Erlebt den Zauber der Natur und begebt euch auf ein ganz besonderes Abenteuer im Land aus Feuer und Eis. Akureyri im Norden und Egilsstaðir im Osten sind ideale Ausgangspunkte für eine Erkundungstour entlang der berühmten Ringstraße, die unzählige natürliche Highlights der Insel miteinander verbindet. Hier sind 13 Tipps für eure ganz persönliche Entdeckungstour durch Nord- und Ostisland!
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1. Wandert zum Wasserfall Hengifoss
Wasserfälle gibt es in Island wie Sand am Meer, allerdings weisen einige davon mittlerweile ein sehr hohes Besucheraufkommen vor. Wie wäre es also mit einem absoluten Geheimtipp, der Seljalandsfoss, Gullfoos & Co. in Nichts nachsteht? Der Hengifoss in Austurland ist mit fast 120 m Fallhöhe einer der höchsten Wasserfälle des Landes und gehört zweifellos ebenfalls zu den spektakulärsten! Von Egilsstaðir erreicht ihr den Parkplatz von Hengifoss über die Straße 931, die sich entlang des Westufers des Lögurinn-Sees (auch bekannt als Lagarfljót) schlängelt. Vom Parkplatz aus ist der Weg zum Wasserfall nicht zu verfehlen und führt euch in etwa einer Stunde zu den atemberaubenden Wassermassen.
Besonders beeindruckend an dem Wasserfall ist dessen Kulisse: Im Lavagestein hinter dem Hengifoss haben sich rötliche, körnige Basaltschichten gebildet, die einen dramatischen Kontrast zum pechschwarzen Lavagestein bilden. Ein Bild für die nordischen Götter!

2. Erkundet den Stuðlagil Canyon
Im Osten von Island liegt eine der wohl außergewöhnlichsten Schluchten des Landes, tief im Gletschertal Jökuldalur versteckt. Von den Bauernhöfen Klaustursel und Grund erreicht ihr den Canyon über einen ca. 4 km langen Wanderweg. Denkt unbedingt an festes Schuhwerk, da es stellenweise rutschig wird und die ein oder andere Kletterpartie bewältigt werden muss.
Bis vor einigen Jahren war Stuðlagil noch komplett mit dem Gletscherfluss Jökla überflutet. Durch ein großes Staudammprojekt im Jahr 2016 wurden jedoch nahezu alle Zuflüsse gekappt, der Fluss verlor rund 60 Prozent seines Wasserkörpers und die mystischen Basaltsäulen kamen zum Vorschein. Der einst „schmutzigste Fluss Islands“ verwandelte sich in einen klaren, türkis schimmernden Fluss, der einen wunderbaren Kontrast zu dem rötlich schimmernden Basaltgebilde abgibt. Eine Landschaft wie nicht von dieser Welt, findet ihr nicht auch?

3. Bewundert die Regenbogenstraße in Seyðisfjörður
Hobbyfotografen aufgepasst: diese farbenfrohe Straße muss einfach vor eure Linse! Die Regenbogenstraße von Seyðisfjörður, die zu der hellblauen Holzkirche Seyðisfjarðarkirkja führt, gehört mittlerweile zu den beliebtesten Instagram-Spots in Austurland und ganz Island. Die bunten Pflastersteine in Regenbogenfarben galten als vorübergehende Kunstaktion zu Ehren der LGBTQ-Community, blieben dem Ort jedoch im Anschluss als Touristenattraktion erhalten.
Schlendert im Anschluss durch das malerische Seyðisfjörður und bewundert die vielen für Island untypischen Holzhäuschen. Die meisten wurden von norwegischen Kaufleuten gebaut, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts zum Heringsfang in dem Städtchen niederließen. Auch das Material stammte damals aus Norwegen und verleiht dem Ort bis heute seine Einzigartigkeit.

4. Beobachtet Puffins in Hafnarhólmi
Ein absolutes Highlight für Tierfreunde und Naturliebhaber ist die kleine Insel Borgarfjörður am malerischen Fjord Borgarfjördur eystri, die über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Von Mitte April bis Mitte August brüten hier sogenannte Puffins – auch bekannt als Papageientaucher – mit rund 10.000 Paaren auf dem Vogelfelsen Hafnarhólmi. Von dafür vorgesehenen Beobachtungsplattformen könnt ihr das Verhalten der schönen Vögel beobachten und kommt ihnen dabei so nah, wie es sonst wohl nirgendwo auf der Welt möglich ist.
Bird Watching wird hier aber nicht nur wegen der riesigen Puffin-Kolonie ganz groß geschrieben, denn auch andere Vogelarten wie Dreizehenmöwen, Eissturmvögel und Eiderenten tummeln sich gerne in den Ostfjorden.

5. Macht Jagd auf die Polarlichter
Für viele Besucher gehört dieses seltene und atemberaubende Himmelsphänomen mit Farben von blau bis grün zu den Hauptgründen, um nach Island zu kommen. Die Saison für die Nordlichter dauert von September bis Mitte April und die Nacht sollte möglichst klar und dunkel sein. Besonders hoch stehen die Chancen zwischen 21 und 2 Uhr nachts.
Der nordöstliche Teil Islands weist sehr wenig Lichtverschmutzung auf und ist eine landschaftlich sehr interessanteste Gegend zur Beobachtung der tanzenden Lichter. Begebt euch auf die On the Edge Reiseroute, die euch zu den schönsten Fjorden in Austurland führt und verbindet eure Nordlichtersuche mit einem kleinen Abenteuer abseits der ausgetretenen Pfade. Im Norden lohnt sich dagegen ein Roadtrip auf der 250 km langen „Diamond Circle“ Autoroute, die einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Norden der Insel miteinander verbindet. Mit etwas Glück erstrahlt auch hier der Himmel in den verschiedensten Farben und ihr werdet Teil dieses prächtigen Naturspektakels.

6. Besucht das Ungeheuer von Lagarfljót
Wusstet ihr, dass es eine isländische Version des schottischen „Nessi“-Ungeheuers gibt? Der Lagarfljótwurm, ein isländisches Wurmmonster, soll den Einheimischen zu Folge im Lagarfljót leben, einem See in der Nähe von Egilsstaðir. Das Seeschlangen-Monster geht auf eine Sage zurück, die in Jón Árnasons Sammlung – ein früherer Bibliothekar in Reykjavík – isländischer Volksmärchen und Legenden beschrieben wird.
Eine beliebte Route, die um den kompletten See führt und in Egilsstaðir startet, ist „The Ring of Riverdale“. Es handelt sich um eine der beliebtesten Strecken der Einheimischen und gibt euch die Möglichkeit, unzählige Naturschätze der Region zu entdecken. Haltet auf dem Bauernhof Vallanes, um einige der Köstlichkeiten der lokalen Küche aus erlesenen Bio-Zutaten zu kosten oder probiert hausgemachten Kuchen im Klausturkaffi-Café in Skriðuklaustur.

7. Entspannt in heißen Quellen und Thermalpools
Wer auf Abenteuer geht, muss auch mal entspannen und den müden Muskeln neue Energie verleihen. Macht es wie die Isländer und gönnt euch ein entspannendes Bad in heißen Quellen. Das Thermalbad Vök ist ein erst im Sommer 2019 eröffnetes, modernes Bad am See Urriðavatn in Ostisland nur 5 Minuten vom Flughafen Egilsstaðir entfernt. Das Wasser im Vök – das isländische Wort für geschmolzene Eislöcher – ist so sauber, dass man es ohne Probleme trinken kann, was es zum einzigen zertifizierten trinkbaren heißen Quellwasser in Island macht.
Auch der Norden Islands ist für seine herrlichen Thermalbäder bekannt. Versteckt in den nördlichen Wäldern Islands findet ihr die erst 2022 eröffnete Forest Lagoon, in der euch zwei Infinity-Pools mit Blick auf einen der längsten Fjorde Islands, den Eyjafjörður, erwarten. Im Geothermal-Resort Geosea in Húsavìk könnt ihr dagegen im warmen Wasser entspannen und währenddessen Seevögel und Wale in der Bucht beobachten. Am Mývatn See empfängt euch das Mývatn Nature Baths, dessen milchig-blaues Wasser nicht nur reich an Mineralien ist, sondern sich auch positiv auf Hautkrankheiten aller Art und Atemwegserkrankungen wie Asthma auswirken soll. Wer dagegen mal etwas ganz anderes ausprobieren möchte, der sollte das Bier-Spa. Bjórböðin bei Dalvík unter die Lupe nehmen. Lasst den Stress des Alltags hinter euch und genehmigt euch ein Bad mit warmem, jungem Bier und lebender Bierhefe!



8. Reitet auf dem Rücken eines Islandpferdes
Sie sind intelligent, einzigartig und verfügen über ein überaus angenehmes Wesen: Islandpferde sind der ganze Stolz der Isländer und zu 100% reinrassig. Denn Islandpferd darf sich nur nennen, wessen Abstammung lückenlos bis nach Island zurückzuverfolgen ist. Ihr Fell kann bis zu vierzig verschiedene Farben und über hundert Variationen annehmen, was sie auch zu einer der buntesten Pferderassen der Welt macht. Sie dienten den Einheimischen über die Jahrhunderte als Arbeitstiere und Transportmittel und haben sich unweigerlich zu einem essentiellen Bestandteil der isländischen Kultur und Gesellschaft entwickelt.
Auf der gesamten Insel findet ihr viele traditionsreiche Reithöfe, die eine große Auswahl an kurzen als auch mehrtätigen Reittouren anbieten. Ein Ausritt ermöglicht es euch, diese einzigartigen Lebewesen kennenzulernen und die spektakulären Naturlandschaften Islands hoch zu Ross zu erleben. Es finden außerdem diverse Pferdeshows und Veranstaltungen auf der ganzen Insel statt, die mit diversen Informationen zu den speziellen Gangarten sowie der Geschichte der Islandpferde einhergehen.

9. Entdeckt mächtige Wasserfälle im Norden Islands
Um einige Wasserfälle in Island ranken sich Sagen und Legenden. So auch um den atemberaubenden Goðafoss – übersetzt „Wasserfall der Götter”. Dessen Geschichte reicht zurück ins Jahr 1.000, als die Isländer den christlichen Glauben annahmen. Der damalige Gesetzessprecher warf sämtliche alte Götterbilder und Statuen in den Wasserfall und verhalf ihm so zu seinem heutigen Namen. Der Goðafoss ist über 150 m breit und über 10 m hoch und zählt heutzutage zu den bekanntesten und für viele Reisende auch zu den schönsten Wasserfällen Islands.
Im Norden Islands erwartet euch neben dem göttlichsten Wasserfall des Landes auch der mächtigste und tosendste ganz Europas – der spektakuläre Dettifoss. Fast 200 m³ Wasser stürzen hier pro Sekunde 44 Meter in die Schlucht Jökulsárgljúfur unter ohrenbetäubendem Rauschen. Ein Naturschauspiel, das seinesgleichen sucht. Wer auf der Suche nach einem wahren Geheimtipp ist, sollte sich dagegen zum Aldeyjarfoss begeben. Umgeben vom schwarzen Basalt der Vulkanlandschaft ist dieser Wasserfall im Hochland Islands ein wahres Naturjuwel. Allerdings ist die Anreise eine kleine Herausforderung, denn der Wasserfall ist nur zu Fuß erreichbar.



10. Beobachtet Wale in Húsavík
Húsavík in der Skjálfandi-Bucht gilt nicht ohne Grund als die Hauptstadt der Walbeobachtung in Europa: Immerhin könnt ihr hier bis zu 23 verschiedene Walarten erspähen! Die vier häufigsten sind der Zwergwal, der Schweinswal, der Weißschnauzendelphin und der Buckelwal, mit etwas Glück trefft ihr auf eurer Walbeobachtungstour aber auch auf das größte Tier, das jemals auf der Erde existiert hat: den Blauwal! Darüber hinaus können hier auch des Öfteren Killerwale (Orcas), Finnwale oder Grindwale gesichtet werden, wogegen sich passionierte Vogelbeobachter auch über die riesige Puffin-Kolonie freuen werden – ein absolutes Paradies für Tierliebhaber!
Húsavík selbst ist zwar klein, aber überaus lebendig. Das pittoreske Örtchen verfügt sogar über ein attraktives Skigebiet mit Abfahrten an steileren Berghängen als auch idealen Bedingungen für Skilangläufer. Das örtliche Walmuseum ist eines der wenigen Museen der Welt, das sich ausschließlich mit Walen befasst. In über acht Ausstellungsräumen wurden elf Walskelette ausgestellt, zu denen auch das eines 25 m langen Blauwals gehört.



11. Umrundet den Mývatn-See
In Nordost-Island lockt der spektakuläre See Mývatn Einheimische und Touristen gleichermaßen an seine Ufer und begeistert mit einer interessanten Pflanzen- und reichen Vogelwelt. Darüber hinaus finden Besucher hier beeindruckende Wasserfälle, heiße Quellen, dampfende Geothermalfelder, Höhlen und Krater, die das Ergebnis von tausenden von Jahren vulkanischer Eruption sind.
Quartiert euch in dem Ort Reykjahlíð ein und startet von hier eure 36 km lange Erkundungstour um den See. Der See Mývatn liegt auf dem Diamond Circle, eine 250 km lange Rundtour, auf der sich auch weitere Sehenswürdigkeiten im Norden Islands befinden. Sie startet in Akureyri.



12. Erwandert euch die Ásbyrgi Schlucht
Ásbyrgi ist eine 3,5 km lange, saftig-grüne Gletscherschlucht in Form eines Hufeisens und Teil des weltberühmten Vatnajökull-Nationalparks. Der Legende nach entstand sie durch den Hufabdruck von Odins Pferd. Inmitten der Schlucht seid ihr von atemberaubenden Klippen umgeben, die bis zu 90 Meter in die Höhe ragen. Ein Felsplateau, das als Eyjan oder “die Insel” bezeichnet wird, sticht in der Mitte des offenen Endes aus dem Boden und bietet einen unverwechselbaren Blick auf den malerischen Canyon.
Unzählige schöne Wanderwege verlaufen um das Gebiet und ziehen im Sommer Campingbegeisterte und Wanderurlauber in die Schlucht. In Ásbyrgi nisten viele versteckte Tiere, wie die Europäische Pfeifente und der Nordische Eissturmvogel, die ihr mit etwas Glück erspähen könnt. Darüber hinaus soll die Schlucht ein Zuhause des „versteckten Volkes“ sein: Ein Hinweisschild weist darauf hin, dass es sich um ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Elfen handelt!

13. Spaziert durch Islands Mondlandschaft Hverir
In Island werdet ihr euch des Öfteren fühlen, als wärt ihr auf einem fremden Planeten gelandet. Auch bei einem Besuch der mondähnlichen Landschaft im Geothermalgebiet Hverir 10 Kilometer östlich vom großen Mývatn-See ist Staunen vorprogrammiert. Am Fuße des Berges Námafjall im Gebiet Hverarönd gelegen qualmt es hier aus allen Ecken und Enden und graue Schlammlöcher brodeln rhythmisch vor sich hin. In 1.000 Metern Tiefe wurden hier sogar Temperaturen von über 200 °C gemessen!
Ausgewiesene Wege führen euch vorbei an ockerfarbenen brodelnden Schlammtöpfen und zischenden, grüngefärbten Solfataren und grauen Schlammbecken bis hinauf zum grünen Berg. Hverir liegt direkt an der Ringstraße und gehört deswegen auch zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Nordisland.

Bereit für den nächsten Schritt?
Seid ihr bereit mystische Ecken und Orte, die aussehen, als wären sie nicht von dieser Welt, in Nord- und Ostisland zu entdecken? Mit Condor könnt ihr ab Mai 2023 per Direktflug nach Akureyri und Egilsstaðir reisen und euer ganz persönliches Island-Abenteuer starten. Für mehr Informationen besucht die Webseiten der Tourismusverbände Visit Austurland & Visit North Iceland oder den Blog von Condor.
FAQs zu Island
Island liegt nahe des Polarkreises, weshalb das Wetter das ganze Jahr über recht mild ist, mit nicht allzu kalten Wintern und kühlen Sommern. Die Tage sind im Sommer weit länger, dafür im Winter weit kürzer als in unseren Breitengraden. Wann ihr Island am besten bereist, hängt in erster Linie davon ab, was ihr von der Reise erwartet. Hier findet ihr allgemeine Infos zur besten Reisezeit für Island.
Die Fluggesellschaft Condor fliegt von diversen deutschen Flughäfen ab Mai 2023 ohne Zwischenstopp nach Akureyri und Egilsstaðir in Ostisland.
Schnappt euch in Akureyri oder Egilsstaðir einen Mietwagen und erkundet diesen Teil Islands auf der malerischen Ringstraße, die rund um die ganze Insel verläuft.
Weitere Tipps und Reiseinfos zu Island
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