Essen und Getränke an Bord unterscheiden sich je nach Airline, Strecke und Tarif oft stark. Hier findet ihr einen kompakten Überblick, was euch erwartet und was ihr selbst mitnehmen könnt.
Was Airlines auf verschiedenen Strecken servieren
Je nach Flugdistanz und Airline fällt das Angebot an Bord sehr unterschiedlich aus. Auf Langstrecken sind warme Mahlzeiten, Snacks und regelmäßige Getränkerunden üblich, während ihr auf kurzen und mittleren Strecken oft nur ein kleines Catering oder gar keinen Service bekommt. Auch der Tarif spielt eine Rolle - manche Airlines koppeln Mahlzeiten an Upgrades. Und wenn wenig bis gar nichts angeboten wird, könnt ihr problemlos mit eigener Verpflegung nachhelfen, solange sie den Sicherheitsregeln entspricht.
1. Verpflegung an Bord
Was Airlines je nach Strecke anbieten - und was davon kostenpflichtig ist
Auf Flügen hängt das Essensangebot stark von Airline, Strecke und Tarif ab. Auf Langstrecken sind warme Mahlzeiten, Snacks und regelmäßige Getränkerunden meist im Ticketpreis enthalten. Einige Airlines servieren sogar ein zweites Essen vor der Landung. Auf Kurz- und Mittelstrecken ist der Service oft deutlich reduzierter: Manche bieten kleine Snacks oder Wasser an, andere verkaufen alles nach dem Buy-on-Board-Prinzip. Ob ihr für euer Essen zahlen müsst, lässt sich daher nicht pauschal sagen - es variiert von Gesellschaft zu Gesellschaft und oft sogar von Tarif zu Tarif. Ein kurzer Blick in die Buchungsdetails oder auf die Website der Airline verhindert Überraschungen und hilft euch, besser zu planen. In der Business Class ist das komplette Angebot in der Regel umsonst.
2. Kosten für Getränke
Wie Airlines Softdrinks, Wasser und Kaffee handhaben.
Getränke an Bord sind je nach Airline und Strecke sehr unterschiedlich geregelt. Auf vielen Langstrecken gehören Wasser, Softdrinks, Tee und Kaffee zum kostenlosen Standardservice. Auf Kurz- und Mittelstrecken sieht das oft anders aus: Einige Fluggesellschaften bieten zumindest eine kostenlose Wasserrunde an, während andere komplett auf ein Bezahlmodell umgestiegen sind. Besonders bei Low-Cost-Carriern solltet ihr damit rechnen, für jedes Getränk zu zahlen – selbst für stilles Wasser. Wer nicht sicher ist, was im Tarif enthalten ist, sollte vorab das Kleingedruckte checken. Für lange Flüge empfiehlt es sich zudem, am Gate noch eine Wasserflasche aufzufüllen. In der Business Class ist das komplette Angebot in der Regel umsonst.
3. Alkohol an Bord
Wann Bier, Wein & Co. kostenlos sind
Ob Alkohol im Flugpreis enthalten ist, hängt stark von Airline und Strecke ab. Auf vielen Langstrecken werden Bier und Wein kostenlos angeboten, vor allem bei klassischen Linienfluggesellschaften. Spirituosen sind dagegen oft limitiert oder kostenpflichtig. Auf Kurz- und Mittelstrecken sieht es deutlich knapper aus: Hier verkaufen viele Airlines Alkohol ausschließlich über ihr Buy-on-Board-Menü, während Low-Cost-Carrier ihn generell nur gegen Aufpreis anbieten. Auch die Menge wird reguliert – Crewmitglieder dürfen den Ausschank verweigern, wenn ein Passagier bereits genug hatte. Wer Wert auf ein Glas Wein zum Essen legt, sollte sich vorab informieren, was die eigene Airline anbietet. In der Business Class ist das komplette Angebot in der Regel umsonst.
4. Sondermahlzeiten
Wie ihr vegane oder religiöse Mahlzeiten vorab bestellt
Viele Airlines bieten eine Auswahl an Sondermahlzeiten an - von vegan und vegetarisch über glutenfrei bis hin zu koscheren oder halal-zertifizierten Menüs. Diese Optionen müssen in der Regel spätestens 24 bis 48 Stunden vor Abflug reserviert werden, da sie speziell vorbereitet und separat verladen werden. Auf Kurzstrecken gibt es solche Alternativen meist nicht, da dort häufig kein vollständiger Essensservice stattfindet. Auf Langstrecken lohnt sich eine frühe Bestellung, weil die Auswahl an Bord ohne Vorreservierung sehr begrenzt ist. Achtet außerdem darauf, dass der Name auf der Buchung korrekt ist, damit eure Sondermahlzeit eindeutig zugeordnet werden kann.
5. Selbstverpflegung
Welche Snacks sich gut für Flüge eignen
Eigene Snacks mitzunehmen ist völlig problemlos und oft die bequemste Lösung, besonders auf kürzeren Strecken mit reduziertem Service. Gut geeignet sind unkomplizierte Lebensmittel wie Sandwiches, Obst, Nüsse, Müsliriegel oder kleine Salate ohne Flüssigdressing. Starke Gerüche solltet ihr vermeiden - nicht nur aus Rücksicht auf andere, sondern auch wegen der oft begrenzten Frischluftzufuhr. Produkte, die leicht auslaufen könnten, lasst ihr besser daheim oder verpackt sie besonders sicher. Denkt außerdem daran, dass Flüssigkeiten weiterhin der 100-ml-Regel unterliegen. Wer empfindlich auf Höhen oder Turbulenzen reagiert, wählt am besten leichte Snacks, die den Magen nicht zusätzlich belasten.
7. Erlaubte Snack-Mitbringsel
Was durch die Sicherheitskontrolle darf
Essen dürft ihr problemlos durch die Sicherheitskontrolle mitnehmen - von Sandwiches bis Obst ist fast alles erlaubt. Einschränkungen gibt es vor allem bei Flüssigkeiten: Suppen, Joghurt, Soßen oder Getränke fallen unter die 100-ml-Regel und müssen in den transparenten Beutel passen. Feste Lebensmittel sind dagegen unkritisch. Auch regionale Spezialitäten wie Gebäck oder Snacks könnt ihr ohne Probleme einpacken, solange sie nicht flüssig oder streichfähig sind. Beachtet außerdem, dass einige Länder bei der Einreise strengere Regeln für frische Produkte wie Fleisch, Käse oder Obst haben. Für den Flug selbst gilt aber: Feste Lebensmittel sind erlaubt und eine gute Ergänzung zum Bordservice.
7. Käufe im Sicherheitsbereich
Welche Speisen und Drinks ihr mit an Bord nehmen könnt
Alles, was ihr nach der Sicherheitskontrolle im Terminal kauft, dürft ihr ohne Mengenbegrenzung mit ins Flugzeug nehmen - inklusive größerer Getränkeflaschen. Auch warme Speisen aus Restaurants oder Snacks aus Supermärkten könnt ihr problemlos an Bord bringen. Achtet nur darauf, dass Verpackungen gut verschlossen sind und nichts ausläuft. Getränke aus dem Duty-Free-Shop erhaltet ihr zudem in versiegelten Beuteln, sodass ihr sie auch bei Umstiegen mit erneuter Kontrolle mitführen könnt. Für viele Reisende ist das die einfachste Möglichkeit, sich vor dem Boarding noch mit allem Nötigen einzudecken.
8. Kinder & Babys
Was Familien zusätzlich mitnehmen dürfen.
Für Babys und Kleinkinder gelten an der Sicherheitskontrolle großzügigere Regeln. Babynahrung, Milch, Wasser für die Flasche oder Brei dürft ihr in Mengen mitnehmen, die ihr während der Reise benötigt - auch über 100 ml. An Bord wärmt die Crew Fläschchen in der Regel gerne auf. Viele Airlines stellen außerdem Kindermahlzeiten, Snacks oder kleine Beschäftigungspakete bereit, oft jedoch nur auf Vorbestellung. Auch ein kleiner Vorrat an vertrauten Snacks hilft, den Flug entspannter zu gestalten. Wichtig: Nicht jede Airline erlaubt das Mitführen eines eigenen Sitzes oder bestimmter Babyartikel im Handgepäck, daher lohnt sich ein kurzer Blick in die Tarifregeln.
9. Gesundheit & Hygiene
Warum Essen im Flugzeug anders schmeckt
In der Kabine verändert sich unser Geschmacksempfinden deutlich: Durch trockene Luft und niedrigeren Kabinendruck nehmen wir salzige und süße Aromen weniger intensiv wahr. Deshalb würzen Airlines ihre Gerichte oft stärker. Gleichzeitig kann schweres oder sehr fettes Essen in der Höhe belastender wirken, weil die Verdauung langsamer arbeitet. Wer empfindlich reagiert, greift besser zu leichteren Snacks und trinkt regelmäßig Wasser. Auch gründliche Handhygiene vor dem Essen ist wichtig, da viele Oberflächen an Bord stark frequentiert sind. So bleibt ihr auf langen Flügen fitter und vermeidet unnötige Beschwerden.
Packt euch für längere Flüge immer eine leere Trinkflasche ein. Nach der Sicherheitskontrolle könnt ihr sie auffüllen und seid an Bord nicht auf die nächste Getränkerunde angewiesen.
