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Zyperns Hauptstadt: Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Nikosia

Als Grenze zwischen türkischer und griechischer Kultur fasziniert Zyperns Hauptstadt Nikosia mit ihrem ganz besonderen Charme. Wir stellen euch ihre schönsten Sehenswürdigkeiten vor!

Nikosia, die Hauptstadt der Insel Zypern, ist die letzte geteilte Hauptstadt der Welt. Während ihr Süden offiziell zur griechisch geprägten, allerdings unabhängigen Republik Zypern gehört, ist ihr Norden umstritten: Völkerrechtlich ebenfalls Teil der Republik von Zypern, wird er in der Praxis von der Türkei als eigenständige Republik Nordzypern kontrolliert. Inmitten all dieser politischen Grenzen findet sich allerdings vor allem eines: eine Stadt, die mit ihrer Kultur und Atmosphäre genauso begeistert wie mit ihrer Geschichte und Architektur. Wir stellen euch die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten Nikosias im Detail vor!

1. Selimiye-Moschee

Gleich zu Beginn geht es zu einem ganz besonders schönen Bauwerk Nikosias, der Selimiye-Moschee im Nordteil der Stadt. Die Moschee war allerdings nicht immer eine Moschee, sondern diente bis Mitte des 16. Jahrhunderts unter dem Namen Hl.-Sophien-Kathedrale als christliches Gotteshaus der Stadt. Nach der Belagerung Nikosias durch das Osmanische Reich im Jahr 1570 wurde sie allerdings zur Moschee umfunktioniert, während die bis damals noch nicht fertiggestellten Westtürme zu Minaretten umgebaut wurden. Das prächtige Bauwerk wurde über die Jahrhunderte hinweg immer wieder von Erdbeben beschädigt, ist in seiner architektonischen Schönheit aber bis heute ungetrübt, weshalb sich ein Besuch sowohl beim wie auch im Gebäude auf jeden Fall lohnt.

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2. Zypern-Museum (Cyprus Museum)

Von gelebter Geschichte geht es weiter zu ausgestellter Geschichte, genauer in das Zypern-Museum. Das Zypern-Museum oder Cyprus Museum ist nicht nur das älteste, sondern auch das größte aller archäologischen Museen der Insel und sollte auf der Bucket List keines kulturinteressierten Nikosia-Urlaubers fehlen. Ausgestellt werden hier Fundstücke in insgesamt 14 Räumen, die sich zeitlich gliedern und von der Ära der ersten menschlichen Siedlungen auf der Insel bis zur Antike reichen. Die Stücke sind teils im Original, teils als Fotografien und Skizzen der Ausgrabungsstätten zu sehen. Den Eingang zum Zypern-Museum findet ihr beim Paphos Tor in der westlichen Altstadt Nikosias. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag (sonntags nur vormittags) geöffnet; der Eintritt kostet 4,50 Euro.

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3. Girne Kapısı (Kyrenia-Tor) und Stadtmauer

Zypern hat im Laufe der Jahre auf viele Herren geblickt, unter anderem auch auf venezianische, die in den späten Jahren ihrer Herrschaft zunehmend mit Angriffen aus dem Osmanischen Reich rechnen mussten. Zum Schutz vor eben diesen Attacken, umgaben die Venezianer Nikosia zwischen 1567 und 1570 mit einer Stadtmauer, die bis heute teilweise erhalten ist. Das Girne Kapısı oder Kyrenia-Tor war dabei eines der Tore dieser Stadtmauern, genauer jenes, das den Weg in den Norden, unter anderem eben nach Kyrenia, freigab. Heutzutage dient das schöne Kyrenia-Tor als Büro der Touristeninformation von Nordzypern.

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4. Aquädukt und Freiheitsmonument

Wer dem ehemaligen Verlauf der Stadtmauer gen Osten folgt, der gelangt schließlich im südlichen Teil von Nikosia an einen weiteren erhaltenen Abschnitt, die Podocattaro-Bastion, angrenzend an die Überreste des Aquädukts von Nikosia sowie die Gärten des Freiheitsmonuments. Während das Aquädukt dank seiner langjährigen Geschichte begeistert – immerhin ist es das älteste auf ganz Zypern –, erinnert das Freiheitsmonument an weit jüngere Ereignisse: Erbaut im Jahr 1973, gedenkt es der Streitmächte der EAOK oder Ethniki Organosis Kyprion Agoniston (Nationale Organisation Zypriotischer Kämpfer), die in den 1950er-Jahren für die Unabhängigkeit Zyperns von Großbritannien kämpften. Das Monument setzt sich aus mehreren Statuen zusammen und ist von einer kleinen Parkanlage umgeben, die zu Spaziergängen einlädt.

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5. Büyük Han

Nach all dem Sightseeing braucht ihr mal eine kleine Pause? Kein Problem! Verbindet die kurze Auszeit doch einfach gleich mit der Besichtigung der nächsten Sehenswürdigkeit in Nikosia, dem Büyük Han oder Great Inn. Das Büyük Han ist das größte Caravanserai auf ganz Zypern, einer Art von speziellem Gasthaus, in dem sich Reisende einst erholen und stärken konnten. Erbaut wurde das Büyük Han im Jahr 1572 von den Osmanen, weshalb das Zentrum der Gaststätte auch eine kleine, aber sehr hübsche Moschee mit Gebetsbrunnen darstellt. Während der britischen Besatzungszeit diente das Great Inn zwischenzeitlich als Gefängnis; heute wird es als Ausstellungs- und Eventraum genutzt und bietet neben mehreren Galerien und Workshops auch eine Reihe idyllischer Cafés im Hof sowie so manchen Souvenirladen.

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6. Shacolas Tower Museum und Observatorium

Wer sich Nikosia gerne auch einmal von oben anschauen möchte, der ist indessen am Shacolas Tower samt Museum und Observatorium goldrichtig. Während die unteren Stockwerke des Gebäudes heutzutage als Einkaufszentrum dienen – ehemals waren hier die Büros der General Engineering and Hellenic Mining Company untergebracht –, gibt es im 6. Stockwerk auch ein Café, von dem aus ihr tolle Blicke über die Stadt habt. Noch weiter oben findet ihr schließlich ein Museum, das euch das ehemalige Nikosia anhand von Fotografien und Beschreibungen näherbringt und euch zudem den fantastischen Blick auf das Umland von der Aussichtsplattform samt Ferngläsern im 11. Stockwerk ermöglicht.

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7. Palast des Erzbischofs und zugehörige Museen

Während der Norden Nikosias vor allem von Moscheen geprägt ist, gibt es im Südteil der Stadt auch ein ganz besonderes christliches Gebäude: den Palast des Erzbischofs von Zypern. Das schöne Bauwerk wurde in den späten 1950er-Jahren im neo-byzantinischen Stil erbaut und präsentiert Besuchern seine eindrucksvolle Fassade. Besuche im Inneren sind leider nicht möglich, jedoch gehören zur Anlage auch mehrere äußerst sehenswerte Museen, die besichtigt werden dürfen: das Byzantinische Museum, das Volkskunst-Museum (Folk Art Museum) sowie das National Struggle Museum, das sich mit der Auseinandersetzung zwischen Zypern und Großbritannien beschäftigt.

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8. Ledras

Zu einem richtigen Urlaub gehört auch ein ausgiebiger Shopping-Trip? Dann ab ins Ledras-Viertel! Die Ledras Straße verläuft quer durch das Zentrum Nikosias und verbindet den türkischen Nordteil mit dem südlichen Teil der Stadt. Entlang der bekannten Bummelstraße mitsamt ihren Seitengassen sowie der parallel verlaufenden Onasagorou Straße findet ihr alles, was das Shopping-Herz begehrt: von Boutiquen mit Klamotten und Accessoires in allen Preisklassen über exotische Lebensmittel bis hin zu kleinen Kunstläden und Galerien. Und natürlich ist das Viertel auch gesäumt von schmucken Cafés und Restaurants, in denen ihr euch kulinarisch verwöhnen lassen dürft. Auch interessant: Der vorhin schon genannte Shacolas Tower befindet sich direkt an der Ledras-Straße, wodurch ihr den Besuch dort perfekt mit einem schnellen Shopping-Spree verbinden könnt.

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9. Omeriye-Moschee

Nicht nur in Nordzypern gibt es eindrucksvolle Moscheen, auch in der Republik von Zypern im südlichen Nikosia – so etwa die schöne Omeriye-Moschee. Genau wie auch die Selimiye-Moschee, war die Omeriye-Moschee ursprüngliche eine Kirche, in der Augustiner-Eremiten lebten. Die damalige Klosterkirche war der Hl. Maria geweiht und im gotischen Stil erbaut. Nach einem Einsturz des Gewölbes im 16. Jahrhundert sowie der Eroberung Nikosias durch die Osmanen wurde sie in eine Moschee umgebaut und mit einem Minarett ergänzt. Die Moschee wird bis heute aktiv genutzt und ist eines der beliebtesten Ziele muslimischer Zypern-Touristen.

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10. Leventis Galerie

Und zum Abschluss haben wir noch eine Must-see-Sehenswürdigkeit in Nikosia für alle Fans von Kunst und Malerei: die Leventis Galerie. Das spannende Museum befindet sich im südlichen Stadtzentrum, untergebracht in einem imposanten modernen Gebäude, das nach dem Gewinner-Design eines internationalen Architektur-Wettbewerbs erbaut wurde und schon für sich sehenswert ist. Die Kunstausstellung selbst setzt sich aus drei Kollektionen zusammen: der Zypriotischen, der Griechischen sowie der Pariser Kollektion, die respektive Malereien zypriotischer, griechischer sowie europäischer (nicht, wie der Name eventuell vermuten lassen würde, bloß pariser) Künstler präsentieren. Die Leventis Galerie ist täglich außer Dienstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet; der Eintritt kostet 5 Euro ohne Audio Guide bzw. 7 Euro mit Audio Guide.

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Bei der Auflistung der schönsten Sehenswürdigkeiten in Nikosia handelt es sich um eine reine Aufzählung ohne qualitatives Ranking.