Reisetipps, Infos & Inspiration In 48 Stunden: Ein Wochenende in Amsterdam

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In 48 Stunden: Ein Wochenende in Amsterdam

Wie verbringt man drei Tage in Amsterdam am besten? Was muss man an einem Wochenende unbedingt in der Hauptstadt der Niederlande gesehen haben?

Genau diese Fragen hat Skyscanner euch vor einiger Zeit in den sozialen Netzwerken gestellt. Anschließend haben wir uns auf den Weg nach Amsterdam gemacht und sind euren Insider-Tipps gefolgt! Hier ist der perfekte Amsterdam-Trip in nur 48 Stunden:

Tag 1: Käse, Kunst, Bier und Blumen

Rembrandtplein

© Michael Costa, Flickr (Creative Commons, CC BY 2.0)

Nach euer Ankunft am Flughafen Amsterdam Schiphol nehmt ihr am besten den Zug, der euch innerhalb von 20 Minuten ganz unkompliziert in die Innenstadt bringt. Dort angekommen, startet ihr eure Tour am Rembrandtplein – ein Platz, in dessen Mitte sich eine Statue des Malers Rembrandt von Rijn befindet. Vor der Statue stehen mehrere kleinere Figuren, die Rembrandts berühmtes Gemälde „Die Nachtwache“ darstellen.

Henri Willig

© Skyscanner

Die zweite Station führt euch zu Henri Willig, einem Käseladen in der Reguliersdwarsstraat, in dem man verschiedenste Käsesorten probieren darf. Von dort aus geht es weiter zum Muntplein, wo sich der bekannteste Blumenmarkt Amsterdams befindet. Den Bloemenmarkt gibt es seit 1860 und bietet ein reiches Angebot an Blumen und anderen Pflanzen.

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Nach einem kleinen Bummel entlang des Ufers einer der vielen Kanäle macht ihr Pause im Café de Jaren, eine kleine Bar mit Uferterrasse, die besonders für ein stärkendes Mittagessen empfohlen wird. Die Atmosphäre ist hell, einladend und freundlich und mit dem Angebot an verschiedenen Sandwiches, Suppen und Salaten ist es der perfekte Ort für einen kleinen Snack.

Da man ja möglichst viel von Amsterdam in kürzester Zeit sehen möchte, solltet ihr euch nach dem Mittagessen ein Fahrrad mieten. So erreicht man in nur wenigen Minuten den Vondelpark, die grünen Lunge der Stadt. Bei schönem Wetter eignet sich der Park wunderbar für ein entspanntes Picknick. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad geht es dann weiter zum berühmten I Amsterdam am Eingang des Rijksmuseums. Direkt nebenan befindet sich das Van Gogh Museum, das freitags praktischerweise bis 22 Uhr geöffnet hat. So könnt ihr tagsüber das gute Wetter ausnutzen und ihr vermeidet zudem die Menschenmassen, die zur Hauptbesuchszeit im Museum anzutreffen sind.

Daher bleibt noch Zeit, um in Richtung Heineken Museum zu radeln – Anziehungspunkt für Liebhaber holländischen Bieres. Ganz in der Nähe befindet sich auch der Albert-Cuyp-Markt, der größte Markt Amsterdams, wo es frisches Obst und Gemüse, Fisch, Käse, Blumen und vieles mehr zu kaufen gibt. Wer eine Erfrischung braucht, für den ist besonders der frisch gepresste Orangensaft zu empfehlen, der dort an vielen Ständen angeboten wird. Nicht weit davon entfernt befindet sich der Sarphatipark, bei schönem Wetter ebenfalls ein idealer Ort zum Picknicken.

Nach einem kurzen Sonnenbad geht es weiter zum Café Binnen Buiten, das für eine kleine Rast sehr zu empfehlen ist. Dort kann man sich mit holländischen Spezialitäten wie Käse und Bitterballen (panierte Fleischkroketten) stärken. Danach radelt ihr zum Van Gogh Museum und nach dem Besuch kehrt ihr wieder zurück zum Rembrandtplein, wo ihr den Tag in einer der zahlreichen Bars ausklingen lasst.

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Tag 2: Hausboote, Geschichte und Hausmannskost

Am zweiten Tag fahrt ihr mit dem Bike zunächst zum Stadtteil De 9 Straatjes. Mit seinen vielen kleinen Dekor-, Vintage- und Secondhandläden, Bars und Cafés fühlt es sich an, als wäre es eine kleine „Stadt in der Stadt“. Dort befindet sich auch das Hausbootmuseum, was auf jeden Fall einen Besuch wert ist und seinen Besuchern das Leben auf einem Hausboot näher bringt. Zum Mittagessen empfehlen wir dort das Café `t Smalle. Draußen gibt es eine Uferterrasse, wo man wunderbar sitzen und die Boote vorbeifahren sehen kann, aber auch drinnen ist die Atmosphäre sehr einladend.

In unserem Artikel zu den Top 20 Hipster-Bezirken auf der ganzen Welt lernt ihr einen weiteren, wirklich coolen Stadtteil in Amsterdam kennen.

Danach ging es weiter zum Anne Frank Haus, das am Rand des Stadtteils Jordaan liegt. Dort erwartet euch ein ergreifender Besuch des Ortes, an dem sich Anne Frank, ihre Familie und einige Freunde zwischen Juli 1942 und August 1944 versteckt hielten. Auch das berühmte Tagebuch gibt es dort zu sehen.

Danach ging es weiter zur Westerkerk, der berühmten Kirche von Amsterdam, die sich direkt neben dem Anne Frank Haus befindet. Euren zweiten Tag in Amsterdam lasst ihr bei einem gemütlichen Abendessen im Restaurant Moeders (holländisch für Mutter) ausklingen, das sich im Süden von Amsterdam befindet. Wie bei dem Namen ja schon zu vermuten ist, gibt es dort echte holländische Hausmannskost. Besonders interessant ist die Auswahl des Bestecks und des Geschirrs – ein buntes Sammelsurium. Es scheint, als sei jeder Teller und jedes Glas ein Einzelstück. An den Wänden hängen unzählige Fotos von Müttern, die allesamt von den Gästen zur Verfügung gestellt worden sind. Es empfiehlt sich, im Voraus einen Tisch zu reservieren.

Amsterdam zählt übrigens zu den Top 5 Destinationen für Solo-Reisende. Per Klick auf den Link erfahrt ihr, weshalb das so ist.

Tag 3: Auf den Grachten von Amsterdam

Am Sonntag, eurem letzten Tag in Amsterdam, radelt ihr nächst zum Begijnhof. Er wurde ursprünglich im frühen 14. Jahrhundert für die Beginen gebaut – eine katholische Gemeinschaft, deren Mitglieder wie Nonnen lebten, ohne Gelübde abzulegen. Auch heute leben im Begijnhof immer noch nur Frauen. Es ist ein Ort der Ruhe inmitten des turbulenten Amsterdams. Wird in der Kapelle gerade ein Gottesdienst abgehalten, trägt der Gesang dort zu einer ganz besonderen Atmosphäre bei.

Grachtenfahrt Amsterdam

Danach tauscht ihr eure Fahrräder gegen Tretboote ein und begebt euch auf eine Tour durch die Kanäle von Amsterdam. Von dort aus könnt ihr die Stadt noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten. Danach stärkt ihr euch mit traditionellen Poffertjes (kleine Pfannkuchen) in der Pancake Bakery, die sich ganz in der Nähe einer der Anlegestationen befindet.

Weitere Highlights in der niederländischen Hauptstadt: Die Top 13 Sehenswürdigkeiten in Amsterdam.

Oude Kerk Amsterdam

© Bart, Flickr (Creative Commons, CC BY 2.0)

Im Anschluss daran begebt ihr euch noch auf einen kleinen Spaziergang durchs Rotlichtviertel zur Kirche Oude Kerk XIV – vermutlich die einzige Kirche auf der Welt, die von Bordellen umgeben ist. Dann ist es auch schon Zeit, sich wieder auf den Heimweg zu machen. Allerdings solltet ihr es euch nicht nehmen lassen, auf dem Weg zum Bahnhof das Grand Hotel Amrath (leider nur von außen) anzuschauen. Das luxuriöse Hotel befindet sich in einem beeindruckenden Schifferhaus, das im niederländischen Jugendstil erbaut ist.

Damit endete euer Wochenende in Amsterdam und es geht vom Flughafen Amsterdam Schiphol wieder zurück in Richtung Heimat.

Wie wäre es mit weiteren Städtetrips, die man in nur wenigen Tagen durchführen kann?

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