10 der ältesten Städte der Welt, die ihr heute noch besuchen könnt

Von frühen Zivilisationen bis lebendigen Altstädten.

Diese Städte öffnen ein Fenster zu den frühesten Kapiteln urbaner Kultur.

Auf den Spuren früher Hochkulturen

Die ältesten Städte der Welt zählen zu den eindrucksvollsten Reisezielen, die ihr heute entdecken könnt. Wer hier unterwegs ist, begegnet Orten, deren Geschichte oft mehrere Jahrtausende umfasst und die ihre Spuren bis in die Gegenwart tragen. Zwischen antiken Tempeln, historischen Altstädten und lebendigen Vierteln entsteht ein faszinierendes Bild früher urbaner Kultur. Besonders angenehm sind Erkundungen in den Jahreszeiten, in denen mildes Licht und moderate Temperaturen längere Spaziergänge erlauben. Während ihr durch alte Gassen schlendert, entfaltet sich ein tiefes Verständnis dafür, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind.

1. Plovdiv, Bulgarien

ca. 6.000–4.000 v. Chr.

Plovdiv zählt zu den ältesten kontinuierlich bewohnten Städten Europas und begeistert mit einer Geschichte, die bis zu 8000 Jahre zurückreicht. Besonders reizvoll ist ein Besuch im Frühling oder im frühen Herbst, wenn mildes Wetter angenehme Streifzüge durch das historische Zentrum ermöglicht. Beim Spaziergang entlang der kopfsteingepflasterten Straßen entdeckt ihr römische Stadttore, thrakische Fundamente und das eindrucksvolle antike Theater, das bis heute als Kulturort genutzt wird. Am Nachmittag lohnt ein Halt im Viertel Kapana, dessen kleine Cafés und Ateliers Plovdiv einen jungen, kreativen Charakter verleihen.

2. Athen, Griechenland

ca. 3.000–4.000 v. Chr.

Athen überzeugt mit einem unvergleichlichen Mix aus antiker Architektur und lebendiger Großstadt. Ideal ist ein Besuch zwischen März und Mai, wenn die Temperaturen angenehm sind und sich die Akropolis ohne Gedränge erkunden lässt. Von dort bietet sich ein weiter Blick über die Stadt, die seit Jahrtausenden Zentrum von Kultur und Philosophie ist. Anschließend könnt ihr durch Plaka schlendern, wo enge Gassen, historische Fassaden und kleine Tavernen ein harmonisches Gesamtbild schaffen. Am frühen Abend entsteht ein besonders schöner Kontrast zwischen dem warmen Licht und den hellen Marmorsprächten der Akropolis.

3. Luxor, Ägypten

ca. 2.000–3.200 v. Chr.

Luxor fasziniert mit Monumenten, die zu den bedeutendsten der altägyptischen Geschichte zählen. Im Zeitraum von November bis März schafft das angenehm warme Klima ideale Bedingungen für längere Aufenthalte an archäologischen Stätten. Der mächtige Karnak-Tempel, das Tal der Könige und die Tempelanlage der Hatschepsut zeigen eindrucksvoll, wie komplex und kunstvoll das Leben im alten Theben organisiert war. Wenn ihr früh aufbrecht, erlebt ihr die Tempel bei weichem Morgenlicht, das die gewaltigen Säulen und Reliefs besonders plastisch erscheinen lässt. Zwischendurch bietet der Nil eine ruhige Kulisse für eine kurze Pause.

4. Luoyang, China

ca. 2.000–1.600 v. Chr.

Luoyang zählt zu den ältesten Städten Chinas und war über viele Jahrhunderte politische und kulturelle Hauptstadt verschiedener Dynastien. Besonders angenehm ist ein Besuch im Frühling oder im frühen Herbst, wenn milde Temperaturen zu ausgedehnten Spaziergängen durch die historischen Viertel einladen. Ein Höhepunkt sind die Longmen-Grotten, deren kunstvoll in den Fels gemeißelte Buddhafiguren im warmen Licht besonders eindrucksvoll wirken. Wenn ihr danach durch den alten Stadtkern schlendert, entdeckt ihr Tempel, Märkte und ruhige Innenhöfe, die ein lebendiges Bild der über dreitausendjährigen Geschichte Luoyangs zeichnen.

5. Varanasi, Indien

ca. 3.000 v. Chr.

Varanasi zählt zu den ältesten durchgehend bewohnten Städten Asiens und gilt bis heute als spirituelles Zentrum des Hinduismus. Zwischen Oktober und März liegen die Temperaturen angenehm und ermöglichen entspannte Spaziergänge entlang der Ghats. Besonders stimmungsvoll ist der frühe Morgen, wenn der Nebel allmählich dem warmen Sonnenlicht weicht und die Rituale am Fluss ihren Tagesrhythmus beginnen. Wer sich etwas Zeit nimmt, entdeckt hinter den belebten Hauptwegen kleine Innenhöfe, traditionelle Handwerksbetriebe und Tempel, die Einblicke in eine jahrtausendealte religiöse Tradition eröffnen.

6. Angkor, Kambodscha

ab ca. 900 n. Chr., ältere Siedlungsspuren früher

Die antike Stadt Angkor, deren Zentrum der berühmte Angkor-Wat-Tempel bildet, war über Jahrhunderte Drehpunkt des Khmer-Reiches. Am angenehmsten lässt sich die Region zwischen Dezember und März erkunden, wenn die Luft klarer ist und die Sonne einen warmen Glanz auf die Reliefs wirft. Viele Besucher beginnen den Tag mit einem Sonnenaufgang vor Angkor Wat, bevor sie sich den kleineren, oft ruhigeren Tempeln widmen. Besonders reizvoll ist Ta Prohm, dessen gewaltige Baumwurzeln die steinernen Fassaden umschlingen und ein eindrucksvolles Zusammenspiel aus Natur und Architektur erzeugen.

7. Petra, Jordanien

ca. 400 v. Chr.

Petra beeindruckt mit monumentaler Architektur, die direkt in rosafarbenen Sandstein gehauen wurde. Die besten Reisezeiten liegen im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen ideal sind, um das weitläufige Tal zu erkunden. Nachdem ihr durch den schmalen Siq gegangen seid, eröffnet sich das berühmte Schatzhaus, das im Licht der Nachmittagssonne eine besondere Tiefe erhält. Wer weiter wandert, entdeckt Gräber, Felsfassaden und Aussichtspunkte, die einen guten Eindruck vom einstigen Handelszentrum der Nabatäer vermitteln.

8. Cholula, Mexiko

ab ca. 200 v. Chr.

Cholula gilt als eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte Amerikas und ist vor allem für seine monumentale Pyramide bekannt. Im Winter herrschen angenehme Temperaturen, die sich gut für Erkundungen eignen. Nach einem Besuch der Großen Pyramide, die größtenteils unter einer Hügelstruktur verborgen liegt, bietet sich ein Rundgang durch die koloniale Altstadt an. Dort findet ihr ruhige Plätze, farbenfrohe Fassaden und Märkte mit regionalem Handwerk, die Cholula eine ganz eigene, entspannte Atmosphäre verleihen.

9. Quito, Ecuador

ab ca. 1.000 v. Chr.

Quito liegt inmitten der Anden und beeindruckt durch eine historische Altstadt, die bereits im 16. Jahrhundert auf den Fundamenten älterer indigener Siedlungen errichtet wurde. Besonders angenehm ist ein Besuch zwischen Juni und September, wenn der Himmel häufig klar ist und die Sicht auf die umliegenden Vulkanlandschaften besonders weit reicht. Ein Rundgang durch die Altstadt führt euch zu Kirchen mit reich verzierten Innenräumen und zu Aussichtspunkten, die die koloniale Architektur in einem harmonischen Gesamtbild präsentieren.

10. Cusco, Peru

ältere Besiedlung ca. 2.000 v. Chr., Stadtstruktur ab ca. 1.200 n. Chr.

Cusco war einst das politische und kulturelle Zentrum des Inka-Reiches und gehört bis heute zu den eindrucksvollsten historischen Städten Südamerikas. Zwischen Mai und September herrscht trockenes, sonniges Wetter, das sich ideal für Spaziergänge durch die steinernen Straßen der Altstadt eignet. Die massiven Inka-Mauern, die kolonialen Fassaden und die weiten Plätze vermitteln ein atmosphärisches Bild der jahrhundertelangen Besiedlung. Viele Reisende nutzen Cusco zudem als Ausgangspunkt für einen Besuch von Machu Picchu, dessen terrassenartige Anlage hoch in den Anden spektakuläre Ausblicke bietet. Besonders reizvoll ist die Anreise über das Heilige Tal, wo kleinere Ruinenstätten wie Pisac und Ollantaytambo zusätzliche Einblicke in die Baukunst und Lebenswelt der Inka eröffnen.

FAQ zu den ältesten Städten der Welt

Als älteste kontinuierlich bewohnte Stadt der Welt gilt Jericho im Westjordanland. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung ab etwa 9.000 v. Chr. und damit eine der frühesten urbanen Entwicklungen der Menschheit.

Die älteste historisch belegte germanische Stadt ist Trier in Deutschland. Sie wurde zwar 16 v. Chr. von den Römern als Augusta Treverorum gegründet, geht jedoch auf ältere keltische und germanische Siedlungsspuren zurück. Trier wird deshalb häufig als „älteste Stadt Deutschlands“ bezeichnet.

Als älteste Hauptstadt der Welt gilt Damaskus in Syrien. Archäologische Hinweise deuten auf eine Besiedlung seit etwa 4.300 bis 5.000 v. Chr. hin. Auch wenn die Stadt heute schwer zugänglich ist, bleibt sie ein zentraler Ort der frühen urbanen Geschichte.

Plovdiv in Bulgarien wird häufig als älteste kontinuierlich bewohnte Stadt Europas genannt. Archäologische Hinweise belegen eine Besiedlung seit dem 6. Jahrtausend v. Chr., was Plovdiv zu einem der bedeutendsten historischen Zentren des Kontinents macht.

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