Reisetipps, Infos & Inspiration Die beste Reisezeit für Island, ideales Wetter & Nordlichterzeit

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Die beste Reisezeit für Island, ideales Wetter & Nordlichterzeit

Das traumhaft schöne Island scheint wie kein anderer Ort der Welt noch bestimmt von Mystik, Magie und sagenhaften Naturlandschaften. In unserem Artikel erfahrt ihr, wann sich Reisen dorthin besonders lohnen.

Island ist ein ganz besonderer Ort: ganz alleine zwischen Nordatlantik, Nordsee und Norwegischer See gelegen, näher am verschneiten Grönland als an Europa und doch noch irgendwie noch Teil unseres Kontinents, geprägt von atemberaubenden Naturlandschaften und angeblich sogar Heimat magischer Wesen. Wenn ihr euch dieses unglaubliche Land demnächst einmal selbst anschauen möchtet, dann solltet ihr euch gut überlegen, wann genau die Reise losgehen soll – denn Island trumpft zu jeder Jahreszeit mit anderen Reizen. Wir verraten euch, wann Trips nach Island besonders empfehlenswert sind und worauf ihr bei eurer Reise achten solltet.

Allgemeines zur Reisezeit in Island

Die beste Reisezeit für Island

Island liegt sehr weit im Norden, nahe des Polarkreises, und ist deshalb auch von ganz besonderen Wetterverhältnissen bestimmt. So ist das Wetter das ganze Jahr über recht mild, mit nicht allzu kalten Wintern und kühlen Sommern, und die Tage sind im Sommer weit länger, dafür im Winter weit kürzer als in unseren Breitengraden – so herrscht im Sommer die berühmte Mitternachtssonne mit sehr langen Sonnenuntergängen, während es im Winter täglich bloß ein paar Stunden lang hell ist.

Regentage gibt es in Island hingegen ähnlich viele wie in Deutschland, allerdings muss dazu gesagt werden, dass das Wetter – sowohl in Sachen Temperaturen wie auch Niederschlagsmengen – in jeder Region das Landes ein wenig anders ausfällt und obendrein sehr schnell umschlagen kann. So ist es prinzipiell an den Küsten und im Süden beispielsweise generell wärmer als im Norden, während es im Norden zum Ausgleich weniger oft regnet als im Süden. Die meisten Niederschläge gibt es jedoch im Südosten der Insel, rund um Gletscher Vatnajökull. Es kann aber auch durchaus sein, dass es an einem Tag recht kühl und windig ist, während es am Folgetag wieder weit wärmer und windstiller ist – das Wetter in Island ist einfach genauso so traumhaft ungezähmt wie seine Natur. Regenfeste Kleidung sowie Klamotten, die ihr in Schichten anziehen könnt, sollten somit bei keiner Islandreise in eurem Gepäck fehlen.

Da die beste Reisezeit in Island aber nicht nur alleine von den Sonnenstunden, Temperaturen und Niederschlägen abhängt, haben wir für euch im Folgenden die Vor- sowie Nachteile aller Jahreszeiten aufgelistet, verraten euch, was es bei einer Reise nach Island alles zu beachten gilt, und lassen euch zudem wissen, wann ihr die Insel am besten besucht, wenn ihr in erster Linie die Nordlichter sehen oder Wale beobachten möchtet.

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Beste Reisezeit: Sommer in Island

Die beste Reisezeit für Island: Island im Sommer

Der Sommer in Island gilt als Hauptsaison für das Land. Grund dafür sind vor allem die höheren Tagestemperaturen während dieser Zeit sowie die Tatsache, dass es sehr lange hell ist – teilweise bis zu vollen 22 Stunden täglich. Zwischen Juni und August könnt ihr euch so auf Sonnenuntergänge bis nach Mitternacht freuen, während die Temperaturen auf angenehm frühlingshafte 15 Grad Celsius und mehr klettern – im Süden sogar auf bis zu 20 Grad Celsius und knapp darüber – und auch Regen und Wind sind dann am schwächsten.

Die warmen Temperaturen kommen allerdings auch mit einigen Nachteilen gegenüber einer Reise nach Island im Winter: So beginnen die Gletscher ab Mai verstärkt zu schmelzen und einige Straßen, die im Winter problemlos befahrbar sind, können schon mal unter Wasser stehen. Die Isländer stört das nur bedingt – sie fahren durch seichtes Wasser gerne auch einfach mal durch –, für Europäer können diese Touren aber auch zum richtigen Abenteuer werden. Stellt in jedem Fall sicher, einen Mietwagen auszuleihen, der auch durch niedrige Gewässer fahren kann.

Zum Ausgleich für die teilweise überschwemmten Straßen steht hingegen die einmalige natürliche Schönheit der sommerlichen isländischen Landschaft: Saftig grüne Wiesen, blühende Felder, in der Sonne glitzernde Wasserfälle – im Sommer präsentiert sich die unberührte Natur Islands von ihrer allerschönsten Seite. Der einzige Wermutstropfen: Das tolle Wetter und die prächtige Landschaft ziehen natürlich auch viele Touristen an und so seid ihr im Sommer nicht ganz so ungestört alleine wie zu anderen Jahreszeiten – gerade auch in Reykjavik kann dann schon mal Einiges mehr los sein – und auch die Hotelpreise steigen an.

Trotz mehr Touristen sollten sich alle, die auch die Unterwasserwelten oder Gletscher Islands erkunden wollen, aber dennoch im Sommer dorthin aufmachen; viele Touren in die unwirklich schönen Eislandschaften werden nämlich nur während der wärmeren Monate, also etwa zwischen März und Oktober, angeboten. Und noch ein ganz besonders Schauspiel gibt es vorwiegend im Sommer zu sehen: Wale vor der Küste Islands.

Die halbe Welt ist gerade im Game of Thrones Fieber. Wusstet ihr, dass einige Szenen der Serie auch im schönen Island gedreht wurden? Hier könnt ihr nachlesen, welche genau es waren: Der ultimative GoT-Reiseführer: Die Game of Thrones Drehorte in Island

Beste Reisezeit: Winter in Island

Die beste Reisezeit für Island: Island im Winter

Winter in Island bedeutete eine Reise in ein wahres Winter Wonderland: Aus den saftig grünen Landschaften im Sommer werden atemberaubend schöne Schneelandschaften mit gefrorenen Wasserfällen und Gletschern in ihrer ungestörten Pracht. Und auch das Baden in den heißen Quellen Islands, beispielsweise in der berühmten Blauen Lagune, ist bei kühleren Temperaturen besonders angenehm.

Apropos kühlere Temperaturen: Wie eingangs schon erwähnt, ist es in den Wintermonaten Islands zwar kühler, aber immer noch angenehm mild. So fallen die Werte selbst im tiefsten Winter kaum unter -10 Grad Celsius (im Süden sogar auf kaum unter -3 Grad Celsius) und können tagsüber auch auf bis zu 5 Grad Celsius und mehr ansteigen. Wer es also kühler mag oder sich davon nicht abhalten lässt, der kann im Winter in Island von einer ganzen Reihe Vorteile profitieren:

Einerseits zieht Island im Winter weniger Touristen an und ihr habt somit eine weit größere Chance, selbst bei den berühmtesten Naturwundern Islands auf kaum jemand anderen zu treffen. Zudem sind auch die Unterkünfte im Winter günstiger – genau wie die Flüge. Ihr könnt also im Winter ebenso beim Urlaubsbudget sparen, und auch die Straßen sind im Winter so gut wie alle problemlos befahrbar.

Und dann gibt es noch einen weiteren Grund, Island im Winter zu besuchen – wenn nicht sogar den Grund: Die berühmten Nordlichter zeigen sich nämlich während der Sommermonate überhaupt nicht, und auch die eindrucksvollen Eishöhlen Islands sind nur im Winter zugänglich.

Nicht nur die beste Reisezeit, auch die beste Buchungszeit solltet ihr bei eurer Urlaubsplanung berücksichtigen – vor allem dann, wenn ihr besonders günstig in die Ferien fliegen möchtet. Hier lest ihr mehr zum Thema: Die beste Zeit, um Flüge zu buchen? Wir haben die Antwort!

Beste Reisezeit in Island: Frühling und Herbst

Die beste Reisezeit für Island: Island im Frühling und Herbst

Frühling und Herbst in Island sind ein wenig wie das Beste aus beiden Welten: Gerade im späten Frühling und frühen Herbst, also im März und April bzw. September und April, ist es in Island immer noch angenehm warm mit Temperaturen von bis zu 10 Grad Celsius und auch die Sonne scheint noch schön lange. Die Blumen blühen schon oder noch, das Gras ist noch grün, die Bäume zeigen sich im Herbst in kunterbunten Farben, und auch die Wasserfälle sind genauso eindrucksvoll wie im Sommer.

Hinzu kommt, dass die Hotels in diesen Monaten schon bzw. wieder günstiger zu haben sind als im Hochsommer und auch die Touristen nicht ganz so zahlreich zu den natürlichen Wundern und den Sehenswürdigkeiten in Reykjavik strömen. Im Gegensatz dazu steht ein wenig mehr Regen als im Rest des Jahres – behaltet aber im Kopf, dass das Wetter in Island zu jeder Jahreszeit sehr schnell, sogar innerhalb eines Tages, umschwenken kann.

Wer die Vorteile einer Reise nach Island im Frühling und Herbst mit der Chance, die Nordlichter zu sehen, kombinieren möchte, der wartet ebenfalls bis mindestens September oder reist früh im Jahr, bereits im März, auf die Insel – dann ist es zwar noch bzw. schon weit kühler und auch nicht ganz so lange hell, dafür ist die Wahrscheinlichkeit dafür, die Aurora Borealis selbst zu sehen, weit höher als in den wärmeren Monaten.

Auch die Hauptstadt Islands ist im Winter besonders schön. Hier geht es zu den 10 besten Sehenswürdigkeiten in Reykjavik!

Beste Reisezeit für die Nordlichter in Island

Die beste Reisezeit für Island: Nordlichter in Island

Wo wir gerade bei den Nordlichtern waren – wann ist eigentlich die beste Reisezeit für Island, um diese zu sehen? Die Frage lässt sich nur schwer beantworten, da das einzigartige Naturschauspiel ebenso eindrucksvoll wie unberechenbar ist. Ganz prinzipiell ist die Chance, die Nordlichter zu sehen, allerdings zwischen September und März am höchsten und hierbei vor allem in den tiefsten Wintermonaten, zwischen November und Februar – rechtzeitig zu den günstigsten Hotelpreisen des Jahres. Gerade im März bzw. Oktober kann man auch schon bzw. noch wunderbar Ausflüge in die Natur Islands unternehmen und die Tage sind dann ebenfalls wieder bzw. immer noch wundervoll lange hell.

Nicht nur in Island, auch an anderen Orten der Welt kann man die Aurora Borealis bestaunen. Lest hier mehr dazu: Die 8 bezauberndsten Orte, um die Nordlichter zu sehen

Beste Zeit, um in Island Wale zu sehen

Die beste Reisezeit für Island: Whale Watching in Island

Wer indessen die Giganten der Meere vor der Küste Islands bewundern möchte, der reist idealerweise zur Hauptsaison im Juni bis August; aber auch schon ab April bzw. bis in den Oktober hinein könnt ihr die schwimmenden Riesen im Rahmen von Whale Watching Touren antreffen. Wale sind zudem nicht die einzigen seltenen Tiere, die es in Island zu sehen gibt – auch Robben, Seehunde, Papageitaucher und Rentiere könnt ihr auf Island in ihrem natürlichen Lebensraum antreffen.

Islands Nordlichter und Wale sind nicht die einzigen seltenen Naturwunder, die die Insel zu bieten hat. Hier geht es zu den 7 dramatischsten schwarzen Stränden weltweit – jenem in Island inklusive!

Ein Wort zu den Vulkanen Island

Die beste Reisezeit für Island: Vulkane in Island

Island ist nicht nur das Land der Wasserfälle und Gletscher, sondern auch der Vulkane und Geysire. Vor einem möglichen Ausbruch oder damit einhergehenden Erdbeben braucht ihr euch aber nicht zu fürchten: Erdbeben bleiben in Island zumeist sehr schwach und die Vulkanausbrüche selbst werden von den Isländern nicht mit Furcht, sondern mit Faszination betrachtet. Auch Flugausfälle wie 2010, als der Eyjafjallajökull ausbrach, sind allgemein äußerst unwahrscheinlich.

Eine Reise zu einem aktiven Vulkan findet ihr nicht beunruhigend, sondern aufregend? Na dann haben wir hier gleich einige Orte, die euch gefallen könnten: 15 aktive Vulkane weltweit zum Urlaub machen

Zusammenfassung: Die beste Reisezeit für Island

Die beste Reisezeit für Island

Wann ihr Island am besten bereist, hängt in erster Linie davon ab, was ihr euch von der Reise erwartet.

Wer die Nordlichter sehen möchte, der sollte auf jeden Fall eine Reise im Winter, insbesondere zwischen November und Februar, ins Auge fassen und kann dann obendrein von den günstigeren Hotelpreisen und weniger Touristen profitieren. Auch die Eishöhlen Islands sind nur dann zugänglich.

Wer indessen die Schönheit der isländischen Küsten bestaunen, Wale beobachten und eventuell sogar Tauchen und Schnorcheln gehen möchte, der sollte zwischen Juni und August anreisen – dann scheint auch die Sonne besonders lange, der Wind weht weniger stark und die Niederschläge gehen zurück. Zudem zeigt sich die Landschaft von ihrer grünsten Seite und die im Winter gefrorenen Wasserfälle brausen glitzernd in die Tiefe.

Sparefrohs, die sich die grün blühende Natur Islands dennoch nicht entgehen lassen möchten, sind schließlich am besten mit einer Reise im Frühling oder Herbst bedient. Vor allem in der späten Vor- oder frühen Nachsaison, im April und Oktober, ist Island zwar etwas regnerischer als im Rest des Jahres, dafür könnt ihr dann schon bzw. noch angenehm Ausflüge in die Wildnis unternehmen, habt die Chance auf Walsichtungen und im Oktober auch bereits die Möglichkeit, die Nordlichter zu sehen – und das alles bei günstigeren Flug- und Hotelpreisen als im Hochsommer.

Bei so vielen Möglichkeiten fällt es euch schwer, euch eine der Reisezeiten auf Island auszusuchen? Dann lasst doch einfach den Preis entscheiden! Hier erfahrt ihr wie: Spart mit den Skyscanner-Tools „Ganzer Monat“ bzw. „Günstigster Monat“ bei der Flugbuchung

Die beste Reisezeit für Island im Überblick:

Regenreiche Monate:März, Oktober, Dezember
Regenarme Monate:Mai bis Juli
Hauptsaison:Juni bis August
Nebensaison:September bis Mai
Wärmste Monate:Juni bis August
Kälteste Monate:Dezember und Januar
Beste Monate, um die Nordlichter zu sehen:Oktober bis März
Beste Monate, um Wale zu sehen:April bis Oktober
Monat mit den meisten Stunden Tageslicht:Juli
Monat mit den wenigsten Stunden Tageslicht:Dezember

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