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Schroffe Bergketten, die von tiefen Schluchten und grünen Tälern durchzogen sind. Beduinen, die durch malerische Dünenlandschaften streifen. Wuselige Marktplätze, auf denen lebhaft gefeilscht wird. So ist der Oman: Ein sagenhaftes Land, das von einer reichen Kultur geprägt ist.
Mit seiner entspannten Atmosphäre und den herzlichen Einheimischen ist der Oman der perfekte Einstieg in den Nahen Osten. Aber auch wenn ihr schon einmal in diesem Teil der Welt unterwegs wart, wird euch das Land am arabischen Meer faszinieren. Egal, ob ihr euch für die antike Stätten, palmengesäumte Strände oder kosmopolitische Städte interessiert: Diese Erlebnisse solltet ihr euch im Oman nicht entgehen lassen.
1. Besucht fünf UNESCO-Welterbestätten

Der Oman ist eines der ältesten von Menschen bewohnten Ländern und dementsprechend reich an Geschichte, Kulturerbe und Tradition. Trotz seiner geringen Größe beherbergt er fünf UNESCO-Welterbestätten. Vielleicht schafft ihr es sogar, sie alle zu besuchen?
- Festung von Balah: Die größte Festung des Oman hat eine lange und geheimnisvolle Geschichte. Teile des Fundaments stammen aus dem 13. Jahrhundert. In archäologischen Ausgrabungen wurden aber auch Überreste von vor 5.000 Jahren gefunden.
- Archäologische Stätten von Bat, Al-Khutm and Al-Ayn: Diese Bienenkorbgräber und megalithischen Türme wurden um 2.700 v. Chr. erbaut und bieten einen Einblick in alte Bestattungspraktiken.
- Land des Weihrauchs: Entdeckt die Entstehungsorte des Weihrauchhandels im Oman. Der Duft wurde in der Antike sowohl in der Medizin als auch für religiöse Rituale verwendet. Besucht den alten Hafen von Samharan, wo Weihrauch in die ganze Welt exportiert wurde. Oder stattet den Weihrauchbäumen des Wadi Dawkah einen Besuch ab – hier hatte der Handel seinen Ursprung.
- Aflaj-Bewässerungssysteme: Einige dieser alten Kanäle sind über 3.000 Jahre alt. Obwohl nur fünf der Bewässerungssysteme von der UNESCO gelistet sind, findet man sie im ganzen Land. Sie sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des ländlichen Lebens.
- Antike Stadt Qalhat: Diese Ruinenstadt war einst einer der geschäftigsten Häfen Arabiens. Die Ausgrabungen dauern noch an, aber ihr könnt durch die antiken Stätten wandern und die Überreste der Stadtmauer und des Mausoleums besichtigen.
2. Entspannt euch an malerischen Stränden

Der Oman ist kaum zu übertreffen, wenn es um luxuriöse Strandurlaube geht. Die endlosen Strände mit weichem, weißen Sand sind perfekt für ein Sonnenbad oder einen Sprung in das kristallklare Wasser. Das seichte Meer ist für Familien ideal. Aber auch Paare und Alleinreisende können hier wunderbar entspannen und die besondere Stimmung genießen.
- Strand von Al Qurum. Der Stadtstrand von Maskat ist gesäumt von gemütlichen Cafés und Restaurants. Hier findet ihr auch eine lange Promenade, die dank der Schatten spendenden Palmen bei Joggern besonders beliebt ist. Macht es euch auf einer Liege gemütlich und genießt den Sonnenuntergang.
- Bimmah Strand. Zwischen Maskat und Sur liegt dieser herrliche weiche Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser, der aus dem Fels gehauen wurde. Perfekt für einen abgelegenen und ruhigen Tag am Meer.
- Al Mughsail Strand. Die Region Salalah ist berühmt für ihre Strände – und Al Mughsail ist einer der schönsten davon. Das tiefblaue Wasser ist hier von rauen Klippen gesäumt. Außerdem findet ihr jede Menge Picknickplätze und Grillbereiche. Der Strand ist berühmt für seine Blowholes, an denen Wellen durch die Felsen schlagen und meterhohe Wasserfontänen in die Luft geschleudert werden.
- Bar Al Hikman. Im Oman trifft die Wüste auf malerische Weise auf das Meer. Dies wird nirgendwo besser deutlich als in Bar Al Hikman, der größten Sandbank im Nahen Osten. Die mondähnliche Landschaft weicht Mangroven, zuckerweißem Sand und aquamarinblauem Wasser. Die Fahrt dorthin lohnt sich, immerhin wird dieser Teil des Landes oft mit den Stränden der Malediven verglichen. Seltene Vögel tummeln sich an dessen Küste, während ihr beim Schnorcheln auf viele einzigartige Meeresbewohner treffen werdet. Haltet Ausschau nach dem schwer zu erspähenden Omani-Anemonenfisch, einem der größten und seltensten Clownfische der Welt, der in den Gewässern Omans endemisch ist.
3. Feilscht in den Souks um das beste Schnäppchen

Auch wenn ihr gar nichts kaufen möchtet, ist ein Besuch der wuseligen Marktplätze eines der aufregendsten und authentischsten Erlebnisse im Oman. Das Land beherbergt viele verschiedene Souks, von denen jeder auf ein eigenes Kunsthandwerk spezialisiert ist.
- Muttrah Souk: Er ist einer der ältesten Märkte der Welt und wenn ihr nur einen einzigen Souk besuchen möchtet, solltet ihr euch für diesen entscheiden. Ekundet die verwinkelten Gassen, bummelt durch die winzigen Geschäfte und feilscht, was das Zeug hält. Besonders schön ist der Trubel am Abend.
- Seeb Souk: Diesen lebendigen Markt findet ihr nördlich des Flughafens Maskat. Hier findet ihr vor allem traditionelle Schmuck- und Kleidungsstücke wie goldene Armreifen, handgefertigte Abayas (islamische Überkleider) und aufwendige Mandoos (Brauttruhen).
- Bahla Souk: Der Souk gegenüber der historischen Festung von Bahla ist bekannt für Töpfer- und Metallhandwerk.
- Nizwa-Souk: Dieser Souk ist einer der ältesten des Landes. Hier wird alles Mögliche verkauft – von Obst und Gemüse bis hin zu traditionellem Kunsthandwerk. Besonders berühmt ist der Nizwa-Souk für Khanjar (traditionelle gebogene Dolche), die aus Silber gefertigt werden.
4. … oder verbringt einen Tag in den modernen Shoppingmalls
Nachdem ihr traditionell auf den Souks eingekauft habt, solltet ihr euch unbedingt noch ein luxuriöses Shopping-Abenteuer in den modernen Malls im Oman gönnen.
- City Center Muscat: Das riesige Einkaufszentrum bietet eine große Auswahl an unabhängigen Shops und bekannten Modeketten, wie zum Beispiel H&M, Zara oder Forever 21. Aber auch arabische Mode und Haushaltswaren gibt es hier zu kaufen. Für Unterhaltung sorgen ein Indoor-Freizeitpark (Magic Planet) und ein VOX Kino.
- Salalah Gardens Mall. Das moderne Einkaufszentrum ist im Stil eines omanischen Palastes gestaltet. Neben klassischen Geschäften gibt es auch einen Indoor-Souk. Hier werden traditionelle Kleidung, Weihrauch und vieles mehr angeboten.
- Oman Avenues Mall: Die größte Shoppingmall im Oman ist viel mehr als ein klassisches Einkaufszentrum. Hier finden das ganze Jahr über Veranstaltungen statt. Außerdem gibt es einen Foodcourt, Straßenkünstler und Events, wie beispielsweise Kochwettbewerbe.
- Mall of Oman: Im Zentrum von Maskat gelegen, beherbergt dieses Einkaufszentrum über 300 ausgewählte Geschäfte und Unterhaltungsmöglichkeiten. Das Highlight ist „Snow Oman“, ein gefrorenes Wunderland mit einer Eisbahn, einem Rodelberg und Königs- und Eselspinguinen.
5. Feiert den Khareef im Rahmen des Dhofar Festivals

Salalah ist die zweitgrößte Stadt im Oman und dank des Khareef ein grünes Paradies. Der asiatische Südwestmonsun zieht jeden Sommer aus dem Süden heran und verwandelt die Region in eine fruchtbare Oase. Die Wadis (Schluchten) füllen sich mit Wasser, sodass idyllische kleine Seen zum Schwimmen entstehen. In diesem Teil des Landes ist der Beginn der Regenzeit ein Grund zum Feiern. Deshalb veranstaltet die Stadt jedes Jahr im August ein großes Fest. Hier könnt ihr traditionelle Tanzaufführungen bestaunen, auf den Straßenmärkten Kunsthandwerk einkaufen und regionale Köstlichkeiten wie Meshak (ein gegrillter Kebab) probieren.
6. Lernt im Museum mehr über die Geschichte des Oman

Im Oman findet ihr rund 15 Museen, in denen ihr mehr über die einzigartige Kultur und Geschichte des Landes lernen könnt.
- Das Nationalmuseum des Sultanats Oman: Wenn ihr während eurer Reise nur ein Museum besuchen möchtet, solltet ihr euch für dieses entscheiden. Das Nationalmuseum beherbergt zahlreiche Exponate, die im Oman gefunden oder hergestellt wurden. Es ist in sieben Galerien aufgeteilt, die von der maritimen Geschichte bis hin zu Währungen und Rüstungen verschiedene Bereiche abdecken.
- Das Museum des Weihrauchlandes: Salalahs einziges Museum konzentriert sich auf die Region Dhofar im Oman – bekannt als das „Land des Weihrauchs“. Zu den Exponaten gehören archäologische Artefakte sowie Modelle von Handelsschiffen, die von 3.000 v. Chr. bis in die heutige Zeit im Einsatz waren.
- Bait Al Zubair: Die umfangreiche Sammlung von Waffen und Artefakten in diesem privaten Museum veranschaulicht die einzigartigen Kulturen Maskats, die sich von Region zu Region unterscheiden.
- Bait Al Baranda: Ein eher kleines Museum, das allerdings eine toll gestaltete Sammlung beherbergt. Die Ausstellung erzählt die Geschichte von Maskat im Lauf der Jahrhunderte. Von Dinosaurierknochen bis hin zu Artefakten aus der Zeit der portugiesischen Kolonialherrschaft.
7. Genießt die zeitgenössische omanische Küche

In Maskat findet ihr eine erstklassige Restaurantszene. Nach einem langen Sightseeingtag könnt ihr euch hier bei einem Besuch in einem der vielen modernen Restaurants der Stadt entspannen.
- Al Angham Restaurant: Das Gourmetrestaurant im Royal Opera House gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt. Sowohl die Einrichtung als auch die Speisekarte sind an omanische Tradition angelehnt und dennoch modern gestaltet.
- Bait Al Bahr: Das gehobene Strandrestaurant ist einer der besten Orte in Maskat, um Meeresfrüchte zu probieren. Wie auf dem Markt werden hier frischer Fisch und Schalentiere ausgelegt. Ihr könnt euch euren Fang also selbst auswählen und ihn ganz nach Geschmack dämpfen, grillen, backen oder frittieren lassen. Das Restaurant hört zum Hotel Shangri-La.
- Bait Al Luban Omani Restaurant. In diesem stylischen Restaurant könnt ihr eine moderne Interpretation der traditionellen omanischen Küche genießen. Die ehemalige Pension ist in warmen Holztönen gehalten und in Weihrauchduft gehüllt. Reserviert am besten einen Tisch am Fenster, damit ihr den Blick aufs Meer genießen könnt.
- Restaurant Rozna: Wenn es um traditionelle omanische Küche geht, muss unbedingt auch das Rozna erwähnt werden. Das Restaurant ist in einem Gebäude untergebracht, das von der Architektur der alten Festungen des Omans inspiriert wurde, und das Ambiente ist ebenso vorzüglich wie das Essen selbst. Probiert das omanische Shuwa, mariniertes Hammelfleisch, das in Bananenblätter eingewickelt und in einem traditionellen Tandoor gegart wird. Kostet auch das Qabuli, mit „Om Sulaimans Gewürzen“ gewürzter Reis, der mit Fisch, Huhn oder Fleisch eurer Wahl serviert wird.
8. Entdeckt die Highlights von Maskat

Zwischen dem zerklüfteten Al-Hajar-Gebirge und dem azurblauen Golf von Oman liegt die Stadt Maskat, die für ihre unaufgeregte Schönheit bekannt ist. Hier ticken die Uhren noch anders und die weiß getünchten Gebäude und Minarette verleihen Maskat einen ganz besonderen Charme.
- Große Sultan-Qabus-Moschee: Die größte Moschee ist gleichzeitig das höchste Bauwerk im Oman und einfach atemberaubend anzusehen. Die Decke wird von riesigen Kronleuchtern geschmückt. Der Boden ist mit einem handgewebten Perserteppich ausgelegt, dessen Herstellung vier Jahre gedauert hat.
- Al Alam-Palast: Der prunkvolle Palast ist eine der sechs Residenzen des Sultans und über 200 Jahre alt. Betreten dürft ihr ihn nicht, aber mit seinem einzigartigen Design und der goldenen und hellblauen Fassade ist er auch von außen schön anzusehen.
- Qurum Natural Park: Mit seinem dichten Baumbestand, den schönen Rosengärten und einem glitzernden See zum Bootfahren ist der größte Park des Oman ein toller Ort, um einfach mal durchzuatmen. Die Einheimischen besuchen ihn am liebsten nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Springbrunnen beleuchtet sind.
- Mutrah Corniche: Bei einem Spaziergang entlang der Strandpromenade könnt ihr zum Sonnenuntergang das Lichtspiel der Berge und Moscheen beobachten. Die gut beleuchteten Gehwege und Springbrunnen sorgen dafür, dass ihr hier auch nach Einbruch der Dunkelheit wunderbar joggen, radfahren und flanieren könnt.
- Königliches Opernhaus: Dieses großartige Gebäude ist Omans führende Anlaufstelle für Kunst und Kultur. Besucher können sich auf ein dichtes Programm mit allerlei Aufführungen freuen: von Oper und Ballett bis hin zu Weltmusik und Theatralik. Führungen durch dieses unglaubliche Gebäude finden von Samstag bis Donnerstag zwischen 8:30 und 17:30 Uhr statt.
- Oman Kongress- und Ausstellungszentrum: Das OCEC (Oman Convention and Exhibition Centre) ist ein spektakulärer Veranstaltungsort, der nicht nur fünf Ausstellungshallen beherbergt, sondern in dem auch Veranstaltungen wie Konzerte, Galadinner und Aufführungen stattfinden. Informiert euch bei der Buchung eurer Oman-Reise über aktuelle Veranstaltungen.
9. Besucht den historischen Hafen von Sur

Schon seit dem 6. Jahrhundert n. Chr. ist Sur ein wichtiger Handelshafen. Kein Wunder also, dass ihr in der ganzen Stadt Relikte aus seiner belebten Vergangenheit findet. Zu den Highights in Sur zählen die Strände, alte Festungen und historische Schiffe.
- Dhow-Werft: Sur ist eine der berühmtesten Schiffbaustädte am Arabischen Meer und seine Werften sind für Besucher geöffnet. Beobachtet hier, wie jahrhundertealte Techniken und exotische Materialien wie Teakbaum beim Bau der Dhow-Boote zum Einsatz kommen.
- Sunaysilah Fort: Die 300 Jahre alte Burg dominiert von einem Felsvorsprung aus das Stadtzentrum. Einst war sie das Herzstück der Verteidigungsstruktur von Sur. Heute ist das Fort ein kleines Museum mit Artefakten, Töpferwaren und Teppichen.
- Ras al Jinz Schildkrötenstrand: Ein wichtiger Nistplatz der seltenen Grünen Meeresschildkröte liegt südöstlich von Sur. Am besten besucht ihr den Strand zwischen Juli und September, um die Jungtiere zu beobachten.
Richtiges Verhalten im Oman: Ein paar wichtige Regeln

Der Oman ist eines der sichersten und gastfreundlichsten Länder der Welt. Trotzdem solltet ihr die kulturellen Normen und die örtlichen Gesetze respektieren, um euren Besuch in vollen Zügen zu genießen.
Vor allem im heiligen Monat Ramadan solltet ihr eher zu konservativerer Kleidung greifen. 2023 beginnt der Ramadan am 22. März und endet am 21. April – die Daten ändern sich allerdings Jahr für Jahr. Unabhängig von eurem Geschlecht solltet ihr in der Öffentlichkeit immer Kleidung tragen, die die Knie und Schultern bedeckt. Außer beim Besuch in der Moschee müssen Frauen im Oman kein Kopftuch tragen.
Omanis sind herzliche und gastfreundliche Menschen. Im Gegenzug legen sie aber auch Wert darauf, dass man ihnen Respekt entgegenbringt und ihre kulturellen Normen respektiert. Verhaltet euch freundlich und höflich und vermeidet herablassende Sprache oder Gesten. Auch das Zeigen von Zuneigung in der Öffentlichkeit wird nicht gerne gesehen.
Ohne deren Erlaubnis solltet ihr keine Bilder von Einheimischen machen. Auch das Fotografieren von Regierungsgebäuden und Flughäfen ist tabu. Drohnen im Privatbesitz sind im Oman illegal. Wenn ihr also selbst eine besitzt, solltet ihr sie zu Hause lassen.
Seid ihr bereit, den Oman zu erleben?
Der Oman bietet eine riesige Auswahl an einzigartigen Erlebnissen und zählt damit zu den spannendsten Reisezielen der Welt. Vergleicht am besten direkt die aktuellen Flugpreise und macht euch bereit für ein ganz besonderes Abenteuer.
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