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Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires

Buenos Aires ist dank seines eleganten Zentrums, den vielen Parkanlagen und der vor Lebenslust sprühenden Einwohner eine der charmantesten Hauptstädte Südamerikas.

Die meisten Besucher von Buenos Aires sind überrascht, in welchem hohen Maße Tradition hier trotz moderner Fortentwicklung den Alltag mitbestimmt. Das kompakte Stadtzentrum mit seinen schattigen Alleen und neoklassizistischen Gebäuden erinnert an das Paris des frühen 20. Jahrhunderts und dennoch mangelt es nicht an allen nur erdenklichen Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts, inklusive unzähliger Tango-Clubs, Diskotheken sowie Lokalen, in denen die besten Rindersteaks der Welt angeboten werden. Lest hier, welche zehn Sehenswürdigkeiten der Stadt ihr bei eurem Besuch auf keinen Fall verpassen solltet!

1. Recoleta Friedhof, Evitas letzte Ruhestätte

Beim Gedanken an Argentinien fällt den meisten sofort der Name Eva „Evita“ Perón ein – und das nicht nur wegen des (historisch übrigens völlig inakkuraten) Musicals von Andrew Lloyd Webber. Die ehemalige „First Lady“ und zweite Ehefrau des Präsidenten Juan Perón nimmt bis heute einen ganz besonderen Platz in den Herzen der Argentinier ein. Man könnte sogar durchaus behaupten, Evita habe Unsterblichkeit erlangt, obwohl sie eigentlich 1952 im Alter von nur 33 Jahren an Gebärmutterhalskrebs verstarb. Als Eva Duarte geboren, befindet sich ihre letzte Ruhestätte in der Familiengruft der Duartes in Buenos Aires‘ berühmtestem Friedhof, dem Cemeterio de la Recoleta. Täglich wird das prunkvolle Mausoleum von wahren Massen Einheimischer und Touristen gleichermaßen umlagert, die hier aus Verehrung „ihrer“ Evita, Blumen und Kränze darbringen. Auch der Rest des Friedhofs ist wegen seiner reich geschmückten Grabmale und Gruften sehenswert und interessant – und danach kann man durch die charmanten Straßen des umliegenden Recoleta Bezirks schlendern, in einem Café einkehren oder die Auslagen kleiner Handwerksläden begutachten.

2. Plaza de Mayo

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires

Ein exzellenter Ausgangspunkt für die Erkundung von Buenos Aires ist die Plaza de Mayo, so genannt, weil hier am 25. Mai 1810 die Revolution ihren Ausgang nahm, die schließlich in der Unabhängigkeit Argentiniens von Spanien kulminierte. Die Tradition ist geblieben, denn auch heute finden hier gelegentlich noch Massenproteste statt, allerdings nun gegen die Inkompetenz oder Korruption in den Reihen der eigenen Regierung. Doch regelmäßig dient der Platz auch Freudenfeiern, zum Beispiel, wann immer Argentinien eine Fußballweltmeisterschaft gewinnt. Im Zentrum des Platzes ragt die sogenannte Pirámide de Mayo auf, ein aus weißem Marmor gemeißelter Obelisk, der zur Erinnerung an den ersten Jahrestag der Unabhängigkeit von spanischer Kolonialherrschaft errichtet wurde. Um den Plaza herum reihen sich etliche der architektonischen Kleinode der Stadt, wie beispielsweise die nachfolgend beschriebene Casa Rosada.

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3. Casa Rosada (Präsidentenpalast)

Die schönsten Attraktionen von Buenos Aires

Das Ostende des Plaza de Mayo wird von der rosarot (daher „rosada“) verputzten Fassade des Präsidentenpalastes beherrscht. Die von Historikern am häufigsten vorgebrachte Erklärung für diesen etwas seltsamen Farbton ist, dass dem Kalk Ochsenblut beigemischt worden war, welches den Verputz nicht nur besser haften ließ, sondern ihn auch wasserabstoßend machte. Von dem über dem hohen Haupttor gelegenen, von Arkadenfenstern bestandenen Balkon richtete „Evita“ regelmäßig passionierte, flammende Reden an die zehntausenden von Landleuten, die sich auf dem Plaza versammelt hatten und ihr gebannt lauschten. Der Präsidentenpalast kann an Wochenenden im Rahmen einer kostenlosen Führung besichtigt werden, die jedoch online vorgebucht werden muss. Zur Identifikation ist unbedingt ein Ausweisdokument mitzunehmen. Hinter dem Palast befindet sich außerdem das Casa Rosada Museum, in dem die Geschichte des Gebäudes im Detail geschildert wird.

4. Stadtkathedrale (Catedral Metropolitano)

Ebenfalls am Plaza de Mayo erhebt sich die einem griechischen Tempel gleichende Fassade der Stadtkathedrale. Im Jahr 1827 geweiht, ersetzte sie eine frühere, von den Spaniern erbaute Kirche an dieser Stelle. Vor der Kathedrale flackert eine ewige Flamme. Sie symbolisiert den Geist der Unabhängigkeit, der niemals erlöschen soll. Im Kircheninneren sind vor allem die barocken Ausschmückungen hervorzuheben, sowie der im verspielten Rokoko-Stil geschaffene Hochaltar. Die Kathedrale enthält außerdem die viel besuchte Grabstätte von General José de San Martín, einem der meistverehrten Nationalhelden Argentiniens. Er war es, der mit seinen Truppen im Jahr 1816 letztendlich die Unabhängigkeit erkämpfte. Im politischen Chaos der nachfolgenden Jahre musste er allerdings ins Exil nach Frankreich fliehen. Erst 1880 wurden seine sterblichen Überreste wieder in sein Heimatland überführt und in der Kathedrale beigesetzt. Ein Reiterstandbild des patriotischen Generals steht übrigens auch unmittelbar vor der Casa Rosada.

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5. Das Colón Theater – eines von vielen

Buenos Aires ist bekannt für seine ausgeprägte Kunstszene. Die Stadt verfügt dementsprechend über ungewöhnlich viele Theater, Konzertbühnen und andere Veranstaltungsstätten, oft untergebracht in historischen Gebäuden. Zu den schönsten zählt das Colón Theater, in dem von Ballettdarbietungen bis hin zu Opern und klassischen Musikkonzerten so ziemlich alles auf dem Programm steht, was man sich nur vorstellen kann. Bereits 1908 eröffnet, haben hier Operngrößen wie Enrico Caruso, Maria Callas und Luciano Pavarotti gesungen, um nur einige zu nennen. Kenner behaupten, die Akustik des Saales wäre eine der besten auf der ganzen Welt. Führungen, die auch hinter die Kulissen gehen, finden täglich statt; unter anderem kann man dabei die hauseigene Perückenwerkstatt besuchen.

6. Errázuriz Palast

Im Jahr 1911 eröffnete im atemberaubend schönen, im klassisch französischen Empire-Stil erbauten Errázuriz Palast das Museum für ornamentale Kunst, ein absolutes Muss für Kunstliebhaber jeglicher Art. Eine wichtige Abteilung des Museums enthält eine reichhaltige Gemäldesammlung des französischen Impressionismus und anderer Stilrichtungen sowie eine überschwängliche Sammlung von Porzellan und Silberwaren. Zudem gibt es barocke Möbel, Renaissance-Wandbehänge und vieles mehr zu bewundern. Im gleichen Gebäude ist zudem das Museum orientalischer Kunst untergebracht, in dem Kunstgegenstände aus ganz Asien zusammengetragen wurden. Und da wir sowieso schon hier sind, bietet sich auch noch ein Besuch des ebenfalls im Palast befindlichen Museums der Bildenden Künste an, in dem vor allem Werke solch großer europäischer Meister wie van Gogh, Rodin, Renoir, Monet und etlicher weiterer ausgestellt sind.

7. Kirchner Kulturzentrum (Centro Cultural Kirchner)

Der deutschstämmige Néstor Carlos Kirchner diente von 2003 bis 2007 als Argentiniens Staatspräsident. Er brachte noch während seiner Amtszeit die Initiative ein, das 1928 erbaute ehemalige Gebäude des Hauptpostamts zu einem Kulturzentrum auszubauen. Das Projekt, welches erst nach seinem Tod im Jahr 2010 realisiert werden konnte, stellte sich als voller Erfolg heraus. Zum einen konnte so ein wichtiges historisches Gebäude, das nach dem Umzug der Post leer stand und dem Verfall preisgegeben war, gerettet werden, zum anderen bereicherte das in ihm eingerichtete Zentrum die ohnehin schon reiche Kulturszene von Buenos Aires noch weiter. Das Zentrum beherbergt heute eine ganze Reihe von Kunstgalerien, dazu Veranstaltungs- und Ausstellungsräume, Bühnen und Vortragssäle. Das Prunkstück ist jedoch der 1.800 Sitzplätze umfassende „Ballena Azul“ Konzertsaal mit seiner fantastischen Akustik.

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8. San Telmo Bezirk und Nationales Historisches Museum

Der im historischen Stadtkern liegende Bezirk San Telmo zählt zu den interessantesten von ganz Buenos Aires. Seine kopfsteingepflasterten Straßen und Gassen – viele davon verkehrsberuhigt oder sogar reine Fußgängerzonen – quellen nur so über vor kolonialen Gebäuden. In vielen sind Kunstgalerien, kleine Kneipen und Lokale, gemütliche Cafés und so manche Tango-Schule untergebracht – hier verfliegen die Stunden beim Bummeln wie im Flug. Das wichtigste Museum des Bezirks ist das prächtige Nationale Historische Museum (Museo Histórico Nacional), in dem die lange Geschichte Argentiniens durch mehr als 50.000 Exponaten lebendig wird.

9. La Boca Bezirk und Caminito Straßenmuseum

La Boca Buenos Aires

Moderner, aber mindestens ebenso interessant wie San Telmo ist das La Boca Stadtviertel, seit jeher ein bevorzugter Wohnort für eine sich immer mehr ausbreitende Gemeinde von Malern, Bildhauern, Musikern, Schriftstellern und anderen kreativen Zeitgenossen. Ein Fokus für Besucher ist dabei das Caminito Straßenmuseum, ein ganzer fußgängerfreundlicher Straßenzug kunterbunt getünchter Wohnhäuser. Bereits 1959 quasi als Freiluftmuseum etabliert, enthalten viele der Häuser kleine Läden, die Handarbeiten, Souvenirs und natürlich Kunst aller Arten verkaufen – sozusagen „direkt von der Quelle“. Regelmäßig verwandelt sich die gesamte Straße auch – manchmal nahezu spontan – in einen Marktplatz mit Verkaufs- und Essensständen, Straßenkünstlern sowie Musik- und Tango-Vorführungen.

10. Tango und leckeres Essen

Tango Buenos Aires

Der Tango stammt nicht nur aus Argentinien, sondern liegt auch fast jedem Einheimischen im Blut. Er wird zelebriert, wann immer es geht, auch von jungen Leuten. Tango-Schulen finden sich dementsprechend überall in Buenos Aires und erfreuen sich regen Zulaufs. Wer die Zeit hat und Gefallen an Tanz findet (es soll ja auch Tanzmuffel geben), sollte zumindest einen Grundkurs in Argentiniens Nationaltanz nicht verpassen. Preisgünstige Schulen gibt es zum Beispiel im Stadtteil San Telmo. Die andere nationale Passion des Landes ist gutes Esse, vor allem in Form von erstklassigen Fleischgerichten. Argentinien ist nicht nur einer der größten Rindfleischproduzenten auf der Welt, sondern auch einer größten Fleischkonsumenten. Die Menge, die ein durchschnittlicher Argentinier im Jahr verschlingt, ist erstaunlich. Es verwundert deshalb nicht, dass sich die Steakhäuser auch in Buenos Aires in fast jeder Straße nur so aneinanderreihen und zu fast jeder Tageszeit geradezu vor Gästen bersten. Die Qualität der butterzarten Steaks ist absolut phänomenal und dabei preislich überraschend günstig. Zyniker behaupten, Argentinien exportiere lediglich mindere Qualität, während man die besten Stücke absichtlich für den Eigenkonsum zurückhalte. Wer schon nichts am Tango findet, sollte sich deswegen wenigstens das unvergessliche Genusserlebnis eines echten argentinischen Steaks nicht entgehen lassen!

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