Wellness, Abenteuer oder Kultur – auf einem Marokko-Roadtrip könnt ihr alles in einer Reise haben.
Marokko Roadtrips: Unsere 5 Favoriten
Ihr fragt euch, ob Marokko für einen Roadtrip geeignet ist? Auf jeden Fall. Mit seinen versteckten Juwelen, legendären Sehenswürdigkeiten und vielfältigen Landschaften ist eine Autoreise durch Marokko der beste Weg, die Schönheit des Landes in all ihren Facetten zu erleben. Im Folgenden haben wir 5 Routen für einen Roadtrip durch Marokko für euch zusammengefasst, die euren Urlaub unvergesslich machen werden.
1. Rundreise zu den Klassikern Marokkos vom Atlantik bis zur Sahara
Entdeckt die schönsten Orte zwischen Meer und Sanddünen – 904 km

- Beste Reisezeit: Im Frühling ist die beste Zeit für milde Temperaturen in der Wüste.
- Highlights: Ksar Ait Bennhaddou und die Sahara sind zwei der beliebtesten Reiseziele in Marokko
Startet euer Abenteuer in Casablanca, einer Stadt mit weiten Sandstränden, berühmten kulinarischen Hotspots und belebenden Hammam-Bädern. Gönnt euch ein leckeres Abendessen mit langsam gekochten Eintöpfen und wohltuendem Kräutertee, bevor ihr euch auf der A3 ins Landesinnere begebt. Lasst die Energie der Märkte von Marrakesch auf euch wirken und besichtigt die Medersa Ben Youssef und den Bahia-Palast. Im Anschluss geht es weiter in die ruhige Flussstadt Sti Fadma, wo ihr eine Wanderung durch das Ourika-Tal des Atlasgebirges unternehmen könnt, vorbei an Mandelplantagen und malerischen Wasserfällen.
Auf dem Rückweg könnt ihr das Massiv umrunden und erreicht so den Ksar Ait Benhaddou. Fahrt weiter zur Todra-Schlucht und folgt den Wegen entlang des seichten Flusses zwischen den orangefarbenen Kalksteinfelsen. Danach geht es knapp 190 km in Richtung der algerischen Grenze, wo sich allmählich die roségoldenen Dünen der Sahara am Horizont abzeichnen. In Merzouga habt ihr die Möglichkeit, auf dem Rücken eines Kamels durch die Dünen zu reiten und nach Sonnenuntergang einen atemberaubenden Blick auf die Sterne zu werfen – vielleicht seht ihr sogar die Milchstraße.
2. Die Highlights der Nordschleife
Eine Rundreise zu den historischen Stätten im Norden Marokkos – 830 km

- Beste Reisezeit: Im Oktober und November kann man den Menschenmassen entgehen, während die Hauptattraktionen weiterhin geöffnet sind.
- Highlights: Chefchaouen und die archäologische Stätte Volubilis sind zweifellos einen Besuch wert.
Diese Route startet in der nördlichen Hafenstadt Tanger, die 18 Seemeilen von Gibraltar entfernt liegt. Ein Hauch spanischer Kultur verleiht dieser Stadt ein einzigartiges Flair – besonders deutlich wird dies an der ehemaligen Stierkampfarena Plaza de Toros. Hinter der Festungsmauer aus dem 15. Jahrhundert erwartet euch ein Labyrinth aus farbenfrohen Gassen mit vielen Kunsthandwerksbetrieben. Abseits des Zentrums könnt ihr einen Tag am Strand von Merkala verbringen oder einen Abstecher zum Cap Spatel Park machen, wo sich der archäologische Komplex der Herkules-Höhlen befindet. Fahrt in Richtung Süden, entlang der ruhigen Sandstrände und kleinen, historischen Küstenstädte. Macht eine Pause an der archäologischen Stätte Lixus aus dem 4. Jahrhundert, um die Überreste der römischen Tempel und Bäder zu erkunden.
Besucht Marokkos Hauptstadt Rabat und entdeckt die Kasbah des Oudayas, eine majestätische Festung, die man durch einen verschnörkelten Torbogen betritt. Folgt anschließend der A2 in die auf einem Hügel gelegene Stadt Meknes und haltet unterwegs an den römischen Ruinen der archäologischen Stätte Volubilis. In Meknes könnt ihr die eleganten Kachelbögen und historischen Stätten mit einem Pferdekarren besichtigen. Fahrt im Anschluss weiter nach Fes, der kulturellen Hauptstadt Marokkos, und besucht Bab Boujloud, um die spektakulären Mosaikfliesen am gewölbten Eingang der Altstadt zu bewundern. Zurück im Norden könnt ihr durch die mystischen blauen Gassen von Chefchaouen schlendern, wo die Einheimischen Meisterwerke aus Stoff, Töpferwaren und Leder herstellen. Macht auch unbedingt einen Abstecher zu den kristallklaren Becken und Wasserfällen des Naturschutzgebiets Grande Cascade D’akchour.
3. Küstenroute von Norden bis Süden
Erlebt die schönsten Küstenabschnitte Marokkos – 650 km

- Beste Reisezeit: Im Juni und Juli sind lange Sonnentage garantiert.
- Highlights: Versäumt es nicht, Oualidia und Essaouira zu erkunden.
Die Reise beginnt dort, wo der Draa-River auf den Ozean trifft. Erkundet die palmengeschmückten Gärten, die modernen Kunstgalerien und die beliebten Restaurants von Marokkos Hauptstadt am Meer. Besucht außerdem die aus dem 12. Jahrhundert stammende Festung Kasbah of the Udayas. Im Innenbereich könnt ihr wunderbar durch die von weiß und blau getünchten Häusern gesäumten Gassen schlendern. Nach dem Besuch der Moschee und des Museums empfehlen wir einen Halt im Andalusischen Garten, wo ihr euch unter den zahlreichen Orangenbäumen eine Pause gönnen könnt. Fahrt weiter entlang der von Sandstränden gesäumten Küste nach Casablanca, wo ihr die Hassan-II-Moschee besichtigen könnt, die sich auf einer ins Meer ragenden Plattform befindet.
Macht einen Zwischenstopp in dem kleinen Dorf Oualidia, um frische Austern zu probieren und euch anschließend in die Wellen zu stürzen. Solltet ihr im Frühling oder Herbst vor Ort sein, haltet Ausschau nach wandernden Flamingos in den Salzsümpfen. Versäumt es nicht, die ältesten kegelförmigen Töpferöfen Marokkos in Stafi zu besichtigen, ehe ihr euch am Strand eine wohlverdiente Pause gönnt. In der Hafenstadt Essaouira angekommen, werdet ihr feststellen, dass hier eher die Atmosphäre eines entspannten Strandortes herrscht. Lasst euren Roadtrip mit Minztee in einem Café auf einer Dachterrasse ausklingen, erkundet die Medina und verbringt einen entspannten Tag am Strand.
4. Die wagemutige Abenteuerroute
Eine actionreiche Strecke mit Höhenwegen und abwechslungsreichem Gelände – 1630 km

- Beste Reisezeit: September und Oktober für einen kühlen Kopf bei körperlicher Betätigung und für gutes Wetter in den Bergen.
- Highlights: In der Sahara, dem Atlasgebirge und der Todra-Schlucht gibt es viel zu erleben.
Startet in Agadir und bewundert Einheimische beim Klippenspringen und Klettern in den Schluchten des Paradies-Tals. Macht im Anschluss eine Wanderung um die klaren Naturpools und sucht nach versteckten Grotten und Wasserfällen. Nachdem ihr euch ausgetobt habt, könnt ihr euch auf den Weg ins Atlasgebirge machen. Beginnt mit dem Aufstieg auf den kurvenreichen, engen Straßen zum Tizi N‘ Test-Pass. Fahrt etwa 1.000 m hinunter ins rostrote Ouirgane-Tal, wo ihr diverse Mountainbike-Strecken testen und in einem der Berberdörfern ein wenig entspannen könnt. Fahrt weiter nach Norden und macht einen Abstecher zum Toubkal-Nationalpark. Hier könnt ihr euch für zwei oder drei Tage von der Zivilisation verabschieden und eine anspruchsvolle Wanderung zum Gipfel des Mount Toubkal unternehmen ( hierfür sind Bergführer gesetzlich vorgeschrieben).
Zurück auf der Straße, folgt ihr der N9 in die friedliche grüne Oase des Draa-Tals. Lasst die Palmenhaine hinter euch und fahrt in das kleine Saharadorf Merzouga, wo ihr Sand surfen und Quad fahren könnt. Fahrt im Anschluss zurück und macht Halt an der Todra-Schlucht. Kurz darauf erreicht ihr auch das Tal der Rosen und Les Gorges Agouti, deren malerische Wanderwege besonders im Frühling reizvoll sind, wenn die Landschaft mit rosafarbenen Rosen bedeckt ist. Legt eine Pause in der am Hang gelegenen, terrakottafarbenen Stadt Ouarzazate ein, bevor ihr von Asif Ounila aus einen Ausritt zum alten Ksar von Ait Benhaddou unternehmt.
5. Der Weg der ruhigen Oase
Eine entspannte Reise entlang der Küste nach Marrakesch – 954 km

- Beste Reisezeit: April oder Mai für üppig grüne Landschaften.
- Highlights: Oualidia und die Ouzoud-Wasserfälle sind zwei versteckte Juwelen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.
Diese Roadtrip-Route beginnt in der entspannten Küstenstadt Essaouira. Genießt einen Minztee mit Aussicht in einem der Dachcafés und haltet Ausschau nach Arganöl, das in der Region hergestellt wird. Fahrt im Anschluss in den Norden zum charmanten Küstendorf Oualidia und haltet Ausschau nach wandernden Flamingos im dortigen Naturschutzgebiet. Vorbei an kleinen marokkanischen Dörfern geht es weiter in Richtung Atlasgebirge. Macht einen Halt an den Ouzoud-Wasserfällen und beobachtet, wie das Wasser aus 110 Metern Höhe über die Schlucht des El-Abid-Flusses stürzt.
Fahrt weiter ins Landesinnere bis zur Oase Fint – einem grünen Paradies mit Palmen und kleinen Dörfern entlang eines Flusses. Nachdem ihr die Wanderwege abgelaufen seid, könnt ihr die nahe gelegene terrakottafarbene Stadt Ouarzazate besuchen und die spektakulären Innenräume der Kasbah von Taourirt besichtigen. Fahrt anschließend zurück an die Küste und verbringt etwas Zeit im Ksar Ait Benhaddou. Besichtigt die rot gefärbten Häuser und rechteckigen Türme, die im 17. Jahrhundert aus traditionellem Lehm gebaut wurden. Fahrt danach am Asif Ounila-Fluss vorbei zur abgelegenen Kasbah Telouet – ein verfallenes rotes Dorf mit einer dunklen Vergangenheit. Rundet euren Marokko-Roadtrip letztendlich mit einem Besuch der Märkten von Marrakesch und einem Spaziergang durch den Jardin Majorelle ab.
Tipps für eine reibungslose Fahrt durch Marokko
Tipps für euren Marokko Roadtrip
- Respektiert die lokale Kultur und kleidet euch konservativ.
- Haltet die Augen offen vor Betrügern, wie z. B. falschen Fremdenführern, irreführenden Wegbeschreibungen und „kostenlosen“ Fotomöglichkeiten.
- Fahrten nur tagsüber, um Pannen zu vermeiden.
- Achtet darauf, dass ihr genügend Treibstoff im Tank habt – Tankstellen sind oft Mangelware.
- Plant viel Zeit für Fahrten über schmale Bergstraßen ein.
- Beachtet die strengen Gesetze für Alkohol am Steuer – der Grenzwert liegt bei 20 mg pro 100 ml Alkohol im Blut.
Kultureller Steckbrief

Der höchste Gipfel Nordafrikas liegt im Atlasgebirge.

Marokko ist ein muslimisches Land.

Das Nationaltier ist der Berberlöwe.
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