Reisetipps, Infos & Inspiration 15 Tipps um Plastikmüll im Urlaub zu vermeiden

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15 Tipps um Plastikmüll im Urlaub zu vermeiden

Unser Planet braucht Hilfe – und das von jedem und jeder Einzelnen. Wie ihr auch im Urlaub auf Umweltschutz achten könnt, erfahrt ihr hier.

Plastik ist ein Problem. Für Umwelt, Mensch und Tier. Seit 1964 hat sich die Produktion von Plastik laut WWF, eine der größten internationalen Natur- und Umweltschutzorganisationen, verzwanzigfacht! Unsere Weltmeere versinken im Plastikmüll. Tiere verfangen sich in Plastikabfällen und sterben. Aber auch unsere Gesundheit ist betroffen, da Mikroplastik in die Nahrungskette gelangt und zu Krankheiten führen kann. Und das sind nur einige wenige Gründe, warum in den letzten Jahren dazu aufgerufen wird, auf das einst so beliebte und immer noch allgegenwärtige Plastik zu verzichten. In unserem Artikel verraten wir euch, wie ihr nicht nur zuhause, sondern vor allem auch im Urlaub Plastikprodukte vermeiden und unserer Umwelt somit eine helfende Hand reichen könnt.

1. Wiederbefüllbare Flaschen nutzen

Neben dem Verbrauch von begrenzt vorhandenen Ressourcen belasten sie vor allem das Klima und erzeugen laut der Deutschen Umwelthilfe im Jahr allein in Deutschland 470.000 Tonnen Müll: Einweg-Plastikflaschen. Anstatt also im Urlaub regelmäßig Wasserflaschen zu kaufen, könnt ihr ein oder zwei eigene wiederbefüllbare Flaschen mitnehmen, am besten aus Glas oder Metall, und diese einfach immer wieder an Wasserleitungen oder Wasserspendern auffüllen. Das spart nicht nur Plastikmüll, sondern auch Geld – und als Bonus oben drauf ist Wasser aus Glas- oder Metallflaschen auch noch gesünder, da sich hier, anders als beim Plastik, keine potenziell schädlichen Stoffe aus dem Behälter lösen können und dann mitgetrunken werden.

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2. Eigene Behälter zum Einkauf mitbringen

Tipps, um Plastikmüll im Urlaub zu vermeiden: Eigene Behälter zum Einkauf mitbringen

Wer im Urlaub nicht immer nur im Hotel oder Restaurant essen möchte, sondern sich lieber im Apartment oder am Campingplatz selbst versorgt, der wird auch einkaufen gehen. Um hierbei möglichst plastikfrei zu bleiben, könnt ihr eigene Behälter mitbringen und euch dann so viele Waren wie möglich in diesen verpacken lassen. Viele Supermärkte bieten beispielsweise schon die Möglichkeit, Wurst und Käse im eigenen Behälter abpacken zu lassen, und spezielle Läden sind sogar vollends darauf ausgerichtet, dass jeder seine eigenen Gefäße mitnimmt und nur die Ware nach Gewicht kauft, anstatt per Packung.

3. Auf die Waren achten

Solltet ihr auf Reisen einkaufen gehen, aber nicht extra eigene Container mitführen wollen, dann könnt ihr dennoch darauf achten, was ihr kauft: Obst in der Plastiktasse? Nein, danke – lieber frisch in der eigenen Schale kaufen und dann selbst aufschneiden. Gemüse mit Plastik drum rum? Unnötig. Einfach waschen und schälen und schon braucht ihr die Überpackung nicht mehr. Doppelt verpackte Ware? Besser zu einer einfach oder – noch besser – gar nicht verpackten Variante desselben Produkts greifen. Mit ein wenig Aufmerksamkeit könnt ihr schon durch selektiven Einkauf jede Menge Plastikmüll vermeiden.

Auch das eine oder andere technische Gadget kann euch dabei helfen, umweltfreundlichere Ferien zu erleben. Lernt hier einige kennen: Zukunft Ahoi: 9 futuristische Reise-Gadgets, die ihr unbedingt haben müsst

4. Einkaufen auf dem lokalen Markt

Tipps, um Plastikmüll im Urlaub zu vermeiden: Einkaufen am lokalen Markt

Noch besser, als bloß Plastikverpackungen im Supermarkt zu vermeiden, ist es, gleich direkt am lokalen Markt einzukaufen, denn dort ist die Ware nicht nur üblicherweise unverpackt, sondern auch noch aus lokalem Anbau und deshalb super frisch! Bringt für den Einkauf hier am besten ebenfalls eigene wiederverwendbare Taschen oder Körbe mit und kauft möglichst nur so viel ein, wie ihr benötigt, um nicht unnötig Lebensmittel wegzuwerfen.

Wenn ihr im Urlaub nicht nur Plastik, sondern auch Geld sparen wollt, dann nutzt ihr am besten unsere praktischen Such-Tools. Lest hier mehr dazu: Spart mit den Skyscanner-Tools „Ganzer Monat“ bzw. „Günstigster Monat“ bei der Flugbuchung

5. Kern- statt Flüssigseife

Tipps, um Plastikmüll im Urlaub zu vermeiden: Kern- statt Flüssigseife

Plastikmüll entsteht nicht nur dort, wo er offensichtlich ist – auch dort, wo man womöglich keine sofortigen Alternativen sieht, kann man ihn mit ein wenig Bewusstsein für die Umwelt vermeiden und sich obendrein auch noch selbst etwas Gutes tun. Ihr könnt beispielsweise Duschgel und Shampoo in der Plastikflasche durch natürliche (und womöglich sogar selbstgemachte) Körper- und Haarseifen ersetzen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass ihr auf Plastik komplett verzichtet, diese natürlichen Seifen kommen auch mit einer ganzen Reihe weiterer Pluspunkte: So haben diese viel weniger schädliche Inhaltsstoffe als die chemisch versetzen Flüssigprodukte, mit einem Stück kommt ihr wochenlang aus, was Platz und Geld spart, der Transport ist denkbar einfach (schließlich kann nichts auslaufen und sie dürfen in jeder Menge ins Handgepäck), und auch eure Haut wird es euch danken.

6. Naturkosmetik statt Plastikbomber

Wo wir schon bei Kosmetik sind – nicht nur durch den Verzicht von Flüssigseife könnt ihr hier Plastik einsparen. Laut der WWF ist etwa drei Viertel des Plastiks, das in Deutschland in die Umwelt gelangt, sogenanntes Mikroplastik, welches man etwa in Peelingcremes und Zahnpasta findet. Glücklicherweise gibt es aber auch hier umweltfreundliche Alternativen: Salz- und Zuckerkristalle sowie geriebene Kerne, beispielsweise geriebene Pfirsichkerne, sind die beliebtesten darunter. Während ihr Salz und Zucker meist ohnehin zuhause habt und euch damit auch ganz einfach selbst Peelingcremes machen könnt, setzen auch immer mehr Kosmetikfirmen darauf, Naturprodukte wie die genannten geriebenen Kerne zu verarbeiten.

7. Alternative Hygieneartikel nutzen

Letztendlich wären da aber nicht nur die Cremes, Lotionen und mehr, sondern auch die benötigten Geräte und Hilfsmittel, die die Plastikmüllberge regelmäßig wachsen lassen – und auch hier könnt ihr auf umweltfreundlichere Alternativen achten: Einwegrasierer können durch traditionelle Klingen, die regelmäßig geschliffen werden, oder Rasierer mit austauschbarer Klinge ersetzt werden, Zahnbürsten gibt es längst auch aus Naturmaterialien wie beispielsweise Bambusholz, Wattestäbchen gibt es als waschbare, wiederverwendbare Variante, und selbst Tampons werden nicht mehr benötigt, wenn stattdessen Menstruationstassen oder waschbare Binden genutzt werden.

Wer der Umwelt auch im Urlaub etwas Gutes tun möchte, der kann noch eine Menge mehr tun, als nur Plastik zu vermeiden. Holt euch hier weitere Ideen: Umweltfreundlicher Urlaub: 16 Tipps, um nachhaltiger zu reisen

8. Auf die Mülltrennung achten

Mülltrennung ist in Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt gang und gäbe, leider aber bei Weitem noch nicht überall. Noch schlimmer: Ab und an werden sogar Müllkörbe aufgestellt, die suggerieren, dass Müll ordnungsgemäß getrennt wird, während am Ende doch wieder alles auf einem einzigen Müllberg landet. Erkundigt euch deshalb vor eurem Urlaub ein wenig über die Situation vor Ort. Stellt ihr fest, dass Mülltrennung und Recycling an eurem Urlaubsort noch nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden, vermeidet es möglichst, dort Plastik wegzuwerfen und nehmt leere Packungen und anderen Plastikmüll stattdessen wieder mit nach Hause, um sie in der Bundesrepublik richtig zu recyceln.

9. Cocktails ohne Strohhalm

Kaum ein Stück Plastik, dem wir uns im Urlaub gegenübersehen, ist so sinnlos wie Strohhalme und kleine Plastikschirmchen. Bittet an der Cocktail- und Getränkebar deshalb gleich bei der Bestellung darum, dass euch euer Drink ohne Plastik geliefert wird und trinkt stattdessen einfach direkt aus dem Glas bzw. lasst euch dazu gereichtes Obst auf einem kleinen Teller servieren. Wer auf den Strohhalm wirklich überhaupt nicht verzichten kann, der kann zumindest umweltfreundlichere Alternativen mitbringen, beispielsweise abwaschbare, wiederverwendbare Strohhalme aus Glas und Metall oder biologisch abbaubare Strohhalme aus ungekochten Nudeln.

Sparsam mit Müll, sparsam mit dem Urlaubsbudget – hier verraten wir euch, wann ihr euch eure Flugtickets am günstigsten holen könnt: Die beste Zeit, um Flüge zu buchen? Wir haben die Antwort!

10. Filterkaffee und frische Säfte

Tipps, um Plastikmüll im Urlaub zu vermeiden: Filterkaffee und frische Säfte

Plastikmüll verursacht man auch dann, wenn man ihn gar nicht selbst in die Hand bekommt – beispielsweise, wenn man beim Frühstücksbuffet Kaffee aus Kapselmaschinen oder Fruchtsäfte aus dem Tetrapack bzw. der Plastikflasche trinkt. Auch Milch wird meist in Plastikflaschen und Tetrapacks gekauft und verursacht entsprechenden Müll. Wenn ihr der Umwelt also gleich nach dem Aufstehen entgegenkommen wollt, dann ist es empfehlenswert auf Getränke, die besonders viel Plastik verursachen, zu verzichten und stattdessen lieber Filterkaffee, Wasser aus der Leitung, Kaffee ohne Milch oder frisch gepresste Säfte zu trinken, die gar nicht erst verpackt werden mussten.

11. In einem Öko-Hotel unterkommen

Nicht nur ihr als Urlauber, auch Reiseanbieter selbst, versuchen glücklicherweise immer öfter, umweltfreundlichen Trends zu folgen und einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. In speziellen Öko-Hotels wird so etwa darauf geachtet, lokale, unverpackte Produkte zu verwenden, die benötigte Energie kommt oft auf alternativen oder sogar eigenen Energiequellen wie Solarpanelen, Seifen, Shampoos und mehr wird als Kernseife angeboten und auf Dinge wie Plastikstrohhalme, Einmalbesteck, Plastikbecher und anderen unnötigen Plastikkram wird von Haus aus verzichtet. Wenn ihr ein solches Bio- oder Öko-Hotel bucht, tut ihr also schon ganz automatisch etwas für die Umwelt.

Wenn ihr euch jetzt gleich mal nach den schönsten Öko-Hotels umsehen möchtet, dann schaut doch einfach hier rein: Die besten Biohotels der Welt

12. Auch im Flugzeug plastikfrei

Tipps, um Plastikmüll im Urlaub zu vermeiden: Auch im Flugzeug plastikfrei

Wer im Urlaub umweltschonend unterwegs sein möchte, der muss damit nicht bis zur Ankunft am Reiseort warten, sondern kann auch schon im Flugzeug mit dem Plastik Vermeiden beginnen: Bringt eure eigenen Snacks in waschbaren Behältern mit und nehmt einen leeren Metall- oder Glasbecher mit in die Kabine, um euch alle Getränke dort abfüllen zu lassen. Auch einen Löffel könntet ihr mitbringen – so könnt ihr auf Plastikbecher, -teller und sonstige -verpackungen vollends verzichten.

Wenn ihr mit Skyscanner bucht, könnt ihr bei jedem Flug schon vor der Buchung sehen, wie umweltfreundlich er ist. Hier verraten wir euch, wie der Wert zustande kommt: Wie wird die Öko-CO2-Bewertung von Skyscanner berechnet?

13. Plastikfreie Souvenirs kaufen

Tipps, um Plastikmüll im Urlaub zu vermeiden: Plastikfreie Souvenirs kaufen

Hat man im Urlaub eine tolle Zeit, dann möchte man am Ende auch das eine oder andere Souvenir mit nach Hause nehmen – oft steckt aber auch hier Plastik drin: von Gewürzen und anderen Lebensmitteln, die in Plastik verpackt sind, über Spielzeuge, Kühlschrankmagnete, Schlüsselanhänger und mehr, in denen Plastik verarbeitet ist, bin hin zu Kleidung, die Plastik in Form von Kunstfasern und Mikroplastik (Pailletten, Perlen, Glitter, …) beinhalten. Wie wärs stattdessen mit Souvenirs aus Naturmaterialien? Aus Holz und Keramik gefertigte Mitbringsel, Kleidung aus Naturfasern, leckere Souvenirs in Papierpackungen und Baumwollsäckchen – ihr findet garantiert auch umweltfreundliche Dinge, die als schöne Andenken an eine tolle Zeit herhalten!

Nicht nur Plastikwaren solltet ihr von eurer Mitbringsel-Liste streichen, auch diese Dinge hier: Ungeeignete Souvenirs: 10 Dinge, die man nicht mit nach Hause nehmen sollte

14. Müll aufsammeln statt verursachen

Noch viel besser, als Müll nur zu vermeiden, ist es, Müll aufzusammeln und zu entsorgen und den Urlaubsort somit nicht nur genauso sauber, wie ihr ihn vorgefunden habt, sondern sogar noch sauberer zu hinterlassen! Wenn ihr also das nächste Mal am Strand seid und dort achtlos weggeworfene Plastikflaschen oder Ähnliches entdeckt, könnt ihr den Müll aufsammeln und ihn im Mülleimer entsorgen, sodass er recycelt oder auf die Mülldeponie gebracht werden kann, anstatt im Meer zu landen.

15. Andere dazu motivieren, auch auf Plastik zu verzichten

Jeder kleine Schritt hilft, wenn es darum geht, die endlosen Berge an Plastikmüll, die unseren Planeten gefährden, zu minimieren – und beinahe genauso wichtig, wie selbst darauf zu achten, so wenig Plastikabfall wie möglich zu hinterlassen, ist es, andere dazu zu motivieren, ebenfalls auf ihren Plastikkonsum zu achten. Geht also mit gutem Beispiel voran, und wenn ihr im Urlaub mit Freunden verreist, vor Ort nette Leute kennenlernt oder euch mit dem Barkeeper eurer liebsten Bar am Urlaubsort besonders gut versteht, dann könnt ihr das Thema auch freundlich und unaufdringlich ansprechen. Wer weiß, vielleicht bringt ihr so auch andere dazu, die oben genannten Ratschläge zu befolgen und helft so gleich doppelt!

Skyscanner ist bemüht, euch umweltfreundliches Reisen so einfach wie möglich zu machen. Erfahrt hier mehr zum Thema: Gewissenhaftes Reisen mit Skyscanner

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