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Reisetipps, Infos & Inspiration Öko-Reisen 2021: 5 nachhaltige Reiseziele, die ihre Umwelt schützen

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Öko-Reisen 2021: 5 nachhaltige Reiseziele, die ihre Umwelt schützen

Wir wissen, dass Reisen aktuell besonders schwierig ist. Neben den wichtigsten Reisehinweisen und Updates rund um COVID-19 möchten wir euch dennoch auch fortlaufend inspirierende Reiseideen liefern, damit ihr auch ja bereit für euren nächsten Trip seid, wenn die Welt wieder ihre Pforten öffnet.

Im vergangenen Jahr hatten wir alle jede Menge Zeit dazu, uns darüber Gedanken zu machen, was uns wirklich wichtig ist und wie wir einige unserer Gewohnheiten in Zukunft ändern könnten. Für manche könnte das bedeuten, es mal mit vegetarischem Essen zu versuchen. Manch andere möchten vielleicht in mehr Bereichen ihres Lebens auf Nachhaltigkeit achten, beispielsweise beim Reisen. Im Folgenden erklären wir euch, was nachhaltiges Reisen überhaupt bedeutet, und stellen euch 5 nachhaltige Reiseziele vor.

Was meinen wir überhaupt mit „nachhaltig reisen“?  

Um es mit den Worten von Sam Edwards, Skyscanners Hauptverantwortlichen für Nachhaltigkeit, zu sagen: „Wenn wir zehn Leute fragen würden, die sich mit dem Thema wirklich auskennen, bekämen wir vermutlich zehn unterschiedliche Antworten. Also betrachten wir lieber das große Ganze und fragen uns, was ‚Nachhaltigkeit‘ an sich bedeutet: ‚auf einem gewissen Level oder mit einer gewissen Frequenz aufrechterhaltbar‘. Und darauf kommt es auch wirklich am. Darauf, dass Reisen, und die Reiseziele, die wir besuchen, auf Dauer erhalten und somit auch von zukünftigen Generationen genossen werden können.

„Regeneratives Reisen führt das Ganze noch einen Schritt weiter. Es stellt sicher, dass die Auswirkungen, die Reisen und Tourismus haben, nicht nur minimiert werden, sondern für die jeweilige Region sogar von Vorteil sind. Mitunter ist euch auch schon das Konzept von bewusstem Reisen untergekommen, welches sich darauf bezieht, sich die Auswirkungen seines eigenen Reisens vor Augen zu halten. So kann jeglicher Trip so positiv und erfüllend für andere wie für euch selbst gestaltet werden.

„Klar ist, dass nachhaltiges Reisen weit mehr umfasst, als bloß einen möglichst kleinen CO²-Fußabdruck zu hinterlassen. Natürlich müssen wir uns mit der Klima-Krise auseinandersetzen und die Natur schützen. Wir müssen aber gleichermaßen Ökosysteme sowie die örtliche Fauna und Flora erhalten und sicherstellen, dass die regionale Bevölkerung vom Tourismus direkt profitiert. Das bedeutet wiederum, dass wir mehr Bewusstsein schaffen und für Bildung sorgen. Gleichzeitig müssen wir aber auch in neue Technologien investieren und den Konsumenten entsprechende Optionen bieten. Beim nachhaltigen Reisen dreht sich somit alles um intelligentes Tourismuswachstum, aber auch darum, Über- sowie Untertourismus zu vermeiden.“

Nachhaltige Reiseziele: Was ist nachhaltiges Reisen überhaupt?

Was zeichnet nachhaltige Reiseziele aus?

Zunächst muss gesagt werden, dass auch nachhaltige Reiseziele nicht zu 100% nachhaltig sind. In Richtung vollständiger Nachhaltigkeit zu streben, ist eine gemeinsame Bemühung, die Bürger, NGOs, Unternehmen, die lokalen sowie nationalen Regierungen und klarerweise auch die Touristen involviert. Nachhaltige Reiseziele legen Wert darauf, die Natur, die regionale Fauna und Flora, Kultur und das wirtschaftliche Wohlbefinden der lokalen Bevölkerung zu respektieren. Dies geschieht auf viele unterschiedliche Weisen. Wie genau dies passiert, darauf wollen wir im Rahmen unserer Vorstellung der folgenden fünf Destinationen mit Fokus auf umweltfreundliches Reisen 2021 und darüber hinaus einen genaueren Blick werfen.

Nachhaltiges Reiseziel #1: Palau 

Nachhaltige Reiseziele: palau

“Im Jahr 2015 war die pazifische Insel Palau die erste Region, die darauf bestand, Besucher ein ‚Öko-Versprechen‘ unterzeichnen zu lassen, um über einen Stempel im Pass sicherzustellen, dass alle, die Palau besuchten, während ihres Aufenthalts gut auf die dortige Natur aufpassten. Dies setzte einen neuen Standard für nationales Engagement für Umweltschutz. Und als ob das noch nicht vorreiterisch genug wäre, strebt Palau — neben bereits erfolgten Verboten für Einwegplastik, Styropor und Korallen-tötenden Sonnenschutzmitteln — auch danach, die weltweit erste ‚CO²-neutrale Touristen-Destination‘ zu sein.

„Sustainable Travel International ist eine Organisation, die sich dem Schutz von Reisezielen und dem Erhalt von natürlichen Umgebungen gewidmet hat. Das Non-Profit hilft Palau dabei nicht nur, für seinen vorbildlichen Schutz von Land und See bekannt zu werden, sondern arbeitet gemeinsam mit Slow Food International auch daran, die dortige Tourismus-Industrie durch die Bewerbung von lokalen Lebensmittelsystemen nachhaltiger zu machen und den Schaden von Lebensmittelimporten an Kultur und Umwelt zu verringern.”

Juliet Kinsman, Nachhaltigkeits-Redakteurin bei Condé Nast Traveller 

Die natürlichen Lebensräume und regionalen Communitys der Insel sind den Effekten des Klimawandels gegenüber unglaublich verletzbar. Das brachte die Bevölkerung von Palau dazu, aktiv Maßnahmen zum Schutz des pazifischen Archipels zu setzen und als Beispiel für andere Nationen zu dienen. Seit 2020 setzt sich Palau für die CO²-Neutralität im Tourismussektor ein. Touristen werden zukünftig zu Maßnahmen zur Reduktion von CO²-Emissionen beitragen können, indem sie CO²-Ausgleichsbeiträge entrichten, die sich am Fußabdruck ihres Trips orientieren. Diese finanziellen Mittel werden infolge in Projekte wie die Erhaltung der Meere, die Wiederherstellung von Lebensräumen und Investitionen in die lokale Lebensmittelindustrie fließen.

Bereits vor dem Start von Palaus CO²-Neutralitätsinitiative hatte das Land große Schritte in Richtung Nachhaltigkeit und Ermutigung zum verantwortungsbewussten Tourismus unternommen. Hier ein paar Beispiele:

  • Palau legt allen Besuchern ein verpflichtendes Öko-Versprechen vor, dass diese vor Einreise unterzeichnen müssen — der erste derartige Vertrag dieser Art.
  • Einwegplastik ist in Palau verboten und das Land bewegt sich in Richtung Zero-Waste.
  • Palau hat 80% seiner nationalen Gewässer zu Meeresschutzgebieten erklärt, in denen Aktivitäten wie kommerzieller Fischfang oder Ölbohrungen verboten sind. Diese Umwidmung war ein kritischer Schritt für ein Land, das von seinem Wasser-basierten Tourismus abhängig ist.
  • Sonnenschutzmittel, die für Riffe giftige Zutaten beinhalten, dürfen im Land weder genutzt noch verkauft werden. 

Während eures Aufenthalts unterstützt ihr am besten Unternehmen, die das Palau Pledge Logo tragen. Diese zertifizierten Unternehmen arbeiten aktiv daran, ihren Einfluss auf die Natur zu verringern, auf nachhaltige Art und Weise zu operieren und regionale Menschen und Produkte zu unterstützen. 

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Nachhaltiges Reiseziel #2: Ruanda

Ein Gorilla, der im nachhaltigen Reiseland Ruanda Blätter frisst

„Die Entwicklung von Ruanda findet in jeglicher Hinsicht im Einklang mit der Natur, dem Einsatz dafür, alle Bewohner des Landes zu fördern, sowie einer Null-Toleranz-Regelung bei Korruption statt. Tourismus ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und alle Unterkünfte müssen umweltfreundlich sein und fühlbare soziale und wirtschaftliche Vorteile für ihre unmittelbaren Gemeinschaften bieten. Besonderer Wert wird dabei auf die Anstellung ehemaliger Wilderer gelegt. Diese reformierten Jäger arbeiten nun als Portiers, Fährtenleser oder Tour-Guides und bewerben die Erhaltung der Natur, indem sie die Tiere, die sie einst jagten, nun aktiv schützen. Zehn Prozent der Tourismuseinnahmen jährlich kommen Projekten zur nachhaltigen Entwicklung von Gemeinschaften in direkter Nachbarschaft zu Wildlife-Gebieten zugute, was die dortige Bevölkerung dazu motivieren soll, sich ebenfalls aktiv am Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume zu beteiligen.” 

-Rita Rayman, Gründerin von Bucket: re-imagining your travel, Mitgründerin von The Guardian Project

Das Land Ruanda hat in den letzten Jahren eindrucksvolle Schritte in Richtung Nachhaltigkeit unternommen, sowohl in Sachen lokaler Naturschutz wie auch im Tourismussektor. Plastiktüten sind schon seit 2008 verboten, was auch Vorbildwirkung für andere Länder hatte und noch immer hat. Zudem entwickelte man Community-basierte Initiativen, um in die örtliche Bevölkerung zu investieren. Diese Programme unterstützen beispielsweise Aktivitäten wie Gärtnerei, Landwirtschaft, Kunsthandwerk (dessen Produkte als Souvenirs an Touristen verkauft werden) und Jobs im Tourismussektor, beispielsweise als Tour-Guides oder Gästebetreuer.

Ruandas Volcanoes National Park wurde 2018 von der ITB Berlin, der größten Tourismusmesse überhaupt, zu einer der “10 weltweit besten nachhaltigen Destinationen” ernannt. Diese Auszeichnung verdankt das Land zum Teil dem Engagement der lokalen Bevölkerung, den Park und seine Fauna und Flora zu schützen.

Berggorilla-Tracking ist unter den Besuchern des Volcanoes National Parks sehr beliebt. Ohne die richtigen Vorsichtsmaßnahmen können die Touren jedoch viel Stress für die Gorillas bedeuten und die Erhaltungs-Anstrengungen im Park behindern. Die Bewohner Ruandas haben deshalb Maßnahmen eingeführt, die sich als hilfreich erwiesen haben, den Park und seine sanften Riesen zu schützen und Gorilla-Tracking zu einer nachhaltigen Aktivität zu machen, die die Tiere und ihren Lebensraum respektiert. Dazu zählen beispielsweise eine begrenzte Anzahl an Teilnehmern pro Tour, strenge Verhaltensregeln und ein Verbot an der Teilnahme für aktuell Erkrankte. Ein Teil der Gebühren, die Besucher für ihre Tracking-Befugnis bezahlen, geht zudem über ein Umsatzbeteiligungsprogramm direkt an die Communitys.

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Nachhaltiges Reiseziel #3: Costa Rica

Nachhaltige Reiseziele: Costa Rica

„Mit vollen 30% seines Gebiets in etablierten Nationalparks und Schutzgebieten — einer der höchsten Anteile weltweit — und als eines der Länder mit der höchsten Dichte an Pflanzen und Tieren auf unserem Planeten, steht Costa Rica, wenig überraschend, auch in Sachen Ökotourismus an der weltweiten Spitze. Letztendlich war es jedoch das Verständnis der dortigen Regierung für die natürlichen Wunder sowie die touristischen Vorzüge des Landes, das zur Priorisierung von und den Bemühungen für nachhaltigen Tourismus führte und letztendlich den Weg dafür bahnte — genau wie für dessen Einsatz zugunsten der lokalen Bevölkerung, Umwelt und Wirtschaft, und sogar für die Entwicklung der weltweit ersten CO²-neutralen Fluglinie, NatureAir.

„Wir von Earth Changers präsentieren die ersten Unterkünfte des Landes, die die begehrte 5-Blatt-Bewertung für Nachhaltigen Tourismus gewonnen haben. Lapa Rios, ein 376 Hektar großes, privates Naturreservat, das sich an der südlichsten Spitze der Osa-Halbinsel befindet, ist der letzte dichte, tropische Niederungen-Regenwald in Zentralamerika und Lebensraum von 2,5% der Artenvielfalt unserer Welt — vermutlich. Tatsächlich weiß nämlich niemand so genau, wie viele unentdeckte Spezies es in diesem dichten Wald noch geben könnte.“ 

-Vicky Smith, Gründerin von Earth Changers

Als Heimat von 6,5% der Artenvielfalt der Welt steht Costa Rica seit Jahrzehnten an der Spitze der internationalen Länder-Rangliste, wenn es um Erhaltungsmaßnahmen und nachhaltige Praktiken geht. Die Bevölkerung des Landes nimmt ihre Rolle dabei sehr ernst und war bereits erfolgreich darin, die Entwaldung der Region umzukehren, nutzt erneuerbare Ressourcen, um mehr als 90% des Strombedarfs des Landes zu decken, und arbeitet aktuell daran, bis 2050 ihre netto-CO²-Emissionen auf null zu reduzieren.

Seit 1977 vergibt das Tourismusinstitut von Costa Rica das Zertifikat für Nachhaltigen Tourismus (Certificate for Sustainable Tourism oder CST) an touristische Unternehmen — von Öko-Unterkünften bis hin zu Whale-Watching-Touranbietern —, die sich im Bereich umweltfreundliche, nachhaltige Praktiken besonders hervortun. Das Programm war dabei eines der ersten seiner Art weltweit und wird auch vom Global Sustainable Tourism Council, dem Weltweiten Rat für Nachhaltigen Tourismus, anerkannt.

Im kleinen Dorf Parismina, direkt südlich des Tortuguero Nationalparks an der Ostküste des Landes, können Besucher Öko-Praktiken auf lokalem Level selbst erleben. Die Vereinigung zur Rettung der Schildkröten von Parismina (Association Save the Turtles of Parismina oder ASTOP) ist eine kleine Umweltschutzgruppe, die sich dem Schutz der Schildkrötenarten, die an der dortigen Küste nesten, vor Wilderen gewidmet hat. Die Dorfbewohner sind bei der Non-Profit-Organisation angestellt und erzielen zusätzliche Einkünfte, indem sie freiwillige Helfer unterbringen.

Nachhaltiges Reiseziel #4: Die Azoren, Portugal

Blick aufs Wasser und Bäume am nachhaltigen Reiseort Azoren in Portugal

Die vulkanische Landschaft der Azoren und ihre umgebenden saphirblauen Gewässer wären längst gefährdet, hätte Portugal keine Maßnahmen in Richtung Nachhaltigkeit gesetzt. Ein Fokus auf erneuerbare Energien, besseren Wassereinsatz bzw. besseres Wassermanagement und der Schutz der Landschaften, Lebensräume sowie Fauna und Flora hat den Azoren viel Anerkennung eingebracht. Im Jahr 2018 waren die Azoren das erste Archipel, dem die Earthcheck Silver Zertifizierung ausgestellt wurde, und im Jahr darauf erhielt die Region die prestigeträchtige Auszeichnung „Best of Nature“ auf der ITB Berlin.

Nachhaltige Entwicklung und eine Deckelung der Anzahl der Hotelbetten, die Touristen zur Verfügung stehen dürfen, stellt sicher, dass die Landschaft erhalten wird und schützt vor Übertourismus. Einige der meistbesuchten Flecken der Inseln, beispielsweise die heißen Quellen der Caldeira Velha, setzen zudem Besucherlimits fest, um die Umwelt nicht zu belasten.

Erfahrt hier mehr: Warum die Azoren eines der bestgehüteten Geheimnisse Europas sind

Nachhaltiges Reiseziel #5: Helsinki, Finnland

Boote am Wasser vor bunten Häusern am nachhaltigen Reiseziel Helsinki in Finnland

“Als Stadt hat Helsinki große Ambitionen: CO²-neutral zu werden. Helsinki bewirbt Slow-Fashion-Labels, Hotels, die auf die Umwelt achten, und Erlebnisse mit möglichst kleinem CO²-Fußabdruck, die allesamt einfach auf der Visit Helsinki Website gefunden werden können.

„Als Land nimmt Finnland nachhaltigen Tourismus ernst und betrachtet ihn als die Norm. Auch gibt es ein fabelhaftes Abkommen, das Sustainable Finland Pledge, das ihr als Besucher abschließen könnt und mit dem ihr euch dazu verpflichtet, während eures Aufenthalts auf die Natur zu achten, kein Einweg-Plastik zu verwenden und euch gegenüber der lokalen Kultur respektvoll zu verhalten.”

-Georgina Wilson-Powell, Gründerin von pebble, einem stylischen Magazin, das sich nachhaltigem Leben widmet, und Autorin von Is It Really Green? Everyday Eco Dilemmas Answered

Helsinki sticht unter den Hauptstädten — und sogar unter den Städten Finnlands selbst — als Vorbild für nachhaltigen Lebensstil hervor. Seine Öko-Initiativen zielen allesamt auf das Vorhaben der Stadt ab, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 60% zu reduzieren und bis 2035 sogar CO²-neutral zu werden. Helsinki installiert zudem immer mehr Ladestationen für Elektroautos, baut die öffentlichen Verkehrsangebote aus und verbessert die Fußgänger- und Radfahrer-Mobilität (mehr als 1.200 km an Radwegen existieren bereits in der Stadt!). Um den Konsum zu reduzieren, wird Fokus auf Textil-Recycling und Second-Hand-Shopping gelegt. Bibliotheken bieten zudem kommunale Services an, von 3D-Druck bis Bohrer-Ausleihe.

Obwohl es sich dabei um Bewohner-fokussierte Initiativen handelt, spielt Helsinkis Bestreben nach Nachhaltigkeit auch für Besucher eine bedeutende Rolle. Das Think Sustainably Programm hilft Bürgern und Besuchern gleichermaßen dabei, Service-Anbieter zu finden, die nachhaltig operieren und spezifische Kriterien erfüllen. Diese umfassen Restaurants, die vegane und vegetarische Gerichte zubereiten, sowie Unterkünfte und Unternehmen, die faire Entlohnung bieten und Mitarbeiter anstellen, die sonst nur schwer einen Job finden würden.

Was sind nachhaltige Praktiken beim Reisen?

Als Reisender könnt ihr auf kleinere und größere Dinge achten, um sicherzustellen, mit möglichst kleinem Fußabdruck zu reisen. Dazu zählen:

  • Vermeidet Einweg-Plastik, indem ihr mit euren eigenen, wiederverwendbaren Taschen, Wasserflaschen und Essensbehältern reist.
  • Lasst niemals Müll zurück, stört die Pflanzenwelt nicht und berührt bzw. füttert keine Wildtiere.
  • Spendet an lokale Umweltschutzprogramme, um euren CO²-Fußabdruck auszugleichen.
  • Trefft grünere Entscheidungen, was eure Buchungen betrifft: Bucht Öko-Unterkünfte, wählt Flüge mit niedrigeren CO²-Emissionen (nutzt dazu Skyscanners Filterfunktion „Nur Flüge mit niedrigen CO₂-Emissionen anzeigen“), speist in Restaurants, die direkt von Bauernhöfen beziehen, und wählt Tour-Anbieter, die die lokale Bevölkerung anstellen und umweltfreundliche Praktiken nutzen. 

Wir allen müssen im Streben danach, Reisen weltweit nachhaltiger zu gestalten, immer wieder neue Wege einschlagen und unsere eigenen Grenzen sprengen. Die oben vorgestellten Destinationen tragen dazu allesamt auf ihre eigene Art bei — ob durch Community-basierte Aktionen oder CO²-Abstriche — und sind großartige Beispiele für Vorreiter dahingehend, Reisen zu einem Impulsgeber für Gutes zu machen.

Kennt ihr unsere Öko-CO2-Bewertung schon? Sie ziegt euch in unserer Flugsuche die umweltfreundlichsten Flüge an! Wenn jeder seine Fluggewohnheiten ein kleines bisschen anpasst, kann dies die Auswirkungen des Flugverkehrs auf die Umwelt erheblich reduzieren!

Nachhaltiges Reisen im Jahr 2021 und darüber hinaus

Reisen gehört zum Menschsein einfach mit dazu. Wir wollen erkunden, die Welt sehen, uns mit anderen verbinden und auch entspannen. Daran wird sich nie etwas ändern. Die Entscheidungen, die wir beim Reisen treffen, haben jedoch entscheidenden Einfluss auf den Klimawandel, die lokale Bevölkerung und ihre Umwelt. Reisen muss sich deshalb ändern, und wir alle müssen tun, was notwendig ist, um Communitys und Ökosystemen überall auf der Welt dabei zu helfen, noch viele Jahre lang zu gedeihen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass auch zukünftige Generationen noch die Möglichkeit haben werden, unsere wunderbare Welt zu entdecken und genießen.

FAQs zum nachhaltigen Reisen

Wo finden sich einige beliebte Öko-Tourismus-Destinationen?

Zusätzlich zu jenen, die wir bereits in diesem Artikel genannt haben, zählen dazu etwa noch Bhutan, Slowenien, Jamaica, Schottland, Neuseeland, der Galapagos Nationalpark und Lake Tahoe.

Was sind die Vorteile von nachhaltigem Tourismus?

Verantwortungsvolles Reisen hilft dabei, die Destinationen, die wir besuchen, für zukünftige Generationen zu erhalten, von der örtlichen Umwelt samt Fauna und Flora bis hin zur regionalen Bevölkerung und ihrer Kultur.

Was sind ein paar Beispiele für Nachhaltigkeit?

Um nur einige Beispiele zu nennen: Recycling, Kompostieren, die Verwendung von recycelten Materialien, der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, die Anstellung lokaler Arbeitskräfte, Barrierefreiheit, Umweltschutz, Wiederbewaldung, die Nutzung von Verkehrsmitteln mit geringem CO²-Fußabdruck und die Unterstützung lokaler Community-Initiativen.

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