Europa bietet eine tolle Auswahl an Surfspots - von kraftvollen Atlantikwellen bis zu entspannten Beachbreaks für Einsteiger.
Die besten Surfspots in Europa und was sie so besonders macht
Europa bietet für jedes Niveau passende Bedingungen - von konstanten Beachbreaks bis zu kräftigen Reefbreaks. Viele Spots sind gut erreichbar, haben Schulen, Verleihstationen und eine lange Saison. In dieser Liste findet ihr die besten Surfspots in Europa, die sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Surfer lohnen.
1. Sagres, Algarve, Portugal
Portugals rauer Südwesten mit konstanten Wellen
Portugal und die Algarve bieten ideale Voraussetzungen, um das Surfen zu erlernen. Eine Vielzahl von Stränden und windgeschützten Buchten, das warme Klima und nicht zuletzt die stetige Versorgung mit Swell, ermöglichen es, das ganze Jahr über Wellen zu reiten. Allerdings eignet sich der Sommer aufgrund kleinerer Wellen eher für Anfänger und der Herbst und Winter für Fortgeschrittene und Profis, da die Wellen dann oft weit über zwei Meter brechen. Sind die Wellen dann zu groß in Sagres oder der Atlantikküste, können Anfänger einfach die Algarve Richtung Osten abfahren und finden immer weniger schwierig zu surfende Gebiete.
2. The Bubble, Fuerteventura, Spanien
Kraftvolle Wellen im Norden von Fuerteventura
The Bubble liegt an der berühmten Nordküste Fuerteventuras. Die Wellen türmen sich bei ablandigen Winden perfekt auf und donnern über das scharfe Felsenriff. An den Wochenenden ist der Strand und die Welle meist überfüllt, aber wochentags sieht der Strand komplett anders aus. Doch auch ansonsten ist Fuerteventura unter Surfern sehr beliebt. Es gibt unzählige Surfsports vom Norden bis zum Süden, wo für den Anfänger bis zum Profi garantiert etwas dabei ist. Informiert euch am Besten vorab oder direkt vor Ort nach den jeweils besten Surfbedingungen und freut euch auf einen Urlaub voller Wasserspaß und Leidenschaft auf der Vulkaninsel!
3. Spanish Left (Las Palmeras), Teneriffa, Spanien
Legendärer Left-Hander an der Südküste Teneriffas
Spanish Left liegt direkt bei der Ferienanlage Las Américas und ist deshalb oft gut besucht, punktet aber mit zentraler Lage und Wellen, die bei fast allen Gezeiten funktionieren. Teneriffa bietet für erfahrene Surfern viele weitere Spots, die allerdings etwas versteckt liegen und nicht immer leicht zu finden sind. Am besten orientiert ihr euch an lokalen Guides oder schließt euch Surfern an, die die Insel gut kennen. So oder so: Surfen im Schatten des Teide bleibt ein besonderes Erlebnis - die beeindruckende Vulkanlandschaft gibt es als Bonus dazu.
4. Faja da Areia, Madeira, Portugal
Wellen für Fortgeschrittene in spektakulärer Landschaft
Die kleine Insel Madeira mitten im Atlantik ist in den Wintermonaten von Oktober bis April den mächtigen Winter Swells ausgesetzt und garantiert die besten Bedingungen zum Surfen - nahezu überall. Da es jedoch praktisch keine Strände auf der Vulkaninsel gibt und die Wellen nur schwer vom Ufer aus zu erreichen sind, hat man die Wellen oftmals ganz für sich allein. Allerdings ist die Insel nicht für Anfänger geeignet und nur geübte Surfer sollten sich an die gefährlichen Einstiege trauen. Nur Faja da Areia im Norden der Insel ist eine relativ leichte Welle für Anfänger. Dort werdet ihr auch mit noch nicht allzuviel Erfahrung jede Menge Spaß haben.
5. Mundaka Vizcaya, Baskenland, Spanien
Eine der längsten und besten Linkswellen Europas
Mundaka ist ein altes Dorf im spanischen Baskenland und berühmt als eine der besten Wellen Europas. Bis zum Jahr 2009 trafen sich jedes Jahr im Oktober die weltbesten Surfer zum Billabong Pro und auch wenn die Tour weiter gezogen ist, ist dieser Spot ein legendärer Ort. Schön ist auch, dass sich dort einige Surfcamps und Surfschulen angesiedelt haben, sodass ihr als Surf-Einsteiger Kurse besuchen könnt und sowohl als Neuling als auch als Fortgeschrittener schnell Anschluss unter Gleichgesinnten findet - selbst wenn ihr alleine auf Reisen seid. So könnt ihr euch abends bei einem kühlen Drink von euren Erfolgen berichten und noch viel dazulernen.
Kleines Surf-Vokabular
6. Playa de la Zurriola, San Sebastián, Spanien
Urbaner Beachbreak mit guter Infrastruktur und Surfschulen
Der Playa de la Zurriola ist der Surfstrand von San Sebastián und bekannt für seine zuverlässigen Beachbreaks, die je nach Swell sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene ansprechen. Durch die zentrale Lage erreicht ihr den Strand bequem zu Fuß, rundherum findet ihr Surfschulen, Verleihstationen und viele Cafés. Im Sommer ist das Line-up meist entspannt, im Herbst und Winter werden die Wellen kräftiger und technisch anspruchsvoller. Die urbane Atmosphäre macht den Strand besonders: Surfen, Stadtleben und Gastronomie liegen hier nur wenige Schritte auseinander. Wer einen Spot sucht, der gute Bedingungen mit einer lebendigen Szene kombiniert, ist an der Zurriola genau richtig.
7. La Gravière, Hossegor, Aquitanien, Frankreich
Bekannt für schnelle Tubes und anspruchsvolle Bedingungen
Nur eine kurze Fahrt von San Sebastián entfernt beginnt mit Biarritz der vielleicht berühmteste Surfabschnitt Frankreichs - lebhaft, traditionsreich und seit Jahrzehnten ein Magnet für Surfer aus aller Welt. Noch besser sind jedoch die Bedingungen etwas nördlicher in Hossegor, rund 30 Minuten von Biarritz entfernt. Dort brechen die kräftigen Atlantikwellen oft schon weit draußen und rollen meterhoch bis an den Strand. Das sorgt nicht nur für anspruchsvolle Sessions, sondern auch für beeindruckende Kulissen, die man selbst vom Ufer aus gerne beobachtet.
8. Lafiténia, Saint-Jean-de-Luz, Aquitanien, Frankreich
Langer Right-Hander an der baskischen Küste
Saint-Jean-de-Luz ist eine der malerischsten Küstenstädte Frankreichs und liegt im äußersten Südwesten nahe der spanischen Grenze im Herzen des Baskenlands. Die geschützte Bucht bietet einen langen Sandstrand, baskische Architektur, lebendige Marktplätze und gute Bedingungen für Wassersport. Für Surfer lohnt sich besonders Lafiténia, rund fünf Kilometer nordöstlich des Ortes - ein bekannter Right-Hander, der je nach Swell lange, saubere Lines liefert. Im Juli und August finden zudem mehrere Festivals statt, perfekt für alle, die Surftrip und Musikveranstaltungen verbinden möchten.
9. Guincho, Cascais, Portugal
Windreicher Atlantikstrand mit kräftigen Wellen
Morgens in den wilden Wellen des Atlantiks surfen und nachmittags in den Straßen einer europäischen Großstadt unterwegs sein. Nur einen Katzensprung von Lissabon entfernt, liegt dieser Strand zwischen Cascais und dem malerischen Sintra. Aufgrund der starken Winde am Atlantik ist dieser beliebte Surfspot immer wieder Austragungsort internationaler Surfwettbewerbe. Ihr seid richtig sportbegeistert? Dann macht eine Radtour von Cascais bis zum Strand und tobt euch anschließend in den Wellen aus. Der Sandstrand ist übrigens wunderschön breit, zum reinen Sonnenbaden allerdings nur bedingt geeignet. Durch die starken Winde kann es schnell kühl werden.
10. Cornwall, Südwestengland, Großbritannien
Englands Surfhochburg mit langen Stränden und Atlantikwellen
Englischer Charme und Strände, die nicht so extrem überlaufen sind wie in Newquay oder Fistral Bay. Die Wellen bieten zwischen 30 Zentimeter und drei Meter alles an Reichweite und sind gerade für Anfänger ideal. Macht euch allerdings auf kalte Wassertemperaturen gefasst. So schön warm wie im Süden Europas wird das Wasser in Cornwall sicherlich nicht sein. Wer übrigens gerne im Camper unterwegs ist, der wird in Südwestengland seine wahre Freude haben. Dadurch, dass im Sommer nicht soviel los ist, findet ihr eigentlich immer einen Stellplatz. Der Vorteil am Camper ist natürlich auch, dass ihr flexibel von Welle zu Welle fahren könnt!
11. Bundoran, Irland
Bekannt für anspruchsvolle Reefbreaks und raue Küstenlandschaft
Irland wird unter Surfern oft als „Europas Kaltwasser-Indonesien“ bezeichnet - und Bundoran zeigt gut, warum. Das ehemalige Fischerdorf fängt nahezu jeden Atlantikswell ein und bietet eine raue, beeindruckende Küstenkulisse. Das Wasser ist kalt, doch die Atmosphäre im Ort warm: Pubs, Musik und freundliche Locals sorgen für schnelle Aufwärm-Momente. Rund um Bundoran liegen gleich mehrere Spots dicht beieinander, sodass ihr je nach Bedingungen den passenden Break findet. Die beste Zeit ist der September, wenn Wellen und Wind am zuverlässigsten sind - auch wenn das Wasser dann noch frischer wird.
Für Anfänger sind die Beachbreaks an der Algarve - besonders rund um Sagres und die Costa Vicentina - perfekt, weil es dort viele Surfschulen und sanfte Wellen gibt. Auch der Playa de la Zurriola in San Sebastián ist gut für den Einstieg.
