Reisetipps, Infos & Inspiration 5 der ältesten Städte der Welt, die ihr besuchen könnt

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5 der ältesten Städte der Welt, die ihr besuchen könnt

Reisen mögen zurzeit schwierig oder sogar tabu sein - aber das bedeutet nicht, dass wir keine Pläne für die Zukunft machen können! Wir hoffen, dass Artikel wie dieser euch helfen werden, euren nächsten Urlaub zu planen. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass dies auch möglich ist.

Die Welt ist voller fantastischer Orte, die es zu besuchen gilt. Für viele Reisende sind es vor allem uralte historische Stätten, die ihren ganz besonderen Reiz versprühen. Zur Inspiration für alle jene, die es lieben, im Urlaub Zeitreisen in die ferne Vergangenheit zu unternehmen, haben wir deshalb im Folgenden einige der ältesten Städte der Welt ausfindig gemacht.

Reisen hat sich in den letzten Monaten drastisch verändert. Wie viele andere Länder befindet sich auch Deutschland aktuell im erneuten Lockdown. Auch wenn ihr die faszinierenden, alten Städte in unserem Artikel hier aktuell noch nicht besuchen könnt, möchten wir sie euch dennoch vorstellen. Auf diese Weise könnt ihr für die Zeit nach Corona planen und träumen – nach so vielen Jahren warten sie schließlich auch noch ein paar Monate länger geduldig auf euch.

Angkor Wat, Kambodscha

Südostasien ist ein wahres Paradies für Reisende, die sich für die ferne Vergangenheit interessieren. Hier befinden sich nämlich einige der ältesten Städte und Tempel der Welt. Die sehenswertesten darunter umfassen etwa Sukhothai in Thailand, Yogyakarta in Indonesien oder Bagan in Myanmar. Allerdings sind nur wenige so eindrucksvoll wie der Angkor Wat Tempelkomplex in Kambodscha.

Die ältesten Städte der Welt: Angkor Wat

Die Geschichte von Angkor Wat

Nahe Siem Reap gelegen, ist Angkor Wat nur einer von insgesamt 72 Tempeln im gesamten Komplex. Von hier aus starten auch die meisten Touren durch das Areal. Tatsächlich ist das Bauwerk so ikonisch, dass es bis heute am Wappen von Kambodscha zu finden ist. Von Angkor Wat aus öffnen sich euch drei mögliche Pfade: entlang des kleinen Rundwegs, entlang des großen Rundwegs oder direkt zu den abgelegeneren historischen Stätten des Komplexes.

Die ersten Bauarbeiten hier starteten im 12. Jahrhundert mit einem Hindu-Tempel. Bis zum Ende desselben Jahrhunderts hatten sich jedoch sowohl das Land wie auch seine Tempel zum Buddhismus hin entwickelt. Heutzutage ist der Angkor Wat Komplex das größte religiöse Monument der Welt. Während einige Reisende bereits nach einem Tag hier genug gesehen haben, unternehmen viele auch mehrtägige Touren, um so viel wie möglich von der fantastischen Architektur und Kultur des Ortes zu erleben.

Bereiche der antiken Stadt, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet

Während die meisten Touren durch den Komplex den Angkor Wat Tempel automatisch mit einschließen – und das aus gutem Grund –, gibt es auch zahlreiche andere einzigartige Tempel hier, die ihr euch unbedingt anschauen solltet.

Ganz oben auf eurer Sightseeing-Liste sollte so etwa der Ta Prohm stehen, ein Gebäude aus dem späten 12. Jahrhundert, das seitdem von der Natur überwuchert wurde. Ein Großteil des Tempels ist in gutem Zustand erhalten. Allerdings winden sich die Wurzeln mächtiger Bäume durch das Gestein und dominieren das Bauwerk. Die Atmosphäre ist demnach geprägt von einem berauschenden Mix aus natürlicher Gewalt und menschlicher Ambition, den ihr übrigens auch im kleineren Ta Som Tempel vorfindet.

Andere Orte, die sich für lohnende Zwischenstopps anbieten, sind beispielsweise der detailreich verzierte Banteay Srei, die riesigen Gesichter von Bayon oder die Steinlöwen von Pre Rup. Und möchtet ihr euch einige der weniger bekannten Tempel der Region anschauen, heuert ihr am besten einen ortskundigen Fahrer an und bittet ihn darum, euch zu seinen versteckten Lieblingsorten zu bringen.

Palenque, Mexiko

Neben so berühmten Orten wie Teotihuacan oder Chichen Itza findet ihr in Mexiko auch die faszinierende Region Palenque. Die beeindruckende Fundstätte besteht zur einen Hälfte aus eindrucksvollen Tempeln und zur anderen Hälfte aus umwerfenden Dschungellandschaften. Auch Palenque darf sich eine der ältesten Städte der Welt nennen.

Die ältesten Städte der Welt: Palenque

Die Geschichte von Palenque

Wie alt genau Palenque ist, weiß niemand, man geht aber davon aus, dass der Ort etwa 200 v. Chr. gegründet und schließlich etwa 800 n. Chr. verlassen wurde. Für etwa ein Jahrtausend war Palenque im Anschluss unbewohnt und wurde vom Regenwald zurückerobert. Die Spanier warfen in den 1740ern einen kurzen Blick auf die Anlage und auch ein amerikanischer Archäologe besuchte den Ort in den 1830ern. Allerdings zog erst 1950 die Entdeckung einer altertümlichen Gruft endgültig das Interesse der Welt auf Palenque.

Nach heutigem Wissensstand umfasst die Anlage über 200 architektonische Strukturen, darunter Behausungen, Pyramiden und ein Palast. Man geht jedoch davon aus, dass noch immer rund 90 % der alten Stadt unentdeckt sind.

Bereiche der antiken Stadt, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet

Der Tempel der Inschriften ist in Archäologiekreisen wohlbekannt. Die namensgebenden Inschriften haben hier einen wesentlichen Teil zum Verständnis altertümlicher Texte beigetragen. Der Palast, der Tempel der Schädel und die Pyramiden des Tempels der Kreuze mögen hingegen für den Durchschnittsreisenden weit interessanter sein.

Timbuktu, Mali

Timbuktu ist ein Ort, der uns allen namentlich geläufig ist, aber die wenigsten könnten ihn wohl auf einer Weltkarte finden. Wenn euch der Kopf nach einem etwas anderen Reiseziel steht, könnte diese alte Stadt in Mali jedoch genau das Richtige für euch sein.

Die ältesten Städte der Welt: Timbuktu

Die Geschichte von Timbuktu

Anders als Angkor Wat oder Palenque ist Timbuktu eine der ältesten Städte der Welt, die immer noch bewohnt ist. Tatsächlich leben hier bis heute zehntausende Menschen. Zur Blütezeit der Stadt rund um das 14. Jahrhundert war Timbuktu einige Zeit lang als berühmtes Handelszentrum und Ort des Lernens bekannt.

Ab dem 15. Jahrhundert begann die Stadt jedoch an Macht zu verlieren, da ihre beneidenswerte Lage am Fluss Niger – die ihr Zugang zum Großteil von West- und Nordafrika verschaffte – durch den zunehmenden Handel von portugiesischen Schiffen mit anderen Küstenstädten ebenfalls an Bedeutung verlor. Als ihr Einfluss geringer wurde, wurde Timbuktu zunehmend von benachbarten Ländern angegriffen. Glücklicherweise sind dennoch viele bedeutende Gebäude bis heute erhalten.

Bereiche der antiken Stadt, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet

Viele der Moscheen und Lernzentren, die im 14. Jahrhundert aus gepackter Erde errichtet wurden, existieren bis heute. Dazu gehören etwa die Moscheen Djingareyber, Sankore und Sidi Yahia sowie, besonders berühmt, die alte Universität von Timbuktu.

Petra, Jordanien

Petra in der Arabischen Wüste, ist eine spektakuläre alte Stadt, die vor allem für ihre direkt in den Fels gehauenen Bauwerke berühmt ist. Aufgrund ihrer hellen Farbtöne auch die ‚Stadt der Rosen‘ genannt, sollte Petra auf der Bucketlist jedes Reisenden stehen, der sich für historische Städte und Fotografie begeistern kann.

Petra

Die Geschichte von Petra

Die Region rund um Petra wird schon seit tausenden von Jahren von Menschen bewohnt. Man schätzt, dass sich die ersten Siedler hier etwa 7000 v. Chr. niederließen; Petra wurde jedoch erst weit später erbaut, laut Archäologischen Schätzungen rund 400 bis 200 v. Chr.

Petra florierte als wichtiger Handelsknoten und erfreute sich an einigen Jahrhunderten Unabhängigkeit und Reichtum, bis die Römer im Jahr 106 n. Chr. einfielen. Infolge verlor die historische Stadt an Bedeutung, bis sie nach einem Erdbeben im Jahr 363 n. Chr. schließlich beinahe vollkommen in Vergessenheit geriet. Wiederentdeckt wurde sie erst 1812. Seither zählt sie als eine der ältesten Städte der Welt auch zu den Sieben Weltwundern bzw. auch zum UNESO Weltkulturerbe.

Bereiche der antiken Stadt, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet

Das Aushängeschild von Petra ist das Schatzhaus der Stadt. Es wird davon ausgegangen, dass dieses als Grabkammer eines alten Königs diente. Es ist eines der besterhaltenen und prunkvollsten Bauwerke der Stadt.

Die Straße der Fassaden und das Siq-Tal präsentieren hingegen eindrucksvoll die natürliche Schönheit und das tägliche Leben der alten Stätte. Auch andere Gebäude, wie die Gräber der Königswand, zeigen, dass das Schatzhaus in Sachen Schönheit kein Ausreißer war.

Dank der kräftigen Farben des Steins und Sandes in Petra, eröffnet euch ein Besuch der Stätte zum Sonnenauf- oder -untergang völlig neue (fotografisch interessante) Perspektiven auf die Region.

Machu Picchu, Peru

Machu Picchu, oft eines der Wunder der modernen Welt genannt, steht auf der Bucketlist so manches Weltenbummlers . Ein einziger Blick auf das Bild unten erklärt auch schnell warum. Auf rund 8.000 Metern Seehöhe gelegen, offenbart euch ein Besuch in der alten Stadt Ausblicke, wie ihr sie so schnell nicht wieder finden werdet.

Machu Picchu

Die Geschichte von Machu Picchu

Machu Picchu wurde um 1450 als imperialer Herrschersitz erbaut und bloß rund ein Jahrhundert bewohnt, bevor die Stadt während der spanischen Invasion auch schon wieder verlassen wurde. Heutzutage leben dort lediglich noch die Lamas, die sich mit Vorliebe in die Fotos der dort verkehrenden Touristen schleichen.

Die spanischen Invasoren kümmerten sich leider recht wenig um die prächtige alte Stadt, plünderten Machu Picchu und zerstörten große Teile der Siedlung, wie auch viele andere Orte der Region. Erst 1911 rückten die Ruinen von Machu Picchu schließlich ins internationale Rampenlicht.

Um die alte Stätte heute zu erreichen, bucht ihr am besten eine mehrtätige Wandertour dorthin. Die Stadt kann jedoch auch auf anderen Wegen, etwa via Bus oder Zug mit anschließendem kürzeren Fußmarsch, erreicht werden.

Bereiche der antiken Stadt, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet

Auch wenn ihr bei einem Besuch in Machu Picchu immer noch Überreste des alltäglichen Lebens seiner einstigen Bewohner finden könnt, beispielsweise landwirtschaftlich genutzte Terrassen, sind die allgemein bekannten Highlights vor allem diese drei Bauwerke: Intihuatana, der Tempel der Drei Fenster und der Sonnentempel.

Einige dieser alten Städte waren lange Zeit vergessen, bevor sie von Touristen und Forschern wiederentdeckt wurden, weshalb wir davon überzeugt sind, dass sie auch nach der Corona-Krise noch so umwerfend wie eh auf euch warten werden. Unsere Grenzen mögen zurzeit geschlossen sein, aber eure Reiseträume sind frei wie eh und je!

Entdeckt mögliche Reiseziele

Neben den ältesten Städten der Welt gibt es unzählige Reiseziele, die es sich lohnt zu entdecken. Auf unserer interaktiven Weltkarte könnt ihr live einsehen, wohin ihr bereits reisen könnt:

FAQs zu den ältesten Städten der Welt

Was ist die tatsächlich älteste Stadt der Welt?

Die am längsten durchgehend besiedelte Stadt der Welt ist laut aktuellem Wissensstand Jericho in Palästina. Man geht davon aus, dass Jericho bereits vor rund 9.000 bis 11.000 Jahren gegründet wurde.

Welche Städte sind die ältesten in Europa?

Plovdiv in Bulgarien ist die bei Weitem älteste Stadt in Europa und wurde etwa 6000 v. Chr. gegründet. An zweiter Stelle stehen die griechischen Städte Athen (gegründet ca. 3000 v. Chr.) und Chania (gegründet ca. 1700 v. Chr.). Und schließlich gibt es da noch Lissabon in Portugal (gegründet ca. 1200 v. Chr.).

Was ist das älteste von Menschen geschaffene Bauwerk der Welt?

Das älteste bekannte von Menschenhand geschaffene Bauwerk der Welt sind die Brewarrina Aboriginal Fish Traps (Baiame’s Ngunnhu) in New South Wales, Australien. Diese sind Schätzungen zufolge mehr als 40.000 Jahre alt.

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