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Roadtrip durch Südafrika: Die schönsten Routen und was es zu beachten gilt

Südafrika ist ein ideales Rundreiseland. Unterschiedliche Routen durch die schönsten Regionen des Landes sind einfach und bequem per Mietwagen, im Bus oder auch im Zug zu bereisen. Ein Roadtrip im eigenen Auto bietet dabei maximale Flexibilität, verbunden mit einer hervorragenden Infrastruktur im ganzen Land: die perfekte Art, Südafrika intensiv zu entdecken. Lest hier mehr zu den schönsten Routen durch das Land am Kap!

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Südafrika ist riesig, nämlich ganze 3,5 Mal so groß wie Deutschland – selbst wenn ihr zehn Tage oder vielleicht sogar noch länger dort seid, ist es kaum möglich, wirklich jeden Fleck des Landes zu besuchen. Wer es dennoch versuchen möchte, der tut gut daran, sich einen Mietwagen zu buchen und eine Rundreise zu unternehmen – Zwischenstopps an jedem interessanten Ort inklusive! Damit ihr vollkommen beruhigt in euren Roadtrip starten könnt, zeigen wir euch in unserem Artikel die schönsten Strecken Südafrikas und klären euch über alles Wissenswerte in Sachen Selbstfahrer-Touren auf, vom Mietwagen über das Fahren auf der linken Straßenseite, lokale Verkehrsgewohnheiten und Tanken bis hin zur Infrastruktur.

Was brauche ich, um überhaupt in Südafrika fahren zu dürfen?

Roadtrip durch Südafrika: Die schönsten Routen und was es zu beachten gilt

Damit ihr euch in Südafrika einen Mietwagen leihen und diesen auch fahren dürft, braucht ihr einen internationalen Führerschein, den ihr bei der Führerscheinstelle eures Wohnortes beantragen könnt. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 15 Euro (in Deutschland); dafür wird das Dokument allerdings direkt vor Ort und ohne Wartezeit ausgestellt. Zusätzlich ist ein biometrisches Passfoto mitzubringen. Wer noch keinen Führerschein im Scheckkartenformat hat, der wird im Zuge des Antrags, gegen Unkosten, zudem auf diesen umgestellt. In diesem Fall müsst ihr ein zweites Foto mitbringen.

Achtung: Der internationale Führerschein gilt nur in Verbindung mit deinem regulären Führerschein; führt also unbedingt immer beide Dokumente mit!

Welche Art von Mietwagen brauche ich für meinen Roadtrip durch Südafrika?

Gleich mal vorweg: Südafrika bietet beste Infrastruktur mit sehr guten und ausgezeichnet beschilderten Straßen, auf denen ihr auch durchweg Empfang für euer Navigationssystem habt. Wer sich vor holprigen Feldwegen irgendwo im Nirgendwo fürchtet, kann an dieser Stelle also beruhigt durchatmen.

In Südafrika reicht in den meisten Fällen ein ganz normaler PKW, wie ihr ihn auch zuhause in Deutschland, Österreich oder der Schweiz fahren würdet. Selbst für Safaris und andere Touren durch die Nationalparks des Landes braucht ihr üblicherweise keine speziellen Fahrzeuge. Wer hingegen gerne in ganz abgelegene Gebiete oder auf richtige Off-Road-Abenteuer gehen möchte, der greift besser zu einem Wagen mit Allrad-Antrieb. Die bekannten internationalen Autovermieter bieten für Interessierte auch Wohn- und Campingmobile an.

Einen Mietwagen könnt ihr in Südafrika in beinahe jeder größeren Stadt buchen. Im Normalfall findet ihr dort alle großen Anbieter, die ihr auch von zu Hause kennt. GPS-Geräte können üblicherweise direkt mit dem Wagen mitgebucht werden.

Möchtet ihr es bei der Buchung besonders einfach haben und obendrein von besonders günstigen Angeboten profitieren? Dann schaut euch doch gleich mal die Skyscanner-Mietwagenangebote für Südafrika an!

Gibt es spezielle Verkehrsregeln, die zu beachten sind?

Grundsätzlich gelten in Südafrika dieselben Verkehrsregeln wie in Deutschland, mit Ausnahme von einigen örtlichen Besonderheiten. Die größte darunter: In Südafrika fährt man auf der linken Straßenseite, wodurch die Vorrangregeln umgekehrt sind (Linksvorrang).

Abgesehen davon gibt es in Südafrika sehr oft Straßen mit breitem Seitenstreifen, auf den Autos gerne ausweichen, wenn sich von hinten ein Fahrzeug nähert, das überholen möchte. Zum Dank sollte man nach einem Überholmanöver kurz die Warnblinkanlage anmachen.

Die allgemeinen Geschwindigkeitslimits liegen – sofern nicht anders angegeben – bei 100 km/h bzw. 120 km/h außerhalb von geschlossenen Ortschaften sowie bei 60 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften. Die Alkoholgrenze am Steuer beträgt, wie in Deutschland, 0,5 Promille.

Wo bzw. wie kann ich in Südafrika tanken?

Tankstellen findet ihr in Südafrika regelmäßig entlang aller National- und Regionalstraßen. Die meisten davon haben 24 Stunden täglich geöffnet und bieten einen Tankservice, der mit etwa 5 Rand Trinkgeld entlohnt werden sollte.

Achtung: Obwohl Kreditkarten in Südafrika beinahe überall akzeptiert werden, gibt es auch Tankstellen, die ausschließlich Bargeldzahlung zulassen; stellt also sicher, während deines Roadtrips immer genügend Bargeld mit dabei zu haben.

Wo kann ich meinen Mietwagen in Südafrika sicher parken?

Eine Reise nach Südafrika ist eine sichere Angelegenheit, wenn ihr, wie überall, ein paar Dinge beachtet.

Zunächst einmal solltet ihr zu keiner Tages- oder Nachtzeit Wertgegenstände offen sichtbar im Auto liegen lassen: Geldbörsen, Handtaschen, Fotoapparate, nicht fest verbaute Navigationsgeräte, Bargeld, Handys, sonstige elektronische Geräte und Ähnliches sollten beim Aussteigen immer mitgenommen, im Kofferraum oder zumindest unter dem Sitz verstaut werden. Je weniger attraktiv der Einbruch in euer Auto ist, desto unwahrscheinlicher wird er.

An vielen Orten Südafrikas findet man zudem Parkplätze mit teils öffentlich angestellten, teils auch einfach privat agierenden Parkwächtern, die für zusätzliche Sicherheit sorgen und euch auch dabei helfen, einen geeigneten Parkplatz zu finden. Öffentliche Parkwächter kassieren im Normalfall im Voraus und stellen euch ein Parkticket aus; privat agierende Parkwächter sollten bei der Ausfahrt mit einem Trinkgeld von 5 bis 10 Rand entschädigt werden.

Die schönsten Roadtrip-Routen in Südafrika

Alle Fragen beantwortet? Dann müsst ihr euch nur noch entscheiden, wo es hingehen soll! Hier sind die schönsten Roadtrip-Strecken Südafrikas im Detail:

1. Der Klassiker: die Garden Route

Die wohl bekannteste Route durch Südafrika ist die rund 300 Kilometer umfassende Garden Route, die sich entlang der Südküste des Landes von der Mossel Bay bis zum Storms River erstreckt. Entlang dieser malerischen Küstenroute dürft ihr nicht nur einzigartige Blicke auf das Meer, die Gebirge und Weinberge der Region werfen, sondern kommt auch an so sehenswerten Orten wie den Städten Knysna, Sedgefield und George, den idyllischen Dörfern Great und Little Brak River sowie mehreren Buchten vorbei, darunter die Plettenberg Bucht. Entlang der Strecke gibt es zudem zahlreiche Vertreter der örtlichen Fauna und Flora anzutreffen und das ganzjährig milde Klima der Region lockt zu Reisen zu jeder Jahreszeit.

Die wohl bekannteste Route durch Südafrika ist die rund 800 Kilometer lange Garden Route, die von der „Friendly City“ Port Elizabeth mit dem Addo Elephant National Park über Plettenberg Bay, Knysna, George/Wilderness und die Walhauptstadt Hermanus bis nach Kapstadt führt.

Die Erlebnisse auf der Route sind vielfältig: Der Addo Elephant National Park bietet als Big 7 Park beste Bedingungen zur Wildtierbeobachtung in malariafreier Umgebung. Port Elizabeth lädt zu einem kulturellen Spaziergang, Shopping und Badevergnügen ein. Das wahre Strandparadies erreicht man jedoch in der Plettenberg Bay (Surfer legen kurz vorher noch einen Stop in der Jeffrey`s Bay ein). Nach dem Badespaß locken die Urwälder im Tsitsikamma Nationalpark zu einer Wanderung durch die dichte Küstenvegetation. Beschaulich wird es in Knysna mit seiner malerischen Lagune. Hier lohnt sich der Besuch einer lokalen Austernfarm samt Verkostung der Delikatesse. Die kristallklaren Seenlandschaften und Küstenbiosphären in der Umgebung bilden zusammen mit den Urwäldern von Tsitsikamma und den Küstenstreifen von Wilderness den Garden Route National Park. In Wilderness lassen sich die üppig bewachsenen Flussmündungen naturnah mit dem Kanu erkunden. Danach geht es in die Cape Overberg Region nach Hermanus, wo die Walbeobachtung an erster Stelle steht. Hier lassen sich die Meeresriesen von Juli bis November direkt von der Küstenpromenade aus erspähen. Als krönender Abschluss lädt die entspannte Metropole Kapstadt zum Verweilen ein. Vom Tafelberg über die Kirstenbosch Botanical Gardens bis hin zur Waterfront, Robben Island und einem Besuch am Kap der Guten Hoffnung – am wunderschönen Kap wird es niemals langweilig!

2. Roadtrip-Traum im Hochland: die Panorama Route

Roadtrip durch Südafrika: Die schönsten Routen und was es zu beachten gilt

Wer statt Küstengebieten lieber das südafrikanische Hochland besuchen und im Zuge dessen auch bei einem der berühmtesten Safaris des Landes vorbeischauen möchte, der unternimmt hingegen einen Roadtrip entlang der Panorama Route. Die schöne Strecke im Nordosten des Landes ist rund um den Canyon des Blyde River angelegt und verbindet mehrere spannende kulturelle wie auch natürliche Sehenswürdigkeiten, darunter etwa auch der berühmte Krüger Nationalpark, in dem ihr die Wildtiere Südafrikas in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten könnt. Neben Städten wie Ohrigstad, Sable, Lydenburg und Pilgrim’s Rest dürft ihr dort zudem mehrere eindrucksvolle Wasserfälle, raue Canyon-Täler sowie die absolut sehenswerten Echo Caves besuchen.

Die malerische Route liegt in der Provinz Mpumalanga und führt über eine Reihe von Bergpässen hinauf auf eine Steilstufe, von der aus man herrliche Ausblicke auf das subtropische Lowveld genießen kann. Ein guter Ausgangspunkt für die Route – die als Tagesausflug eingeplant werden kann, aber auch zum längeren Verweilen einlädt – ist White River. Die Strecke verläuft auf der R532 von Graskop über God’s Window, die Bourke’s Luck Potholes, Blyderiver, Ohrigstad, Pilgrims Rest und zurück nach Graskop.

Die spektakulärsten Panoramen eröffnen sich am Blyde River Canyon, dem größten grünen Canyon der Welt. Seine gewaltigen runden Felsen, die Rondavels, erinnern in ihrer Form an traditionelle, afrikanische Rundhütten. Von zahlreichen Aussichtspunkten, wie God´s Window oder Three Rondavels, aus bieten sich traumhafte Aussichten über die üppige Landschaft – an klaren Tagen sogar bis nach Mosambik. Mehr als tausend verschiedene Pflanzenarten haben im Blyde River Canyon ihr Zuhause. Darunter seltene Farngewächse und ein Meer aus Wildblumen, das jedes Jahr im Frühling in seiner vollen Pracht erblüht.

Auf dem Weg tun sich immer wieder imposante Wasserfälle auf. Diese sind über kleine Stichstraßen und Wanderwege zu erreichen, etwa die Mac Mac Falls oder die Lisbon Falls. Eines der spektakulärsten Naturphänomene der Region sind indessen die Bourke’s Luck Potholes. Dort hat das strudelnde Wasser zylinderförmige Hohlräume in den Fels gewaschen. Abenteuerlustige können durch Höhlen wandern, durch Wälder reiten, Mountainbiken und Quadfahren oder sich über die Graskop-Schlucht hangeln.

Wer möchte, kann danach direkt weiter in den Krüger Nationalpark fahren, für ein Safari-Abenteuer, das seinesgleichen sucht.

3. Ab auf die (Halb-)Insel: Tour zum Kap der Guten Hoffnung

Roadtrip durch Südafrika: Die schönsten Routen und was es zu beachten gilt

Ein Tipp für alle, die neben Kapstadt auch die Highlights der Umgebung erkunden möchten: Eine Tour mit dem Mietwagen über die Kap-Halbinsel. Die Strecke beginnt direkt in der Mother City und führt euch auf rund 250 Kilometern einmal rund um die Kap-Halbinsel, vorbei an wunderbaren Buchten, malerischen Orten wie Simon’s Town mit seinen putzigen Pinguinen, Muizenberg und dessen bunten Strandhäuschen, dem Chapman’s Peak Drive – einer der bekanntesten Küstenstraßen der Welt – und natürlich dem Kap der Guten Hoffnung selbst, ganz im Süden.

4. Herrliche Strände und Abenteuer am Wasser: die Elephant Coast

Von der Westküste geht es nun zur Elephant Coast an der Ostküste, wo Strand- und Wildlife-Abenteuer auf euch warten! Auf Safaris im Hluhluwe-Umfolozi Park oder iSimangaliso Wetland Park könnt ihr die Big Five erspähen, zwischen November und Januar dürft ihr an den fantastischen Stränden von Kosi Bay und Sodwana Bay Schildkröten-Trekking-Touren beiwohnen und wer sich auch in die Unterwasserwelt wagt, auf den warten zudem unvergessliche Abenteuer beim Tiefseetauchen.

5. Unsere Geheimtipps: die Maloti Drakensberg Route, die Route 27 und die Kalahari Red Dune Route

Roadtrip durch Südafrika: Die schönsten Routen und was es zu beachten gilt

Zum Abschluss haben wir noch drei Geheimtipp-Routen für euch, die nicht ganz so bekannt, aber ebenfalls sehenswert sind: Zum einen wäre da die Maloti Drakensberg Route, die an der gleichnamigen Bergkette vorbeiführt. Im Giant’s Caste Game Reserve in den Drakensbergen könnt ihr die Schluchtenlandschaft des Amphitheatres, uralte Felsmalereien und die knapp 1.000 Meter hohen Tulega Falls bestaunen.

Die Route 27 entführt euch an die atlantische Westküste Südafrikas mit ihren verträumten Fischerdörfern, köstlichem Seafood und unverfälschten Natur. Diese verwandelt sich im Frühling in ein buntes Blumenwunderland. Von Kapstadt aus geht es über Darling, Hopefield, Langebaan, Paternoster, Saldanha, Vredenburg und Yzerfontein bis ins 150 Kilometer entfernte Velddrif. Die Kalahari Red Dune Route durchläuft das Northern Cape von Upington bis zum Kgalagadi Transfrontier Park. Die Gegend ist ein Mekka für Outdoor­Freunde: Hier könnt ihr rote Sanddünen auf dem Board hinuntergleiten, Kamelreiten oder eine Pirschfahrt im Allrad­Jeep buchen.

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