Portugal verbindet weite Küsten, lebendige Städte und stille Landschaften zu einem Reiseziel voller Kontraste.
Portugal entdecken
Zwischen Atlantik und Hinterland entfaltet Portugal eine besondere Vielfalt, die sich auf kurzen Wegen erleben lässt. Entlang der Küste wechseln sich lange Sandstrände mit dramatischen Klippen ab, während im Landesinneren historische Städte, Weinregionen und Naturparks warten. In Lissabon begleiten euch Aussichtspunkte, Gassen und der ruhige Flusslauf des Tejo durch den Tag, in Porto prägen Brücken, Uferpromenaden und alte Lagerhäuser das Stadtbild. Dazwischen liegen Orte wie Óbidos, Braga oder Fátima, die Geschichte und Alltag auf ganz eigene Weise verbinden. Ob ihr Städte erkundet, am Meer zur Ruhe kommt oder durch grüne Landschaften wandert, Portugal lässt sich vielseitig und entspannt entdecken.
1. Höhle von Benagil, Algarve
An der Algarve-Küste nahe des Ortes Benagil liegt die bekannte Benagilhöhle, eine große Felsgrotte mit Sandstrand im Inneren. Direkt von oben ist sie über einen Wanderweg entlang der Klippen erreichbar, der Zugang ins Innere ist jedoch nur vom Wasser aus möglich. Ihr gelangt per Kajak, SUP oder geführter Bootstour vom Strand von Benagil oder von Lagos aus zur Höhle. Besonders früh am Morgen oder am späten Nachmittag ist es ruhiger. Schwimmen zur Höhle ist wegen der Strömungen nicht empfehlenswert. Der nächstgelegene größere Flughafen ist Faro, von dort erreicht ihr Benagil mit dem Mietwagen in rund 50 Minuten.
2. Altstadt von Évora, Alentejo
Nach der Küste führt die Reise ins ruhige Landesinnere des Alentejo. Die Altstadt von Évora liegt in der Region Alentejo und gehört zum UNESCO Welterbe. Von Lissabon erreicht ihr Évora mit dem Zug in etwa 1,5 Stunden oder mit dem Auto in rund 90 Minuten. Innerhalb der Stadt bewegt ihr euch bequem zu Fuß durch enge Gassen, über kleine Plätze und vorbei an römischen und mittelalterlichen Bauwerken. Besonders sehenswert sind der römische Tempel, die Kathedrale und der zentrale Praça do Giraldo. Zahlreiche Cafés und kleine Geschäfte laden zu Pausen zwischendurch ein. Am späten Nachmittag ist das Licht besonders stimmungsvoll für einen Rundgang.
3. Mosteiro dos Jerónimos, Lissabon
Von den ruhigen Ebenen des Alentejo geht es weiter in die lebendige Hauptstadt. Das Kloster liegt im Stadtteil Belém direkt am Fluss Tejo. Vom Zentrum Lissabons gelangt ihr mit der Straßenbahn 15E oder dem Zug in etwa 20 Minuten dorthin. Der Besuch ist besonders vormittags empfehlenswert, da die Warteschlangen später oft deutlich länger werden. Beim Rundgang durch Kreuzgang und Kirche bekommt ihr einen guten Eindruck von der portugiesischen Seefahrtsgeschichte. In direkter Nähe liegen auch der Torre de Belém und das Denkmal der Entdeckungen. Kombiniert den Besuch am besten mit einem Spaziergang entlang der Flusspromenade.
4. Santuário do Bom Jesus do Monte, Braga
Vom Süden geht es nun in den grünen Norden Portugals. Das Heiligtum liegt oberhalb von Braga im Norden des Landes. Braga erreicht ihr von Porto mit dem Zug in etwa einer Stunde. Von dort gelangt ihr per Bus, Taxi oder mit der historischen Seilbahn hinauf zum Santuário. Wer gut zu Fuß ist, kann auch die lange barocke Treppe nach oben gehen. Oben erwarten euch Aussichtspunkte und ruhige Parkanlagen mit Blick über die Stadt und die umliegende Landschaft. Der Besuch lässt sich gut mit einem Stadtrundgang durch Braga verbinden.
5. Heiligtum von Fátima
Nach Nordportugal führt die Route zurück in die Mitte des Landes. Fátima liegt rund 130 Kilometer nördlich von Lissabon. Mit dem Auto benötigt ihr etwa 90 Minuten, mit dem Fernbus ähnlich lang. Das Wallfahrtsgelände ist frei zugänglich und sehr weitläufig, sodass ihr euch auch bei höherem Besucheraufkommen gut verteilen könnt. Besonders im Mai und Oktober ist mit großem Andrang zu rechnen. Wer es ruhiger mag, kommt am besten unter der Woche oder früh am Morgen. Cafés, Souvenirläden und kleine Museen rund um den Platz ergänzen den Besuch.
6. Palácio Nacional da Pena, Sintra
Wieder in Küstennähe wartet eines der bekanntesten Bauwerke des Landes. Der Palácio Nacional da Pena liegt oberhalb von Sintra in einem weitläufigen Parkgelände. Von Lissabon erreicht ihr Sintra mit dem Zug in etwa 40 Minuten, von dort geht es mit Shuttlebus oder Taxi hinauf zum Palast. Der Besuch sollte früh am Tag erfolgen, da es schnell sehr voll wird. Von den Terrassen eröffnen sich weite Blicke über den Park bis hin zum Atlantik. Der Rundgang durch Park und Palast dauert mehrere Stunden. Plant zusätzlich Zeit für den historischen Ortskern von Sintra ein.
7. Cabo da Roca
Nur wenige Kilometer westlich von Sintra wartet der nächste Landschaftspunkt. Das Cabo da Roca markiert den westlichsten Punkt des europäischen Festlands. Ihr erreicht es von Sintra oder Cascais mit dem Auto in etwa 30 Minuten, alternativ fahren auch Busse. Vor Ort führen befestigte Wege entlang der Klippen zu mehreren Aussichtspunkten. Besonders eindrucksvoll ist der Blick bei klarer Sicht, wenn Atlantik und Küste weit unter euch liegen. Warme Kleidung ist auch im Sommer empfehlenswert, da es oft sehr windig ist. Der Besuch eignet sich gut als kurzer Abstecher an einem Ausflugstag.
8. Guimarães
Von der Atlantikküste geht es wieder ins Herz des Nordens. Guimarães liegt im Norden Portugals unweit von Braga und gilt als Wiege des Landes. Von Porto erreicht ihr die Stadt mit dem Zug in etwa einer Stunde. Die kompakte Altstadt mit dem Schloss und dem Palast der Herzöge lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Besonders der Burghügel bietet schöne Ausblicke über die Stadt. Kleine Plätze, Cafés und historische Gassen prägen das Stadtbild. Der Besuch eignet sich ideal als Tagesausflug von Porto aus.
9. Ribeira Viertel, Porto
Nach der Geschichte in Guimarães wartet das maritime Porto. Das Ribeira Viertel liegt direkt am Douro Ufer im historischen Zentrum der Stadt. Ihr erreicht es gut zu Fuß aus der Altstadt oder mit der Metro bis São Bento. Entlang der Promenade liegen Restaurants, kleine Bars und Anlegestellen für Bootstouren. Von hier habt ihr einen direkten Blick auf die Dom Luís I Brücke und die Portweinkeller von Vila Nova de Gaia. Besonders am späten Nachmittag und Abend ist das Viertel lebendig. Eine Bootsfahrt auf dem Douro lässt sich gut anschließen.
10. Óbidos
Nach dem Stadtleben geht es zurück in eine mittelalterliche Kulisse. Óbidos liegt rund 80 Kilometer nördlich von Lissabon und ist gut als Tagesausflug erreichbar. Mit dem Auto benötigt ihr etwa eine Stunde, mit dem Zug rund 90 Minuten. Der Ort lässt sich vollständig zu Fuß erkunden. Besonders morgens und am späten Nachmittag ist es deutlich ruhiger als zur Mittagszeit. Ein Spaziergang auf der Stadtmauer bietet weite Blicke über Dächer, Felder und die Lagunenlandschaft. Kleine Läden und Cafés laden unterwegs zu kurzen Pausen ein.
11. Sete Cidades, São Miguel, Azoren
Nun geht es weit hinaus in den Atlantik. Sete Cidades liegt im Westen der Insel São Miguel in einem riesigen Vulkankrater. Vom Flughafen Ponta Delgada erreicht ihr den Ort mit dem Auto in etwa 40 Minuten. Zwei unterschiedlich gefärbte Kraterseen prägen das Landschaftsbild. Aussichtspunkte wie Vista do Rei bieten einen guten Überblick über das gesamte Kraterbecken. Der Ort eignet sich für kurze Wanderungen, Radtouren und Naturbeobachtungen. Besonders morgens sind die Sichtverhältnisse oft am besten.
12. Porto Moniz, Madeira
Zum Abschluss führt die Reise auf eine weitere Atlantikinsel. Porto Moniz liegt an der Nordwestküste Madeiras und ist besonders für seine natürlichen Lavapools bekannt. Vom Flughafen Funchal erreicht ihr den Ort mit dem Auto in rund einer Stunde. Die Meerwasserbecken sind direkt in die Felslandschaft integriert und eignen sich bei ruhiger See gut zum Baden. Entlang der Promenade gibt es Cafés und kleine Restaurants für eine Pause. Ein Besuch lässt sich gut mit einer Fahrt entlang der Nordküste oder einem Abstecher nach Santana kombinieren. Auch für einen halben Tagesausflug ist Porto Moniz ideal.