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Reisetipps, Infos & Inspiration Workations: Der Fernarbeitstrend 2020

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Workations: Der Fernarbeitstrend 2020

Wir wissen, dass Reisen aktuell besonders schwierig ist. Neben den wichtigsten Reisehinweisen und Updates rund um COVID-19 möchten wir euch dennoch auch fortlaufend inspirierende Reiseideen liefern, damit ihr auch ja bereit für euren nächsten Trip seid, wenn die Welt wieder ihre Pforten öffnet.

Wir haben ein ganzes Jahr voller Lockdowns, Home Office und abgesagten Urlauben hinter uns. Es gibt wohl kaum jemanden, dem nach 2020 nicht der Sinn nach einem laaangen Urlaub steht. Was aber, wenn wir euch verraten, dass ihr für einen langen Trip in die Ferne gar nicht unbedingt auch lange Urlaub benötigt? Auftritt: Workations! Wir verraten euch, was es mit dem neuen Fernarbeitstrend auf sich hat und wie ihr selbst eine Workation-Reise im neuen Jahr planen könnt!

💡Hinweis: Angesichts der verschärften Kontaktbeschränkungen rät die Bundesregierung derzeit von privaten Reisen, Tagesausflügen und Verwandtenbesuchen im In- und Ausland bis voraussichtlich 10. Januar 2021 ab. Informiert euch daher vor jeder Reisebuchung stets über aktuelle Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes und Hinweise des Robert Koch Instituts (RKI). Auf der interaktiven Weltkarte von Skyscanner könnt ihr zudem live einsehen, wohin Reisen zurzeit möglich sind.

Was ist eine Workation überhaupt?

Was ist eine Workation?

Habt ihr schon mal davon geträumt, euch einfach euren Laptop zu schnappen und dann von den schönsten Orten der Welt aus zu arbeiten, anstatt an eurem immergleichen Büroplatz? Genau das ist eine Workation!

Bei einer Workation (manchmal auch Workcation, Workoliday oder Woliday genannt) reist ihr an einen Ort im Ausland, bucht euch ein schickes Hotel oder auch ein günstiges Apartment und arbeitet dann eure normalen Arbeitsstunden von dort aus. Und sobald der Arbeitstag vorbei ist, geht es in den Urlaub – und zwar direkt! Relaxen am palmenbesetzten Strand? Sightseeing in den spannendsten Städten der Welt? Oder doch lieber ein Ausflug in die Kulinarik weit entfernter Orte? Jeder Feierabend, jedes Wochenende und jeder sonstige freie Tag ist für sie bestimmt. Oder anders ausgedrückt: Eine Workation ist die perfekte Symbiose aus Fernarbeit und Urlaub! Schließlich ist es mittlerweile in vielen Berufen vollkommen egal, ob ihr euren Job am etablierten Platz im heimischen Büro, zuhause oder doch am anderen Ende der Welt via Laptop und Internet erledigt!

Ist eine Workation dasselbe wie ein Working Holiday?

Unterschiede zwischen Workation und Working Holiday

Nicht ganz – besonders nicht in Deutschland. In der Bundesrepublik gibt es seit ein paar Jahren spezielle Working Holiday Programme. Dabei handelt es sich um bestimmte Abkommen zwischen Deutschland und anderen Ländern. Diese erlauben es jungen Deutschen zwischen 18 und 30 (in Einzelfällen 35) Jahren, eigene Visa für längere Aufenthalte in diesen Ländern zu bekommen. Sie dürfen dort obendrein arbeiten, um sich ihren Aufenthalt zu finanzieren.

Workations unterscheiden sich von diesen Working Holiday Programmen vor allem in zwei Dingen. Einerseits können sie von Leuten aller Altersstufen angetreten werden. Andererseits arbeitet ihr dabei zwar im Ausland, aber bei einem Unternehmen, das nicht in eurem Aufenthaltsland ansässig ist. Ihr verlegt also quasi einfach euer Home Office in eine Urlaubsunterkunft, arbeitet aber nach wie vor für jene Firma oder jene Klienten, für die ihr auch sonst zuhause arbeiten würdet.

Dieser Artikel hier befasst sich speziell mit Workations, nicht mit den deutschen Working Holiday Programmen. Zu letzteren könnt ihr aber hier noch mehr lesen!

Warum liegen Workations aktuell so im Trend?

Warum liegen Workations im Trend

Die Antwort auf diese Frage haben wir eingangs schon kurz angesprochen: Nach Lockdown und Monaten im Home Office haben wir uns nicht nur daran gewöhnt, außerhalb unserer normalen Büros zu arbeiten, uns steht der Kopf auch mächtig nach Reisen in die Ferne. Was böte sich also besser an, als eine Workation?

Natürlich sind Reisen aktuell immer noch schwierig. Wann immer ihr euch also für einen Aufenthalt außerhalb Deutschlands entscheidet, solltet ihr euch zunächst nach der aktuellen Corona-Lage im entsprechenden Reiseland sowie den dafür geltenden Reisebestimmungen erkundigen. Mit der COVID-Impfung am Horizont und dem daraus resultierenden Lichtblick am Ende des Tunnels, könnt ihr aber ruhig schon einmal damit beginnen, eure Workation nach der Pandemie zu planen!

Macht mich eine Workation zu einem digitalen Nomaden?

Workations für digitale Nomaden

Wenn ihr euch für moderne Arbeitstrends – insbesondere solche, die Reisen involvieren – interessiert, dann habt ihr womöglich auch schon von digitalen Nomaden gehört. Dabei handelt es sich um Personen, die ihre Arbeit vornehmlich über das Internet erledigen. Sie arbeiten dabei nicht von einem festen Ort aus, sondern reisen quer durch die Welt und arbeiten immer dort, wo es ihnen gerade gefällt.

Eine Workation macht euch insofern tatsächlich zu einer Art digitalem Nomaden, auch wenn ihr vielleicht nicht regelmäßig an neue Ort zieht, sondern es zunächst mal nur bei einer Arbeitsurlaubs-Destination belasst. Ist es nicht cool, mit der Zeit zu gehen?

Wie plane ich meine eigene Workation? Habt ihr hilfreiche Tipps?

Worauf muss ich bei einer Workation achten

Aber sicher doch, dafür sind wir da! Hier sind einige Dinge, die ihr bei der Planung eurer eigenen Workation im kommenden Jahr auf jeden Fall beachten solltet:

Achtet auf eure Sicherheit

Aufgrund der aktuellen Lage ist der erste und wichtigste Tipp, den wir bei der Planung eurer eigenen Workation für euch haben, möglichst auf eure Sicherheit zu achten. Erkundigt euch vor jeder Buchung also insbesondere unbedingt über die aktuelle Lage an eurem gewählten Workation-Ort. Lest euch in die dort aktuell geltenden Reise- und Sicherheitsbestimmungen ein, haltet auch in dem Workation-Reiseziel Abstand und tragt Masken. Legt euch auch Pläne für den Fall zurecht, sollte sich die Lage während eures Aufenthalts verändern.

Zudem könnt ihr natürlich auch während der Buchung selbst auf besondere Sicherheit achten. Skyscanner hilft euch dabei: Wir zeigen euch, für welche Flüge ihr flexible Tickets buchen könnt, oder stellen euch Sicherheitsratings für Hotels zur Verfügung.

Erkundigt euch über Importbestimmungen

Wenn ihr im Ausland arbeiten möchtet, dann müsst ihr natürlich auch eure nötige Ausrüstung mitbringen dürfen. Bei so manchem mag das nur ein Laptop mit Maus sein, andere benötigen vielleicht noch andere Dinge. Auch Medikamente, die ihr regelmäßig nehmen müsst, könnten in eurem Workation-Land unter spezielle Bestimmungen fallen. Erkundigt euch deshalb unbedingt im Voraus, ob ihr auch wirklich alles, was ihr benötigt, auch tatsächlich mitbringen dürft.

Tipps zum Planen einer Workation

Fragt nach der Internet-Situation

In Deutschland ist flächendeckendes Internet so selbstverständlich, dass wir mitunter vergessen, dass das nicht unbedingt überall sonst auf der Welt der Fall ist. Nichts trübt eure Workcation so schnell, als endlich am Traum-Arbeitsurlaubsort anzukommen und festzustellen, dass sich dieser zwar wunderbar für Urlaub, aufgrund mangelnder Internetqualität aber kaum zum Arbeiten eignet.

Bevor ihr in eure eigene Workation startet, solltet ihr deshalb auf jeden Fall Kontakt mit eurer geplanten Unterkunft aufnehmen. Informiert euch dabei darüber, wie schnell und stabil die Internetverbindung dort ist und ob, bei Bedarf, W-LAN zur Verfügung steht. Falls dies in eurer gebuchten Unterkunft nicht der Fall ist, könnt ihr euch überlegen, euch vor Ort zusätzlich einen Platz in einem Shared Office zu sichern. Womöglich hat das Unternehmen, für das ihr tätig seid, sogar ein eigenes Büro oder ein Partnerunternehmen vor Ort, wo ihr für die Dauer eures Aufenthalts arbeiten dürft.

Welche Reiseziele bieten sich für Workations von Deutschland aus an?

Prinzipiell könnt ihr Workations wirklich überall abhalten, solange ihr dort als Touristen einreist, eure nötige Arbeitsausrüstung (im besten Fall bloß ein Laptop) mitnehmen dürft, vor Ort Internet vorhanden ist und ihr nicht länger bleiben wollt, als ihr mit Touristen-Visum (oder auch ohne Visum) dürft.

Möchtet ihr jedoch länger als gewöhnliche Touristen in einem Land bleiben, um dort gleich für mehrere Monate oder sogar Jahre als digitaler Nomade Workations zu genießen, sieht die Sache ein wenig anders aus. Hierfür gibt es in einigen Ländern der Welt mittlerweile spezielle Visa. Portugal oder auch Deutschland selbst bieten diese dabei schon seit Längerem für digitale Nomaden aus dem EU-Ausland an. Aber auch Übersee dürfen Deutsche mittlerweile Workation-Visa in Anspruch nehmen, beispielsweise in Costa Rica, Barbados oder Mexiko.

Im Folgenden haben wir ein paar Länder für euch aufgelistet, in denen ihr euch für Digital Nomad Visa bewerben könnt. Außerdem verraten wir euch, welche Voraussetzungen dabei jeweils gelten.

Costa Rica

Fernarbeit in Costa Rica

Traumhafte Strände, faszinierende Dschungellandschaften, exotische Tiere und ein brandneues Visum für digitale Nomaden. Klingt gut? All das hat Costa Rica all jenen zu bieten, die sich gerne demnächst auf Workation dorthin begeben möchten. Dank des jüngst erlassenen Gesetzes „to attract remote workers and providers of international remote services“ dürft in dem wundervollen Land nun für mit entsprechendem Visa ein Jahr, auf Antrag sogar noch weitere sechs Monate, leben und fernarbeiten. Die Voraussetzung dafür ist ein monatliches Einkommen über der im Gesetz festgelegten Schwelle. Diese beträgt derzeit zwischen 2.500 und 5.000 USD oder rund 2.045 und 4.090 Euro. Das Visum darf auch für Familienmitglieder beantragt werden und inkludiert Führerschein-Rechte.

Mexiko

Reiseziel für Workations: Mexiko

Auch etwas weiter nördlich, im temperamentvollen Mexiko, könnt ihr eine Workation ins Auge fassen. Dafür müsst ihr euch für ein Temporary Resident Visa bewerben. Dieses gilt zunächst wiederum für ein Jahr, darf aber bis zu drei Mal verlängert werden für einen maximalen Workcation-Aufenthalt von vier Jahren. Die Voraussetzungen sind entweder ein monatliches Einkommen von mehr als 1.010 Euro über die letzten sechs Monate oder ein nachweisliches Guthaben auf eurem Konto von mehr als 17.800 Euro.

Barbados

Barbados

Wir bleiben noch ein wenig in Amerika, denn auch in der Karibik gibt es einige Orte, die Workations anbieten! In Barbados dürft ihr so beispielsweise die Barbados Welcome Stamp nutzen. Diese erlaubt es euch, zwölf Monate lang auf der paradiesischen Insel zu leben, urlauben und arbeiten. Voraussetzung dafür ist ein Einkommen von mindestens 50.000 USD oder 40.900 Euro jährlich. Außerdem braucht ihr eine existierende Krankenversicherung sowie die Entrichtung der Ausstellungsgebühr von 2.000 USD oder 1.635 Euro (3.000 USD bzw. 2.455 Euro für Familien).

Dubai

Arbeiten und Urlaub machen in Dubai

Wenn schon Workation, dann im Land der Superlative? Perfekt, denn auch in Dubai dürft ihr im Rahmen eines speziellen Programms um ein Remote Work Visum ansuchen. Auch für Dubais Visum wird vorausgesetzt, dass ihr monatlich mindestens 5.000 USD (4.090 Euro) verdient und es gilt für maximal ein Jahr. Zudem müsst ihr eine Gebühr in Höhe von 287 USD (235 Euro) bezahlen und braucht eine Krankenversicherung, die Krankenfälle in den Vereinigten Arabischen Emiraten abdeckt.

Andere EU-/Schengen-Länder

Workation Reiseziele: Norwegen, EU und Schengenraum

Als EU-Bürger mit freiem Zugang zum Schengenraum haben wir es gut. Wir dürfen nämlich nicht nur in Ländern Workcations unternehmen, die uns spezielle Visa anbieten, sondern auch in fast ganz Europa. Und das Beste daran? Diese sind für uns sogar vollkommen gebührenfrei und dürfen so lange genossen werden, wie wir wollen. Wenn es euch also demnächst für ein paar Monate (oder auch Jahre) Workation nach Spanien, Norwegen oder Griechenland zieht, nur zu!

Wie viel kostet eine Workation?

Wie viel kosten Workations?

Trotz fortlaufendem Einkommen ist natürlich auch der Kostenfaktor einer Workation interessant. Wie hoch dieser tatsächlich ausfällt, hängt dabei klarerweise stark vom jeweiligen Arbeitsurlaubsort ab. Ihr müsst insbesondere darauf achten, wie viel ihr für Flugtickets, eure Unterkunft, eventuelle Zusatzkosten wie ein gemieteter Büroraum, Internetgebühren etc. ausgeben müsst, und wie hoch die Gebühren für das Visum selbst ausfallen.

Am günstigsten steigt ihr wohl bei einer Workation im EU-Raum aus. Im EU-Raum müsst ihr keine zusätzlichen Gebühren für Visa etc. entrichten und auch die An- und Rückreise ist verhältnismäßig günstig. Auf der anderen Seite hängen die tatsächlichen Kosten aber auch von der Länge eures Aufenthalts ab. Soll es etwa kurzzeitig nach Finnland oder Norwegen gehen – zwei im Vergleich zu Deutschland recht teuren Länder –, zahlt ihr im Monatsschnitt wohl mehr, als bei einer einjährigen Workation im günstigeren Costa Rica ohne zwischenzeitliche Trips zurück in die Bundesrepublik.

Ganz allgemein könnt ihr euch in Sachen Kostenplanung nach den jeweiligen Voraussetzungen für das entsprechende Visum richten. Wird beispielsweise ein Einkommen von knapp über 4.000 Euro monatlich verlangt, so solltet ihr damit auch auskommen können.

Wir wissen nicht, wie es euch geht, aber wir haben jetzt so richtig Lust bekommen, direkt in unsere Workation zu starten! Fehlt nur noch, dass sich die Pandemielage noch ein wenig entspannt. Bis dahin, schaut am besten regelmäßig auf unserer interaktiven Weltkarte vorbei und macht euch mit unseren Corona Reisehinweisen vertraut. Auf der Website des Auswärtigen Amtes bzw. des Robert Koch Institutes (RKI) findet ihr zudem tagesaktuelle Sicherheitshinweise, Informationen zu Reisebeschränkungen bzw. Reisewarnungen und aktuellen Risikogebieten.

Entdeckt euer nächstes Reiseziel

Auf unserer interaktiven Weltkarte könnt ihr live einsehen, wohin ihr bereits wieder reisen könnt. Abonniert unsere E-Mail-Updates, um informiert zu werden, sobald euer ausgewähltes Reiseziel die Einreisebeschränkungen aufhebt:

Reisebeschränkungen

FAQs zu Workations

Was sind Workations?

Unter einer Workation versteht man einen Urlaub, der mit Remote Work, also der Arbeit außerhalb des Büros, kombiniert wird. Ihr reist dabei an fremde Orte, arbeitet via Laptop und Internet eure gewohnten Arbeitszeiten und nutzt eure Freizeit, um das Land wie im Urlaub zu erkunden und genießen!

Ist eine Workation dasselbe wie ein Working Holiday?

Nicht ganz. Während es sich bei einem Working Holiday um ein spezielles Arbeitsprogramm im Ausland für junge Menschen von 18 bis maximal 35 Jahren handelt, können Workations von jedem in Anspruch genommen werden. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass ihr bei einem Working Holiday für ein Unternehmen oder Klienten im Urlaubsland arbeitet, bei einer Workcation jedoch für Unternehmen oder Klienten in anderen Ländern (beispielsweise Deutschland).

Wird man bei einer Workation zum digitalen Nomaden?

Ja! Digitale Nomaden zeichnen sich dadurch aus, dass sie über das Internet von überall auf der Welt für Kunden aus aller Welt arbeiten. Ihr seid als Workation-Arbeitsurlauber also ein Teil dieses coolen, modernen Trends!

Dieser Artikel wurde zuletzt am 17. Dezember 2020 aktualisiert. Es ist möglich, dass sich Informationen und Reisebestimmungen seitdem geändert haben. Bitte wendet euch vor jeder Buchung bzw. Reise an die Website des Auswärtigen Amtes bzw. des Robert Koch Institus (RKI), um möglichst up-to-date zu bleiben.

Hier findet ihr noch weitere Infos und Inspiration für eure Bucket List:

Skyscanner – Die Reisesuchmaschine, bietet günstige Angebote für FlügeHotels und Mietwagen.