Reisetipps, Infos & Inspiration Krank im Urlaub: Diese Länder haben ein Top-Gesundheitssystem

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Krank im Urlaub: Diese Länder haben ein Top-Gesundheitssystem

Krank im Urlaub? In diesen Ländern ist das halb so wild. Schließlich belegen die folgenden Länder die Top-Plätze im europäischen Gesundheitskonsumenten-Index (EHCI).

Der EHCI wird seit 2005 von der schwedischen Denkfabrik Health Consumer Powerhouse veröffentlicht und ist zu einem Maßstab für europäische Gesundheitssysteme geworden.

Die Rangliste bewertet Jahr für Jahr anhand von 48 Indikatoren die Gesundheitssysteme von insgesamt 35 europäischen Ländern. Das deutsche Gesundheitssystem schaffte es dabei immerhin auf Platz 7.

Platz 1: Niederlande

Krank im Urlaub

Mit 927 von 1000 möglichen Punkten liegt das niederländische Gesundheitssystem deutlich an der Spitze und zeigt laut EHCI-Bericht keinerlei nennenswerte Schwachpunkte. Selbst das Problem der etwas zu langen Wartezeiten, die in den Vorjahresberichten stets kritisch angemerkt wurden, hätte man im Jahr 2016 behoben. Kein Wunder also, dass die Niederlande seit der erstmaligen Veröffentlichung des EHCI-Berichts im Jahr 2005 immer einen der drei Spitzenplätze belegte. Wer im Urlaub also krank wird, der ist in den Niederlanden bestens aufgehoben.

Platz 2: Schweiz

Arztbesuch

Nachdem die Niederlande im letzten Jahr erstmals die 900-Punkte-Marke geknackt hatte, folgt mit der Schweiz in diesem Jahr die nächste Nation. Insgesamt 904 Punkte erzielten die Eidgenossen, was vor zwei Jahren noch den ersten Rang bedeutet hätte. Besonders in der Kategorie „Erreichbarkeit“, worunter auch die Wartezeit fällt, konnte die Schweiz überzeugen. Aber angesichts der vielen Gelder, die die Schweiz in ihr Gesundheitssystem pumpt, verwundert diese Top-Platzierung nicht wirklich, oder?

Platz 3: Norwegen

Norwegen Arzt

Langsam aber sicher hat sich Norwegen an die Spitzenplätze im EHCI-Ranking herangetastet. Die insgesamt 865 Punkte, die wieder einmal eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr bedeuten, reichen dieses Jahr für die Bronzemedaille. Um sich im nächsten Ranking erneut zu verbessern, sollten die Norweger einen Fokus auf die Wartezeiten legen. Hier hat man im Vergleich zu den Konkurrenten die meisten Punkte verloren. Als Vorreiter gelten die Norweger hingegen bei Behandlungserfolgen, Patientenrechten und Präventionsmaßnahmen.

Platz 4: Belgien

Belgien Gesundheitssystem

Ein weiterer Musterknabe unter den Gesundheitssystemen ist Belgien (860 Punkte). Schließlich wird Belgien vom EHCI als das wohl großzügigste Gesundheitssystem Europas bezeichnet, das Patienten eine hochwertige Versorgung bietet. Trotzdem gehören die Belgier bei den Behandlungserfolgen nicht zur Spitzenklasse. Dafür darf man sich über die volle Punktzahl in der Kategorie „Erreichbarkeit“ freuen.

Platz 5: Island

Spritze

Obwohl in Island nur etwas über 300.000 Personen leben, ist das isländische Gesundheitssystem in der Lage, mehrere Millionen zu versorgen. Da Island über kein eigenes Ausbildungssystem für Fachärzte verfügt, verbringen diese im Allgemeinen acht bis zehn Jahre im Ausland, bevor sie wieder nach Island gehen. Somit können die isländischen Ärzte sowohl gute Kontakte als auch eine breitgefächerte Expertise vorweisen – das spiegelt sich auch in den Behandlungserfolgen wider und sichert Island mit 854 von 1000 möglichen Punkten den fünften Rang.

Im Überblick: Die Plätze 6 bis 15 der Länder mit den besten Gesundheitssystemen

 

3 Tipps für Aufenthalte in Europa: So sind Krankheiten im Urlaub kein Problem

1. Nehmt die europäische Krankenversicherungskarte mit

Medizinische Erstversorgung

Nehmt unbedingt eure europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mit. Die EHIC befindet sich bei vielen Krankenkassen auf der Rückseite der Versichertenkarte. Sie gilt für die gesamte Europäische Union, Island, Liechtenstein, Norwegen, Mazedonien, Kroatien und für die Schweiz. Mit dieser Karte habt ihr im Krankheitsfall Zugang zur medizinischen Grundversorgung.

2. Schließt eine Auslandskrankenversicherung ab

Auslandskrankenversicherung

Da teure Rücktransporte durch die EHIC nicht gedeckt werden, empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung. Hinzu kommt, dass die europäische Versicherungskarte nicht überall in der EU akzeptiert wird. Patienten werden dann nur gegen Vorkasse behandelt und müssen nach ihrem Urlaub die Rechnungen bei ihrer Krankenkasse zur Kostenrückerstattung einreichen. Die Krankenkassen übernehmen auch hier nur die Kosten, die im Inland bei einem ähnlichen Fall angefallen wären. Und das kann zu einer unliebsamen Überraschung führen.

3. Merkt euch die Euronotrufnummer 112

Euronotrufnummer 112

Jedes Land hat seine entsprechenden Notrufnummern. Um es Reisenden einfacher zu machen, gilt die Euronotrufnummer 112 in allen Ländern der EU und der EFTA sowie in einigen weiteren Ländern Europas.

Klickt hier und erhaltet noch mehr Tipps für einen entspannten Urlaub:

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