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Ungeeignete Souvenirs: 10 Dinge, die man nicht mit nach Hause nehmen sollte

Ihr liebt Urlaubssouvenirs? Wir verraten euch, worauf ihr dabei lieber verzichtet!

Jeder kennt das: Man ist im Urlaub, alles ist beinahe zu schön, um wahr zu sein, und man möchte unbedingt ein Stück dieser Idylle als Andenken mit nach Hause nehmen. Alles schön und rechtens – solange das entsprechende Mitbringsel mit Bedacht ausgewählt wird. Wir stellen euch zehn Souvenirs vor, von denen ihr lieber absehen solltet.

1. Tiere

Tiere sind keien Souvenirs

Im Urlaub gekaufte Tiere werfen gleich einen ganzen Haufen an Problemen auf: Viele von ihnen dürfen gar nicht erst einfach so aus dem Urlaubs- und / oder ins eigene Lang gebracht werden oder können nicht ordnungsgemäß dorthin befördert werden (siehe Flug- und sonstige Reisebestimmungen) und zudem besteht die Gefahr, dass die angebotenen Tiere krank sind. Selbst, wenn dies alles keine Hürde wäre, kommen allerdings noch Tierrechtsprobleme hinzu: Die meisten auf Urlaubsmärkten angebotenen Vierbeiner werden unter tierunfreundlichen Bedingungen gezüchtet und gehalten, und jeder Kauf unterstützt diese Quälerei auch noch. Sofern ihr also nicht gerade geplant ein Tier aus dem Ausland adoptieren wollt und euch bereits ausreichend damit beschäftigt habt, lasst in jedem Fall die Finger von jeglicher Art von tierischem Mitbringsel.

2. Produkte tierischen Ursprungs

Ungeeignete Souvenirs: Produkte tierischen Ursprungs

Bei Produkten tierischen Ursprungs (etwa Hörnern, Pelz oder Ähnlichem) besteht das gleiche Problem wie bei den Tieren selbst: Der Im- und Export ist oft prinzipiell verboten und auch tierschutzrechtliche Probleme können entstehen. So gibt es in Asien etwa luftdichte Anhänger mit bereits toten oder gerade noch lebendigen Babyschildkröten zu kaufen, während in Afrika oft illegal erworbenes Elfenbein feil geboten wird. Besser darauf verzichten!

3. Pflanzen

Pflanzen nicht importieren

Bei Pflanzen gibt es ähnliche Probleme wie bei Tieren: Viele Arten dürfen nur kontrolliert oder überhaupt nicht im- oder exportiert werden und auch der Transport gestaltet sich hier oft schwierig. Sollte euch ein besonderes Gewächs dennoch ansprechen, recherchiert zunächst gründlich und entscheidet dann, ob sich der Kauf tatsächlich lohnt beziehungsweise überhaupt legal möglich ist. Wichtig auch generell bei jeder Anschaffung im Ausland: Quittungen und sonstige Zertifikate aufheben und bei der Rückreise bereithalten, um sowohl Wert als auch Unbedenklichkeit der Waren belegen zu können.

4. Antiquitäten und sonstige Kulturgüter

Ungeeignete Souvenirs: Antiquitäten und sonstige Kulturgüter

Wer im Urlaub schöne Antiquitäten sieht und diese gerne bei sich zu Hause sehen möchte oder im Meer taucht und dabei womöglich kleine Kostbarkeiten findet, der sollte vorsichtig sein: Alte Teppiche, Münzen, antike Keramik und derlei historische Stücke gelten nämlich als sogenannte Kulturgüter und müssen bei Fund (eben etwa beim Tauchen) nicht nur gemeldet, sondern dürfen zudem auf keinen Fall aus dem Land gebracht werden. Für die Missachtung dieser Vorschrift drohen mitunter sogar Gefängnisstrafen. Wer solchen Unannehmlichkeiten entgehen möchte, ist demnach besser übervorsichtig, als es im Nachhinein zu bereuen.

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5. Leblose Natur (Steine, Muscheln, etc.)

Ungeeignete Souvenirs: Steine, Muscheln

Stellt euch vor, ihr spaziert in der Türkei am Strand entlang und seht plötzlich einen besonders schönen Stein oder eine Muschelschale – da ist die Versuchung groß, das Entdeckte einfach mitzunehmen – und warum auch nicht? Deshalb nicht, weil das ganz schön schiefgehen kann: In vielen Ländern gelten Muscheln, Steine und Ähnliches (vor allem dann, wenn es sich etwa um Bruchstücke von Ruinen oder sonstigen historischen Anlagen handelt) nämlich ebenfalls als Kulturgut und dürfen somit auch ebenfalls nicht exportiert werden. Achtung demnach auch bei noch so unbedenklich wirkenden Andenken!

6. Genussmittel (Lebensmittel, Alkohol, Tabak, etc.)

Ungeeignete Souvenirs: Lebensmittel, Alkohol

Reist man in oder aus einem Nicht-EU-Land an, sollte man auch bei der Mitnahme von Genussmitteln vorsichtig sein: Allgemein gilt, dass alle in die EU eingeführten Lebensmittel sicher, das heißt mit den EU-Lebensmittelbestimmungen konform, sein müssen. Besonders genau nimmt es der Zoll dabei bei Milch- und Fleischprodukten. Zudem gelten Höchstmengen bei der Einfuhr, die auf der Seite des Zolls im Detail nachgelesen werden können. Auch bei sonstigen Genussmitteln, wie Tabak, Kaffee und Alkohol, gelten derartige Höchstmengen.

7. Medikamente

Ungeeignete Souvenirs:Medikamente

Medikamente sind nicht das erste, was einem bei Souvenirs in den Sinn kommt – bedenkt man jedoch, dass mitunter auch Tees und andere harmlos scheinende Mittel vom Zoll zu diesen gezählt werden, wird die Sache schnell klarer. Was in manchen Ländern etwa als unbedenkliches Genussmittel angeboten wird, enthält oft Stoffe, die bei uns unter das Arzneimittelgesetz fallen oder gar zur Gänze verboten sind – also Achtung bei allem Exotischen.

Auch bei mitgebrachten Medikamenten ist beim Flug Vorsicht geboten, denn nicht alle dürfen etwa im Handgepäck mitgeführt werden. Lest hier mehr über zehn Dinge, die überraschenderweise nicht mit ins Handgepäck dürfen

8. Gefälschte Markenprodukte

Ungeeignete Souvenirs:Gefälschte Markenprodukte

Vor allem Asienreisende werden in den betreffenden Ländern vielleicht schon auf sogenannte Fake Brands, also Nachahmungen teurer Markenartikel gestoßen sein, die dort für einen Bruchteil der Originalpreise angeboten werden. Wer an so einem Replikat Interesse hat, der sollte bedenken, dass diese Reproduktionen in den Ursprungsländern zwar mitunter legal sind, in Deutschland aber dennoch als Copyright-Verletzung gehandhabt werden. Prinzipiell schreitet der Zoll bei Produkten im Privatbesitz ohne offensichtlich kommerziellen Gedanken zwar nicht ein – wer aber auf Nummer sicher gehen möchte, verzichtet allerdings lieber.

9. Gefährliche Güter

Ungeeignete Souvenirs:Gefährliche Güter

Dinge wie Waffen, Munition oder Feuerwerkskörper sind nicht nur beim Transport im Flugzeug problematisch, sondern generell nicht die beste Wahl in Sachen Andenken. Auch wenn euer Opa Waffennarr par excellence ist und eure Schwägerin nichts toller findet als chinesisches Feuerwerk, bleibt lieber bei harmloseren Souvenirs. Achtung übrigens auch bei waffenähnlichem Spielzeug, wie etwa Softguns oder Steinschleudern beziehungsweise bei Sportwaffen, etwa Bögen. Nicht nur könnten diese am Flughafen versehentlich mit echten Waffen verwechselt werden, teilweise gelten sie vor dem Zoll trotz ihrer relativen Harmlosigkeit als tatsächliche Waffen und werden demnach auch als genau solche behandelt.

10. Elektronikprodukte mit Region Code

Ungeeignete Souvenirs:Elektronikprodukte mit Region Code

Last but not least noch ein Mitbringsel, das weniger in Sachen Einfuhrbestimmungen problematisch ist, denn in Sachen tatsächlicher Nutzen zu Hause: Elektronik- und Medienprodukte, wie etwa DVD-Player samt den zugehörigen Filmen, Blu-rays, Handheld-Konsolen und Ähnliches haben zumeist einen sogenannten Region Code, der verhindert, dass sie im Ausland verwendet werden können. Bei Medien kann es somit passieren, dass ihr sie auf euren Geräten zu Hause nicht abspielen könnt; die Geräte indessen werden eure Medien daheim nicht wiedergeben wollen. Wer also im Endeffekt nicht umsonst Geld ausgeben möchte, der bleibt lieber bei heimischen Gerätschaften und Datenträgern.

Verreisen ist toll und gerade, wenn es besonders schön ist, möchte man die Zeit in der Ferne mit einem Souvenir natürlich noch unvergesslicher machen, als sie ohnehin schon ist – wir ihr seht, ist die richtige Wahl dabei jedoch entscheidend. Wir wünschen euch jedenfalls tolle Ferien und sind sicher, dass ihr nach dem Lesen unserer Tipps auch das perfekte Andenken finden werdet. Schönen Urlaub!

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