemedaille. Der norwegische Wohlstand und die sehr hohen Pro-Kopf-Ausgaben für das Gesundheitswesen scheinen sich langsam aber sicher auszuzahlen. Norwegen ist im Laufe der Jahre im EHCI-Ranking langsam, aber stetig gestiegen. Auch in der Kategorie Wartezeiten, über die sich norwegische Patienten in der Vergangenheit stets beschwert haben, hat sich das Land im Laufe der Jahre kontinuierlich verbessert. Als Vorreiter gelten die Norweger hingegen bei Behandlungserfolgen, Patientenrechten und Präventionsmaßnahmen.

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Platz 4: Dänemark

855/1000 Punkte

Dänemark wurde durch die Einführung der E-Health-Unterdisziplin im EHCI 2008 auf den 2. Platz katapultiert. Das Land verzeichnete seit der Aufnahme in den EHCI im Jahr 2006 einen kontinuierlichen Anstieg. Dänemark hat in den letzten Jahren auch bei der Senkung der Sterblichkeitsrate bei Herzkrankheiten sehr gute Fortschritte gemacht, doch mit der Einführung der Unterkategorie Prävention im Jahr 2013 verlor Dänemark im Vergleich zu seinem Wettbewerbern 20 Punkte. Auch der Zugang zur Gesundheitsversorgung wurde verschärft, da dänischen Patienten nur zwei Telefonnummern zur Verfügung standen: Die Rufnummer ihrer Hausärzte oder die Notrufnummer 112. 2018 scheint dieses Problem nun auch überwunden zu sein.

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Platz 5: Belgien

849/1000 Punkte (Anstieg von 832 in 2017)

Ein weiterer Musterknabe unter den Gesundheitssystemen ist Belgien mit 849 Punkten. Schließlich wird Belgien vom EHCI als das wohl großzügigste Gesundheitssystem Europas bezeichnet, das Patienten eine hochwertige Versorgung bietet. Trotzdem gehören die Belgier bei den Behandlungserfolgen nicht zur Spitzenklasse. Dafür darf man sich über die volle Punktzahl in der Kategorie Erreichbarkeit freuen.

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Platz 6: Finnland

839/1000 Punkte

Wie aus der EHCI-Rangliste hervorgeht, gehört Finnland zu den Europameistern in Bezug auf sein überaus gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Gesundheitswesen. Die Wartezeiten sind zum Teil noch recht lang, die Bereitstellung von „Komfortleistungen“, wie Kataraktchirurgie und Zahnbehandlungen, ist begrenzt und die Eigenbeteiligung für verschreibungspflichtige Medikamente ist deutlich höher als in anderen Ländern.

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Platz 7: Luxemburg

809/1000 Punkte

Luxemburg, das reichste Land in der EU, könnte es sich leisten, sein Gesundheitssystem umfassend auszubauen. Im Gegensatz zu Island konnte Luxemburg zudem mit seiner zentralen Lage in Europa punkten, dennoch haben Bürger aus Luxemburg lange Zeit Hilfe in guten Krankenhäusern im Ausland gesucht statt im eigenen Land versorgt zu werden. Genau aus diesem Grund hat Luxemburg immens an Punkten verloren. In der Kategorie Abtreibungen z.B. haben es viele Frauen bevorzugt im Ausland behandelt zu werden, als in dem kleinen intimen Staat, was die Datenerfassung erschwert hat. Luxemburg hat sich wegen der schlechten Bewertung in Bezug auf den Zigarettenkonsum beschwert, da die meisten dieser Zigaretten angeblich von anderen Nationalitäten geraucht würden. Aus Sicht der öffentlichen Gesundheit in Europa ist der Verkauf von billigen Zigaretten und Alkohol an Ihre Nachbarn allerdings nicht besser als der Eigenkonsum.

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Platz 8: Schweden

800/1000 Punkte (Anstieg von 786 in 2016)

Im Jahr 2018 hat Schweden Platz 8 erreicht und ist mit 800 Punkten somit wieder im 800er-Club. Dies hat das Land vor allem seinen exzellenten klinischen Resultaten zu verdanken, die überdurchschnittlich gut im Vergleich ausfielen. Abstriche macht Schweden allerdings in dem Zugang zur Gesundheitsversorgung, denn trotz der Bemühungen der Landesregierung das dezentralisierte Gesundheitssystem des Landkreises zu stimulieren und so die Wartelisten zu verkürzen, hat es das Land nicht geschafft die Situation in den Griff zu bekommen. Im europäischen Vergleich schneiden das britische und das irische Gesundheitssystem in der Kategorie Zugänglichkeit übrigens am schlechtesten ab.

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Platz 9: Österreich

799/1000 Punkte (runter von 800 in 2016)

Mit der Einführung der Kategorie Abtreibung hat Österreich deutlich an Punkten verloren: Im Gegensatz zu Polen oder Malta gibt es in Österreich kein Abtreibungsverbot, allerdings wird im öffentlichen Gesundheitswesen keine Abtreibung offiziell durchgeführt. Es ist also umstritten, ob Österreich in dieser Kategorie Punkte einbüßen sollte oder nicht, da es keine offiziellen Abtreibungsstatistiken gibt.

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Platz 10: Island

797/1000 Punkte (runter von 854 in 2016)

Obwohl in Island nur etwas über 300.000 Personen leben, ist das isländische Gesundheitssystem in der Lage, mehrere Millionen zu versorgen. Da Island über kein eigenes Ausbildungssystem für Fachärzte verfügt, verbringen diese im Allgemeinen acht bis zehn Jahre im Ausland, bevor sie wieder nach Island gehen. Somit können die isländischen Ärzte sowohl gute Kontakte als auch eine breitgefächerte Expertise vorweisen – das spiegelt sich auch in den Behandlungserfolgen wider. Da viele Patienten jedoch bei komplizierten Fällen ins Ausland geschickt werden, verliert Island an Punkten und landet 2018 nur noch auf Platz 10.

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Die Plätze 1 bis 15 der Länder mit den besten Gesundheitssystemen im Überblick:

Land in EuropaPunkte von 1.000
1. Schweiz 893 Punkte
2. Niederlande 883 Punkte
3. Norwegen 857 Punkte
4. Dänemark 855 Punkte
5. Belgien 849 Punkte
6. Finnland 839 Punkte
7. Luxemburg 809 Punkte
8. Schweden 800 Punkte
9. Österreich 799 Punkte
10. Island 797 Punkte
11. Frankreich 796 Punkte
12. Deutschland 786 Punkte
13. Portugal 754 Punkte
14. Tschechische Republik 731 Punkte
15. Estland 729 Punkte

Drei Tipps für Aufenthalte in Europa: So sind Krankheiten im Urlaub kein Problem

1. Nehmt die europäische Krankenversicherungskarte mit

Nehmt unbedingt eure europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mit. Die EHIC befindet sich bei vielen Krankenkassen auf der Rückseite der Versichertenkarte. Sie gilt für die gesamte Europäische Union, Island, Liechtenstein, Norwegen, Mazedonien, Kroatien und für die Schweiz. Mit dieser Karte habt ihr im Krankheitsfall Zugang zur medizinischen Grundversorgung.

2. Schließt eine Auslandskrankenversicherung ab

Da teure Rücktransporte durch die EHIC nicht gedeckt werden, empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung. Hinzu kommt, dass die europäische Versicherungskarte nicht überall in der EU akzeptiert wird. Patienten werden dann nur gegen Vorkasse behandelt und müssen nach ihrem Urlaub die Rechnungen bei ihrer Krankenkasse zur Kostenrückerstattung einreichen. Die Krankenkassen übernehmen auch hier nur die Kosten, die im Inland bei einem ähnlichen Fall angefallen wären. Und das kann zu einer unliebsamen Überraschung führen.

3. Merkt euch die Euronotrufnummer 112

Jedes Land hat seine entsprechenden Notrufnummern. Um es Reisenden einfacher zu machen, gilt die Euronotrufnummer 112 in allen Ländern der EU und der EFTA sowie in einigen weiteren Ländern Europas.

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